Gehört der Islam zu Europa? Eine Bestandsaufnahme

 
 
Diplomica Verlag
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen im Oktober 2016
  • |
  • 96 Seiten
 
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978-3-95934-495-1 (ISBN)
 
Vor dem Hintergrund einer zunehmend misstrauischen Haltung gegenüber dem Islam und der daraus entstehenden Verunsicherung, sowohl seitens der betroffenen Muslime als auch hinsichtlich des westlichen Kulturkreises, versucht dieses Buch Hilfe anzubieten, sich dem Islam in einer Einführung zu nähern. Dies geschieht, indem es die gemeinsame Geschichte und das Gelingen einer Gemeinschaft, die respektvoll miteinander umgeht, darstellt und aufzeigt. Es erörtert aber auch Gründe, weshalb es zu einem solchen angespannten Verhältnis kommen konnte, welche Bedeutung dabei die Geschichte spielt und was sich für gläubige Muslime tatsächlich hinter dem Dschihad verbirgt. Dabei wird auch darauf eingegangen, welche vermeintlichen und tatsächlichen Konflikte zwischen deutschem Recht und der Scharia, dem islamischen Recht, entstehen können und wie ein friedliches Zusammenleben stattfinden kann.
  • Deutsch
  • Hamburg
  • |
  • Deutschland
  • 21,18 MB
978-3-95934-495-1 (9783959344951)
3959344953 (3959344953)
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1 - Gehört der Islam zu Europa? Eine Bestandsaufnahme [Seite 1]
1.1 - Inhaltsverzeichnis [Seite 3]
1.2 - 1. Einleitung [Seite 5]
1.3 - 2. Einführung in die Grundzüge des Islam [Seite 7]
1.3.1 - 2.1 Was es bedeutet nach dem Islam zu leben [Seite 7]
1.3.2 - 2.2 Inhalt und Lehre des Koran [Seite 15]
1.3.3 - 2.3 Das Leben des Propheten Muhammad und der historische Ursprung des Islam [Seite 17]
1.3.4 - 2.4 Die Geschichte des Islam nach dem Tod des Propheten [Seite 21]
1.4 - 3. Der Islam und die westliche Welt [Seite 26]
1.4.1 - 3.1 Die Chronologie der Begegnung des Islam und der westlichen Welt [Seite 26]
1.4.2 - 3.2 Die Einflüsse von al-Andalus auf die westliche Welt [Seite 40]
1.4.3 - 3.3 Islamismus und Dschihad als Ursachen der Angst vor dem Islam [Seite 54]
1.5 - 4. Der Islam und Deutschland [Seite 68]
1.5.1 - 4.1 Grundlagen des islamischen Rechts: die Scharia [Seite 69]
1.5.2 - 4.2 Konfliktpunkte zwischen der Scharia und dem deutschen Recht [Seite 81]
1.6 - 5. Fazit [Seite 88]
1.7 - 6. Anmerkungen zu Autoren und Formalia [Seite 91]
1.8 - 7. Quellenverzeichnis [Seite 92]
1.8.1 - 7.1 Buchquellen [Seite 92]
1.8.2 - 7.2 Internetquellen [Seite 93]
Textprobe:

Kapitel 2: Einführung in die Grundzüge des Islam:

2.2 Inhalt und Lehre des Koran:

Der Koran ist "hauptsächliche Grundlage des Islams in allen seinen Lebensäußerungen" und gilt außerdem als "erste Quelle der Gesetzgebung". Er verfolgt die Absicht, "den rechten Glauben, die Religion, die auf der göttlichen Wahrheit gründet und sich in der Wahrheit entfaltet" zu suchen und gleichermaßen den rechten Weg, "der die Menschen zur Erfüllung des Willens Gottes" führe. Dazu müsse sich der Mensch nur Gott ergeben, was nach Khoury im Arabischen mit dem Begriff islam übersetzbar ist. Eine Gemeinschaft, die sich von Gott und seinem Gesandten Muhammad leiten ließe, würde dem Koran nach "die beste Gemeinschaft, die je unter den Menschen hervorgebracht" wurde sein. Um der islamischen Glaubensgemeinschaft "Gestalt und Bestand zu verleihen" sind im Koran verschiedene Bestimmungen erlassen. Diese formulieren die "religiösen Pflichten des Muslims, die moralischen Werte und die Normen des sittlichen Handelns" und regeln "die Grundgestalt der Familie, [.] Grundlagen der Gemeinschaft und die politische Grundstruktur der Gesellschaft".
Der Koran ist das heilige Buch der Muslime und ist für jeden gläubigen Muslim grundlegende Quelle seines Glaubens. Dem muslimischen Glauben nach wurde der Koran "von Gott durch die Vermittlung des Engels Gabriel über einen Zeitraum von circa zwanzig Jahren offenbart". Koran bedeutet wörtlich übersetzt Rezitation und gilt als "das unerschaffene Wort Gottes in arabischer Sprache". Für viele Araber, auch jene die sich dem Islam nicht so stark verbunden fühlen oder christliche Araber gilt der Korantext "als Höhepunkt der arabischen Literatur". Das liegt auch daran, dass der Koran über weite Strecken in einem besonderen Reimprosa (Saj) geschrieben ist, was einen Spannungsbogen erzeuge, "der die Aufmerksamkeit der Zuhörer wach hält". Muslime unterteilen den Koran in jene Teile, die in Mekka und jene welche in Medina offenbart worden sind. Die in Mekka offenbarten Teile, der sogenannten mekkanischen Periode sind größtenteils in Reimprosa gehalten. Sie sind zudem meist "emotional, [.] spontan und expressiv", wohingegen die Abschnitte aus der medinischen Periode ruhiger erscheinen und zudem kaum noch in Reimprosa geschrieben sind. Generell ist der Koran in 114 verschieden lange Suren unterteilt, welche wiederum in Verse (âya) gegliedert sind. Über die Anzahl der Verse herrscht unter den Gelehrten Uneinigkeit, was vor allem daran liegt, "dass der Text verschiedene Stadien der redaktionellen Bearbeitung durchlaufen hat". Außerdem so Heine, sei man sich nicht einig, ob die, abgesehen von einer Ausnahme, zu Beginn jeder Sure, auftretende Einleitungsformel (bi-smi llâhi r-rhamâni r-rhâhim) mitgezählt werden sollte oder nicht.
Es ist an dieser Stelle nicht zu leisten, die genauen Inhalte, oder explizit die Lehre des Korans darzustellen, da diese oft auch, stärker noch als bei den anderen Buchreligionen, Auslegungs- und Interpretationssache ist.
Es ist allerdings nach Heine durchaus möglich, den Koran in mehrere Sinnabschnitte aufzuteilen. Zentraler Inhalt des ersten Abschnittes ist Gott, gefolgt von eschatologischen Aussagen. Im Anschluss kommen Aussagen über "Geistige Wesen" (Engel, Teufel oder Dämonen) und die Propheten.
Den Abschluss bilden Anweisungen zum gesellschaftlichen, politischen und rechtlichen Leben der Muslime und abschließend folgen historische Berichte.
Die Darstellung Gottes ist jener, die man aus dem Christentum kennt nicht so unähnlich. Er wird im Koran als "existent, ewig, allmächtig" beschrieben. Ferner ist er der Schöpfer von Himmel und Erde, "barmherzig und allwissend". Aber zu ihm flehe man auch und er fordert von einem jeden Rechenschaft, ist dabei aber ein gerechter Gott. Als treffendste Beschreibung gilt vielleicht die Sure 50,16: "Er ist dem Menschen näher als seine Halsschlagader". Die Eschatologie des Korans, beschreibt die irdische Welt als "Durchgangsstadium zum Jenseits", wo die Verstorbenen, nach ihrer Auferstehung und einem anschließenden Gericht, wo darüber geurteilt wird, ob sie "ihrem Verhalten im Leben entsprechend im Paradies oder in der Hölle weilen".
Insbesondere die Exegese des Korans lässt teilweise verschiedene Interpretations- und Auslegungsarten zu. Dies wird verdeutlich in den Kapitel 3.3 anhand des Dschihads - als stetes Vorurteil gegen den Islam - und in Kapitel 4.1 durch die fatwa, den Rechtsgutachten muslimischer Gelehrter.
Allen verschiedenen Auslegungen zum Trotz gilt, dass für alle Muslime der Korantext nur in der arabischen Sprache und Schrift authentisch ist. Deshalb sind alle Muslime angehalten, beziehungsweise verpflichtet, Arabisch zu lernen und zu rezitieren, denn "Übersetzungen in andere Sprachen gelten nicht als echter Text".

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