Die hypothetische Einwilligung im Strafrecht

Überlegungen zu den dogmatischen Grundlagen und zum Anwendungsbereich der Rechtsfigur
 
 
Mohr Siebeck (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 11. November 2016
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  • 316 Seiten
 
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978-3-16-154712-6 (ISBN)
 
Die hypothetische Einwilligung ist als strafbarkeitseinschränkende Figur in der Rechtsprechung zum Arztstrafrecht fest etabliert, in der Literatur jedoch hoch umstritten. Lässt sie sich als Ausdruck einer allgemeinen dogmatischen Struktur verstehen, nämlich als Baustein einer Lehre von der objektiven Zurechnung auf Rechtswidrigkeitsebene? Zur Beantwortung dieser Kernfrage setzt Jan Felix Sturm bei den Grundlagen der Zurechnungslehre an und führt den Streit um die Anerkennung der hypothetischen Einwilligung auf unterschiedliche Autonomieverständnisse zurück. Breiteren Raum als in der bisherigen Diskussion nehmen dabei Überlegungen zur Übertragbarkeit der hypothetischen Einwilligung auf Gebiete außerhalb des Arztstrafrechts ein. Im Ergebnis bewertet der Autor die hypothetische Einwilligung in den untersuchten Feldern kritisch - nicht aber, weil ihre Integration in das Strafrechtssystem konstruktiv ausgeschlossen wäre, sondern wegen des favorisierten Autonomieverständnisses.
  • Deutsch
  • Tübingen
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  • Deutschland
  • Für Beruf und Forschung
  • 2,94 MB
978-3-16-154712-6 (9783161547126)
10.1628/978-3-16-154712-6
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1 - Cover [Seite 1]
2 - Vorwort [Seite 6]
3 - Inhaltsübersicht [Seite 8]
4 - Inhaltsverzeichnis [Seite 10]
5 - Erster Teil: Einführung und Erkenntnisinteresse [Seite 20]
6 - Zweiter Teil: Die hypothetische Einwilligung im Arztstrafrecht [Seite 24]
6.1 - Erstes Kapitel: Prämissen der Untersuchung [Seite 26]
6.1.1 - A. Tatbestandsmäßigkeit des ärztlichen Heileingriffs [Seite 26]
6.1.1.1 - I. Meinungsfeld [Seite 27]
6.1.1.2 - II. Verteidigung der Körperverletzungsthese [Seite 28]
6.1.1.2.1 - 1. Verfehlung des sozialen Bedeutungsgehalts? [Seite 28]
6.1.1.2.2 - 2. Rechtsgutsvertauschung? [Seite 30]
6.1.2 - B. Keine Rechtfertigung durch Einwilligung [Seite 34]
6.1.2.1 - I. Verortung der unzureichenden Aufklärung in der allgemeinen Einwilligungsstruktur [Seite 35]
6.1.2.1.1 - 1. Einwilligungsfähigkeit [Seite 35]
6.1.2.1.2 - 2. Wirksamkeitsrelevante Wissensdefekte [Seite 36]
6.1.2.1.2.1 - a. Gegenstand des Wissensdefekts [Seite 37]
6.1.2.1.2.2 - b. Intensität des Wissensdefekts [Seite 39]
6.1.2.1.2.3 - c. Verantwortlichkeit für den Wissensdefekt und Person des Eingreifenden [Seite 40]
6.1.2.1.2.4 - d. Klärungsbedürftig: Zusammenhang zwischen Wissensdefekt und Einwilligungsentscheidung [Seite 40]
6.1.2.2 - II. Präzisierung der Voraussetzungen einer wirksamen Einwilligung in die ärztliche Heilbehandlung [Seite 41]
6.1.2.2.1 - 1. Selbstbestimmungsaufklärung [Seite 41]
6.1.2.2.1.1 - a. Umfang der Aufklärungspflicht [Seite 41]
6.1.2.2.1.1.1 - aa. Aspekte der Selbstbestimmungsaufklärung und Maßstäbe der Praxis [Seite 41]
6.1.2.2.1.1.2 - bb. Kritik in der Literatur [Seite 44]
6.1.2.2.1.2 - b. Ausnahmen von der Aufklärungspflicht [Seite 45]
6.1.2.2.2 - 2. Einwilligung [Seite 45]
6.1.2.2.2.1 - a. Person des Einwilligungsberechtigten [Seite 46]
6.1.2.2.2.2 - b. Maßstäbe für den Einwilligungsinhalt [Seite 47]
6.1.2.2.2.3 - c. Notwendigkeit eines spezifischen Zusammenhangs zwischen Irrtum und Einwilligungsentscheidung? [Seite 47]
6.1.2.2.2.3.1 - aa. Das Meinungsspektrum [Seite 47]
6.1.2.2.2.3.1.1 - (1) Irrtumskausalität [Seite 48]
6.1.2.2.2.3.1.2 - (2) Relevanzzusammenhang [Seite 49]
6.1.2.2.2.3.1.3 - (3) Verzicht auf ein einschränkendes Kriterium [Seite 50]
6.1.2.2.2.3.2 - bb. Diskussion [Seite 50]
6.1.2.2.2.3.2.1 - (1) Kritik des Erfordernisses der Irrtumskausalität [Seite 50]
6.1.2.2.2.3.2.2 - (2) Kritik des Relevanzzusammenhangs [Seite 53]
6.1.2.3 - III. Zwischenergebnis [Seite 54]
6.1.3 - C. Keine Rechtfertigung durch mutmaßliche Einwilligung [Seite 54]
6.2 - Zweites Kapitel: Diskussionsstand zur hypothetischen Einwilligung im Arztstrafrecht [Seite 56]
6.2.1 - A. Anwendung in der Rechtsprechung [Seite 56]
6.2.1.1 - I. Grundsätze [Seite 56]
6.2.1.2 - II. Offene Fragen [Seite 58]
6.2.1.2.1 - 1. Dogmatische Erfassung [Seite 59]
6.2.1.2.2 - 2. Anwendungsbereich [Seite 61]
6.2.1.2.3 - 3. Versuchsstrafbarkeit [Seite 65]
6.2.2 - B. Diskussion in der Literatur [Seite 65]
6.2.2.1 - I. Befürwortende Stimmen [Seite 66]
6.2.2.1.1 - 1. Differenzen bei der dogmatischen Erfassung [Seite 67]
6.2.2.1.2 - 2. Differenzen bei den Grenzen des Anwendungsbereichs [Seite 68]
6.2.2.1.3 - 3. Differenzen bei der Versuchsstrafbarkeit [Seite 69]
6.2.2.2 - II. Ablehnende Stimmen [Seite 70]
6.2.2.2.1 - 1. Dogmatisch-strukturelle Kritik [Seite 70]
6.2.2.2.2 - 2. Autonomie-Einwand [Seite 72]
6.2.2.2.3 - 3. Sinnlosigkeit der Frage nach einem hypothetischen Willen [Seite 72]
6.2.2.2.4 - 4. Pragmatische Kritik [Seite 73]
6.2.2.2.4.1 - a. Beweisrechtliche Schwierigkeiten bei der (Re-)Konstruktion des hypothetischen Willens [Seite 73]
6.2.2.2.4.2 - b. Fehlanreize [Seite 73]
6.2.2.2.5 - 5. Alternativen [Seite 74]
6.2.2.2.5.1 - a. Materiellrechtliche Lösungsansätze [Seite 74]
6.2.2.2.5.2 - b. Strafprozessuale Lösungsansätze [Seite 76]
6.2.3 - C. Ergebnis [Seite 77]
6.3 - Drittes Kapitel: Vorüberlegungen zur dogmatischen Verortung der hypothetischen Einwilligung [Seite 78]
6.3.1 - A. Einwilligung als Rechtfertigungsgrund [Seite 79]
6.3.1.1 - I. Unterscheidung von Tatbestand und Rechtswidrigkeit [Seite 79]
6.3.1.2 - II. Zuordnung der Einwilligung zur Deliktsstufe der Rechtswidrigkeit [Seite 82]
6.3.1.3 - III. Relevanz der folgenden Überlegungen bei abweichender Zuordnung der Einwilligung [Seite 87]
6.3.2 - B. Irrelevanz der hypothetischen Einwilligung auf Tatbestandsebene [Seite 87]
6.3.2.1 - I. Unterlassen ordnungsgemäßer Aufklärung als tatbestandsmäßiges Verhalten? [Seite 87]
6.3.2.2 - II. Behandlung nach defizitärer Aufklärung als tatbestandsmäßige Handlung des Fahrlässigkeitsdelikts? [Seite 89]
6.3.3 - C. Status der hypothetischen Einwilligung auf Rechtswidrigkeitsebene - Alternative von Rechtfertigungsgrund und Zurechnungsausschluss [Seite 91]
6.3.3.1 - I. Unterschiede bei objektiv anzunehmender hypothetischer Einwilligung [Seite 92]
6.3.3.1.1 - 1. Unterschiede bei der Handlungsbewertung [Seite 92]
6.3.3.1.2 - 2. Unterschiede in den subjektiven Voraussetzungen entfallender Vollendungsstrafbarkeit? [Seite 92]
6.3.3.1.3 - 3. Unterschiede bei der Versuchsstrafbarkeit? [Seite 93]
6.3.3.1.3.1 - a. Versuchsstrafbarkeit bei Deutung als Rechtfertigungsgrund [Seite 93]
6.3.3.1.3.2 - b. Versuchsstrafbarkeit bei Deutung als Zurechnungsausschluss [Seite 94]
6.3.3.1.3.2.1 - aa. Möglichkeit des entsprechenden Vorsatzinhalts [Seite 94]
6.3.3.1.3.2.2 - bb. Stets ausgeschlossene Versuchsstrafbarkeit? [Seite 95]
6.3.3.1.3.2.3 - cc. Stets bestehende Versuchsstrafbarkeit? [Seite 96]
6.3.3.1.3.2.3.1 - (1) Irrelevanz der Erfolgszurechnung als Vorsatzgegenstand? [Seite 97]
6.3.3.1.3.2.3.2 - (2) Pflichtwidrigkeitszusammenhang als Vorsatzgegenstand [Seite 98]
6.3.3.1.3.3 - c. Zwischenergebnis [Seite 100]
6.3.3.1.3.4 - d. Zusammenspiel mit dem Erlaubnistatbestandsirrtum [Seite 100]
6.3.3.2 - II. Unterschiede bei objektiv nicht anzunehmender hypothetischer Einwilligung [Seite 101]
6.3.4 - D. Ergebnis und weiteres Vorgehen [Seite 102]
6.4 - Viertes Kapitel: Die hypothetische Einwilligung als Baustein einer allgemeinen Zurechnungsdogmatik auf Rechtswidrigkeitsebene? [Seite 104]
6.4.1 - A. Vorbemerkungen zum Begriff der Zurechnung [Seite 104]
6.4.2 - B. Objektive Erfolgszurechnung auf Tatbestandsebene [Seite 105]
6.4.2.1 - I. Kategorien [Seite 105]
6.4.2.1.1 - 1. Setzen eines unerlaubten Risikos [Seite 107]
6.4.2.1.1.1 - a. Leitgedanke hinter dem Kriterium [Seite 107]
6.4.2.1.1.2 - b. Anforderungen [Seite 109]
6.4.2.1.1.3 - c. Systematische Verortung der Kategorie [Seite 111]
6.4.2.1.2 - 2. Realisierungszusammenhang - Verwirklichung eines unerlaubten Risikos im Erfolg [Seite 112]
6.4.2.1.2.1 - a. Leitgedanke hinter dem Erfolgserfordernis und Schlussfolgerung für die objektive Erfolgszurechnung [Seite 112]
6.4.2.1.2.2 - b. Schutzzweckzusammenhang [Seite 113]
6.4.2.1.2.2.1 - aa. Generelle Leistungsfähigkeit des Risikosetzungsverbots [Seite 113]
6.4.2.1.2.2.2 - bb. Verhältnis der generellen Leistungsfähigkeit zum Schutzzweck der Norm [Seite 115]
6.4.2.1.2.3 - c. Pflichtwidrigkeitszusammenhang als konkrete Leistungsfähigkeit des Risikosetzungsverbots [Seite 116]
6.4.2.1.2.3.1 - aa. Terminologische Vorbemerkung [Seite 116]
6.4.2.1.2.3.2 - bb. Relevanz des Kriteriums [Seite 119]
6.4.2.1.2.3.2.1 - (1) Begründung außerhalb des Zurechnungszusammenhangs? [Seite 120]
6.4.2.1.2.3.2.2 - (2) Fehlender Pflichtwidrigkeitszusammenhang als ausgeschlossener Realisierungszusammenhang [Seite 124]
6.4.2.1.2.3.3 - cc. Verhältnis des Pflichtwidrigkeitszusammenhangs zum Schutzzweckzusammenhang [Seite 128]
6.4.2.1.2.4 - d. Mehrgliedrige Risikosetzungsverbote [Seite 129]
6.4.2.1.2.5 - e. Funktionslosigkeit des Risikosetzungsverbots [Seite 131]
6.4.2.1.2.5.1 - aa. Zwei Formen der Funktionslosigkeit [Seite 131]
6.4.2.1.2.5.2 - bb. Funktionslosigkeit und Funktionalitätsbedingungen [Seite 133]
6.4.2.1.2.6 - f. Zwischenergebnis [Seite 133]
6.4.2.2 - II. Anwendbarkeit auf Fahrlässigkeits- und Vorsatzdelikt [Seite 134]
6.4.2.2.1 - 1. Erfordernis unerlaubter Risikosetzung auch beim Vorsatzdelikt [Seite 135]
6.4.2.2.2 - 2. Realisierungszusammenhang auch beim Vorsatzdelikt [Seite 136]
6.4.3 - C. Objektive Erfolgszurechnung auf Rechtswidrigkeitsebene [Seite 138]
6.4.3.1 - I. Setzen eines rechtswidrigen Risikos [Seite 139]
6.4.3.1.1 - 1. Unterscheidung von unerlaubter und (definitiv) rechtswidriger Risikosetzung [Seite 140]
6.4.3.1.1.1 - a. Grundgedanke [Seite 140]
6.4.3.1.1.2 - b. Tatbestand und Rechtswidrigkeit als je abgeschlossene Bewertung unterschiedlicher Gegenstände? [Seite 141]
6.4.3.1.2 - 2. Relevanz der rechtswidrigen Risikosetzung [Seite 143]
6.4.3.2 - II. Verwirklichung eines rechtswidrigen Risikos im Erfolg [Seite 143]
6.4.3.2.1 - 1. Konzepte zur Übertragung des Realisierungszusammenhangs auf die Rechtswidrigkeitsebene [Seite 144]
6.4.3.2.1.1 - a. Kuhlens Konzept des Rechtfertigungsmangels [Seite 144]
6.4.3.2.1.2 - b. Drehers Konzept der Rechtfertigungslage [Seite 145]
6.4.3.2.2 - 2. Diskussion [Seite 146]
6.4.3.2.2.1 - a. Realisierungszusammenhang auf Rechtswidrigkeitsebene als logischer Fehler? [Seite 146]
6.4.3.2.2.2 - b. Pflichtwidrigkeitszusammenhang auf Rechtswidrigkeitsebene als wertungsmäßiger Fehler? [Seite 148]
6.4.3.2.2.3 - c. Funktionslosigkeit und Funktionalitätsbedingungen [Seite 150]
6.4.3.2.2.4 - d. Die Kriterien im Einzelnen [Seite 151]
6.4.3.2.2.4.1 - aa. Schutzzweckzusammenhang [Seite 151]
6.4.3.2.2.4.2 - bb. Pflichtwidrigkeitszusammenhang [Seite 151]
6.4.4 - D. Hypothetische Einwilligung als fehlender Pflichtwidrigkeitszusammenhang? [Seite 155]
6.4.4.1 - I. Fehlender Pflichtwidrigkeitszusammenhang zwischen fehlerhafter Aufklärung und Körperverletzungserfolg? [Seite 155]
6.4.4.1.1 - 1. Keine Zurechnung des Erfolgs zum Rechtfertigungsmangel der fehlerhaften Aufklärung (Kuhlen)? [Seite 155]
6.4.4.1.1.1 - a. Konzept [Seite 155]
6.4.4.1.1.2 - b. Diskussion der in der Literatur geäußerten Kritik [Seite 157]
6.4.4.1.1.2.1 - aa. Unterschiedliche Schutzgüter von Körperverletzungstatbestand und Einwilligung als Zurechnungshindernis? [Seite 157]
6.4.4.1.1.2.2 - bb. Keine Zurechnungsfrage wegen entfallenden Erfolgsunrechts (Mitsch)? [Seite 159]
6.4.4.1.1.2.3 - cc. Zu weitgehende Hypothesenbildung? [Seite 161]
6.4.4.1.1.2.3.1 - (1) Beschränkung auf situativ präsente rechtmäßige Verhaltensalternativen? [Seite 162]
6.4.4.1.1.2.3.2 - (2) Beschränkung auf eindeutig feststellbare Faktoren? [Seite 164]
6.4.4.1.1.3 - c. Eigene Überlegungen zu Kuhlens Konzept [Seite 165]
6.4.4.1.2 - 2. Bestehen einer Rechtfertigungslage (Dreher)? [Seite 169]
6.4.4.1.3 - 3. Verwirklichung des allgemeinen Lebensrisikos? [Seite 170]
6.4.4.1.4 - 4. Zwischenergebnis [Seite 170]
6.4.4.2 - II. Fehlender Pflichtwidrigkeitszusammenhang zwischen fehlerhafter Aufklärung und Einwilligung? [Seite 170]
6.4.4.2.1 - 1. "Einwilligung" als Zurechnungsgegenstand [Seite 171]
6.4.4.2.2 - 2. Zurechnungsausschluss wegen Normzweckerfüllung bei der Selbstbestimmungseinwilligung? [Seite 172]
6.4.4.2.2.1 - a. Entscheidungsprozess als Entdeckungsverfahren [Seite 173]
6.4.4.2.2.2 - b. Entscheidungsprozess als Gewinnungsverfahren [Seite 174]
6.4.4.2.2.2.1 - aa. Präferenzbildung und -veränderung im Entscheidungsverfahren [Seite 174]
6.4.4.2.2.2.2 - bb. Autonomie als Entscheidungsmacht [Seite 177]
6.4.4.2.2.3 - c. Ergebnis [Seite 178]
6.4.4.2.3 - 3. Zurechnungsausschluss wegen Normzweckerfüllung bei treuhänderisch gebundener Einwilligung? [Seite 178]
6.5 - Fünftes Kapitel: Die hypothetische Einwilligung als eigenständiger Rechtfertigungsgrund? [Seite 182]
6.5.1 - A. Analyse des ablehnenden Schrifttums [Seite 183]
6.5.1.1 - I. Fehlen eines subjektiven Rechtfertigungselements [Seite 183]
6.5.1.2 - II. Entwertung der mutmaßlichen und der tatsächlichen Einwilligung [Seite 184]
6.5.2 - B. Keine positive Begründbarkeit als Rechtfertigungsgrund [Seite 186]
6.5.2.1 - I. Rechtfertigungsgrund im Arzthaftungsrecht? [Seite 187]
6.5.2.2 - II. Rückführbarkeit auf Prinzipien der Rechtfertigung? [Seite 188]
6.6 - Sechstes Kapitel: Die hypothetische Einwilligung als strafrechtlicher Haftungsausschluss sui generis aufgrund der Einheit der Rechtsordnung? [Seite 190]
6.6.1 - A. Zivilrechtliche Behandlung der hypothetischen Einwilligung [Seite 190]
6.6.1.1 - I. Charakteristika des Arzthaftungsrechts [Seite 190]
6.6.1.2 - II. Haftungstatbestand des § 823 Abs. 1 BGB [Seite 192]
6.6.1.2.1 - 1. Haftung wegen der Verletzung von Körper und Gesundheit [Seite 193]
6.6.1.2.1.1 - a. Rechtsgutsverletzung und deliktische Handlung [Seite 193]
6.6.1.2.1.2 - b. Rechtswidrigkeit ärztlichen Handelns aufgrund der Unwirksamkeit der Einwilligung [Seite 195]
6.6.1.2.1.3 - c. Haftungsausschluss durch hypothetische Einwilligung [Seite 197]
6.6.1.2.1.3.1 - aa. Materiellrechtliche Voraussetzungen der hypothetischen Einwilligung [Seite 198]
6.6.1.2.1.3.2 - bb. Prozessuale Behandlung der hypothetischen Einwilligung [Seite 199]
6.6.1.2.2 - 2. Haftung wegen Verletzung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts [Seite 200]
6.6.2 - B. Strafrechtliche Konsequenzen aus der zivilrechtlichen Behandlung [Seite 202]
6.6.2.1 - I. Analyse: Einheit der Rechtsordnung als Argument [Seite 202]
6.6.2.1.1 - 1. Einheit der Rechtsordnung als Grund für die Übertragung [Seite 202]
6.6.2.1.2 - 2. Problematisierung der Übertragung wegen der Einheit der Rechtsordnung [Seite 204]
6.6.2.2 - II. Unergiebigkeit des Topos Einheit der Rechtsordnung für die hypothetische Einwilligung [Seite 205]
6.6.2.2.1 - 1. Fehlen widersprüchlicher Handlungsanforderungen [Seite 205]
6.6.2.2.2 - 2. Fehlen widersprüchlicher Verhaltensbewertungen (gespaltenes Rechtswidrigkeitsurteil) [Seite 206]
6.6.2.2.3 - 3. Fehlen eines Wertungswiderspruchs durch abweichende Zurechnungsregeln [Seite 206]
6.7 - Siebtes Kapitel: Reflexion und Resümee - hypothetische Einwilligung und Rechtsgut der Körperverletzungsdelikte [Seite 208]
6.7.1 - A. Vorbemerkung zur Funktion des Rechtsgutsbegriffs [Seite 208]
6.7.2 - B. Rechtsgut der Körperverletzungsdelikte als Argument bei der hypothetischen Einwilligung [Seite 210]
6.7.2.1 - I. Hypothetische Verfügungsbefugnis als Rechtsgut? [Seite 211]
6.7.2.2 - II. Autonomie und körperliche Unversehrtheit als je selbstständige Rechtsgüter der Körperverletzungsdelikte? [Seite 212]
6.7.2.3 - III. Verknüpfung von Autonomie und körperlicher Unversehrtheit [Seite 214]
6.7.3 - C. Resümee: keine Anerkennung der hypothetischen Einwilligung im Arztstrafrecht [Seite 217]
6.8 - Achtes Kapitel: Exkurs - Analyse der Begrenzungsbemühungen im Falle grundsätzlicher Anerkennung der hypothetischen Einwilligung [Seite 218]
6.8.1 - A. Unanwendbarkeit bei fehlender Einwilligungserklärung [Seite 218]
6.8.2 - B. Beschränkung auf das Fahrlässigkeitsdelikt (Hengstenberg) [Seite 219]
6.8.3 - C. Unanwendbarkeit bei gänzlich fehlender und vorsätzlich defizitärer Aufklärung analog § 24 Abs. 1 S. 2 StGB (Garbe) [Seite 220]
6.8.4 - D. Ergebnis [Seite 224]
7 - Dritter Teil: Überlegungen zu einem Anwendungsbereich der hypothetischen Zustimmung jenseits des Arztstrafrechts [Seite 226]
7.1 - Erstes Kapitel: Vorüberlegungen zur Analyse möglicher Anwendungsfelder [Seite 228]
7.1.1 - A. Strukturmerkmale der hypothetischen Einwilligung als Analyseraster [Seite 228]
7.1.2 - B. Relevanz der Strukturmerkmale [Seite 230]
7.1.3 - C. Variationen der Strukturmerkmale [Seite 231]
7.1.4 - D. Notwendigkeit eines deliktsbezogenen Vorgehens [Seite 232]
7.2 - Zweites Kapitel: Das hypothetische Einverständnis [Seite 234]
7.2.1 - A. Irrelevanz der Fragestellung wegen mängelresistenter Faktizität des Einverständnisses? [Seite 234]
7.2.1.1 - I. Verständnis als einheitliche faktische Kategorie [Seite 235]
7.2.1.1.1 - 1. Geerds' Trennungskonzept [Seite 235]
7.2.1.1.2 - 2. Irrelevanz des hypothetischen Einverständnisses als Konsequenz [Seite 236]
7.2.1.2 - II. Differenzierungsbedarf [Seite 237]
7.2.1.2.1 - 1. Willensüberwindende Delikte [Seite 240]
7.2.1.2.1.1 - a. Beugung des entgegenstehenden Willens [Seite 240]
7.2.1.2.1.2 - b. Ausschaltung des entgegenstehenden Willens [Seite 242]
7.2.1.2.2 - 2. Delikte ohne Willensüberwindung [Seite 243]
7.2.1.3 - III. Ergebnis [Seite 244]
7.2.2 - B. Untreue (§ 266 StGB) als Referenztatbestand [Seite 244]
7.2.2.1 - I. Einverständnis bei der Untreue [Seite 245]
7.2.2.2 - II. Ansätze zur Strafbarkeitsrestriktion durch das hypothetische Einverständnis [Seite 249]
7.2.2.2.1 - 1. Meinungsfeld [Seite 249]
7.2.2.2.2 - 2. Analyse der behandelten Sachverhaltskonstellationen [Seite 250]
7.2.2.2.2.1 - a. Rechtsprechung [Seite 250]
7.2.2.2.2.2 - b. Literatur [Seite 251]
7.2.2.2.2.3 - c. Resümee und eigenes Fallbeispiel [Seite 252]
7.2.2.2.3 - 3. Argumentationsspektrum [Seite 253]
7.2.2.2.3.1 - a. Gleichbehandlungsargument [Seite 253]
7.2.2.2.3.2 - b. Autonomie und Rechtsgut Vermögen [Seite 255]
7.3 - Drittes Kapitel: Die hypothetische behördliche Genehmigung [Seite 258]
7.3.1 - A. Behördliche Genehmigungen bei der Gewässerverunreinigung [Seite 259]
7.3.1.1 - I. Regelungssystem und Genehmigungstypen [Seite 259]
7.3.1.1.1 - 1. Genehmigungsbedürftigkeit der Gewässerbenutzung [Seite 259]
7.3.1.1.2 - 2. Erlaubnis und Bewilligung [Seite 259]
7.3.1.1.3 - 3. Erlassvoraussetzungen [Seite 260]
7.3.1.1.4 - 4. Rechtsstellung des Antragstellers [Seite 262]
7.3.1.2 - II. Wirksamkeitsmaßstäbe und die Konsequenzen unrichtiger Angaben [Seite 263]
7.3.1.2.1 - 1. Relevanz der nichtigen und der verwaltungsrechtlich wirksamen Genehmigung für die strafrechtliche Bewertung des Verhaltens [Seite 264]
7.3.1.2.2 - 2. Nichtigkeit nach § 44 VwVfG [Seite 265]
7.3.1.2.3 - 3. Unwirksamkeit nach § 330d Abs. 1 Nr. 5 StGB [Seite 265]
7.3.1.2.3.1 - a. Beschränkung auf materiell rechtswidrige Begünstigungen [Seite 266]
7.3.1.2.3.1.1 - aa. Meinungsfeld [Seite 266]
7.3.1.2.3.1.2 - bb. Bedeutung für die hypothetische Genehmigung [Seite 268]
7.3.1.2.3.1.3 - cc. Erforderlichkeit des Fehlens materieller Genehmigungsvoraussetzungen (Fenner)? [Seite 268]
7.3.1.2.3.2 - b. Merkmal des Erschleichens durch unrichtige oder unvollständige Angaben [Seite 271]
7.3.1.2.3.2.1 - aa. Verhaltensbezogene Merkmalsbestandteile [Seite 271]
7.3.1.2.3.2.2 - bb. Zusammenhang zwischen Täuschungsverhalten und begünstigendem Rechtsakt [Seite 272]
7.3.1.2.3.2.2.1 - (1) Bezugspunkt des (Kausal-)Zusammenhangs [Seite 273]
7.3.1.2.3.2.2.2 - (2) Normativierungen des hypothetischen Entscheidungsprozesses [Seite 275]
7.3.1.2.3.2.3 - cc. Bedeutung für die hypothetische Genehmigung als eigene Rechtsfigur [Seite 277]
7.3.2 - B. Ansätze zur Strafbarkeitsrestriktion bei fehlender wirksamer Genehmigung [Seite 278]
7.3.2.1 - I. Ansätze unter Rückgriff auf Genehmigungsfähigkeit und Genehmigungsanspruch [Seite 279]
7.3.2.1.1 - 1. Meinungsfeld zu Genehmigungsfähigkeit und Genehmigungsanspruch bei § 324 StGB [Seite 279]
7.3.2.1.2 - 2. Rechtsgutsirrelevanz bei Genehmigungsfähigkeit? [Seite 280]
7.3.2.1.3 - 3. Rechtsgut und Genehmigungsanspruch [Seite 283]
7.3.2.2 - II. Ansätze unter Rückgriff auf die hypothetische Genehmigung [Seite 285]
7.3.2.2.1 - 1. Ausschluss der objektiven Erfolgszurechnung bei hypothetischer Genehmigung (Dreher) [Seite 285]
7.3.2.2.1.1 - a. Konzept und Reichweite [Seite 285]
7.3.2.2.1.2 - b. Kritik [Seite 286]
7.3.2.2.1.2.1 - aa. Fehlende Erklärungskraft der zeitlichen Abschichtung von Rechtfertigungslage und erlaubter Handlung [Seite 286]
7.3.2.2.1.2.2 - bb. Hypothetische Ablehnung als Zurechnungsvoraussetzung? [Seite 287]
7.3.2.2.2 - 2. Ausschluss der Zurechnung des Genehmigungsfehlers (Garbe) [Seite 288]
7.3.2.2.2.1 - a. Konzept und Reichweite [Seite 288]
7.3.2.2.2.2 - b. Kritik [Seite 288]
7.3.2.3 - III. Resümee [Seite 289]
8 - Vierter Teil: Zusammenfassung in Thesen [Seite 292]
9 - Literaturverzeichnis [Seite 300]
10 - Sachverzeichnis [Seite 314]

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