Der Kampf um den Staatsvertrag 1945-1955

Ost-West-Besetzung, Staatsvertrag und Neutralität Österreichs
 
 
Böhlau Verlag GmbH & Co. KG
  • 6. Auflage
  • |
  • erschienen am 5. Oktober 2020
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  • 844 Seiten
 
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978-3-205-21183-9 (ISBN)
 

Dieses Buch gilt seit langem als das Standardwerk zur Entstehungsgeschichte des Staatsvertrags vom 15. Mai 1955. Der Vertrag hat zehn Jahre nach der Proklamation von Österreichs Unabhängigkeit gemeinsam mit der Neutralitätserklärung zum Ende der Ost-West-Besetzung Österreichs geführt und Österreichs wirkliche Selbständigkeit errichtet.

Nunmehr präsentieren Gerald Stourzh und Mitautor Wolfgang Mueller, Professor für Russische Geschichte an der Universität Wien, das Werk in stark revidierter und neuerlich erweiterter Form, auch mit einem neuen Titel. Neu einbezogen wurden zahlreiche weitere Akten aus Moskauer Archiven wie dem Stalin- und dem Molotov-Nachlass und Fachliteratur der letzten Jahrzehnte. Damit konnten in früheren Auflagen offen gebliebene Fragen beantwortet werden. Kein anderes Werk zum Thema erreicht die Fülle des hier verarbeiteten Quellenmaterials.



Gerald Stourzh, geb. 1929 in Wien, emer. Professor für Geschichte der Neuzeit an der Universität Wien, wirkl. Mitglied d. Österr. Akademie der Wissenschaften (ÖAW). Zuvor Professor an der Freien Universität Berlin. Forschungstätigkeit an der University of Chicago, dem Institute for Advanced Study Princeton, sowie dem Churchill College, Universität Cambridge.
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  • 11,90 MB
978-3-205-21183-9 (9783205211839)
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  • Table of contents
  • Body
  • VORWORT
  • I. VORAUSSETZUNGEN UND VORBEREITUNGEN, 1943-1947
  • 1. Die Moskauer Erklärung über Österreich
  • die Pläne der Alliierten für die Nachkriegsordnung
  • 2. Die Zoneneinteilung Österreichs und das Erste Kontrollabkommen
  • die Potsdamer Konferenz und ihre Konsequenzen
  • 3. Die November-Wahlen 1945, erste Erwägungen und Schritte in Bezug auf den Österreich-Vertrag
  • das Zweite Kontrollabkommen
  • 4. Das Südtirol-Abkommen
  • österreichische Vorbereitungen für die Staatsvertragsverhandlungen
  • II. DIE VERHANDLUNGEN BEGINNEN, 1947
  • 1. Auftakt in London
  • die jugoslawischen Ansprüche
  • 2. Der Moskauer Außenministerrat 1947: jugoslawische Ansprüche und Deutsches Eigentum
  • 3. Österreich tritt dem Marshall-Plan bei
  • die Wiener Vertragskommission
  • III. DER PREIS DER FREIHEIT, 1947-1950
  • 1. Der "Cherrière-Plan", Oktober 1947-Februar 1948
  • 2. Die kommunistische Machtübernahme in der Tschechoslowakei, der Zusammenbruch der Vertragsverhandlungen und Pläne für Österreichs Teilung, Februar-Mai 1948
  • 3. Der Bruch zwischen Moskau und Belgrad - Ein neuer Beginn für die Vertragsverhandlungen und das Ende der jugoslawischen Gebietsforderungen gegen Österreich, Februar-Mai 1949
  • 4. Der Kompromiss von Paris, Mai-Juni 1949
  • 5. Die Entstehung des Minderheitenschutzartikels, Juli-August 1949
  • 6. Nochmals das Deutsche Eigentum
  • Truman setzt sich für einen raschen Vertragsabschluss ein, Juli-Oktober 1949
  • 7. Enttäuschte Hoffnungen, "Erbsenschulden" und die Triester Frage, Oktober 1949-Juli 1950
  • IV. VOM KALTEN KRIEG ZUM TAUWETTER, 1950-1953
  • 1. Spätstalinismus
  • 2. Der Kurzvertrag, die Stalin-Note und ein Appell an die Vereinten Nationen, 1951-1952
  • 3. Die "Militarisierung" des Kalten Krieges: Österreich als "geheimer Verbündeter" des Westens, 1951-1953
  • 4. Stalins Tod
  • Raabs neue Taktik
  • die guten Dienste Indiens, 1953
  • V. BÜNDNISLOSIGKEIT ALS BEDINGUNG DER FREIHEIT, 1953-1954
  • 1. Österreichische Überlegungen zur Neutralität, 1918-1938
  • 2. Überlegungen zu Blockfreiheit und Neutralität, 1945-1953
  • 3. Der sowjetische Standpunkt zur Neutralität, 1945-1953
  • 4. In Erwartung sowjetischer Neutralisierungspläne: Ein Vier-Mächte-Treffen wird vorbereitet, 1953
  • 5. Die Österreich-Frage in Berlin, Jänner-Februar 1954
  • 6. Auf der Suche nach Lösungen: Von Berlin zum "Mendès-France-Plan", März-Dezember 1954
  • VI. CHRUSCËV GEGEN MOLOTOV - DER GEWINNER IST ÖSTERREICH, FEBRUAR-APRIL 1955
  • 1. Molotovs Österreich-Erklärung vom 8. Februar 1955
  • 2. Die Sowjetnote vom 24. März und eine Einladung nach Moskau
  • 3. Die Sorgen des Westens
  • letzte Überlegungen vor der Moskau-Fahrt, März-April 1955
  • 4. Sowjetische Vorbereitungen
  • Chruscëv setzt sich gegen Molotov durch, März-April 1955
  • 5. Der erste Verhandlungstag in Moskau: Österreichische Streitigkeiten um Neutralität und Erdöl, April 1955
  • 6. Der entscheidende Durchbruch und das Moskauer Memorandum, April 1955
  • 7. Die sowjetische Österreich-Politik im Frühjahr 1955 und ihre Beweggründe: Reaktion auf die NATO-Erweiterung, "Modellfall" für Deutschland oder mehr?
  • VII. ÖSTERREICHS ANNUS MIRABILIS, MAI-DEZEMBER 1955
  • 1. Die Reaktionen auf die Moskauer Verhandlungen
  • 2. Die Botschafterkonferenz in Wien und zwei weitere Memoranden, 2.-13. Mai 1955
  • 3. Die Außenministerkonferenz in Wien und der Abschluss des Staatsvertrages, 14.-15. Mai 1955
  • 4. Intermezzo: Eine schwere Krise - die Regierung Adenauer und der Staatsvertrag, Mai-November 1955
  • 5. Die Staatsvertragsratifizierung, Restitutions- und Entschädigungsfragen, der Abzug der Besatzungsmächte und das US-Militärhilfsprogramm, Juni-Oktober 1955
  • 6. Die Erklärung der Neutralität und ihre Anerkennung, April-Dezember 1955
  • Artikel I
  • Artikel II
  • 7. Die Frage der Territorialgarantie und die Aufnahme in die Vereinten Nationen, April 1955-November 1956
  • VIII. SCHLUSSWORT: ÖSTERREICHS INTERNATIONALE POSITION 1945-1955. ALTERNATIVEN, OPTIONEN, DENKMODELLE
  • DOKUMENTENANHANG
  • 1. Moskauer Erklärung über Österreich, 1. November 1943
  • 2. Grundsätze für das weitere Vorgehen Österreichs, (17. März 1955)
  • I. Der Staatsvertrag ist trotz der enormen Hypotheken, die er Österreich auferlegt, auch mit seinem jetzigen Text zu unterzeichnen. - Dabei sollte österreichischerseits nichts unversucht gelassen werden, besonders drückende Bestimmungen des Staatsvertragsentwurfes einschliesslich des für Österreich kaum tragbaren 3. Absatzes der Präambel zu beseitigen
  • II. Österreich bringt seine Bereitschaft zum Ausdruck, seine Erklärung, keinen militärischen Bündnissen beizutreten und keine fremden militärischen Stützpunkte auf seinem Gebiet zuzulassen, in der von den vier Mächten insbesondere der Sowjetunion gewünschten Form zu wiederholen
  • III. Österreich wird sich im Sinne der sowjetischen Anregungen bemühen, eine Garantieerklärung der vier Grossmächte für seine Unabhängigkeit zu erlangen, die etwa lauten würde
  • 3. Josef Schöners Niederschrift über die Verhandlungen der österreichischen Regierungsdelegation in Moskau, 12.-14. April 1955
  • NIEDERSCHRIFT ÜBER DIE VERHANDLUNGEN EINER ÖSTERREICHISCHEN REGIERUNGSDELEGATION IN MOSKAU IM APRIL 1955
  • Erste Besprechung am 12. April 1[9]55, 15 Uhr, im Kreml zu Moskau
  • Zweite Besprechung am 13. April 1955, 11.05 Uhr, im Kreml zu Moskau
  • Fortsetzung der Besprechung am 13. April 1955 um 12.30 Uhr
  • Fortsetzung der Besprechung im Kreml am 13. April 1955 um 15.30 Uhr
  • Fortsetzung der Besprechungen im Kreml am 14. April 1955, um 11.05 Uhr
  • Fortsetzung der Besprechungen im Kreml am 14. April 1955, um 12.05 Uhr
  • 4. Memorandum über die Ergebnisse der Besprechungen zwischen der Regie-rungsdelegation der Republik Österreich und der Regierungsdelegation der Sowjetunion ("Moskauer Memorandum"), 15. April 1955
  • I.
  • II.
  • [III.]
  • Zur Übergabe der von der UdSSR in Österreich innegehabten Ölunternehmungen an Österreich
  • Zur Übergabe der Vermögenswerte der Donaudampfschiffahrtsgesellschaft im östlichen Österreich an Österreich
  • Zur Frage des Handels zwischen der Sowjetunion und Österreich
  • 5. Die mit den Westmächten vereinbarten Memoranden
  • a. Memorandum über die Ergebnisse der Besprechungen zwischen Mitgliedern der österreichischen Bundesregierung und den Botschaftern Ihrer Königlichen Britannischen Majestät und der Vereinigten Staaten von Amerika ("Wiener Memorandum"), 10. Mai 1955
  • I.
  • II.
  • Erklärung der österreichischen Bundesregierung vom 21. September 1949
  • Verbalnote vom 29. November 1949
  • Verbalnote vom 31. Juli 1951
  • b. Memorandum über die Ergebnisse der Besprechungen zwischen Mitgliedern der österreichischen Bundesregierung und dem Geschäftsträger der französischen Republik, 10. Mai 1955
  • 6. Der österreichische Staatsvertrag (Gegenüberstellung des Entwurfes zum Vertrag für die Wiederherstellung eines unabhängigen und demokratischen Österreich, Stand vom 24. April 1947, und des Staatsvertrages betreffend die Wiederherstellung eines unabhängigen und demokratischen Österreich, 15. Mai 1955)
  • 7. Texte zur "Obsoleterklärung" einiger Artikel des Staatsvertrages, November 1990
  • I. Mitteilung der österreichischen Bundesregierung betreffend einige Bestimmungen des Staatsvertrages vom 15. Mai 1955 von Wien (BGBl.1955/152) an die vier Signatarstaaten des Staatsvertrages samt Erläuterung, Wien, am 6. November 1990
  • II. Antworten der Signatarstaaten des österreichischen Staatsvertrages auf die österreichische Erklärung
  • Embassy of the United States of America Vienna, Austria
  • Ambassade de France en Autriche
  • ZEITTAFEL
  • ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS
  • BIBLIOGRAPHIE
  • REGISTER

Dateiformat: PDF
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