Agnes Auf nach Kauai

 
 
Books on Demand (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 14. Juli 2020
  • |
  • 104 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7528-3130-6 (ISBN)
 
Agnes gewinnt in der Show eine Million Euro.
Freudestrahlend kommt sie Nachhause, um es ihrem Mann zu erzählen.
Doch ihr Mann ist weg. Mit allen Möbeln und ihrer Schwester. Michael hat die Scheidung eingereicht!
Völlig erschüttert weiß Agnes nicht weiter.
Ihre beste Freundin setzt sie kurz entschlossen in ein Flugzeug-Richtung Hawaii.
Noch im Flugzeug lernt Agnes den Geschäftsmann Daniel Rakuna kennen. Der Mann hilft Agnes, sich auf der Insel zurecht zu finden.
Schnell werden sie Freunde. Auch, wenn man sie von allen Seite vor Daniel warnt. Er soll am Tod seiner Frau schuld sein.

Daniel bemüht sich um Agnes. Er gibt ihr wieder das Gefühl, geliebt und begehrt zu werden. Zum ersten Mal seit langer Zeit ist Agnes rundum glücklich.

Doch dann taucht Agnes Ex-Mann auf der Insel auf. Er will Agnes zurück. Um jeden Preis.
Agnes ist verzweifelt. Holt sie jetzt ihre Vergangenheit ein? Wird Daniel jetzt zu ihr stehen?
1. Auflage
  • Deutsch
  • 0,29 MB
978-3-7528-3130-6 (9783752831306)

1 Kapitel


1 Kapitel


"Michael! Ich bin Zuhause! Du wirst nie glauben, was mir passiert ist!" rief ich aufgeregt. Trotz unserer Schwierigkeiten freute ich mich auf meinen Mann. Ich liebte Michael doch, oder jedenfalls hatte ich das, als wir vor vier Jahren geheiratet hatten. Im Moment wusste ich nicht, was ich für Michael empfand. Doch ich würde um meine Ehe kämpfen. Und mit der einen Million würde es uns leichter fallen, dachte ich hoffnungsvoll. Viele Menschen hatten mich nach der Show sprechen wollen. Doch ich hatte alles abgelehnt. Ich wollte nur Nachhause.

Wieder rief ich nach meinem Mann. Heute war Sonntag. Da war er doch immer Zuhause. Da lief er meistens nur in Unterhosen in der Wohnung herum und ließ sich von mir bedienen. Er nannte diesen Tag, seine soziale Hängematte. "Michael?" Doch keine Antwort. Unsicher ging ich um die Ecke und erstarrte.

Meine gesamte Wohnzimmereinrichtung war verschwunden! Ich schlug mir die Hand vor den Mund und ging weiter. Was war hier los? Was war passiert? Auch die Schlafzimmermöbel waren weg! Ich riss den Schuhschrank auf. Michaels Schuhe und auch seine Jacken waren verschwunden.

Ich rannte in die leere Küche. Auf der Arbeitsfläche, die zur Wohnung gehörte und deswegen wohl noch hier war, lag ein Zettel.

"Agnes"

Ich bin weg.

Ich habe die Schnauze voll. Und zwar schon lange. Es war ein Fehler gewesen, eine langweilige Grundschullehrerin zu heiraten. Meine Familie hat mich damals gewarnt. Niemand von meinen Leuten mag dich wirklich. Du bist zu rechthaberisch und nervig. Sie alle haben mir in den zwei Tagen geholfen, die Möbel, die ja alle mir gehören, abzutransportieren. Es war ein großer Spaß, den wir in den letzten Tagen hatten. Jeder stellte sich dein dummes und einfältiges Gesicht vor, wen du Heim kommst und diesen Brief findest. Das erste Mal, dass du keine Antwort darauf findest, oder? Ich habe letzte Woche die Scheidung eingereicht. Ich habe mich köstlich amüsiert, denn du hast nichts gemerkt. Die ganze Zeit nicht! Ich bin endlich frei! Mach das Beste aus deinem Leben!

"Michael"

Erschüttert ließ ich mich an die Arbeitsfläche sinken. Meine Beine gaben nach. Noch einmal las ich den kurzen Brief. Ich konnte es nicht begreifen. Michael war weg? Er hatte mich verlassen? Und er hatte unsere gesamte Einrichtung mitgenommen? Wieder sah ich mich ungläubig um. Er hatte das alles hier seit Tagen, oder sogar Wochen, geplant? Hinter meinem Rücken. Immer kichernd und grinsend? Wissend, dass ich damit nie gerechnet hätte?

Irgendwann stieß ich mich von der Arbeitsfläche ab und schleppte mich in das leere Wohnzimmer. Es war kein Scherz. Die Möbel waren fort und ich saß in der verlassenen Wohnung. Wie sollte es jetzt weitergehen? Was sollte ich jetzt machen? Ich hatte eine Million auf dem Konto und keinen Mann mehr. Ich kämpfte mit den Tränen. Ich würde dem Mann nicht den Gefallen tun und heulen, dachte ich tapfer.

Was sollte ich nur tun? Ich war wie erschlagen. Lina fiel mir ein. Ich griff zu meinem Telefon. Zum Glück funktionierte das Flat noch. Die hatte Michael nicht gekündigt. Nun, die wurde ja auch von mir bezahlt, dachte ich bitter. So, wie alles, was wir uns angeschafft hatten, überlegte ich. Und trotzdem hatte er alles mitgenommen.

"Michael ist weg!" sagte ich als Lina an ihr Telefon ging. "Ich kam Heim und die Wohnung ist leer" sagte ich weiter. Lina schwieg und hörte mir geduldig zu. "Ich bin gleich bei dir" sagte sie nur. Dann herrschte Stille im Telefon. Ich legte das Teil auf den kleinen, alten Hocker, den Michael hiergelassen hatte. Wieder sah ich mich um. Verdammt, tat das weh. Ich versuchte, meine Gefühle zu ergründen. Empfand ich betrogene Liebe? Oder nur Enttäuschung. Verrat, das traf es eher, dachte ich. Elender, feiger Verrat. Der Mann war feige abgehauen. Ohne sich mir zu stellen.

Es klingelte. Ich erhob mich. Ob es Michael war? Ob er es sich noch einmal überlegt hatte? Ob er doch zu mir zurückkam? Hoffnungsvoll erhob ich mich und ging zur Tür. Ich strich mir das Haar zurück und öffnete die Tür. Doch es war Lina, die dort im Flur stand. Mit einer großen Flasche Sekt. "Nun, ist doch toll, dass die Wohnung leer ist. Und dass der Arsch weg ist. Der hat dich doch schon die ganze Zeit betrogen und belogen! Und die gute Sache ist, dass er weg ist, bevor du die Million gewonnen hast! Dann musst du nicht teilen." Erklärte Lina, ganz die frisch gebackene Anwältin.

Ich reichte ihr den Brief. Aufmerksam lass sie sich den Brief durch und grinste breit. "Wehe du heulst jetzt, Schwester! Du hast mehr Glück als Verstand! Oder beides! Denn durch diesen Brief, den der Idiot auch noch datiert hat, bist du aus dem Schneider! Du musst nichts von dem Geld abgeben. Die ganze Million gehört dir, Freundin." Erklärte Lina. Ich griff nach den Taschentüchern, die sie mir hinhielt. Dann hob ich meine Hand und wies auf die leere Wohnung. "Er hat alles mitgenommen, was tragbar war. Ich kam Heim und die Wohnung ist leer." Sagte ich, so als würde Lina es nicht von allein sehen. "Und? Dann kannst du dich ganz neu einrichten. Ist doch klasse. Und Geld hast du mehr als genug. Stopp" sagte Lina. Ihr fiel etwas ein. "Die Banken öffnen gleich." Sie griff in meine Tasche und zog meine Kontokarten heraus. Dann griff sie ihr Telefon.

"Ja, Hallo? Ich möchte meine Kreditkarte sperren lassen! Und mein Konto auch gleich. Es ist sehr wichtig!" sagte sie ins Telefon. Sie lauschte dem anderen Sprecher und nickte dann. Sie las langsam meine Kreditnummer vor. "Ja, genau, alles sperren. Und löschen sie meinen Mann aus dem Konto. Ja, genau, Agnes Weber." Hastig sagte ich Lina mein Geburtsdatum. Sie wiederholte es und ließ sich von mir das Codewort geben. Endlich legte sie auf. Sie grinste, kicherte und lachte dann. "Das war in allerletzter Sekunde, Agnes. Michael hat soeben die Bank betreten und wollte Zugriff auf dein Konto" sagte sie dann. Ich schreckte auf. Michael wollte mein Konto leerräumen? Ich schluckte tief. Denn damit hatte ich nicht gerechnet. Wir hatten getrennte Konten. Irgendwie hatte ich darauf bestanden, mein eigenes Konto zu behalten. Ein Überbleibsel meiner Erziehung. Mein Vater war Kassierer in der kleinen Bank gewesen. Die Bank, in der nun meine eine Million Euro lag. Ich warf meine Arme erleichtert um Linas Hals. Sie hatte mir mein schwer erarbeitetes Vermögen gerettet.

Lachend löste Lina sich von mir und griff zur Sektflasche. "Lass uns etwas trinken. Du bist Millionärin, Mädchen. Du brauchst den Mistkerl nicht." Sagte sie dann. Jetzt liefen mir doch die Tränen über das Gesicht. Wir tranken aus der Flasche, denn selbst die Gläser hatte Michael mitgenommen.

Mein Telefon klingelte. Unsicher nahm ich das Teil in die Hand. "Es ist Michael" flüsterte ich und zitterte wie Espenlaub. "Mach auf Lautsprecher" sagte Lina. Mit bebenden Fingern nahm ich das Gespräch an.

"Eins zu Null für dich, Kleine. Du hast also dein Konto sperren lassen. Nun, viel wäre ja eh nicht zu holen gewesen. Doch ich hätte es trotzdem gut gebrauchen können." Hörte ich die Stimme meines Mannes gehässig sagen. Ich schwieg und sah Lina fragend an. "Du solltest nicht versuchen, deine kleine Schwester zu erreichen, um dich dort auszuweinen. Ich, nun, es könnte sein, dass wir uns dort treffen. Ich lebe jetzt mit Terry zusammen. Sie dankt dir übrigens für die tollen Möbel!" sagte er widerlich lachend. "Und jetzt werden wir zwei Wochen nach Mallorca fliegen." Wieder lachte er dreckig. Denn das war eigentlich der Urlaub gewesen, den wir uns hatten leisten wollen. Doch ich wusste, es war die Rache für das gesperrte Konto.

"Wehre dich endlich" flüsterte Lina und stieß mich heftig an. Ich nickte. Der Schweinehund hatte sich meine kleine Schwester geangelt? Nun, ich wusste, Terry war immer schon eifersüchtig auf mich gewesen. Sie war drei Jahre jünger als ich und hatte nie etwas gemacht aus ihrem Leben. Mit Aushilfsjobs und Geld von unseren Eltern hatte sie sich irgendwie über Wasser gehalten. Fast jeden Monat hatte sie mich angebettelt, damit ich ihr half, die Miete für ihre kleine Wohnung zahlen. Und jetzt hatte sie nicht nur mein Geld, sondern auch meinen Mann, dachte ich bitter. Hoffte sie, damit ausgesorgt zu haben?

"Nun, ich denke, es steht Zwei zu Null, Michael. Denn ich habe auch eine Neuigkeit für dich! Ich habe am Samstag eine Million Euro gewonnen. Ich, die immer nur liest und dich mit ihrem Wissen nervt! Deshalb habe ich mein Konto sperren lassen. Du fliegst nach Mallorca? Nun, viel Spaß. Denn ich werde nach Hawaii fliegen. Und nicht nur für zwei Wochen. Vielleicht bleibe ich ein Jahr dort." Sagte ich tapfer. Ich kicherte, obwohl ich heulen könnte. Lina hob beide Daumen in die Höhe. Wir hörten im Hintergrund meine Schwester kreischen. "Hör auf zu schreien, Terry! Agnes lügt doch! Du weißt doch, dass sie es mit ihrer Tollpatschigkeit nie so weit geschafft hätte. Garantiert hat sie sich nur blamiert. Und selbst wenn. Mir steht die Hälfte des Geldes zu. Ich bin ihr Ehemann" sagte Michael genervt.

Lina griff sich das Telefon. "Hallo, Dreckschwein. Du bekommst keinen Cent von dem Geld! Dafür werde ich sorgen. Ich bin Agnes Anwältin. Du hast bereits die Scheidung eingereicht. Damit läuft euer Trennungsjahr seit dem Tag. Du hast einen Brief mit Datum hinterlassen. Noch ein Punkt gegen dich." Sagte Lina grinsend und kichernd. Wieder hörten wir Terry schreien. "Hör auf...

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