Expect the Unexpected

Fesselndes Spiel
 
 
Books on Demand (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 15. Mai 2020
  • |
  • 220 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Adobe-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7519-6362-6 (ISBN)
 
Alice hat ihren Master gefunden: Der englische Millionär und Drehbuchautor Sam MacAllan entführt sie in eine unbekannte Welt aus Dominanz und Lust. Dunkel und erregend sind die fesselnden Spiele, die Sam mit ihr im geheimnisvollen Roten Salon auf seinem Landsitz Wilbour House spielt. Süßer Schmerz, Unterwerfung und größte Erfüllung genießt Alice unter der Anleitung ihres Masters. Als Zeichen des Gehorsams trägt sie das Tattoo der schwarzen Schach-Dame auf ihrem Schulterblatt - ewiges Symbol ihrer Liebe zu Sam. Doch ein schrecklicher Verdacht ändert von einem Tag auf den anderen alles. Sams Liebe schlägt in Hass um, und seine Bestrafung schmerzt grausam. Was ist nur geschehen?
1. Auflage
  • Deutsch
  • 0,40 MB
978-3-7519-6362-6 (9783751963626)
weitere Ausgaben werden ermittelt
Lucy M. Talisker wurde 1985 in London geboren. Ihre Eltern, beide Künstler, zogen mit ihr durch die Welt. Später besuchte sie verschiedene Internate, studierte in Berlin und begann während des Studiums zu schreiben - erotische Gedichte und Kurzgeschichten. "Expect the Unexpected" ist ihr erster Roman. Sie lebt mit ihren drei Katern Chico, Harpo und Groucho in Berlin, jobbt in einer Cocktailbar und wünscht sich, irgendwann vom Schreiben leben zu können.

1. KAPITEL


Alice erwachte von ihrem eigenen lustvollen Stöhnen. In der Dunkelheit, die sie umgab, fand sie sich nicht zurecht. Sie tastete automatisch nach ihrer Nachttischlampe, doch ihre Hand griff ins Leere. Ihre Finger glitten über ein glattes Satin-Laken, das sie bedeckte. Wo war sie? Die verwirrenden Bilder ihres Traums hielten sie noch gefangen.

Langsam kam die Erinnerung zurück. Sie war in seinem Herrenhaus. In Wilbour House in England. Sam hatte sie in dieses Bett gelegt. Als sie zu erschöpft war, um die große Freitreppe selber hochzulaufen, hatte er sie auf seinen kräftigen Armen getragen. Er hatte sie sanft geküsst, und sie war höchst befriedigt augenblicklich eingeschlafen.

Ihre Hand tastete nach Sam, doch das Bett war viel zu schmal für zwei. Sie war allein. Vorsichtig stand sie auf, unter ihren Füßen spürte sie das warme Holz. Sie versuchte sich zu erinnern, wo die Tür war. Mit weit ausgestreckten Armen tastete sie sich blind durchs Zimmer, bis sie an eine Holzkommode stieß. Ihre Finger glitten über die Seidentapete darüber, suchten nach einem Lichtschalter oder dem Ausgang. Stück für Stück arbeitete sie sich weiter vor zur nächsten Wand, als plötzlich ein Lichtschein ins Zimmer fiel. Alice drehte sich herum und sah die Silhouette eines Mannes in der geöffneten Tür stehen.

"Sam?"

"Hudson, Mam. Kann ich etwas für Sie tun?"

Verwirrt blickte sie den Butler an, der im Türrahmen verharrte.

"Was machen Sie hier? Wo ist Sam?"

"Der Master ist bereits früh aufgebrochen. Wünschen Sie Ihr Frühstück im Bett oder im Salon?"

"Wie spät ist es denn?", fragte sie irritiert.

"Es ist 10.30 Uhr, Mam."

"Was? Aber es ist doch noch stockdunkel."

"Nur hier, im Darkroom, Mam. Es gibt hier keine Fenster. Draußen scheint die Sonne. Soll ich Ihnen Ihr Bad einlassen?", fragte Hudson ungerührt.

"Ja . äh, nein, danke . Ich dusche lieber", antwortete Alice und riss sich zusammen. "Wo ist das Bad?"

Nach der Dusche zog sie das leichte schwarze Kleid an, das für sie bereitlag, und frühstückte im sonnen-durchfluteten Salon ausgiebig. Sie hatte einen Bärenhunger. Kein Wunder, in der letzten Zeit hatte sie kaum etwas gegessen. War es tatsächlich erst gestern gewesen, dass Hudson sie in London abgeholt und im Rolls-Royce zum Herrenhaus gebracht hatte? Zu Sam?

Dem Mann, der früher in Berlin ihr Schachpartner und Liebhaber gewesen war. Den sie Jahre später wiedergefunden hatte, als er als schwerreicher Starautor in seiner alten Heimat England lebte. In den sie sich nach einem kurzen Wiedersehen erneut verliebt, aber erst nach vielen Mails und Missverständnissen vor ein paar Tagen in der Nähe von London wiedergetroffen hatte.

Dann war alles ganz schnell gegangen. Er hatte dafür gesorgt, dass sie länger als geplant in England bleiben konnte und nicht wieder nach Berlin zurückmusste. Dann hatte er sie von seinem Butler ins Herrenhaus bringen lassen. Hier hatte er ihr gestern seine wahre Natur offenbart. Eine dunkle, erregende Natur.

Er war nicht mehr der harmlose Literaturprofessor, als den sie ihn ursprünglich in Berlin kennengelernt hatte, sondern ein Mann, der sehr genau wusste, was er wollte. Er wollte ihr Dom sein. Ihr Herr und Meister. Und er hatte sie gestern Abend bereits erahnen lassen, was das bedeuten würde. Nur ein bisschen, aber Alice spürte den süßen Schmerz seiner Schläge noch deutlich auf ihrem Hinterteil, selbst auf dem gepolsterten Sessel am Esstisch.

Sie nahm einen Schluck Kaffee und ließ sich die Worte, die er zu ihr gesagt hatte, noch einmal durch den Kopf gehen.

"Es gehört nicht nur ein starker Wille dazu, Dom zu sein. Auch die Sub muss aus eigenem Antrieb das Verlangen haben, sich ernsthaft und voller Leidenschaft hinzugeben. Mir geht es nicht um irgendwelche SM-Spielchen, die gerade in Mode sind, ein bisschen Ausgepeitsche und Bondage für Laien. Mir liegt auch nichts am Quälen um des Quälens willen. Ich spiele nicht, sondern es ist mein voller Ernst. Ich will dich mit Haut und Haaren besitzen, Alice, und gleichzeitig ganz dir gehören. Ich werde mit dir machen, was und wann immer es mir beliebt. Dafür verspreche ich, dich in ungeahnte Höhen und Bereiche sexueller Lust und Leidenschaft zu führen, von denen du bisher nicht mal geträumt hast. Das ist mein Angebot, Alice. Wenn du zustimmst, gibt es kein Zurück.

Du bekommst mich nur ganz oder gar nicht. Wenn es dir nicht gefällt, was ich mit dir vorhabe, kannst Du gehen, wohin du willst - zurück nach Berlin in dein gewohntes Leben. Dann siehst du mich nie wieder. Oder du bleibst bei mir - für immer. Die heutige Nacht soll dir einen Vorgeschmack auf das geben, was dich erwartet. Und wenn auch mir gefällt, was heute noch passiert, dann machen wir morgen einen Vertrag miteinander."

Die Sache mit dem Vertrag hatte ihr Angst gemacht. Sie hatte ja nicht gewusst, worauf sie sich da einließ. Aber die letzte Nacht mit Sam, die aufregenden Dinge, die er bereits als Vorgeschmack für sie bereitgehalten hatte, hatten ihr gefallen. Sie wollte mehr davon.

Doch was hatte er gesagt? "Wenn es auch mir gefällt ." Hatte es ihm etwa nicht gefallen? Gestern Nacht hatte sie zwar das Gefühl gehabt, dass er den SM-Sex ebenso genossen hatte wie sie, aber jetzt war er verschwunden. Wollte er sie nun doch nicht mehr? Hatte sie etwas falsch gemacht? Wo war er nur?

Als Hudson den Tisch abräumte, fragte sie ihn erneut: "Wo ist Sam denn hingefahren? Und wann kommt er zurück?"

"Mr MacAllan ist nach London gefahren. Was er dort tut, entzieht sich meiner Kenntnis. Aber hier ist eine Nachricht von ihm für Sie, Mam." Auf einem kleinen Silbertablett überreichte er ihr den Brief.

Alice riss sofort den Umschlag auf und überflog die Zeilen. "Oh ." Sie zog ein zweites Stück Papier heraus und starrte darauf. "Er schreibt, dass dies mein Rückflugticket nach Berlin ist ." Ihr stockte der Atem.

"Sie wollen uns schon wieder verlassen, Mam?", fragte Hudson kühl.

"Was? Nein! Sam schreibt, ich kann den Flug um neunzehn Uhr nehmen, wenn ich will. Aber ich will nicht!" Entschlossen zerriss sie das Flugticket. "Er schreibt, falls ich bleiben will, soll ich ihn um neunzehn Uhr im Roten Salon erwarten. Was ist der Rote Salon?"

"Well .", Hudson druckste herum. Es war ihm sichtlich unangenehm, die Frage zu beantworten. "Eine Art . Arbeitszimmer . Dort steht einer der Schreibtische von Mr MacAllan und ."

"Und was?"

"Nun, das werden Sie heute Abend sehen, Mam. Ich habe Anweisung, mich um Ihr leibliches Wohl zu kümmern. Der High Tea wird um fünf Uhr serviert. Wo möchten Sie speisen?"

"Ich weiß nicht . Vielleicht . Ach, sagen Sie mir doch, wo es am einfachsten für Sie ist. Ich will Ihnen keine Umstände bereiten, Mr Hudson."

"Just Hudson, please, Mam. Ich richte mich ganz nach Ihnen, aber wenn ich Ihnen einen Vorschlag machen darf, dann begeben Sie sich doch nach draußen an den Pool und genießen die Sonne."

"Oh, das klingt toll. Nur schade, dass ich keinen Bikini dabei habe."

"Der private Park von Wilbour House umfasst zwei Hektar, dahinter beginnen die Wälder. Sie sind hier wirklich völlig ungestört. Darf ich Ihnen den Weg zeigen, Mam?" Er öffnete die zweiflügelige Glastür.

Der Ausblick auf die weite Parklandschaft war atemberaubend. Alice zögerte einen Moment und sah sich genauer auf der breiten Terrasse um, die sich über die ganze Rückseite des imposanten Gebäudes erstreckte. Ein Stückchen weiter entdeckte sie eine von hohen Säulen gestützte Überdachung.

Es durchlief sie siedend heiß, als ihr klar wurde, dass sie genau dort gestern Nacht vor Sam gekniet hatte. In dem Esszimmer hinter den schweren Vorhängen hatte er ihr seine wahre Natur eröffnet, ihre Hände gefesselt und ihr seine Absichten erläutert, um sie schließlich hinaus auf die Terrasse, in die Vollmondnacht, zu führen. Dort hatte sie sich ihm unterworfen, vor ihm gekniet und ihn lustvoll mit dem Mund befriedigt. Ihre Zunge fuhr bei dem Gedanken automatisch über die Lippen, und sie meinte, Sam immer noch schmecken zu können.

"Darf ich vorausgehen, Mam?", riss die höfliche Stimme des Butlers sie aus ihren Träumen.

"Ja, selbstverständlich", beeilte sie sich zu antworten und folgte ihm die Stufen hinunter.

Hudson führte sie zu einer hohen, kunstvoll beschnittenen Eibenhecke, die von einem schmalen Weg durchtrennt wurde. Dahinter erstreckte sich eine Poollandschaft. Eingefasst und ausgekleidet mit schwarzem Schieferstein, ergossen sich drei Kaskaden von einem in das andere Becken. An der Stirnseite sprudelte ein Wasserfall aus dem Maul eines steinernen Löwen. Im Schatten eines mächtigen Baumes standen zwei Deckchairs mit...

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