Hirn mit Herz hat Hand und Fuß

Wie Humor und gute Gefühle Ihr Leben verändern
 
 
Amalthea Signum (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 13. Februar 2020
  • |
  • 224 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-903217-53-9 (ISBN)
 
Rezeptfrei mit positiven Nebenwirkungen

Von der Handschlagqualität bis zur Herzschlagqualität reicht das frech-fröhliche Plädoyer für vergessene Tugenden von Dr. med. Roman Szeliga, Österreichs Humorexperten Nummer 1.
In unserer hektischen Zeit verschreibt der viel gebuchte Vortragsredner und Arzt Ihres Vertrauens gesunden Humor, mehr Bauchgefühl und positive Einstellung, um Leichtigkeit und Freude in Ihr Leben zu bringen. Mit viel (Wort-)Witz erklärt er, wie Emotionen, Hormone und physische Reaktionen zusammenhängen, warum fröhliche Menschen deshalb nicht nur länger, sondern auch gesünder leben, warum Freundlichkeit mehr Spaß macht und ansteckende Begeisterung Berge versetzen kann. Entdecken Sie, dass Sie Stress und Frust selbst am besten entgegenwirken können sowie zahlreiche Tipps und Tricks für Berufs- wie Privatleben mit motivierenden Perspektiven für ein wertschätzendes Miteinander. Bilden Sie sich heiter!

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Roman Szeliga, Dr., geboren in Wien, ist Arzt, Manager, Vortragender und Autor. Die Klammer, die alles zusammenhält, ist der Humor als soziale Kompetenz. Als Mitbegründer der CliniClowns erkannte er die positiven Auswirkungen des Humors auf die Heilung schwerkranker Kinder. Heute setzt er sich für die Nutzung des Humors als Garant für mehr Leichtigkeit im Berufs- und Privatleben ein.

Aus dem Leben geplaudert


Ihre Fahrkarte, bitte


Service: State of the (He)art

Die schönsten Geschichten schreibt das Leben, so wie neulich: Ich sitze in meinem Abteil auf der Fahrt nach Fulda. Da erscheint ein Zugbegleiter mit einem fröhlichen Lächeln, einem Tablett mit Kaffee und den Worten: »Darf ich Ihnen unseren Kaffee mit Liebe servieren? Ich möchte, dass Sie sich bei uns rundum wohlfühlen!«

Ich bedanke mich, nehme einen Cappuccino und sage zu ihm: »Jetzt muss ich Ihnen einfach ein Kompliment machen! Ich finde es so erfrischend und wahnsinnig angenehm, wie Sie mit mir als Fahrgast umgehen! Ich gratuliere Ihnen zu Ihrer positiven Lebenseinstellung, die nach außen strahlt, und zu Ihrer ansteckenden Freundlichkeit!«

Darauf sagt er: »So ein nettes Kompliment hab ich noch nie gehört, Beschwerden hingegen tagtäglich, aber ich behalte mir meine Freundlichkeit bei, die lasse ich mir nicht nehmen - von niemandem!« Der Zugbegleiter meint weiter, er sei sehr bewegt und würde mich gern auf den Kaffee einladen. »Das kommt überhaupt nicht infrage«, entgegne ich, »Nein, nein ich bestehe darauf!«, sagt er und wünscht mir noch eine entspannte Fahrt! Wow!

Solche beispielgebenden Menschen gehören viel öfter vor den Vorhang der Gleichgültigkeit, der Ignoranz und der Jammerei! Chapeau!

Ich habe den Zugbegleiter gefragt, ob ich seine Geschichte weitererzählen darf, auch mit Namensnennung, und er war einverstanden. Mein personifizierter Lichtblick des Tages hieß Martin Gounev, und ich habe der Deutschen Bahn geschrieben, welch tollen Unternehmensbotschafter sie in ihren Reihen hat.

Noch im Zug habe ich diese Geschichte spontan auf Facebook gepostet und dafür in kürzester Zeit über 1000 Likes bekommen. 325-mal wurde der Beitrag geteilt und mittlerweile von über 100 000 Menschen gesehen. Ich habe mich sehr darüber gefreut und mir zugleich die Frage gestellt, warum diese Geschichte, diese positive Art des Kundenservice, für derartiges Aufsehen sorgt.

Eigentlich sollte das eine Selbstverständlichkeit sein, oder? Warum sind Freundlichkeit, Achtsamkeit und Aufmerksamkeit so selten geworden? In den nächsten Zeilen versuche ich eine Erklärung, warum die am schwierigsten auszusprechenden Worte der Welt Desoxyribonukleinsäure, bitte und danke sind.

Ich habe den Eindruck, dass man als freundlich denkender und agierender Mensch mittlerweile ein Exote geworden ist. Freundlichkeit ist im täglichen Leben so selten geworden, dass manche Menschen diese schon mit Flirten verwechseln. Freundlichkeit ist kostenlos. Schade, dass wir sie uns so selten leisten!

Die Stimmung in den öffentlichen Verkehrsmitteln, in den Fußgängerzonen, in den Lebensmittel-, Elektronik- und Baumärkten - überall das gleiche Bild: grantige, missmutige, zum Teil richtig aggressive Menschen, bei denen man glaubt, sie schonen ihre Gesichtsmuskulatur, um ja kein Lächeln zu erzeugen.

Es gibt Kulturen, in denen Freundlichkeit und Lächeln die gesellschaftliche Standardnorm sind. Dies erklärt, weshalb die Amerikaner so viele Komplimente machen: Sie wünschen sich möglichst viele »Positive-Face-Interaktionen«. In der Schweiz mag es als oberflächlich oder unehrlich gelten, wenn ich einer Unbekannten im Aufzug sage, wie toll ich ihre Schuhe finde. In Amerika hingegen ist dies gang und gäbe. Wer nicht freundlich ist und lächelt, gilt als unhöflich und hat keine Chance im Job, im Verkauf und in der Kommunikation.

Bei uns ist es scheinbar anders: Wer freundlich ist und lächelt, ist nicht ganz dicht oder wahrscheinlich alkoholisiert. Hierzulande wird Freundlichkeit zuweilen gar als Schwäche interpretiert.

Für mich sind echte Freundlichkeit und ehrlich gepflegte Servicequalität ein Zeichen von innerer Reife, echter Stärke und der Überzeugung, etwas Verbindendes, Positives zu generieren - so wie bei meinem Zugbegleiter. Damit meine ich nicht die aufgesetzte, künstliche Berufsfreundlichkeit, die man als antrainierte, einschleimende Funny Faces in internationalen Megastores findet, wo Kundenservice wohl absichtlich falsch, nämlich oberflächlich verstanden wird . Nein, ich meine echte Freundlichkeit, die entsteht, wenn jemand aus seinen Erfahrungen lernt, in sich ruht und Vertrauen in sich und in das Leben hat. Wenn jemand Sichtbares sowie Spürbares wahrnimmt und entsprechend freundlich und wertschätzend reflektiert. Und Altbewährtes neu denkt, um Gutes noch besser zu machen wie in meinem nächsten Beispiel.

Letzten Sommer war ich für vier Tage in Palma di Mallorca, ein Kurztrip mit Freunden. In unserem Hotel Can Bordoy wurden wir mit einer einfachen, aber äußerst netten Idee überrascht: In unserem Zimmer, das stylish und dennoch wohlfühlgerecht ausgestattet war, fand ich auf meinem Nachttisch eine Vase, gefüllt mit Wasser, aber ohne Blumen. Irritierend, aber ich dachte, vielleicht wurden die Blumen im Trubel einfach vergessen.

Keineswegs, denn etwa eine Stunde nach Zimmerbezug klopfte es, und die Gästebetreuerin erschien lächelnd mit einem wunderbaren Blumenstrauß und einer handgeschriebenen Karte des Managements und wünschte uns einen märchenhaften Aufenthalt. Nein, sie hatten die Blumen nicht vergessen, es wird dort immer so gemacht, habe ich im Anschluss erfahren.

Was ist das Servicegeheimnis dieser Idee? Selbstverständlich hätten wir uns über den Strauß auch gefreut, wenn er bereits bei unserem Eintreffen im Zimmer gestanden wäre. Aber die besondere Geste, die Inszenierung, ihn persönlich vorbeizubringen, machen den feinen Unterschied aus: »Du, lieber Gast, bist für mich wichtig und ich möchte dir das >durch die Blume< sagen.«

Oft sind es kleine, alte Ideen, die ein wenig neu zusammengesetzt für ein wertschätzendes Wow-Erlebnis sorgen!

Wie aus Begeisterung Qualität wird

Einen Beruf lernt jeder. Doch manche werden mit einer Berufung geboren.

Wissen Sie, was eine Herzlichkeitsbeauftragte ist? Die gibt es wirklich, ich habe sie sogar vor einigen Jahren kennengelernt und sofort ins Herz geschlossen: Mahsa Amoudadashi!

Die gebürtige Iranerin ist ausgebildete Hotelfachfrau und übte im renommierten Tagungshotel Schindlerhof in Nürnberg einen in Deutschland einzigartigen Beruf aus: Geschäftsführer Klaus Kobjoll ernannte sie zur Herzlichkeitsbeauftragten, deren Aufgabe es war, dafür zu sorgen, dass sich Gäste und Mitarbeiter so wohl wie möglich fühlen - »die perfekte Aufgabe für eine junge Frau, die vor Herzlichkeit und guten Ideen nur so strotzt«3.

Ihre Einstellung zu herzlichem Service, echter Kundenorientiertheit gepaart mit viel Empathie, ist beispielgebend und so freut es mich sehr, dass sie mir für ein paar Fragen zur Verfügung gestanden ist.

Mahsa, was macht eine Herzlichkeitsbeauftragte und warum bist gerade du eine geworden?

Als Herzlichkeitsbeauftragte war es meine Aufgabe, ein Umfeld der Begeisterung zu schaffen. Das bedeutet ein Arbeitsumfeld, in dem sich alle wohlfühlen und gerne sind, denn nur wer begeisterte Mitarbeiter hat, kann auch begeisterte Kunden schaffen.

Ich denke, eine wichtige Voraussetzung für diese Aufgabe ist die Fähigkeit der Empathie. Wenn wir es schaffen, uns in unsere Mitmenschen hineinzuversetzen, können wir sie verstehen und auch begeistern.

Woran scheitert es oft, dass Menschen wertschätzend miteinander umgehen?

Es gibt tatsächlich ein paar alltägliche Wertschätzungshindernisse. Zum einen können wir unsere Mitmenschen nicht wertschätzen, wenn die Selbstwertschätzung fehlt. Sich selbst wertschätzen zu können, ist die Basis dafür, anderen Menschen wertschätzend begegnen zu können. Hier spielt die Selbstreflexion eine große Rolle.

Sympathiedefizite sind auch ein Grund. In der Psychologie spricht man vom Similar-to-me-Effekt. Menschen, die uns ähnlicher sind, finden wir grundsätzlich sympathischer. Und Menschen, die wir sympathischer finden, schenken wir mehr Aufmerksamkeit und Wertschätzung.

Und tatsächlich sind Stress und fehlende Zeit weitere Ursachen für unseren Wertschätzungsmangel. Wir vergessen, wertschätzend zu sein, weil uns die Zeit dafür fehlt. Wobei ich überzeugt bin: Ein gutes Gespräch dauert genauso lang wie ein schlechtes Gespräch.

Wir können all das ändern, wenn wir uns bewusst machen, wie wichtig dieses Thema ist. Wenn wir uns klar machen und verstehen, dass wir durch Wertschätzung erfolgreicher, glücklicher, verbundener und gesünder sein können - erst dann werden wir uns Zeit dafür nehmen und uns in Wertschätzung üben.

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