Liebe - stürmisch wie Herbstwind

 
Maxime Sullivan (Autor)
 
Cora Verlag GmbH & Co. KG
1. Auflage | erschienen am 11. September 2011 | 144 Seiten
 
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978-3-86349-035-5 (ISBN)
 
Erschüttert beobachtet Samantha den heißen Flirt ihres Chefs mit einer anderen. Das ist wirklich zu viel! Keinen Tag länger will sie für Blake Jarrod arbeiten, diesen selbstherrlichen, wortgewandten ... und unwiderstehlichen Mann, der sie Nacht für Nacht in ihren Träumen verführt. Denn in ihr sieht er doch nur die tüchtige Assistentin - nicht die sinnliche Frau. Dass er sie dann auch noch zwingt, einen weiteren Monat zu bleiben, macht sie erst richtig wütend! Samantha ahnt nicht, warum Blake sie nicht gehen lassen will. Ob ihr sexy Chef doch mehr für sie empfindet?
Baccara Romane | 1684
Deutsch
0,40 MB
978-3-86349-035-5 (9783863490355)
3863490355 (3863490355)

1. KAPITEL

"Was machen Sie denn hier?"

Samantha Thompson fuhr erschrocken zusammen und ließ beinah den Kugelschreiber fallen. Als sie hochblickte, sah sie im Schein ihrer Schreibtischlampe den schlanken, attraktiven Mann, der an der Tür stand. "Blake! Sie haben mich vielleicht erschreckt!" Dass es kein Fremder war, beruhigte sie, aber nur kurz. Dann fing ihr Herz wieder wie wild an zu schlagen. Denn in seinem Dinnerjackett sah Blake Jarrod einfach unverschämt gut aus. Außerdem hatte er das Auftreten eines Mannes, der es gewohnt war, Befehle zu erteilen. Das war auch kein Wunder, da ihm nicht nur etliche Hotels in Las Vegas gehörten, sondern er seit einigen Monaten auch Mitinhaber und geschäftsführender Direktor vom Jarrod Ridge, einer luxuriösen Ferienanlage in Aspen, Colorado, war, die der Familie Jarrod gehörte.

Seit zwei Jahren arbeitete Samantha nun schon als seine Assistentin. Sie war seine rechte Hand und es gewohnt, noch gegen zehn Uhr abends im Büro zu sein. Das war in Las Vegas so gewesen und hier in Aspen nicht anders, wo er das Büro seines verstorbenen Vaters in der großen Familienvilla Jarrod Manor für sich eingerichtet hatte. Weshalb wunderte er sich also, weil sie noch hier war?

Allerdings konnte er nicht wissen, dass sie diesmal einen sehr triftigen Grund hatte. Und der hatte mit ihrem Chef zu tun oder vielmehr ihrem zukünftigen Exchef.

"Es ist schon spät", sagte er und riss sie aus den Gedanken.

Während sie ein paarmal tief durchatmete, blickte sie auf den Briefbogen, der vor ihr lag. Noch konnte sie alles ändern. Aber dann musste sie wieder an diesen Abend denken, an dem sie hatte mit ansehen müssen, wie eine blonde Schauspielerin heftig mit Blake geflirtet hatte - was er nicht nur lächelnd zur Kenntnis genommen, sondern auch erwidert hatte. Das war der berühmte Tropfen gewesen, der das Fass zum Überlaufen brachte, und Samantha hatte nun endgültig genug.

Dabei nahm sie es ihm nicht einmal übel, dass er es genoss, wenn andere Frauen ihn bewunderten. Nur wollte sie eben auch ihren Teil vom Kuchen abbekommen. Deshalb hatte sie sich an diesem Abend besonders sorgfältig zurechtgemacht. Normalerweise kleidete sie sich elegant, wenn auch eher zurückhaltend. Aber an diesem Abend hatte sie ein extravagantes bodenlanges Kleid getragen, das ihre schlanke Figur vorteilhaft zur Geltung brachte. Das lange kastanienbraune Haar, das sie normalerweise in einem festen Knoten im Nacken zusammenfasste, hatte sie locker hochgesteckt. Dennoch hatte sich ihr Wunsch, von Blake Jarrod als verführerische Frau wahrgenommen zu werden, nicht erfüllt. Er hatte sie kaum beachtet, auch wenn er höflich wie immer gewesen war.

Sachliche Freundlichkeit, mehr konnte sie nicht erwarten. Das war ihr jetzt endgültig klar geworden. Denn immer wenn er sie angesehen und sie seinen Blick mit dem schönsten Lächeln erwidert hatte, hatte er nur freundlich genickt und sich dann wieder dem blonden Superweib zugewandt. Er lehnte sie ab, er stieß sie zurück, er war an ihr als Frau nicht interessiert. Wie sehr erinnerte sie das an ihre letzte Zeit mit Carl! Das wollte sie nicht noch einmal durchmachen. Deshalb hatte sie einen Entschluss gefasst. Sie sah Blake an. "Ja, es ist spät." Zu spät.

Mit wenigen langen Schritten trat er auf sie zu, blieb vor dem Schreibtisch stehen und sah sie an, als ahne er etwas. "Ich dachte, Sie wollten in die Pine Lodge fahren."

Das hatte sie auch vorgehabt. In der Pine Lodge hatte sie ein geräumiges Zimmer mit Bad, während Blake dort eine Suite bewohnte, weil er sich in der elterlichen Villa nicht wohlfühlte. "Ich hatte noch etwas zu erledigen", erwiderte sie leise.

"So? Aber es ist Freitagabend. Die Arbeit kann ganz sicher bis morgen warten."

Auch dann würden sie wieder im Büro sitzen, weil sich während der Woche, die Blake meist in Las Vegas verbrachte, viel ansammelte. Natürlich hatte er vor, seinen Arbeitsplatz auf Dauer nach Aspen zu verlegen, aber bis das der Fall war, mussten sie am Wochenende arbeiten. "Das hier nicht."

Die Stirn gerunzelt, sah er sie fragend an. "Wieso? Was kann nicht warten?"

"Meine Kündigung."

Schockiert starrte er sie an. Doch schon einen kurzen Augenblick später hatte er sich gefangen. "Was soll das? Wovon reden Sie?" Er klang gleichmütig und sehr kontrolliert. Warum verlor er nur die Fassung?

"Es wird Zeit, dass ich mich mal nach etwas anderem umsehe, Blake."

"Warum denn das?"

Bei seinem scharfen Ton zuckte sie kurz zusammen. "Nur so. Es muss einfach sein."

Während er sich auf der Schreibtischkante abstützte, sah er Samantha forschend an. "Was ist denn los? Es muss doch einen Grund geben, dass Sie Ihren Job so plötzlich aufgeben wollen."

Bei geschäftlichen Auseinandersetzungen hatte sie ihm hin und wieder durchaus Kontra gegeben, aber dies hier war eine private Sache. Deshalb schob sie nur langsam den Schreibtischsessel zurück, erhob sich und trat ans Fenster. Auch mit den High Heels, die sie trug, war sie noch knapp zehn Zentimeter kleiner als Blake. Was sich ihren Augen in dieser milden Oktobernacht darbot, war einfach bezaubernd. Die große Parkanlage mit ihren kleinen und großen Lodges, den verwinkelten Wegen und kleinen Plätzen wirkte wie ein Städtchen aus dem Märchenland. Für jemanden wie Samantha, die aus Südkalifornien kam und jetzt in Las Vegas wohnte, war der Anblick einfach herzerwärmend.

"Ich muss gehen", sagte sie nur, ohne sich genauer zu erklären.

"Fühlen Sie sich hier denn nicht wohl?"

"Doch!" Das kam so spontan und widersprach so sehr ihrer bisherigen Haltung, dass sie sich fragte, was er wohl davon hielt. Ihr fiel es sogar selbst schwer, ihre Gefühle zu deuten. Seit Blakes Schwester Melissa wenige Wochen zuvor verkündet hatte, dass sie schwanger sei, fühlte Samantha sich, als wäre sie in ein tiefes schwarzes Loch gefallen. Anfangs hatte sie selbst nicht gewusst, warum, denn sie freute sich aufrichtig für Melissa. Doch dann war ihr bewusst geworden, was in ihrem Leben alles fehlte.

Langsam richtete Blake sich auf. "Was ist denn dann das Problem?"

Du. Ich will nicht, dass du mich wie Luft behandelst. Ich will dich. Aber wie sollte sie das einem Mann klarmachen, der sie nicht einmal als Frau wahrnahm? Sie war seine Assistentin, auf die er sich hundertprozentig verließ. Das war aber auch alles. Vielleicht war sie daran nicht ganz unschuldig. Denn sie hatte selbst dafür gesorgt, dass ihre Beziehung rein beruflich blieb. Vielleicht hätte sie hin und wieder zeigen sollen, dass sie eine Frau war und sehr weibliche Instinkte hatte. Vielleicht hätte sie dann jetzt nicht in diesem Dilemma gesteckt.

Allerdings war sie nicht in ihn verliebt, nein, das nicht. Sie fühlte sich nur sehr zu ihm hingezogen, denn er war ein attraktiver Mann mit einer bezwingenden Ausstrahlung, dem die Frauen reihenweise verfielen, wenn er es darauf anlegte. Sie wollte, dass er sie begehrte. Sie wollte in seinen Armen liegen und mit ihm schlafen.

Schmerzhaft wurde ihr wieder bewusst, dass er sie nie als Frau betrachtet hatte. Bis zu diesem Tag hatte sie immer noch ein Fünkchen Hoffnung gehabt. Aber nachdem er sie auch am Abend so gut wie nicht beachtet hatte, war ihr klar geworden, dass sie etwas in ihrem Leben ändern musste. Denn wenn er herausbekam, was sie für ihn empfand, wäre die Situation für sie beide mehr als peinlich. Unter diesen Bedingungen konnte sie nicht mehr mit ihm zusammenarbeiten. Eine weitere Demütigung wie damals mit Carl könnte sie nicht ertragen.

"Samantha?"

Sie fuhr herum. Blake stand direkt vor ihr. Schnell trat sie einen Schritt zurück. "Warum sagen Sie eigentlich immer Samantha zu mir?", stieß sie überrascht hervor. "Andere nennen mich doch auch Sam. Aber Sie nie."

"Was soll das? Was hat das mit Ihrer Kündigung zu tun?"

Alles. Wie gern wäre sie für ihn hin und wieder mal Sam. Sam, die Frau, die nach einer sehr geregelten Kindheit in Pasadena, einem Vorort von Los Angeles, ihr Zuhause verlassen hatte und in das verrückte Las Vegas gezogen war, um eine enttäuschende Liebesbeziehung zu beenden. Danach hatte sie sich geschworen, sich nie wieder zu verlieben, sondern in Zukunft nur Affären mit aufregenden Männern zu haben. Doch Blake, ihr erstes Opfer sozusagen, sprang nicht auf sie an. Obwohl sie eben nicht nur die perfekte Assistentin sein wollte, die alles für ihn regelte. Aber sie hatte es ihm zu leicht gemacht, und jetzt war es zu spät. So wie sie sich ihm gegenüber verhalten hatte, hatte er nicht auf die Idee kommen können, dass sie an ihm interessiert war.

"Nun?", fragte er ungeduldig.

"Ich habe meine Gründe, zu kündigen. Und ich denke, mehr müssen Sie nicht wissen."

Doch er ließ nicht locker. "Hat jemand Sie schlecht behandelt? Vielleicht jemand aus meiner Familie? Sagen Sie es mir. Ich regle das."

"Nein, nein, Ihre Familie war immer sehr nett zu mir. Es ist ." Sie hielt inne. Warum hatte sie sich bloß keine plausible Erklärung zurechtgelegt? Dass sie noch an diesem Abend die Kündigung tippen wollte, war sehr spontan gewesen. Außerdem hatte sie nicht damit gerechnet, dass Blake noch einmal ins Büro kommen würde. Sie war sicher gewesen, dass er mit dem blonden...

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