Maddrax - Folge 302

Wo der Wahnsinn regiert
 
 
Lübbe (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 16. August 2011
  • |
  • 64 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-8387-1319-9 (ISBN)
 
Ist Schloss Neuschwanstein tatsächlich der Ort, wo es Heilung für Xij gibt? Wer ist diese ominöse "Zauberer", der angeblich sogar Strahlenschäden heilen kann? Als Matthew Drax und seine Begleiterin beim "Märchenschloss" König Ludwigs ankommen, werden sie rasch in die Realität zurückgeholt. Tatsächlich residiert hier ein fähiger Wissenschaftler und Arzt - doch er scheint in seiner Verblendung, Ludwig II. nachzueifern, auch dessen Wahnsinn verinnerlicht zu haben. Und er stellt Matt für seine Hilfe eine fatale Bedingung...
1. Aufl. 2011
  • Deutsch
  • Breite: 125 mm
  • 2,73 MB
978-3-8387-1319-9 (9783838713199)
3838713192 (3838713192)
(S. 10-11)

Es begann bereits zu dämmern, als Matt und Xij sich lautlos in einem großen Bogen an den Barbaren vorbeigeschlichen hatten. Das Schloss war näher gerückt und der Eingang lag keine fünfhundert Meter mehr entfernt. Xijs Stirn war mit Schweiß bedeckt und ihre Brust hob und senkte sich hektisch, als bekäme sie nicht genug Luft. Jeder Schritt war mühsam, obwohl sie ihren ausgefahrenen Kampfstab zur Unterstützung wie einen Stock benutzte. Sie legten eine weitere Pause ein und Matt griff wieder nach dem Fernglas. Aufmerksam glitten seine Blicke umher, dennoch hätte er den Barbaren fast übersehen, der nur wenige Meter vor ihnen zwischen zwei Bäumen stand und vom Berg ins Tal blickte. Er hatte Matthew den Rücken zugewandt.

Das graue Lupafell und das lange Haar verschmolzen mit den Schatten. Hastig legte Matt den Finger auf den Mund und zeigte in die Richtung. Xij verstand und nickte. Matt fluchte innerlich. Der Barbar stand genau zwischen ihnen und dem gepflasterten Aufgang zum Schloss. Wachen waren nicht zu sehen. Das Schloss schien überhaupt so still, als sei es verlassen. Hoffentlich residierte dieser Heiler überhaupt noch dort! Wenn er von den Wolfsbarbaren getötet worden war oder das Ganze sich als Hirngespinst der Truveers herausstellte, war Xij geliefert. Sie würde keine weitere Odyssee überstehen.

Matt griff nach seinem Driller, ließ die Hand aber wieder sinken. Er wollte den Mann weder erschießen, noch dessen Begleiter durch die Explosivmunition auf sich aufmerksam machen. Mit Gesten bedeutete er der erschöpften Xij, an Ort und Stelle zu bleiben. Sie sah ihn fragend an. „Du willst ihn überwältigen?“, flüsterte sie. Matt nickte. Xij zog ihren Nadler aus einer Seitentasche ihres Rucksacks. „Dann nimm den hier mit!“ Matt sah die kleine, Nadeln verschießende Waffe skeptisch an.

„Sagtest du nicht, die Betäubungspfeile wären aufgebraucht?“, fragte er. Xij zuckte die Schultern. „Wenn’s hart auf hart kommt: Besser er als du“, erwiderte sie lakonisch. Matt nahm die Waffe an. Wenigstens war sie beinahe lautlos. Ob er die vergifteten Nadeln benutzen würde, konnte er noch nicht abschätzen. Es war selten gut, seine Ankunft mit einem Mord zu beginnen; wer wusste denn schon, wer die Barbaren wirklich waren und warum sie hier lauerten. Dann schlich er sich an den Mann heran. Auf dessen dunkler ledriger Haut waren Schmucknarben und farbige Muster zu sehen, die wie geronnenes Blut wirkten.

Ob er auf diese Weise mit Wudan oder anderen Göttern verbunden war? Matt schüttelte den Kopf, um den Gedanken zu vertreiben. Das Einzige, was ihn im Moment interessierte, war, wie er den Mann möglichst lautlos außer Gefecht setzen konnte. Er packte einen unterarmdicken Ast, hob ihn so leise wie möglich vom Boden hoch und holte damit aus. Sein Gegner musste etwas gehört haben, denn er fuhr herum, riss seinen Knüppel hoch und stoppte Matts Schlag. Hart prallte Holz gegen Holz. Trotzdem war das Überraschungsmoment auf Matts Seite. Bevor der Barbar sich auf die Situation einstellen konnte, trat er ihm hart in die Kniekehle, dass die Kniescheibe knackte. Der Mann gab einen erstickten Laut von sich und sackte Matt entgegen.

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