Seelsorge für Menschen mit Demenz

Praktisch-theologische Perspektiven im Kontext von spiritueller Begleitung
 
 
Kohlhammer (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 9. Juni 2020
  • |
  • 222 Seiten
 
E-Book | PDF mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-17-038927-4 (ISBN)
 
Welchen Beitrag kann christliche Seelsorge zur Begleitung von Menschen mit Demenz leisten? Das Gespräch als zentrales Medium stößt bei Menschen mit fortgeschrittener Demenz an Grenzen. In der aktuellen interdisziplinären Diskussion um die Begleitung von Menschen mit Demenz geht es jedoch nicht nur um kommunikative Konzepte, sondern vielfach um die Arbeit an Demenzbildern. Gängige defizitäre Demenzbilder, die ausschließlich von einem negativen Verlauf sprechen, werden zunehmend hinterfragt. Seelsorge kann einen relevanten Beitrag zur spirituellen Begleitung leisten, wenn sie theologisch über das Leben nachdenkt.
Neben theoretischen Auseinandersetzungen mit aktueller demenzbezogener Forschung aus Medizin, Psychologie und Theologie bietet der Band konkrete Anregungen und Modelle für Seelsorgende, die Menschen mit Demenz begleiten. Am Beispiel einer Institution wird aufgezeigt, was die spezialisierte Seelsorge für Menschen mit Demenz auf praktischer Ebene vermag.
  • Deutsch
  • Stuttgart
  • |
  • Deutschland
  • 2,32 MB
978-3-17-038927-4 (9783170389274)
weitere Ausgaben werden ermittelt
Dr. Lukas Stuck ist Studienleiter des Weiterbildungsstudiengangs "Altersseelsorge in Heimen und Gemeinden" an der Universität Bern und Gemeindepfarrer.
1 - Deckblatt [Seite 1]
2 - Titelseite [Seite 4]
3 - Impressum [Seite 5]
4 - Inhalt [Seite 6]
5 - Danksagung [Seite 11]
6 - 1 Einleitung [Seite 12]
6.1 - 1.1 Thema und Fragestellung [Seite 12]
6.2 - 1.2 Begriffsklärung [Seite 14]
6.2.1 - 1.2.1 Demenz [Seite 14]
6.2.2 - 1.2.2 Spirituelle Begleitung [Seite 18]
6.2.3 - 1.2.3 Spiritual Care [Seite 19]
6.2.4 - 1.2.4 Seelsorge [Seite 22]
6.2.5 - 1.2.5 Das Verhältnis von Spiritual Care und Seelsorge [Seite 24]
6.3 - 1.3 Zielsetzung [Seite 27]
6.4 - 1.4 Aufbau der Arbeit [Seite 29]
6.5 - 1.5 Methodik [Seite 31]
6.5.1 - 1.5.1 Interdisziplinarität der Praktischen Theologie [Seite 32]
6.5.2 - 1.5.2 Praktische Theologie als Deutekunst [Seite 32]
7 - 2 Forschungsstand [Seite 35]
7.1 - 2.1 Medizinische Aspekte [Seite 35]
7.1.1 - 2.1.1 Studien zu Spiritualität von Menschen mit Demenz [Seite 35]
7.1.2 - 2.1.2 Studien zu Spiritualität von Angehörigen von Menschen mit Demenz [Seite 37]
7.1.3 - 2.1.3 Die Nonnenstudie [Seite 37]
7.2 - 2.2 Psychologisch-systemische Perspektiven [Seite 39]
7.2.1 - 2.2.1 Die Doppelbotschaft der Demenz [Seite 39]
7.2.2 - 2.2.2 Der uneindeutige Verlust [Seite 41]
7.2.3 - 2.2.3 Dissoziatives Erleben [Seite 46]
7.3 - 2.3 Theologische Studien [Seite 50]
7.3.1 - 2.3.1 Demenz als Thema in der Praktischen Theologie [Seite 51]
7.3.2 - 2.3.2 Modelle seelsorglicher Begleitung [Seite 53]
7.3.3 - 2.3.3 Spirituelle Begleitung und Spiritual Care [Seite 56]
7.3.4 - 2.3.4 Demenz als "theologische Krankheit" [Seite 58]
7.3.5 - 2.3.5 Theologische Wiederbeschreibung von Demenz [Seite 61]
8 - 3 Reframing von Demenz [Seite 67]
8.1 - 3.1 Reframing und systemische Seelsorge [Seite 69]
8.2 - 3.2 Andere Demenzbilder in Medizin, Psychologie und Kunst [Seite 71]
8.2.1 - 3.2.1 Neue Demenzbilder in der Medizin [Seite 73]
8.2.2 - 3.2.2 Demenzbilder in der Psychologie am Beispiel des personenzentrierten Ansatzes [Seite 75]
8.2.3 - 3.2.3 Demenzbilder in Film und Literatur [Seite 77]
8.3 - 3.3 Reframing als theologischer Auftrag in der Demenzdebatte [Seite 78]
8.3.1 - 3.3.1 Die diakonisch-prophetische Dimension von Seelsorge [Seite 78]
8.3.2 - 3.3.2 Reframing und Interdisziplinarität [Seite 79]
8.4 - 3.4 Grundlegung einer biblischen Hermeneutik mit der Option für Menschen mit Demenz [Seite 82]
8.4.1 - 3.4.1 Ein narrativer hermeneutischer Ansatz [Seite 83]
8.4.2 - 3.4.2 Option für Menschen mit Demenz als hermeneutisches Kriterium [Seite 86]
9 - 4 Biblisch-theologische Perspektiven [Seite 88]
9.1 - 4.1 Perspektive der Erinnerung [Seite 89]
9.1.1 - 4.1.1 Wahrnehmungskunst: Gedächtnisverlust und die Debatte um den assistierten Suizid [Seite 90]
9.1.2 - 4.1.2 Reflexionskunst: Erinnerungskultur und Gedächtnisverlust [Seite 91]
9.1.3 - 4.1.3 Gestaltungskunst: Anamnetische Praxis [Seite 96]
9.2 - 4.2 Perspektive der Würde [Seite 104]
9.2.1 - 4.2.1 Wahrnehmungskunst: Demenz und Würde - mehr als eine ethische Debatte [Seite 104]
9.2.2 - 4.2.2 Reflexionskunst: Würde aufgrund der Gottesebenbildlichkeit [Seite 106]
9.2.3 - 4.2.3 Gestaltungskunst: Würdiges Leben und Sterben [Seite 109]
9.3 - 4.3 Perspektive der Beziehung [Seite 111]
9.3.1 - 4.3.1 Wahrnehmungskunst: Beziehungen am Beispiel von pflegenden Angehörigen [Seite 112]
9.3.2 - 4.3.2 Reflexionskunst: Relationale Theologie und Pflegepraxis [Seite 115]
9.3.3 - 4.3.3 Gestaltungskunst: Seelsorge für Angehörige von Menschen mit Demenz [Seite 117]
9.4 - 4.4 Perspektive der Fragmentarität [Seite 117]
9.4.1 - 4.4.1 Wahrnehmungskunst: Das "Demenz-Gefängnis" [Seite 118]
9.4.2 - 4.4.2 Reflexionskunst: Die Hiobgeschichte - Leben mit Total Pain [Seite 121]
9.4.3 - 4.4.3 Gestaltungskunst: Das Potenzial des Schweigens, der Musik und der Klage [Seite 126]
9.5 - 4.5 Perspektive der Ambivalenz [Seite 127]
9.5.1 - 4.5.1 Wahrnehmungskunst: Ambivalenz am Beispiel von "Still Alice" [Seite 127]
9.5.2 - 4.5.2 Reflexionskunst: Die Emmausgeschichte - leben mit Uneindeutigkeit [Seite 130]
9.5.3 - 4.5.3 Gestaltungskunst: Kairotische Momente in der Uneindeutigkeit [Seite 134]
9.6 - 4.6 Perspektive des Exils [Seite 135]
9.6.1 - 4.6.1 Wahrnehmungskunst: "Der alte König in seinem Exil" [Seite 135]
9.6.2 - 4.6.2 Reflexionskunst: Theologie des Exils und der Heimat [Seite 140]
9.6.3 - 4.6.3 Gestaltungskunst: Rituale und Ritualisierungen als Zufluchtsorte [Seite 141]
9.7 - 4.7 Gender-Perspektive [Seite 144]
9.7.1 - 4.7.1 Genderspezifische Wahrnehmung der Demenz [Seite 144]
9.7.2 - 4.7.2 Reflexionskunst: Sexualität als Irritation. Eine kritische Betrachtung mit Simone de Beauvoir [Seite 146]
9.7.3 - 4.7.3 Gestaltungskunst: Leibsorge [Seite 148]
10 - 5 Fallstudie [Seite 150]
10.1 - 5.1 Fragestellung und Methodik [Seite 150]
10.2 - 5.2 Das Untersuchungsfeld: Die Best-Practice- Pflegeeinrichtung (BPP) [Seite 153]
10.2.1 - 5.2.1 Auswahl der Pflegeeinrichtung [Seite 153]
10.2.2 - 5.2.2 Beschreibung der Best-Practice-Pflegeeinrichtung (BPP) [Seite 154]
10.2.3 - 5.2.3 Beschreibung der Seelsorge [Seite 156]
10.3 - 5.3 Erster Feldzugang (2009): Die Seelsorge im System [Seite 160]
10.3.1 - 5.3.1 Umgang mit Menschen mit Demenz [Seite 161]
10.3.2 - 5.3.2 Der Beitrag der Seelsorge [Seite 163]
10.3.3 - 5.3.3 Vernetzung [Seite 167]
10.3.4 - 5.3.4 Schuld und Versagen - die Angehörigen wahrnehmen [Seite 170]
10.3.5 - 5.3.5 Gottesdienste, Gedenkfeiern und Beerdigungen [Seite 173]
10.3.6 - 5.3.6 Erwartungen an die Seelsorge [Seite 175]
10.4 - 5.4 Zweiter Feldzugang (2015): Spirituelle Begleitung am Beispiel von Abendritualen [Seite 176]
10.4.1 - 5.4.1 Episoden und Sequenzen von Abendritualen [Seite 178]
10.4.2 - 5.4.2 Wie Pflegefachpersonen und Menschen mit Demenz Rituale kreieren [Seite 182]
10.4.3 - 5.4.3 Spiritualität und Religiosität [Seite 185]
10.4.4 - 5.4.4 Rolle der Seelsorge bei Ritualen und Ritualisierungen [Seite 187]
10.5 - 5.5 Spezifische Gottesdienste [Seite 189]
11 - 6 Fazit [Seite 193]
11.1 - 6.1 Wahrnehmungskunst [Seite 194]
11.2 - 6.2 Reflexionskunst [Seite 198]
11.3 - 6.3 Gestaltungskunst [Seite 200]
12 - Abbildungsverzeichnis [Seite 204]
13 - Tabellenverzeichnis [Seite 204]
14 - Literatur [Seite 205]
15 - Übrige Quellen [Seite 220]
15.1 - Schriftliche Quellen [Seite 220]
15.2 - Mündliche Quellen [Seite 220]
16 - Anhang [Seite 221]
16.1 - Leitfaden Interviews erster Feldzugang [Seite 221]
16.2 - Leitfaden Interviews zweiter Feldzugang [Seite 222]

Dateiformat: PDF
Kopierschutz: Wasserzeichen-DRM (Digital Rights Management)

Systemvoraussetzungen:

Computer (Windows; MacOS X; Linux): Verwenden Sie zum Lesen die kostenlose Software Adobe Reader, Adobe Digital Editions oder einen anderen PDF-Viewer Ihrer Wahl (siehe E-Book Hilfe).

Tablet/Smartphone (Android; iOS): Installieren Sie die kostenlose App Adobe Digital Editions oder eine andere Lese-App für E-Books, z.B. PocketBook (siehe E-Book Hilfe).

E-Book-Reader: Bookeen, Kobo, Pocketbook, Sony, Tolino u.v.a.m. (nur bedingt: Kindle)

Das Dateiformat PDF zeigt auf jeder Hardware eine Buchseite stets identisch an. Daher ist eine PDF auch für ein komplexes Layout geeignet, wie es bei Lehr- und Fachbüchern verwendet wird (Bilder, Tabellen, Spalten, Fußnoten). Bei kleinen Displays von E-Readern oder Smartphones sind PDF leider eher nervig, weil zu viel Scrollen notwendig ist. Mit Wasserzeichen-DRM wird hier ein "weicher" Kopierschutz verwendet. Daher ist technisch zwar alles möglich - sogar eine unzulässige Weitergabe. Aber an sichtbaren und unsichtbaren Stellen wird der Käufer des E-Books als Wasserzeichen hinterlegt, sodass im Falle eines Missbrauchs die Spur zurückverfolgt werden kann.

Weitere Informationen finden Sie in unserer E-Book Hilfe.


Als Download verfügbar

25,99 €
inkl. 7% MwSt.
E-Book Einzellizenz
PDF mit Wasserzeichen-DRM
siehe Systemvoraussetzungen
E-Book bestellen