Hans Welzel und der Nationalsozialismus

Zur Rolle Hans Welzels in der nationalsozialistischen Strafrechtswissenschaft und zu den Auswirkungen der Schuldtheorie in den NS-Verfahren der Nachkriegszeit
 
 
Mohr Siebeck (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 17. Dezember 2018
  • |
  • 210 Seiten
 
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978-3-16-156411-6 (ISBN)
 
Der deutsche Strafrechtsprofessor Hans Welzel (1904-1977) war einer der bekanntesten Strafrechtler der Nachkriegszeit. Zu seinen größten wissenschaftlichen Erfolgen zählt bis heute der Beschluss des BGH vom 18.03.1952 (BGHSt 2, 194), in dem sich der Große Senat im Streit um die Behandlung des Verbotsirrtums der von Welzel vertretenen Schuldtheorie anschloss. Jedoch wurden in jüngerer Zeit vereinzelt Stimmen in der Literatur laut, dass dieser historische BGH-Beschluss den NS-Tätern in den Nachkriegsprozessen zu milden Strafen verholfen habe - und diese politische Auswirkung keineswegs ein Zufall gewesen sei. Ebenso hat man festgestellt, dass Welzel sich bereits in der Zeit des NS-Regimes (straf-)rechtswissenschaftlich zu positionieren wusste. Heike Stopp geht der Frage nach, welchen Einfluss Welzel tatsächlich auf das nationalsozialistische Strafrecht ausübte und untersucht anschließend, welche Auswirkungen der berühmte Beschluss des BGH vom 18.03.1952 auf die Bestrafung der NS-Täter nach 1945 hatte.
  • Deutsch
  • Tübingen
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  • Deutschland
  • Für Beruf und Forschung
978-3-16-156411-6 (9783161564116)
weitere Ausgaben werden ermittelt
Geboren 1984; Studium der Rechtswissenschaft an der Universitat Regensburg; Rechtsreferendariat im Bezirk des OLG Nurnberg; Lehrkraft fur besondere Aufgaben an der Universitat Regensburg; 2017 Promotion; seit 2016 Staatsanwaltin bei der Bayerischen Justiz.
  • Cover
  • Titel
  • Geleitwort
  • Vorwort
  • Inhaltsverzeichnis
  • Einleitung
  • Teil 1: Das Leben Hans Welzels im Überblick
  • I. Biographischer Abriss
  • II. Hans Welzel und der Nationalsozialismus
  • Teil 2: Die Beiträge Welzels zur Strafrechtswissenschaft in Deutschland zwischen 1933 und 1945
  • I. Naturalismus und Wertphilosophie im Strafrecht (1935)
  • 1. Inhalt
  • 2. Analyse
  • II. Über die Ehre von Gemeinschaften (1937)
  • 1. Inhalt
  • 2. Analyse
  • III. Über die Grundlagen der Staatsphilosophie Hegels (1937)
  • 1. Inhalt
  • 2. Analyse
  • IV. Tradition und Neubau in der Rechtswissenschaft (1938)
  • 1. Inhalt
  • 2. Analyse
  • V. Studien zum System des Strafrechts (1939) - Persönlichkeit und Schuld (1941) - Über den substantiellen Begriff des Strafgesetzes (1944)
  • 1. Inhalt
  • 2. Analyse
  • VI. Zusammenfassung
  • Teil 3: Die Entscheidung BGHSt 2, 194 - Welzels großer wissenschaftlicher Erfolg .?
  • I. Entwicklung der Irrtumslehre bis 1952
  • 1. Rechtsprechung des Reichsgerichts
  • 2. Literaturstreit
  • a) Verteidiger der reichsgerichtlichen Irrtumslehre
  • b) Neue Ansätze
  • aa) Die Vorsatztheorie
  • bb) Die Schuldtheorie
  • 3. Rechtspraxis nach 1945
  • a) Festhalten an der reichsgerichtlichen Rechtsprechung
  • b) Abkehr von der reichsgerichtlichen Rechtsprechung
  • aa) Übernahme der Vorsatztheorie
  • bb) Übernahme der Schuldtheorie
  • II. Die Entscheidung BGHSt 2, 194
  • 1. Inhalt der Entscheidung
  • 2. Reaktionen auf den BGH-Beschluss
  • III. Verbotsirrtum und NS-Verfahren - Die Auswirkungen von BGHSt 2, 194
  • 1. Euthanasie-Prozesse
  • a) Das Euthanasie-Programm der Nationalsozialisten
  • b) Das Problem des fehlenden Unrechtsbewusstseins
  • c) Euthanasie-Prozesse zwischen 1945 und 1952
  • d) Euthanasie-Prozesse ab 1952
  • e) Zusammenfassung
  • 2. Prozesse gegen die an der Ermordung der Juden und den Verbrechen im Rahmen des Russlandfeldzugs beteiligten NS-Täter
  • 3. Weitere NS-Verfahren
  • IV. Zusammenfassung: Auswirkung der Entscheidung BGHSt 2, 194
  • Schlussbetrachtung
  • Schrifttumsverzeichnis
  • Quellen
  • Schriften von Hans Welzel
  • Sekundärliteratur
  • Register

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