Katrin Köhler - Dämonenfluch in Hammerburg

 
 
Books on Demand (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 11. Februar 2020
  • |
  • 141 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7504-1706-9 (ISBN)
 
Katrin hat es geschafft!
Sie konnte mit dem verdienten Geld ihr Dorf verlassen und sich in der Hammerburg den Traum vom eigenen Geschäft erfüllen. Mit Nicole und Momo verbindet sie noch immer eine tiefe Freundschaft. Nur dem Ritter Gunther von Lünen ,dem Mann der sie einfach in der armseligen Hütte zurückgelassen hatte, geht sie aus dem Weg. Sie will von dem eingebildeten Mann nichts mehr wissen.
Damals war sie unter seinem Stand? Heute ignoriert sie ihn und lässt sich von Gunthers Rittern den Hof machen. Sehr zum Ärger von Gunther.
Doch dann träumt Katrin wieder schwer. Kleine Jungen werden entführt und bestialisch ermordet. Und dass mitten in der Hammerburg.
Doch niemand scheint etwas von den Morden zu wissen. Oder wissen zu wollen! Es bleibt Katrin nichts anderes übrig, als sich mit ihren Träumen an Gunther von Lünen zu wenden.
Denn die Morde müssen aufgeklärt werden, damit Katrin endlich wieder gut schlafen kann.
1. Auflage
  • Deutsch
  • 0,21 MB
978-3-7504-1706-9 (9783750417069)

1 Kapitel


1 Kapitel


"Du hattest heute Besuch?" fragte Gunther beiläufig seine Schwester Nicole beim Abendmahl. Nicole nickte fröhlich. Sie nahm das frische Brot von Momo, ihrem Mann und lächelte. "Das weißt du doch genau. Du hast Katrin doch gehen sehen. Du hättest sie ruhig grüßen können. Das hätte sie bestimmt gefreut." sagte Nicole dann schmunzelnd. Gunther nickte. "Und wie geht der jungen Magd?" fragte er so belanglos, wie möglich. Doch seine Schwester durchschaute ihn, so wie immer. "Gut, sehr gut. Katrins Geschäft läuft einmalig gut. Ist auch kein Wunder, bei ihrer Klugheit." Berichte sie. "Sie hat mich übrigens nach dem Rezept für die Salbe gefragt. Ich versprach ihr, die nächste Menge zusammen mit ihr anzurühren. Dann muss sie nicht jedes Mal mich darum bitten." Sagte Nicole trocken. Sie lachte laut, auch Momo grinste, als ihr Bruder sich an seinem Bier verschluckte und es über den Tisch spuckte.

"Du willst ihr das Rezept geben? Was will die junge Magd mit der Salbe!" donnerte Gunther wütend. Er musste sich unbedingt beruhigen. "Sagte sie nicht, sie will nur noch ihrem zukünftigen Ehemann beiwohnen?" fragte er dann etwas leiser.

"Das war nur ein Scherz, Bruder" sagte Nicole, doch ihr wissendes Lächeln ärgerte Gunther noch mehr. "Allerdings deutete Katrin heute an, dass es ihr schon fehlen würde. Es hat ihr sehr gefallen, was du mit ihr gemacht hast. Verrate mich aber nicht. Katrin ist meine erste Freundin, bei der ich Momo nicht verstecken muss" sagte Nicole streng. Jetzt glitt ein Lächeln über Gunthers Lippen. Die Magd vermisste also seine Stöße? Nun, sie war ja sehr leidenschaftlich, dass wusste er. Sie hatte sich nie geziert, ganz im Gegenteil. Immer hatte sie, begierig und neugierig auf Neues, mitgemacht.

"Na, vielleicht heiratet sie ja bald. Was ist denn mit diesem Ritter, der um Katrin wirbt. Wenn sie ihn erhört, dann hat sie keine Not mehr. Außerdem wird der Mann von Katrins Erfahrung profitieren." sagte jetzt Momo und grinste wieder, als er seinen Schwager beobachte. Wieder schoss Gunthers Kopf hoch. " Wieso Hochzeit? Welcher Ritter wirbt um Katrin!" wollte er umgehend wissen.

"Einer deiner Gilde, Bruder. Ulbrich, glaube ich, ist der Name. Katrin ist nicht abgeneigt, dem Mann gegenüber. Er erinnert sie an dich, sagte Katrin neulich." sagte Momo und tat, als müsse er nachdenken. "Stimmt, Ulbrich war der Name. Er macht Katrin heftig den Hof." tat auch Nicole jetzt nachdenkend. Wieder schmunzelte sie. "Aber, dass soll heute nicht unser Problem sein. Sag, Bruder. Wie läuft es bei dir. Brauchst du wieder Salbe? Deine neue Favoritin soll ja eine ausgesprochene Schönheit sein" sagte Nicole jetzt schmunzelnd. Gunther grunzte nur. "Ich habe sie heute ausgezahlt. Schönheit ist nichts, ohne innere Leidenschaft. Was bringt mir eine schöne Frau, wenn sie steif wie ein Brett, alles über sich ergehen lässt" sagte Gunther wütend. "Du weißt, wie sehr ich Leidenschaft bei einer Frau schätze." Schimpfte Gunther.

Wieder gingen seine Gedanken zu Katrin. Wie leidenschaftlich sie gewesen war. Schon damals, als er sie defloriert hatte. Das hatte er sich so schwierig vorgestellt damals, doch Katrin hatte es ihm so leicht gemacht. Ihre Leidenschaft, ihre Freiheit, mit dem Beischlaf umzugehen, kannte er sonst nur von seiner Schwester und deren Mann. Die beiden lebten ihre Liebe voll aus. Ohne Rücksicht, was andere dachten.

"Hallo, Gunther! Ich spreche mit dir! Hörst du nicht zu?" fragte Nicole jetzt verärgert. Doch dann schmunzelte sie, sie ahnte, woran ihr Bruder gerade gedacht hatte.

"Entschuldige, bitte. Ich bin ganz Ohr" sagte Gunther leise. Er stocherte in seinem Essen. Ihm war der Appetit vergangen. Sein Gildenbruder machte Katrin also den Hof. Wenn sie ihn erhörte, ihn heirate, wäre sie eine ehrbare Frau der Gesellschaft. Gunther schluckte. Das war es ja, was Katrin sich gewünscht hatte, dachte er. Die Frau wusste genau, was sie wollte, das Gunther und fuhr sich durch die Haare.

Wieder gingen seine Gedanken zurück zum Frühjahr. Ein leises Seufzen entrann ihm. Hätte er Katrin damals mitgenommen, hätte sie diesen Ulbrich nie getroffen, dachte er finster. Dann würde sie in seinem Haus leben. Nur für seine Bedürfnisse da sein. Doch jetzt war es zu spät. Jetzt würde Katrin sein Angebot nie mehr annehmen. "Ich bin müde. Ich gehe schlafen" sagte Gunther schlecht gelaunt.

Aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa

Gunther saß an seinem Schreibtisch und las den langatmigen Abschlussbericht des Vatikans. Man hatte Gunther von Lünens Untersuchungen und die Beweise bestätigt. Man beglückwünschte ihn zu der neuen Heldentat. Gunther von Lünen hatte die Monster von Marschacht zur Strecke gebracht. Der Pastor und dessen Schwester würden nie wieder wehrlose Mädchen bestialisch ermorden. So viele unschuldige Opfer, dachte Gunther wieder.

Eine Urkunde belobigte ihn und wies ihm eine stolze Summe aus.

Das Lob gehörte ebenso Katrin, dachte Gunther. Nur dank ihres zweiten Gesichtes hatte er die beiden Mörder fassen können. Einen Teil des Lohngeldes müsste er ihr zukommen lassen, dachte er. Wieder Mal war er bei Katrin gelandet mit seinen Gedanken. Eigentlich wie immer seit dem Frühjahr. Gestern Abend war er durch die Gasse geritten, in der Katrin zusammen mit ihrer Freundin Tina Obrich, den Stoffladen führte. Katrin hatte wieder vor dem Geschäft gestanden und sich angeregt mit Ritter Ulbrich unterhalten. Beide hatten ihn freundlich gegrüßt, als er an ihnen vorbeigeritten war. Doch keiner hatte ihn weiter beachtet. So. als kannten sie ihn nicht. Katrin war intensiv im Gespräch mit Ulbrich gewesen. Wie schön sie wieder ausgesehen hatte. So elegant. Er hatte ihren lieblichen Duft bis zu sich herauf riechen können. Verärgert war er weiter geritten.

Ritter Ulbrich machte Katrin also tatsächlich den Hof, dachte er bitter. Hoffentlich erhörte Katrin den Mann nicht. Ulbrich hatte keinen guten Ruf unter der "Damenwelt", in der die Edelmänner sich ihre Geliebten wählten. Er galt als brutal und fügte den Damen oft große Schmerzen zu, nur um seine Befriedigung zu finden. Doch würde er Katrin warnen, könnte sie ihm Eifersucht vorwerfen, dachte er wütend. Vielleicht sollte er mit Nicole darüber reden, überlegte Gunther nun besorgt.

Jetzt klopfte es verhalten an seiner Tür. Verwundert hob Gunther seinen Kopf. Wer würde ihn hier stören? Jeder wusste, wie sehr er das hasste. Wenn er seine Unterlagen sortierte, wollte er allein sein. Gunther hasste Papierkram. Er tat es heute nur, um sich von der Magd abzulenken. Er wollte nicht daran denken, was sie vielleicht mit Ulbrich trieb. Wie sich das Bett mit dem groben Mann teilte. Wieder wurde geklopft. Harsch rief Gunther Herein. Ein junger Bote steckte verlegen seinen Kopf zur Tür herein.

"Eine Nachricht für euch Herr. Ich soll sie persönlich abgeben" sagte der junge Mann nervös, fast stotternd vor Angst. Gunther nickte ungehalten. Er mochte keine ängstlichen Menschen. Vor allem ängstliche Männer. "Von wem ist die Nachricht!" fragte er verärgert. Warum hatte man den Boten überhaupt vorgelassen, dachte er unwirsch. Hier im Haus kannte doch jeder seine Gewohnheiten. Niemand störte Gunther von Lünen!

"Von der schönen Lady, die das elegante Stoffgeschäft am Kanal führt" sagte der Bote nun hastig, fast haspelnd. Er wunderte sich, dass die Laune des harten Ritters plötzlich umschlug. Der Ritter griff in seine Tasche und förderte eine Münze hervor, die er dem Boten zu warf. Überrascht fing der junge Mann sie auf. Er war doch schon von der Lady für seinen Dienst bezahlt worden! Er reichte dem Ritter die Nachricht und ging schnell davon. Bevor der Ritter seinen Irrtum bemerkte und das Geld wiederhaben wollte.

Gut gelaunt, fast fröhlich, setzte sich Gunther wieder. Eine Nachricht von Katrin. Ob sie ihn um Beischlaf bat? Hatte die Frau solch große Sehnsucht nach seinem Schwert? Hatte sie seine Leidenschaft ebenso vermisst, wie er ihre? Er hob die Nachricht an seine Nase. Er roch nach Katrin. Frische Kräuter und Gras. Er liebte ihren Geruch. Augenblicklich regte sich sein Schwert.

Gespannt öffnete er das Papier.


"Geehrter Herr"

Es freut mich, euch bei so guter körperlicher Gesundheit zu sehen. Ich möchte mich noch einmal für die Chance bedanken, die ihr mir ermöglicht habt, und der wundervollen neuen Welt, in die ihr mich eingeführt habt.

Doch deshalb schreibe ich euch heute nicht. Denn das ist Vergangenheit. Vergangenheit über die, wir Betroffenen, schweigen sollten.

Es ist ein anderes Problem, das mich bewegt hat, euch zu bitten, mich so schnell als möglich, aufzusuchen.

Es sind meine Träume. Mein zweites Gesicht, wie ihr es nanntet. Ich dachte, ich hätte meine Träume hinter mir gelassen, als ich mein Dorf verließ und hier ein neues Leben anfing. Doch jetzt habe ich neue, noch schrecklichere Träume. Wieder geht es um etwas ähnliches, wie dass, was wir im letzten Frühjahr erlebt haben. Ich möchte nicht ins Detail gehen. Doch ich vertraue euch, wie sonst keinem Menschen auf der Welt. Das wisst ihr. Mit wem sollte ich darüber sprechen, wenn nicht mit euch? Bitte besucht mich, so schnell es euch möglich ist. Eure Schwester ist mir eine liebe Freundin geworden. Ich habe ihr nichts über meine Träume erzählt. Denn sie sind...

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