Teilnehmerhaftung bei fehlerhafter Kapitalmarktinformation in Deutschland und den USA

Zugleich ein Beitrag zur Systematik des § 830 Abs. 1 S. 1, Abs. 2 BGB
 
 
Mohr Siebeck (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen im November 2015
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  • XXVII, 408 Seiten
 
E-Book | PDF mit Adobe-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-16-153939-8 (ISBN)
 
Wer haftet Kapitalanlegern, wenn aufgrund von fehlerhafter Marktinformation Kursverfälschungen und Vermögensschäden eintreten? In Deutschland betritt terra incognita, wer nach der Haftungssituation der Berater des Emittenten fragt, die an relevanter Fehlinformation in zurechenbarer Weise mitgewirkt haben, während die Voraussetzungen der Inanspruchnahme von emittierenden Gesellschaften und deren Geschäftsleitern am Primär- wie auch am Sekundärmarkt weitgehend als erschlossen gelten dürfen. In den USA hat der Supreme Court seit 1994 in mehreren landmark cases die einst anerkannte Teilnehmerhaftung weit zurückgedrängt und so sichere Häfen für Berater geschaffen, was ihm neben Lob auch viel Tadel einbrachte. Malte Stübinger vergleicht und bewertet die Lage im deutschen und US-amerikanischen Recht und erforscht insbesondere, unter welchen Voraussetzungen eine Verbindung der allgemeinen Teilnehmerhaftung des § 830 BGB mit den spezialgesetzlichen Haftungstatbeständen des Kapitalmarktdeliktsrechts statthaft ist.
 
Wer haftet Kapitalanlegern, wenn aufgrund von fehlerhafter Marktinformation Kursverfälschungen und Vermögensschäden eintreten? In Deutschland betritt terra incognita, wer nach der Haftungssituation der Berater des Emittenten fragt, die an relevanter Fehlinformation in zurechenbarer Weise mitgewirkt haben, während die Voraussetzungen der Inanspruchnahme von emittierenden Gesellschaften und deren Geschäftsleitern am Primär- wie auch am Sekundärmarkt weitgehend als erschlossen gelten dürfen.In den USA hat der Supreme Court seit 1994 in mehreren landmark cases die einst anerkannte Teilnehmerhaftung weit zurückgedrängt und so sichere Häfen für Berater geschaffen, was ihm neben Lob auch viel Tadel einbrachte.Malte Stübinger vergleicht und bewertet die Lage im deutschen und US-amerikanischen Recht und erforscht insbesondere, unter welchen Voraussetzungen eine Verbindung der allgemeinen Teilnehmerhaftung des § 830 BGB mit den spezialgesetzlichen Haftungstatbeständen des Kapitalmarktdeliktsrechts statthaft ist.
  • Dissertationsschrift
  • Deutsch
  • Tübingen
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  • Deutschland
  • Für Beruf und Forschung
  • 5,25 MB
978-3-16-153939-8 (9783161539398)
10.1628/978-3-16-153939-8
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  • Cover
  • Vorwort
  • Inhaltsübersicht
  • Inhaltsverzeichnis
  • Abkürzungsverzeichnis
  • Einleitung
  • A. Untersuchungsgegenstand
  • B. Begriffsbildung: Wer ist Sekundärakteur?
  • I. Erfasste Akteure
  • II. Ausgenommene Akteure
  • 1. Finanzanalysten und Wertpapierdienstleister
  • 2. Ratingagenturen
  • 3. Organisatorisch beim Emittenten verortete Akteure (Geschäftsleiter, Angestellte)
  • III. Sonderstellung der Wirtschaftsprüfer
  • C. Gang der Untersuchung
  • Kapitel 1 - Bestandsaufnahme: Adressaten der Informationshaftung im deutschen Kapitalmarktrecht
  • A. Haftung im Lichte der Schutzzwecke des Kapitalmarktrechts
  • I. Das Verhältnis von Anleger- und Funktionenschutz
  • II. Verhaltenssteuerung und Vertrauensbildung durch effektive Haftungsmechanismen
  • 1. Grundproblem der Informationsasymmetrie
  • 2. Notwendigkeit einer effektiven Haftung bei Fehlinformation
  • 3. Unzulänglichkeit des gegenwärtigen Entwicklungsstandes
  • B. Haftungstatbestände am Primärmarkt
  • I. Überblick über den Normenbestand
  • 1. Prospekthaftung nach dem Wertpapierprospektgesetz
  • 2. Prospekthaftung nach dem Vermögensanlagengesetz
  • 3. Prospekthaftung nach dem Kapitalanlagegesetzbuch
  • 4. Bürgerlich-rechtliche Prospekthaftung
  • 5. Haftung für fehlerhafte Angebotsunterlage nach dem Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz
  • II. Prospekthaftung nach dem Wertpapierprospektgesetz
  • 1. Haftung für fehlerhafte Prospekte nach den §§ 21, 22 WpPG
  • a) Anspruchsvoraussetzungen des § 21 WpPG
  • b) Anspruchsvoraussetzungen nach § 22 WpPG
  • c) Anspruchsverpflichteter
  • aa) Prospektverantwortlicher nach § 21 Abs. 1 Ziff. 1 WpPG
  • bb) Prospektveranlasser nach § 21 Abs. 1 Ziff. 2 WpPG
  • cc) Expertenhaftung
  • dd) Insbesondere: Haftung der Wirtschaftsprüfer
  • (1) Prospekthaftung des Abschlussprüfers für das Pflichttestat
  • (2) Anderweitige Mitwirkung des Wirtschaftsprüfers
  • d) Verschuldensmaßstab und Haftungsausschluss
  • aa) Haftung nur für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit
  • bb) Haftungsausschlüsse, weitergehende Ansprüche
  • 2. Haftung bei fehlendem Prospekt, § 24 WpPG
  • a) Anspruchsvoraussetzungen
  • b) Anspruchsverpflichtete
  • aa) Emittent und Anbieter
  • bb) Ablehnung des "Angebotsveranlassers"
  • cc) Expertenhaftung
  • dd) Einschränkungen
  • c) Verschuldensmaßstab
  • d) Haftungsausschluss, Haftungsbeschränkungen, weitergehende Ansprüche
  • III. Prospekthaftung nach dem Vermögensanlagengesetz
  • 1. Haftung bei fehlerhaftem Verkaufsprospekt, § 20 VermAnlG
  • a) Anspruchsvoraussetzungen
  • b) Anspruchsverpflichtete
  • aa) Prospektverantwortlicher und Prospektveranlasser
  • bb) Ablehnung einer Expertenhaftung
  • (1) Grundsatz
  • (2) Keine Erweiterung durch § 3 VermVerkProspV
  • (3) Keine Anwendung der bürgerlich-rechtlichen Prospekthaftung
  • c) Verschuldensmaßstab und Haftungsausschluss
  • 2. Haftung bei fehlendem Verkaufsprospekt, § 21 VermAnlG
  • a) Anspruchsvoraussetzungen
  • b) Anspruchsverpflichtete
  • aa) Emittent
  • bb) Anbieter
  • cc) Weitere Anspruchsverpflichtete, Expertenhaftung
  • c) Verschuldensmaßstab
  • d) Anspruchsausschluss, Verhältnis zu weiteren Ansprüchen
  • 3. Haftung bei unrichtigem Vermögensanlagen-Informationsblatt, § 22 VermAnlG
  • a) Anspruchsvoraussetzungen
  • b) Anspruchsverpflichtete
  • aa) Anbieter
  • bb) Weitere Anspruchsgegner
  • c) Verschuldensmaßstab
  • d) Anspruchsausschluss, Haftungsbeschränkungen, weitergehende Ansprüche
  • IV. Prospekthaftung nach dem Kapitalanlagegesetzbuch
  • 1. Haftung bei unrichtigem Prospekt, § 306 Abs. 1 KAGB
  • 2. Haftung für fehlerhafte wesentliche Anlegerinformationen, § 306 Abs. 2 KAGB
  • 3. Anspruchsverpflichtete
  • a) Anspruchsgegner nach § 306 Abs. 1, 2 KAGB
  • b) Im fremden Namen handelnde Anlagevermittler
  • c) Weitere Anspruchsgegner
  • 4. Abweichungen zur Prospekthaftung nach dem Wertpapierprospektgesetz
  • V. Bürgerlich-rechtliche Prospekthaftung
  • 1. Verbleibender Anwendungsbereich
  • 2. Anspruchsvoraussetzungen
  • 3. Anspruchsverpflichtete
  • a) Voll Verantwortliche: Prospektverantwortliche und Hintermänner
  • b) Sachlich beschränkt Verantwortliche: Experten, Garanten
  • c) Keine Haftung der Anlagegesellschaft und der Mitgesellschafter
  • 4. Verschuldensmaßstab
  • 5. Weitere Anspruchsgegner, Prospekthaftung im weiteren Sinne
  • VI. Haftung bei fehlerhafter Angebotsunterlage, § 12 WpÜG
  • 1. Anspruchsvoraussetzungen
  • 2. Anspruchsverpflichtete
  • a) Der für die Angebotsunterlage verantwortlich Zeichnende
  • b) Veranlasser der Angebotsunterlage
  • c) Expertenhaftung
  • VII. Ausgewählte Reformbestrebungen
  • 1. Beschlüsse des 64. DJT 2002
  • 2. Der Diskussionsentwurf für ein Kapitalmarktinformationshaftungsgesetz, 2004
  • a) Diskussionsentwurf für einen § 44a BörsG
  • b) Bewertungen der Norm in der Literatur
  • 3. Ausblick
  • VIII. Gegenwärtige und absehbare Einflüsse des Europarechts
  • IX. Zusammenfassung
  • C. Haftungstatbestände am Sekundärmarkt
  • I. Schutzzwecke des Wertpapierhandelsgesetzes
  • 1. Strukturunterschiede zum Primärmarkt
  • 2. Typisierung nach Art der fehlerhaften Information
  • II. Haftung bei fehlerhafter Ad-hoc-Publizität
  • 1. Pflicht zur Ad-hoc-Publizität, § 15 WpHG
  • 2. Haftung gem. §§ 37b, 37c WpHG
  • a) Anspruchsvoraussetzungen
  • aa) Vorliegen einer mitteilungspflichtigen Tatsache
  • bb) Tathandlung
  • (1) § 37b WpHG: Unterlassung bzw. Verzögerung der Veröffentlichung
  • (2) § 37c WpHG: Veröffentlichung einer unwahren Information
  • cc) Transaktionserfordernis
  • dd) Haftungsbegründende Kausalität und ersatzfähiger Schaden
  • (1) Streitstand zum ersatzfähigen Schaden
  • (2) Die IKB-Entscheidung des BGH
  • (3) Ergebnis
  • ee) Verschulden
  • b) Anspruchsgegner
  • aa) Emittent als einziger Haftungsadressat
  • bb) Ablehnung von Erweiterungen
  • c) Zwischenergebnis
  • 3. Haftung gem. § 826 BGB
  • a) Anspruchsvoraussetzungen nach der Rechtsprechung
  • aa) Sittenwidrigkeit
  • bb) Vorsatz
  • cc) Haftungsbegründende Kausalität, Ablehnung von Beweiserleichterungen
  • (1) Anscheinsbeweis
  • (2) Anlagestimmung
  • (3) Weitere Ansätze, dem Geschädigten die Beweislast zu erleichtern
  • (4) Ergebnis
  • b) Art und Umfang des Schadensersatzes
  • c) Anspruchsgegner
  • d) Kritik
  • aa) Ermittlung der Sittenwidrigkeit
  • bb) Feststellung des Schädigungsvorsatzes
  • cc) Kausalität, Ablehnung von Beweiserleichterungen
  • dd) Schaden
  • ee) Verzicht auf ein Transaktionserfordernis
  • e) Grundlegende Kritik an der Heranziehung des § 826 BGB
  • f) Stellungnahme
  • g) Haftung Dritter
  • 4. Bürgerlich-rechtliche Prospekthaftung
  • 5. Haftung gem. § 823 Abs. 2 BGB i. V. m. Schutzgesetz
  • a) Zur Schutzgesetzproblematik im Kapitalmarktrecht
  • b) Ablehnung der Schutzgesetzeigenschaft von § 15 WpHG
  • c) Ablehnung der Schutzgesetzeigenschaft von § 20a WpHG
  • d) § 264a StGB, § 263 StGB, § 400 AktG
  • 6. Ergebnis
  • III. Haftung bei fehlerhafter Regelpublizität
  • 1. Haftung gem. §§ 37b, 37c WpHG analog
  • 2. Bürgerlich-rechtliche Prospekthaftung
  • 3. Haftung gem. § 823 Abs. 2 BGB i. V. m. §§ 37v, 37w, 37x WpHG
  • a) Schutzgesetzcharakter der §§ 37v, 37w, 37x WpHG
  • aa) Für den Schutzgesetzcharakter
  • bb) Wider den Schutzgesetzcharakter
  • cc) Stellungnahme
  • b) Anspruchsvoraussetzungen
  • aa) Fehlerhafte, verzögerte oder unterlassene Veröffentlichung
  • bb) Transaktionserfordernis
  • cc) Haftungsbegründende Kausalität und ersatzfähiger Schaden
  • dd) Verschuldensmaßstab: Gesamtanalogie
  • c) Passivlegitimation
  • d) Haftungsausschluss
  • 4. Haftung gem. § 823 Abs. 2 BGB i. V. m. drittschützender Strafnorm
  • a) Geeignete Strafvorschriften
  • b) Verletzung einer Strafnorm
  • c) Verschuldensmaßstab
  • d) Passivlegitimation
  • e) Ersatzfähiger Schaden
  • 5. Haftung gem. § 826 BGB
  • 6. Dritthaftung, insbesondere der Wirtschaftsprüfer
  • IV. Haftung bei fehlerhafter freiwilliger Publizität
  • 1. Haftung gem. §§ 37b, 37c WpHG analog
  • 2. Haftung gem. § 823 Abs. 2 BGB i. V. m. § 400 AktG
  • 3. Haftung gem. § 826 BGB
  • 4. Bürgerlich-rechtliche Prospekthaftung
  • 5. Haftung aus § 311 Abs. 2, 3 BGB, culpa in contrahendo
  • V. Ausgewählte Reformvorschläge
  • 1. Regierungskommission Corporate Governance 2001
  • 2. 64. Deutscher Juristentag 2002
  • 3. Der Diskussionsentwurf für ein Kapitalmarktinformationshaftungsgesetz, 2004
  • 4. Keine Folgerungen für die Teilnehmerhaftung
  • VI. Gegenwärtige und künftige Einflüsse des Europarechts
  • D. Zusammenfassung
  • Kapitel 2 - Zivilrechtliche Haftung von Sekundärakteuren bei fehlerhafter Kapitalmarktinformation im US-amerikanischen Recht
  • A. Einzelstaatliche Blue Sky Laws vs. Bundesrecht
  • B. Haftung von Sekundärakteuren nach dem Securities Act 1933
  • I. Haftung nach sec. 12(a) Securities Act 1933
  • 1. Allgemeine Haftungsvoraussetzungen
  • 2. Keine Anwendbarkeit am Sekundärmarkt
  • 3. Anwendbarkeit gegenüber Sekundärakteuren
  • 4. Ergebnis
  • II. Haftung nach sec. 11 Securities Act 1933
  • 1. Sachlicher Anwendungsbereich
  • 2. Anspruchsverpflichtete
  • 3. Anwendbarkeit auf Sekundärakteure?
  • III. Statutarische Haftungserweiterungen auf Sekundärakteure
  • 1. Controlling person liability nach sec. 15(a) SA 1933
  • 2. Aiding and abetting liability nach sec. 15(b) SA 1933
  • IV. Zusammenfassung
  • C. Haftung von Sekundärakteuren nach dem Securities Exchange Act 1934
  • I. Zentrale Anspruchsgrundlage: sec. 10(b) SEA 1934 i. V. m. SEC Rule 10b-5
  • 1. Konstruktion als flexible "catch-all clause"
  • 2. Zusammenspiel von Gesetzesnorm und SEC Rule
  • 3. Anspruchsvoraussetzungen
  • a) Fehldarstellung: making of a material misrepresentation or omission
  • aa) Gehalt des "to make" a misrepresentation
  • bb) Wesentlichkeit, materiality
  • cc) Behandlung des Unterlassens: omission
  • dd) Prognosen
  • b) Verschuldensmaßstab: scienter
  • c) Transaktionserfordernis: in connection with a purchase or sale of a security
  • d) Haftungsbegründende Kausalität: reliance
  • aa) Vertrauen auf pflichtwidriges Unterlassen?
  • bb) Anerkennung der fraud on the market theory
  • cc) Anwendungsvoraussetzungen der fraud on the market theory
  • dd) Aktuelle Kritik am reliance-Erfordernis
  • e) Schaden, economic loss und haftungsausfüllende Kausalität, loss causation
  • 4. Sec. 10(b) SEA 1934 und private enforcement
  • a) Anerkennung des implied private right of action durch den Supreme Court
  • b) Missbrauchsrisiken
  • aa) Reaktionen des Gesetzgebers
  • bb) Gesinnungswandel des Supreme Court
  • cc) Position der SEC
  • c) Aktuelle Strömungen
  • II. Entwicklung der Haftung von Sekundärakteuren bis 1994
  • 1. Ausgangslage
  • 2. Anspruchsvoraussetzungen für eine Haftung wegen aiding and abetting
  • a) Vorliegen einer Primärverletzung
  • b) Kenntnis des Sekundärakteurs von der Verletzung, knowledge/awareness
  • aa) Begriffsklärung
  • bb) General awareness/knowledge von der Primärverletzung
  • cc) Praktische Relevanz der Problematik
  • c) Vorsätzliche Gehilfenhandlung: knowing and substantial assistance
  • aa) Objektive Komponente: substantial assistance
  • bb) Subjektive Komponente: knowing participation
  • (1) Implikationen aus Ernst & Ernst v. Hochfelder
  • (2) Differenzierungsansätze der Folgerechtsprechung
  • cc) Behandlung des Unterlassens
  • dd) Kausalitätserfordernis?
  • d) Zusammenfassung: aiding and abetting liability bis 1994
  • 3. Weitere Konzepte zur derivativen Haftung von Sekundärakteuren
  • a) Conspiracy liability
  • b) Respondeat superior (agency) und controlling person liability
  • aa) Anwendungsbereich
  • bb) Anwendbarkeit von respondeat superior neben sec. 20(a) SEA 1934?
  • 4. Private enforcement bis 1994
  • 5. Reservation der Frage durch den Supreme Court - beredtes Schweigen?
  • III. Die "Central Bank"-Entscheidung des Supreme Court (1994)
  • 1. Sachverhalt
  • 2. Verfahrensgang
  • 3. Entscheidung
  • a) Wortlautanalyse
  • b) Systematisches Argument
  • c) Intention des historischen Gesetzgebers der Kapitalmarktgesetze
  • d) Gesetzgebungshistorie seit Inkrafttreten der Kapitalmarktgesetze
  • e) Policy-Erwägungen, Schutzzweck der Norm
  • f) Drohender Wertungswiderspruch zum Strafrecht
  • 4. Dissenting opinion
  • 5. Kritik
  • a) Methodische Einwände
  • b) Fehlinterpretation des historischen Gesetzgebers
  • c) Einseitige und überproportionale Berücksichtigung von policy-Argumenten
  • 6. Folgenbetrachtung
  • IV. Private Securities Litigation Reform Act von 1995
  • 1. Schaffung von sec. 20(f) SEA 1934 - liability of those who aid and abet
  • 2. Verschärfung der Beibringungslast
  • a) Making of an untrue statement or fact bzw. omission
  • b) Defendant's mental state
  • c) Economic loss und loss causation
  • 3. Begrenzung der joint and several liability auf vorsätzliches Handeln
  • V. Lösungen der Courts of Appeal in den verschiedenen Circuits
  • 1. Bright Line Test/Attribution Test
  • 2. Substantial Participation Test
  • 3. Co-Author Standard/Creator Standard
  • 4. Scheme Liability
  • VI. Die "Stoneridge"-Entscheidung des Supreme Court (2008)
  • 1. Sachverhalt und Verfahrensgang
  • 2. Problemstellung
  • 3. Entscheidung
  • 4. Dissenting opinion
  • 5. Reaktionen aus dem Schrifttum
  • 6. Auswirkungen
  • 7. Verarbeitung in der Folgerechtsprechung
  • VII. Aufkommen der Implied Statement Theory
  • VIII. Die "Janus"-Entscheidung des Supreme Court (2011)
  • 1. Sachverhalt und Verfahrensgang
  • 2. Problemstellung
  • 3. Entscheidung
  • 4. Dissenting opinion
  • 5. Reaktionen aus dem Schrifttum
  • 6. Auswirkungen
  • IX. Aktuelle Rechtslage
  • 1. Vertane Chancen? Jüngere Gesetzgebungsinitiativen
  • a) Gesetzesentwürfe zur Etablierung einer private aiding and abetting liability
  • aa) Liability for Aiding and Abetting Securities Violations Act of 2009
  • (1) Stellungnahmen gegen den Entwurf
  • (2) Stellungnahmen zugunsten des Entwurfs
  • bb) Resultate der Anhörung
  • b) Aiding and abetting liability im Dodd-Frank Act 2010
  • 2. Gutachten des Government Accountability Office infolge des Dodd-Frank Act
  • 3. Handlungsmöglichkeiten der SEC, des Department of Justice und privater Geschädigter
  • 4. Reformanregungen aus dem Schrifttum
  • X. Eigene Stellungnahme
  • D. Ergebnisse der Untersuchung des US-amerikanischen Rechts
  • Kapitel 3 - Lösungen im deutschen Recht de lege lata
  • A. Vertragliche und quasivertragliche Ansätze
  • I. Vertragsrechtliche Dritthaftung am Primärmarkt
  • 1. Haftung nach §§ 311 Abs. 2, 3, 241 Abs. 2, 280 Abs. 1 BGB
  • a) Entwicklungsstand der bürgerlich-rechtlichen Prospekthaftung
  • b) Ablehnung darüber hinausgehender Erweiterungen
  • aa) Sperrwirkung der Prospekthaftungstatbestände
  • bb) Fehlendes Näheverhältnis
  • cc) Zwischenergebnis
  • 2. Vertrag mit Schutzwirkung zugunsten Dritter
  • a) Voraussetzungen der Einbeziehung
  • aa) Leistungsnähe des Dritten
  • bb) Einbeziehungsinteresse (Gläubigernähe)
  • cc) Erkennbarkeit
  • dd) Schutzbedürftigkeit des Dritten
  • b) Dritthaftung des Wirtschaftsprüfers für das Pflichttestat
  • aa) Anwendbarkeit
  • bb) Leistungsnähe und Einbeziehungsinteresse
  • cc) Erkennbarkeit
  • dd) Schutzbedürftigkeit des Dritten
  • ee) Zwischenergebnis
  • c) Kritik aus der Literatur
  • d) Keine Dritthaftung anderer Sekundärakteure
  • 3. Ergebnis
  • II. Vertragsrechtliche Dritthaftung am Sekundärmarkt
  • 1. Haftung nach §§ 311 Abs. 2, 3, 241 Abs. 2, 280 Abs. 1 BGB
  • 2. Bürgerlich-rechtliche Prospekthaftung
  • 3. Vertrag mit Schutzwirkung zugunsten Dritter
  • 4. Ergebnis
  • B. Anknüpfungspunkt: § 830 Abs. 1 S. 1, Abs. 2 BGB
  • I. Regelungsgegenstand
  • II. Ratio der Vorschrift
  • III. Die verschiedenen Beteiligungsformen
  • 1. Mittäterschaft
  • a) Vorsätzliches Zusammenwirken
  • b) Objektive Mitwirkungshandlung
  • c) Nachrangige Bedeutung für die vorliegende Untersuchung
  • 2. Beihilfe
  • a) Gehilfenhandlung: Vorsätzliche Förderung einer vorsätzlichen Haupttat
  • aa) Abkehr vom Vorsatzerfordernis beim Gehilfen?
  • bb) Abkehr vom Erfordernis einer vorsätzlichen Haupttat?
  • cc) Insbesondere: Beihilfe zur fahrlässigen Insolvenzverschleppung
  • dd) Stellungnahme zum Vorsatzerfordernis
  • (1) Argument der Einheit der Rechtsordnung
  • (2) Historisches Argument
  • (3) Systematisches Argument
  • (4) Teleologische Erwägungen, ratio legis
  • (5) Ergebnis
  • b) Einwand fehlender Kausalität der Beihilfehandlung?
  • aa) Präzisierung der Anknüpfungspunkte
  • bb) Analyse des Meinungsstandes
  • cc) Stellungnahme
  • c) Sonderproblematik der "neutralen Beihilfe"
  • aa) Leitlinien der strafrechtlichen Rechtsprechung
  • bb) Übertragbarkeit auf § 830 Abs. 1 S. 1, Abs. 2 BGB
  • cc) Stellungnahme
  • 3. Anstiftung
  • a) Hervorrufen des Tatentschlusses
  • aa) Hervorrufen: Kausalität der Einwirkung für den Entschluss
  • bb) Tatentschluss: Erfordernis einer vorsätzlichen Haupttat
  • b) Vorsatz des Anstifters, Ablehnung der "fahrlässigen Anstiftung"
  • aa) Schutzzweck und ratio legis des § 830 Abs. 1 S. 1, Abs. 2 BGB
  • bb) Unvereinbarkeit mit dem Wesen der Anstiftung
  • IV. Rechtsfolge
  • C. Anwendbarkeit von § 830 Abs. 1 S. 1, Abs. 2 BGB im Kapitalmarktrecht
  • I. Europarechtliche Zulässigkeit
  • 1. Gegenwärtig
  • 2. Jüngste Reformen
  • II. Entwicklung der maßgeblichen Kriterien
  • 1. Begrenzte Leistungsfähigkeit der herkömmlichen Abgrenzung
  • 2. Auslegung des Anwendungsbereichs von § 830 Abs. 1 S. 1, Abs. 2 BGB
  • a) Wortlaut
  • b) Systematik
  • c) Gesetzeshistorie
  • d) Teleologische Erwägungen
  • e) Ergebnis
  • 3. Vorzüge einer funktionalen Betrachtung
  • a) Entfaltung der zu berücksichtigenden Kriterien und Wertungen
  • b) Erste Erkenntnisse aus dem Rechtsvergleich
  • aa) Grundsätzliches
  • bb) Insbesondere: Missbrauchsrisiko
  • 4. Methodische Verortung: direkte Anwendbarkeit
  • 5. Alternativ: analoge Anwendung
  • 6. Ergebnis
  • III. Teilnehmerhaftung nach § 830 Abs. 1 S. 1, Abs. 2 BGB am Primärmarkt
  • 1. Keine Anwendung auf die Prospekthaftungstatbestände
  • a) Bürgerlich-rechtliche Prospekthaftung
  • b) Kodifizierte Prospekthaftung
  • 2. Ausnahmen
  • a) Teilnehmerhaftung im Rahmen von § 306 KAGB
  • b) Verstoß gegen drittschützende Strafgesetze
  • 3. Implikationen aus dem Rechtsvergleich
  • 4. Ergebnis
  • IV. Teilnehmerhaftung nach § 830 Abs. 1 S. 1, Abs. 2 BGB am Sekundärmarkt
  • 1. Ad-hoc-Publizität
  • a) Keine abschließende Regelung
  • b) Funktionale Analyse
  • c) Alternative Begründungsansätze
  • aa) Deliktische Qualifikation der Haftung bei fehlerhafter Ad-hoc-Publizität
  • (1) Argumente für eine deliktsrechtliche Einordnung
  • (2) Hinweise aus der Rechtsprechung
  • (3) Zwischenergebnis
  • bb) Hilfsweise: Analogie
  • d) Diskussion möglicher Einwände
  • aa) Rechtsnatur der Haftung bei fehlerhafter Ad-hoc- Publizität
  • bb) Konflikt zum Anwendungsbereich des § 15 Abs. 1 WpHG
  • cc) Gesellschaftsrechtliche Einwände
  • dd) Wertungsparallele zur spezialgesetzlichen Prospekthaftung
  • ee) Divergierende Verschuldensmaßstäbe
  • e) Ergebnis
  • 2. Regelpublizität
  • a) Keine abschließende Regelung
  • b) Funktionale Analyse
  • c) Ergebnis
  • 3. Freiwillige Marktkommunikation
  • a) Keine abschließende Regelung
  • b) Funktionale Analyse
  • c) Ergebnis
  • V. Zwischenergebnis
  • D. Ausgewählte Anspruchsgrundlagen
  • I. §§ 37b, 37c WpHG i. V. m. § 830 Abs. 1 S. 1, Abs. 2 BGB
  • 1. Voraussetzungen
  • a) Anspruch aus vorsätzlich verwirklichter Haupttat
  • b) Tauglicher Teilnehmer
  • c) Vorsätzliche Beteiligung
  • d) Kein Auftreten nach außen erforderlich
  • 2. Rechtsfolge
  • a) Grundsatz: Gesamtschuld
  • b) Einschränkung bei fehlender Kausalität der geleisteten Beihilfe?
  • 3. Vorzüge dieser Lösung gegenüber einem Abstellen auf § 826 BGB
  • a) Sittenwidrigkeitsverdikt
  • b) Haftungsbegründende Kausalität
  • II. §§ 823 Abs. 2, 830 Abs. 1 S. 1, Abs. 2 BGB i. V. m. §§ 37v, 37w, 37x WpHG
  • 1. Anspruchsvoraussetzungen
  • a) Vorsätzlicher Normverstoß
  • b) Tauglicher Teilnehmer
  • c) Vorsätzliche Teilnahmehandlung
  • d) Kein Auftreten nach außen notwendig, kein Einwand fehlender Kausalität
  • 2. Rechtsfolge
  • 3. Vorzüge dieser Lösung gegenüber einem Abstellen auf § 826 BGB
  • III. Übergreifend anwendbare, genuin deliktsrechtliche Anspruchsgrundlagen
  • 1. §§ 826, 830 Abs. 1 S. 1, Abs. 2 BGB
  • a) Voraussetzungen
  • b) Erfasste Akteure
  • c) Rechtsfolge
  • d) Anwendungsbeispiel
  • 2. § 826 BGB
  • a) Voraussetzungen
  • b) Rechtsfolge
  • c) Begrenzte Bedeutung für die Rechtsrealität
  • 3. §§ 823 Abs. 2, 830 Abs. 1 S. 1, Abs. 2 BGB i. V. m. Schutzgesetzen
  • IV. Teilnehmerhaftung am Primärmarkt
  • 1. Teilnehmerhaftung nach dem Kapitalanlagegesetzbuch
  • 2. Haftung bei Teilnahme an Verletzung drittschützender Strafnorm
  • E. Ergebnisse der Untersuchung des deutschen Rechts
  • Kapitel 4 - Vergleichende Gegenüberstellung der Ergebnisse
  • A. Teilnehmerhaftung am Primärmarkt
  • B. Teilnehmerhaftung am Sekundärmarkt
  • C. Schlussfolgerungen und Empfehlungen de lege ferenda
  • Literaturverzeichnis
  • Verzeichnis der zitierten US-amerikanischen Rechtsprechung
  • US Supreme Court
  • Bundesappellationsgerichte (Circuit Courts of Appeal)
  • Bundesgerichte erster Instanz (Circuit Courts)
  • Gliedstaatliche Gerichte
  • Sachverzeichnis
DNB DDC Sachgruppen

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Das Dateiformat PDF zeigt auf jeder Hardware eine Buchseite stets identisch an. Daher ist eine PDF auch für ein komplexes Layout geeignet, wie es bei Lehr- und Fachbüchern verwendet wird (Bilder, Tabellen, Spalten, Fußnoten). Bei kleinen Displays von E-Readern oder Smartphones sind PDF leider eher nervig, weil zu viel Scrollen notwendig ist. Mit Adobe-DRM wird hier ein "harter" Kopierschutz verwendet. Wenn die notwendigen Voraussetzungen nicht vorliegen, können Sie das E-Book leider nicht öffnen. Daher müssen Sie bereits vor dem Download Ihre Lese-Hardware vorbereiten.

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