Der Tod hat eine Anhängerkupplung

Ein Campingkrimi
 
 
Bastei Lübbe (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 17. März 2011
  • |
  • 299 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-8387-0668-9 (ISBN)
 
Endlich wieder Urlaub! Wer sich auf Dünen, Strand und Ferienluft in Holland gefreut hat, erlebt eine böse Überraschung. Denn auf Camping de Grevelinge ist alles anders: Blaulicht, rot-weißes Absperrband, Polizei! Der Kantinenwirt des Campingplatzes ist kopfüber in der Porta-Potti-Entsorgungsstation ertrunken aufgefunden worden. Es sieht nicht nach Selbstmord aus.

Inspecteur Piet van Houvenkamp, der größte lebende Agatha-Christie-Fan weltweit, stellt bald fest: Der Tod hat eine Anhängerkupplung!

Urlaubsstimmung und mörderische Absichten - ein außergewöhnlicher Genuss für alle Krimifreunde. Lassen Sie sich von Bernd Stelter an den Campingstuhl fesseln!
1. Aufl. 2011
  • Deutsch
  • Deutschland
  • 10,65 MB
978-3-8387-0668-9 (9783838706689)
3838706684 (3838706684)
weitere Ausgaben werden ermittelt
Mittwoch (S. 153-154)

33


Der Wetterbericht an der Rezeption ist für deutsche Touristen als Bilderbuch verfasst. Das Piktogramm unter Woensdag war eine dunkle Wolke mit drei kleinen diagonalen Strichen darunter, die andeuteten, dass an diesem Mittwoch durchaus mit Schauern zu rechnen war. Außerdem lugte eine kleine gelbe Sonne über die dunkelgraue Wolke. Übersetzen ließ sich dieses Bild wohl am besten mit: »Es wird sicher Wetter geben, Genaueres kann man im Moment noch nicht sagen.« Um das zu untermauern, war die Regenwahrscheinlichkeit mit fünfzig Prozent angegeben. Fifty-fifty-Wetter.

Unser Frühstück hatte daher im Vorzelt stattgefunden. Eddas zweite Brötchenhälfte hatte leicht gehetzt den Weg durch die Speiseröhre gefunden, weil zwei Sabrinas und eine Joyce, im Badeanzug und mit riesigen Badetüchern ausgerüstet, ihrer Idee für einen sinnvollen Zeitvertreib Ausdruck verliehen hatten. Tristan schloss sich den vieren an. Er war langsamer und zu cool, um sich wegen Mädchen sein Frühstück abkürzen zu lassen, aber immerhin. Ich war wirklich überrascht. »Es tut sich was bei unserem Sohn.«»Ja, sieht so aus«, stimmte Anne mir zu. »Letztes Jahr wäre er ganz sicher nicht mit den doofen Sabrinas schwimmen gegangen.«

»Hat er dir irgendwas erzählt? Hat er was angedeutet?« »Nein, und frag ihn nicht, sonst wird er dir garantiert sagen, dass die Mädels genauso doof sind wie im letzten Jahr, aber dass man sich nach dem Frühstück schließlich bewegen soll.« Anne blätterte in einem Kochbuch.Ich machte mir noch einen Kaffee. »Wir haben gestern endlich wieder miteinander geredet.« Sie sah auf. »Ja.«»Das müssen wir immer tun, wir müssen reden.« »Manchmal gibt es gute Gründe, zu schweigen.« Ich nickte. »Ja, es gibt Gründe. Man schweigt, weil man den anderen nicht verletzen will.«»Man schweigt, weil man sich ungerecht behandelt fühlt.«

»Man schweigt, weil man den anderen leiden sehen will.« Es wurde wieder sehr still am Frühstückstisch. Dann sagte ich: »Wir müssen immer miteinander reden. Manchmal glaube ich, dass ich dir deine Wünsche von den Augen ablesen kann. Aber das reicht nicht. Wir dürfen uns nie mehr anschweigen.«»Nein, das dürfen wir nicht. Soll ich dir etwas ganz Wichtiges sagen?«»Ja.« Ich nahm ihre Hand und drückte sie leicht. Anne schaute mir ganz tief in die Augen und sagte mit einem Gurren in der Stimme:

»Zwei Knoblauchzehen, zehn entsteinte Oliven, fünfhundert Gramm frischer Spinat, ein Bund Frühlingszwiebeln, Kapern, vierhundert Gramm Spaghetti, vier Esslöffel geriebener Parmesan und zwei Esslöffel Pinienkerne. Hast du dir das gemerkt?«Ich verdrehte die Augen und sagte schmunzelnd: »Wie soll ich das denn machen!?« Sie gab mir ihr Kochbuch über den Tisch. Es trug den bezeichnenden Titel Campingküche – Kochen auf kleinstem Raum, der Autor war ein gewisser G. Poggenpohl, und das Gericht hieß Spaghetti alla Nonna, also Spaghetti nach Art einer italienischen Oma.

Dass der Autor kein Italiener war, das konnte man bei seinem Nachnamen wohl voraussetzen, ob er eher Opa oder Oma war, wusste ich allerdings nicht. Sein Vorname war schließlich G.!»Butter, Olivenöl, Zitronensaft, mittelscharfen Senf, Salz und Pfeffer habe ich hier. Aber wir brauchen wie immer Milch, Butter, Chocomelk light und Gouda, jong belegen. Das wär’s dann aber.« »Wenn du mich schon so anschaust«, sagte ich, »dann könntest du mir auch was Schöneres sagen.«Sie nickte. »Gut, ein paar Blumen für den Vorzelttisch sollten wir auch noch mitbringen.«»Ich liebe dich auch.«

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