Entführt von einem Prinzen?

 
Susan Stephens (Autor)
 
Cora Verlag GmbH & Co. KG
1. Auflage | erschienen am 14. Mai 2011 | 144 Seiten
 
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978-3-86349-712-5 (ISBN)
 
Kaum erfährt Mia vom Besuch des indischen Prinzen in Monte Carlo, meldet sie sich mit klopfendem Herzen bei ihrem Jugendschwarm. Ob Ram sich noch an sie erinnert? Nicht nur das, er will auch ein Date im besten Club der Stadt. Mia glaubt zu träumen, als sie später in seinen Armen über die Tanzfläche schwebt. Noch ein letzter Drink unter dem Sternenhimmel? Sie lässt sich von ihrem glutäugigen Verführer auf seine Luxusjacht bringen. Doch bei einem heißen Kuss auf Deck hört sie plötzlich die Motoren, sieht die Lichter der Küste in der Ferne schwinden. Will er sie etwa entführen?
Julia Romane
Deutsch
0,45 MB
978-3-86349-712-5 (9783863497125)
3863497120 (3863497120)

1. KAPITEL

Dieses Gespräch erforderte all ihren Mut. Kaum zu glauben, wenn man bedachte, dass sie dem besten Freund ihres Bruders früher unbefangen und kumpelhaft begegnet war. Doch seitdem war viel Zeit vergangen. Inzwischen gefiel Ram sich in der Rolle des hocharistokratischen Playboys.

Mia hingegen hatte ganz andere Probleme.

Narben und Probleme und das brennende Bedürfnis, endlich wieder Rennen zu fahren. Sie dachte gar nicht daran, so leicht aufzugeben.

Natürlich reizte sie auch die Gelegenheit, Ram wiederzusehen. Da brauchte sie sich gar nichts vorzumachen.

Wann hatte sie eigentlich zuletzt mit ihm gesprochen? Egal, jedenfalls war es viel zu lange her. Nervös wartete Mia, dass sich am anderen Ende der Leitung jemand meldete. Wollte man den Medien Glauben schenken, hatte auch Ram sich sehr verändert. Allerdings war von ihm angekündigt worden, dass er plante, sein Playboy-Dasein demnächst zu beenden, um sich ganz dem Wohl seines Volkes in Ramprakesh zu widmen. Zuvor wollte er noch einmal seinem Hobby frönen und mit seinem Superrennwagen an einer Rallye durch Europa teilnehmen.

Mia war sofort wie elektrisiert gewesen, als sie aus den Nachrichten erfuhr, dass Rams Beifahrer erkrankt war. Das war ihre Chance! Ram brauchte dringend einen neuen Beifahrer, sonst konnte er an der letzten Etappe, die durch die verschlungenen Straßen von Monte Carlo führte, nicht teilnehmen. An diesem mondänen Ort hatte Mia nach einem Rennunfall, der sie fast das Augenlicht gekostet hätte, ein neues Leben angefangen.

Lange hatte sie befürchtet, nie wieder Rennen fahren zu können, und nun bot sich aus heiterem Himmel doch eine Gelegenheit, eine Wettfahrt auf höchstem Niveau zu bestreiten. Vorausgesetzt, Ram würde sie als Kopilotin akzeptieren. Mit ihrer Überzeugungskraft und Sturheit aus Kindertagen würde ihr das hoffentlich gelingen. Wenn er sich gleich meldete, würde sie einfach so tun, als hätten sie sich erst kürzlich gesehen.

Eigentlich hatte Ram früher jede Herausforderung von ihr angenommen. Ihr wurde heiß, als sie sich an seine frech blitzenden Augen erinnerte. Als Teenager war er der Star ihrer heißesten Träume gewesen. Dabei hätte Ram sie niemals angerührt. Diese Sicherheit hatte ihre Fantasie wohl noch weiter angeregt. Doch daran wollte sie jetzt nicht denken.

Energisch fuhr sie sich durchs kurze dunkle Haar und las erneut die Schlagzeile, die sie auf die verrückte Idee gebracht hatte. Der Maharadscha auf Stippvisite in Monaco. Ram, besser bekannt unter seinem Titel, sah blendend aus und verfügte über immensen Reichtum, ganz zu schweigen von seinem unwiderstehlichen Sex-Appeal. Außerdem war er noch immer der beste Freund ihres Bruders - und Mias .

Jugendschwarm?

Der Versuch, den Deckel auf dieser Büchse geschlossen zu halten, erwies sich als unmöglich. Ram bedeutete ihr so viel mehr, spielte jedoch nach wie vor in einer ganz anderen Liga als sie. Die englische Ausgabe der Monte Carlo Times übte sich nicht gerade in Zurückhaltung, wenn es um die Reichen und Schönen ging, und Ram Varindha war nicht nur das, sondern entstammte auch der alten Herrscherfamilie eines exotischen Landes. Somit zählte er zu den bevorzugten Gästen des glamourösen Fürstentums Monaco.

Mias Herz tat einen Sprung, als eine ihr bekannte, samtweiche Stimme sich verdächtig mürrisch klingend meldete.

"Ram?" Sie gab sich kühl und selbstbewusst. "Ich bin's, Ram."

Stille.

"Ich bin's. Mia."

"Mia?"

Erneute Stille. Offensichtlich ging er im Geiste seine Telefonliste nach einer Mia durch, die in Monte Carlo wohnte.

"Welche Mia?"

Es gab also mehrere Frauen namens Mia in seinem Leben.

"Tu bloß nicht so, als würdest du dich nicht an mich erinnern!" Kleine Schweißperlen bildeten sich auf ihrer Stirn. So schwierig hatte Mia sich das Gespräch nicht vorgestellt.

Doch geschlagen gab sie sich natürlich nicht! Hindernisse waren schließlich dazu da, überwunden zu werden.

Unbewusst rückte sie ihre mit Edelsteinen verzierte Augenklappe zurecht.

Als die Wirkung des Narkosemittels einsetzte, träumte ich, ich würde Ram einen Eispickel ins kalte Herz rammen, aber sein Herz war aus Stein und der Eispickel rutschte ab. Als ich aufwachte, war ich blind. Dieser Albtraum hatte sie nach dem Unfall schon unzählige Male gepeinigt. Nun ergab sich endlich eine Gelegenheit, dem Albtraum ein Ende zu setzen und das Gefühl der Verlassenheit zu überwinden, das sie überwältigt hatte, als Ram aus ihrem Leben verschwunden war.

Dieses Erlebnis lag Jahre zurück. Sie hätte längst darüber hinweg sein müssen. Nun bot sich endlich die Chance, zu beweisen, dass sie keine Angst hatte, sich Ram und dem Leben zu stellen. Diese Chance wollte sie sich auf keinen Fall entgehen lassen.

"Du wirst dich doch wohl daran erinnern, wie ich dich auf deinem besten Hengst geschlagen habe, als du so unvorsichtig warst, deine Pferde im Stall meiner Eltern unterzubringen, oder?"

"Mia Spencer-Dayly?"

Na endlich! Aber er könnte ruhig etwas erfreuter klingen.

"Höchstpersönlich." Mia gab sich betont gut gelaunt.

Fairerweise musste sie zugeben, dass sie die Blicke der Jungen nicht unbedingt auf sich gezogen hatte. Warum sollte Ram sich also darauf freuen, sie wiederzusehen? Sie war immer der burschikose Typ gewesen, der lieber den Stall ausmistete oder den Traktor kurzschloss, statt mit ihren Geschlechtsgenossinnen über die neuste Mode zu plaudern. Und Ram hatte seinen Kopf wohl kaum in Comics gesteckt, sondern lieber ein anschaulich illustriertes Kamasutra verinnerlicht. Wie auch immer, es kam nicht infrage, die Flinte ins Korn zu werfen!

Und sollte der Bericht in der aktuellen Tageszeitung der Wahrheit entsprechen, dachte auch der auf dem nebenstehenden Foto abgebildete große sonnengebräunte, unverschämt gut aussehende Mann mit dem dichten schwarzen Haar und Dreitagebart nicht ans Aufgeben.

"Was willst du, Mia?"

"Was ich will? Die Frage ist doch wohl eher, wie du aus der Klemme kommst, in der du steckst, Ram." Fasziniert blieb ihr Blick auf dem Foto hängen. Ram hatte einen Daumen durch eine Gürtelschlaufe geschoben, die Finger zeigten auf sein bestes Stück.

"Noch mal ganz von vorn, Mia. Woher hast du meine Privatnummer?"

"Von Tom natürlich." Den Zusatz 'Blödmann' verkniff sie sich, weil sie verhindern wollte, dass Ram das Gespräch abrupt beendete. Andererseits musste sie zu dem burschikosen Umgangston zurückkehren, der immer zwischen ihnen geherrscht hatte. Nur wenn sie an die alten Zeiten anknüpfte, würde Ram vielleicht auf ihren Vorschlag eingehen.

"Was willst du, Mia?"

Plötzlich herrschte gähnende Leere in ihrem Gehirn.

"Hat Tom dich gebeten, mich anzurufen?"

"Nein."

"Worum geht es denn?"

Hätte sie sich doch nur besser auf dieses Gespräch vorbereitet! Sie wartete einige Sekunden, bis ihr Herzklopfen nachließ. Tom und Ram waren noch immer beste Freunde, doch der Kontakt zu ihr war schon lange abgebrochen. Kein Wunder, dass Ram ihr mit Misstrauen begegnete. "Um die Zeitung von heute." Energisch riss Mia sich zusammen. "In dem Artikel steht, dass du Hilfe brauchst."

"Mein Beifahrer ist krank. Moment mal ." Nun schwante ihm, worauf sie hinauswollte. "Willst du etwa vorschlagen ."

"Ich könnte dir helfen."

"Du?", rief Ram verblüfft. War sie nun völlig verrückt geworden?

"Wieso nicht? Ich habe genug Erfahrung." Sie hatte einige internationale Rallyes für Nachwuchsfahrer gewonnen, bis der Unfall ihre hoffnungsvolle Karriere abrupt beendet, beziehungsweise unterbrochen hatte - vorausgesetzt, Ram gäbe ihr diese Chance zu einem Neuanfang.

"Das ist nicht dein Ernst, Mia."

"Doch! Sogar mein voller Ernst."

"Vergiss es! Sonst noch was? Ich habe nicht den ganzen Tag Zeit, herumzustehen und mir dummes Zeug anzuhören."

"Ich auch nicht, du Holzkopf."

"Wie hast du mich gerade genannt?"

Die Atmosphäre wurde eisig, doch dann überwog Rams Sinn für Humor. Mia spürte, dass sich das Blatt nun zu ihren Gunsten wenden würde. Sie hatten den frotzelnden Umgangston von früher wiederbelebt. "Aber wenn du meine Hilfe ablehnst ."

"Deine Hilfe?"

"Ich bin nicht nur Empfangsdame in einem Schönheitssalon, sondern auch preisgekrönte Rallyefahrerin."

"Von Spielzeugautos vielleicht."

Mia verkniff sich ein triumphierendes Lächeln. Jetzt zappelte er an ihrer Angel. Sie konnte es deutlich fühlen. Während sie sich praktisch neu erfunden hatte und im glamourösesten Schönheitssalon von Monte Carlo als Empfangsdame arbeitete, gab Ram den kosmopolitischen Playboy. Sie musste den Einsatz erhöhen und ihre Karten klug ausspielen.

Ram, der Playboy .

Eigentlich hätte man das schon damals voraussehen können. Er war ja schon immer geheimnisumwittert, sexy und gefährlich gewesen.

"Bist du noch dran?",...

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