Das dritte Dreieck - Mörderische Bedrohung

 
 
TWENTYSIX (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 21. April 2020
  • |
  • 432 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7407-4025-2 (ISBN)
 
Auf einer Hochgeschwindigkeitsbahnstrecke rasen zwei Züge mit ungebremsten 280 km/h ineinander. Auf einer Volkskirmes stürzt ein großes Schnellfahrkarussell ungebremst zu Boden mit vielen Toten und zerstörten Schaustellerbuden und in Antwerpen rauben Diebe Juwelen im Millionenwert und keiner kann die unmaskierten Täter beschreiben.
Die sprunghafte Anhäufung unverständlicher und chaotischer Ereignisse, sowie nicht nachvollziehbarer Sabotagen mit vielen Toten, zwingt die Ermittlungsbehörden zu sofortigem Handeln und beendet jäh den Urlaub des Sonderermittlers Klaus Ritter.
Im Zuge seiner Recherchen muß Ritter feststellen, daß die bekannten Fälle nur die Spitze des Berges mysteriöser Unfälle darstellen und täglich neue hinzukommen die immer utopischere Ausmaße annehmen.
Seine Suche führt ihn rund um den Globus. Noch weiß er nicht, daß ihm die wichtigste Information fehlt:
Das dritte Dreieck.
Die Zeit drängt..... .
Die Rettung seines im Tschad, in der Wüste Sahara gestrandeten Kollegen hätte ihm einen ersten Hinweis geben können.
1. Auflage
  • Deutsch
  • 0,55 MB
978-3-7407-4025-2 (9783740740252)
weitere Ausgaben werden ermittelt
Geboren in der Nähe des niedersächsischen Hannover zog Georg P. Strangfeld schon in jungen Jahren nach Nordrhein-Westfalen.
Der gelernte Banker mit der Liebe für das Auslandsgeschäft, arbeitete in mehreren Städten NRWs und ließ sich jetzt inmitten des Ruhrgebietes nieder. Als passionierten Segler zog es ihn in seiner Freizeit auf das Mittelmeer entlang der europäischen Küsten bis hinunter in südliche türkische Gewässer. Heute schenkt er seine Freizeit dem rauheren Klima und den Wellen der Nordsee.

02


GOLF VON GUINEA /
AFRIKANISCHE ATLANTIKKÜSTE


Klaus Martens verließ den Niedergang und betrat das Deck des Achtzigmeter-Dreimastseglers African Rose.

Noch vor einem Jahr hätte er nicht geglaubt, jemals im Golf von Guinea, an der mittelafrikanischen Westküste seinen Urlaub zu verbringen. Und doch, der Glücksengel schüttete diesmal sein Füllhorn bei ihnen aus.

Auf der Ferien- und Freizeitmesse in Köln gewann er bei einem Preisausschreiben am Stand Äquatorialguineas einen Segeltörn für zwei Personen durch die Inselwelt Äquatorialguineas in der Bucht of Bonny Island.

Zum Gewinn gehörte der Hinflug ab Paris nach Bata, der Hauptstadt der äquatorialguineischen Festlandregion Mbini. Hier eingeschifft ging die Seereise nach Malabo an der Nordküste der Insel Bioko, der Hauptstadt von Äquatorialguinea, zur Insel Santo Antonio, nach Sao Tomé auf der Insel Sao Tomé und Príncipe, bis zur südlichsten Insel San Antonio de Pale mit Besuch des gleichnamigen Ortes.

Von San Antonio de Pale stachen sie am Morgen wieder in See zum letzten Törnabschnitt, zurück nach Bata. Ein wenig traurig blickte er auf das Meer, der Törn neigte sich langsam dem Ende entgegen.

Seine Frau schob ihn weiter um ebenfalls das Deck zu betreten.

»Wir sollten uns so langsam fertig machen, das Mittagessen wird gleich gereicht.«

»Schon wieder essen.«

Die African Rose bot reichhaltige und überraschend verschiedenartige Speisen. Auch waren die Urlauber begeistert über die Vielfalt der Früchte die zu jeder Mahlzeit gereicht wurden.

Nachmittag, ein Großteil der dreißig Passagiere lag in Liegestühlen und Sesseln auf dem Oberdeck. Wer 'Sonne pur' liebte hielt sich auf der Luvseite des Schiffes auf, Schattenliebhaber auf der Leeseite unter den Segeln. Neben dem leichten Knarren der Schoten und Falle des Schiffes herrschte vollkommene Ruhe an Bord.

Klaus Martens blickte erschreckt auf. Hatte er etwas Unnormales gehört?

Wieder ein Schlag der von der Bordwand kam. Jetzt wieder - und diesmal etwas lauter.

Stoßen wir irgendwo gegen, fragte er sich.

Er griff mit der rechten Hand nach dem Arm seiner neben ihm liegenden Frau. »Schatz, hast du das auch gehört?«

»Was meinst du?«

»Es schlägt etwas gegen die Bordwand«, antwortete er, stand auf und ging zur Reling.

Außenbords sah er nichts, aber dann erblickte er einen Hai der sich mit großer Geschwindigkeit dem Schiff näherte und ungebremst gegen die Außenwand prallte.

Diesmal rumste es lauter. Die African Rose kippte ein wenig zur Seite und schwang kurz nach. Ein Aufschrei unter den Passagieren, wer konnte sprang auf und ging zur Reling.

Eine dreißigjährige Frau zeigte auf den Hai. »War der das?«

Klaus Martens blickte sie an und nickte. »Ja, der kam mit Schwung und rammte uns ungebremst.«

»Hat der Sehstörungen oder ist der verwirrt im Kopf«, meinte ein junger Mann, »ich kann ihm ja mal meine Brille runter reichen.«

Die Frau zeigte wieder auf den Hai, diesmal angewidert.

»Hast du die blutroten Augen gesehen? Die machen mir Angst.«

»Blödsinn«, der junge Mann tippte sich an die Stirn, »erzähl nicht so einen Quatsch, ein Hai mit blutroten Augen.«

»Schau ihn dir doch mal genau an!«

Der Hai war verschwunden.

Sekunden später erzitterte das Schiff erneut, der Schlag vermittelte das Gefühl angehoben zu werden. Wer konnte hielt sich an der Reling fest, ein Junge im Alter von acht Jahren wäre beinahe über Bord gefallen.

Unversehens schnellte der Hai an der Bordwand hoch. Das Maul schnappt nur wenige Zentimeter am Kopf eines über Bord schauenden Mannes vorbei.

Die Frau flüsterte leise als würde sie zu sich selbst sprechen: »Ich habe doch gesagt, der hat rote Augen.«

Klaus Martens hielt seine Frau fester und zog sie von der Reling weg. «Hast du gesehen wie groß der ist?«

»Ja, der ist riesig groß.«

Blass im Gesicht blickte er zum Achterdeck, aber der Kapitän war nicht zu sehen, nur der Rudergänger.

»Der hat mehr als zehn Meter, hast du gesehen wie dick der war?« Elisabeth Martens stand geschockt neben ihrem Mann.

Ein älterer Herr gegenüber schüttelte den Kopf und schaute dabei Martens an. »Hätte der nicht diese markante Rückenflosse könnte man meinen das wäre ein Wal.«

Der Skipper sprang aus dem Niedergang und ging gemeinsam mit mehreren Crewmitgliedern zur Steuerbordseite um nach der Ursache der Schläge zu forschen. Über die Reling schauten sie ins Wasser, sahen aber nichts.

Nach einem weiteren Schlag gegen die Außenwand schoß ein Hai an der Bordwand hoch und erreichte mit der Hälfte seines Körpers die Relingoberkante. Als er zurück ins Wasser klatschte rauschte eine Woge Salzwasser über das Deck.

Selbst der Skipper erblasste. Seit über zwanzig Jahren fuhr er zur See, hatte aber noch nie erlebt, daß Haie Schiffe dieser Größenordnung angriffen.

»Keiner geht mehr zur Reling«, rief er laut, »wir müssen erst sehen was da los ist.«

Die Angst der Reisenden schlug in Panik um. Zudem ließ es sich ein älterer Mann nicht nehmen, eine Horrorgeschichte über Haie zu erzählen.

Eine seltsame Strahlung ging von den Tieren aus.

Martens meinte diese Strahlung in seinem Kopf deutlich zu spüren, aber was war das? Als wäre ein Block in seinem Gehirn der ihm etwas mitteilen wollte, ein Lockruf. Es fühlte sich an als würden die Signale sagen: Komm zu mir, komm!

Martens schüttelte den Kopf. »Spinn nicht rum, du hast nur Angst. Beruhige dich und überlege in Ruhe was zu tun ist.«

»Was sagst du?« Seine Frau sah ihn an.

»Nichts, Selbstgespräche.«

Er meinte dieser Block im Kopf würde schwerer.

Klaus Martens stand mit seiner Frau auf dem erhöhten Achterdeck und hielt sich mit einer Hand an der Brüstung fest.

Gezielt blickt er auf das Wasser und zwang sein Gehirn zur Konzentration. Der Bock verschwand.

Aus dem Megaphon der Brücke schallte es laut: »Achtung, halten sie sich irgendwo fest, schauen sie nicht über die Reling!«

Aha, Martens blickte zum Kapitän der das Megaphon immer noch in der Hand hielt.

Der hat es also auch gefühlt.

Der Junge riß sich von der Hand seiner Mutter los, rannte nach Backbord und blickte nach unten ins Wasser. Sein junges Gehirn schien sich gegen die Lockrufe nicht wehren zu können.

Erschreckt schrie die Mutter auf und rannte hinter ihm her um ihn zurück zu holen, mußte aber aus direkter Nähe zusehen wie sich die Zähne des Hai in den Hals des Jungen gruben und ihn in die Tiefe des Meeres zogen.

Innerhalb von Sekunden stürzten sich drei weitere Haie auf das Kind. Das von den wirbelnden Tieren aufgeschäumte Wasser färbte sich rot.

Der Körper des Jungen ward nicht mehr gesehen.

Ihr grellender Schrei hallte über das Schiff, als sie sah was mit ihrem Sohn geschah. Sie sank in die Knie und blickte auf das Wasser. Ständig wiederholte sie den Namen ihres Jungen. Sie schrie ihn laut vor sich hin.

Vom Schock des grausamen Anblicks hielten die Leute den Atem an.

Weitere Haie schlugen mit ihren Körpern gegen die Steuerbordseite des Schiffes und wieder schossen Haie an der Bordwand hoch. Abermals fragte sich Martens: 'Ist es möglich, daß diese Tiere denken können?'

Ein Hubschrauber näherte sich von Osten und verharrte einen Kilometer entfernt in der Luft. Wer konnte blickte in die Richtung.

Brachte der Hilfe?

Eine Seitentür des Hubschraubers öffnete sich und ein längliches Teil fiel ins Meer, gefolgt von noch weiteren.

Die Haie ließen vom Schiff ab und schwammen mit heftigen Schwanzschlägen in Richtung des Hubschraubers.

Eine ältere Dame kreischte laut: »Die füttern die Haie! Das sieht aus als würden sie Menschen ins Meer werfen.«

Sie deutete mit dem Arm auf den Hubschrauber. Martens Blick folgte ihrem Arm. Einige Frauen und Männer beugten sich über die Reling und erbrachen sich. Das Abklingen des Schocks und der Blick auf den Hubschrauber schlugen auf ihre Mägen.

Einer reagiert sofort und angemessen, der Skipper.

»Segel dicht holen, Maschine an und volle Kraft voraus. Seegebiet schnellstmöglich verlassen!«

Und noch einer reagierte ohne Hektik. Der diensthabende Brückenoffizier stand neben dem Rudergänger und sah durch sein Fernglas, drehte sich zum Skipper und nickte.

»Menschen?«

Wieder nickte er.

Zwei ältere Frauen begleiteten die junge Mutter, deren Kind vom Hai gefressen wurde, unter Deck. Sie weinte lauthals und zitterte am gesamten Körper. Wie es hieß habe sie dort der Schiffsarzt mit...

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