Angela Merkel. Ein Irrtum

Ein Irrtum
 
 
Random House ebook (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 25. Februar 2011
  • |
  • 224 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-641-05918-7 (ISBN)
 
Cora Stephan schreibt, was alle denken: Basta, Frau Merkel

Angela Merkel ist nach Rot-Grün 2005 die Hoffnungsträgerin der Eliten, weit über das klassische CDU-Spektrum hinaus. Welch ein Irrtum. Auch wenn die Kanzlerin im Ausland eine gute Figur macht, im Lande selbst nimmt man sie nur noch als machtversessene, lavierende und konzeptionslose Staatsmann-Darstellerin wahr.

Nach Schröder, Fischer, Lafontaine, viel Basta und Testosteron sehnten sich viele nach einer neuen Politik. Nach einem sachbezogenen Regierungsstil. Nach einer Person wie Angela Merkel, die in der DDR den Wert von Freiheit und Unangepasstheit schätzen gelernt hat. Und endlich nach einer Frau im Amt. Die Physikerin Merkel machte Hoffnung auf eine Berliner Republik ohne Klientelpolitik, Mackertum und Lagerwahlkampf. Doch es ist alles beim Alten geblieben. Keine Reformen, nur Stillstand, keine Problemlösungen, nur Parolen. Kein Gedanke an die Zukunft, nur Wahlgeschenke zur Machtsicherung. An der Spitze eine ihre Macht bloß noch verwaltende verkrampfte Einzelkämpferin. Und deshalb sagt eine, die Angela Merkel einst gewählt hat, heute: »Basta, Frau Merkel!« Gewiss, da ist auch enttäuschte Liebe im Spiel. Cora Stephans schonungslose Analyse von Aufstieg und Fall der Angela Merkel ist radikal und subjektiv zugleich und spricht damit vielen aus der Seele.

Die erste persönliche Abrechnung mit Angela Merkel.



Die Publizistin Cora Stephan, geboren 1951 bei Osnabrück, schreibt als Anne Chaplet Kriminalromane und veröffentlicht ihre politischen Essays und Kommentare bei verschiedenen überregionalen Hörfunk- und Printmedien. Dass sie sich auch in einem Buch endlich wieder politisch äußert, ist Angela Merkel zu verdanken. Cora Stephan lebt in Frankfurt.
  • Deutsch
  • 0,26 MB
978-3-641-05918-7 (9783641059187)
3641059186 (3641059186)
weitere Ausgaben werden ermittelt
KAPITEL 3 Irrtum 1: Steuergerechtigkeit (S. 61-62)

Die DDR war das Land der Wunder: Es gab Vollbeschäftigung ohne produktive Arbeit. Nun, Wunder gibt es immer wieder – auch im vereinigten Deutschland. Dort finden sich jede Menge Arbeitsplätze, die der Verwaltung der Nichtarbeit dienen. Und das größte Wunder von allen ist die Geduld der Steuerbürger, die das alles finanzieren: einen aufgeblähten Sozialstaat, von dem sie wissen, dass er nur zu einem Bruchteil tut, was als sein tieferer Sinn ausgegeben wird, nämlich denen zu helfen, die sich selbst nicht helfen können. Auch die deutschen Steuersklaven mögen 2005 die Hoffnung gehabt haben, dass ein Bündnis von Agenda-SPD und Reform-Angie endlich Schluss macht mit der Konfiskationslust des Steuerstaates. Ihre Hoffnung wurde bitter enttäuscht. Lag es daran, dass die Reformkanzlerin von einer starrsinnigen Nach-Schröder-SPD am guten Werk gehindert wurde?

Dagegen konnte man etwas tun: FDP wählen, damit Reform-Angie mit ihrer Wunschkoalition endlich an die Arbeit gehen konnte. Gesagt, getan. Doch wieder daneben. Das sensationelle Wahlergebnis 2009 hat die liberale Partei zwar in die unverhoffte Notlage gebracht, mehr Positionen zu haben als Menschen, die sie wirklich ausfüllen können. Aber Durchregieren aus einem Guss? Nicht mit Tina. Und dass Angela Merkel ihren Steuerbürgern wenigstens einmal gesagt hätte, dass sie ihre Geberqualitäten zu würdigen weiß? Fehlanzeige. Statt Klarheit und Wahrheit gibt es bei Tina das Übliche: die windelweichen Floskeln der Verschleierung.

Zahlen, Tabellen und Berechnungen sind nicht alles. Zumal man auch mit Zahlen Verschleierung und Verblendung betreiben kann. Aber meistens helfen sie, um gewissen Alltagsmythen auf die Spur zu kommen. Ein besonders weitverbreiteter Irrtum lautet: Insbesondere die »Schwarzen« betreiben einen eiskalten Abbau des Sozialstaats. Die allgemein zugänglichen Zahlen geben das nicht her. Es ging einzig im Jahr 2004 nicht stetig aufwärts. Im Vergleich zu 1991 aber sind die Sozialausgaben des Bundes und der Sozialversicherung von 423,6 auf 754 Milliarden Euro im Jahr 2009 gestiegen.

Das waren 1991 noch 27,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, 2009 bereits 31,3 Prozent. 1 2007 bekam jeder siebte Erwachsene (14 Prozent zwischen dem 18. und 64. Lebensjahr) Arbeitslosen- oder Sozialgeld, Grundsicherung, Bafög oder Wohngeld. Zählt man Kurzarbeiter und Rentner hinzu, bezogen sogar 42,4 Prozent der Wahlberechtigten Sozialleistungen.2 Von den Erwerbstätigen zahlen um die 25 Millionen in nennenswertem Umfang Steuern. 10 Prozent der Steuerzahler berappen dabei mehr als die Hälfte aller Steuern – zu diesen 10 Prozent gehören alle, die ein Jahreseinkommen ab 61300 Euro beziehen, also keineswegs nur die »Reichen«.

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