Der Chef in meinem Bett

 
 
Books on Demand (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 11. Februar 2020
  • |
  • 528 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7504-7891-6 (ISBN)
 
Die 36-jährige Larissa ist als Journalistin viel unterwegs. Seit sie sich aus ihrer Ehe gelöst hat, passiert auf diesen Dienstreisen genau das, was ihr eifersüchtiger Mann stets unterstellt hatte: Sie hat wechselnde Affären. Dabei bleibt sie einem Vorsatz stets treu: Niemals Sex mit einem Kollegen. Dumm nur, wenn man gar nicht weiß, dass ein neuer Lover ein Kollege ist - oder demnächst werden wird. Als sie sich dennoch immer mehr auf diesen Mann einlässt, gerät sie in ein Spiel von Dominanz und Unterwerfung - ein Spiel, das sie bald nicht mehr kontrollieren kann. Weder im Bett noch im Büro.
1. Auflage
  • Deutsch
  • 0,56 MB
978-3-7504-7891-6 (9783750478916)
weitere Ausgaben werden ermittelt
Kirsten Steiner, Jahrgang 1984, studierte Literatur und Geschichte. Seit 2014 veröffentlicht sie erotische Bücher. Ihre Geschichten sind teilweise durch eigene Erlebnisse in der Welt der Swinger inspiriert. Zu ihren Titeln gehört auch die Serie "Aus meinem Swinger-Tagebuch", in welcher es unter anderem um Beziehung, Partnertausch und Gruppensex geht.
Kapitel 1:
Vom Umgang mit Ex-Männern

W o war der Mond? Larissa musste den Himmel absuchen, aber freundlicherweise schimmerte das Mondlicht schließlich doch durch eine Wolkenlücke. Jetzt kannte sie die Richtung. Sie drückte die leere Sektflasche in den Schnee, steckte die Rakete hinein und richtete das Geschoss aus. Vor dem Start gab es jetzt nur noch eins zu erledigen - aber das war immens wichtig. Larissa nahm den Fettstift aus ihrer Jackentasche und beschriftete im matten Lichtschein, der aus dem Wohnzimmerfenster fiel, die Silvesterrakete: BJÖRN schrieb sie mit dicken Buchstaben darauf. Sekunden später hörte sie, wie die Freunde "Prost Neujahr" riefen. Das war der Moment, in dem die Rakete mit kräftigem Zischen abhob und über den Strand hinweg in den Himmel stieg. Als sie kurz unterhalb des Mondes zerplatzte, musste Larissa lächeln.

Eigentlich hätte sie es ganz schön gefunden, wenn die Rakete noch etwas weiter in Richtung Mond geflogen wäre. Denn genau dorthin wollte sie ihren Noch-Ehemann am liebsten schießen. Aber Silvesterraketen waren ja schließlich nicht für große Höhen, sondern nur für ein schönes Feuerwerk gemacht.

"Tschüss Björn", sagte sie leise, während der Funkenregen langsam Richtung Ostseestrand herabschwebte.

"Willkommen im Leben", hört sie im nächsten Augenblick Biancas Stimme. "Das neue Jahr wird richtig gut für dich, das spüre ich."

Larissa lehnte sich an die Freundin und nickte: "Ja, ich denke, da hast du recht. Es kann nur besser werden."

"Ich bin froh, dass du Björn hinter dir gelassen hast."

"Ich auch", entgegnete Larissa, atmete tief durch und wiederholte: "Oh ja, ich auch! Es wurde wirklich Zeit."

"Er war einfach der falsche Mann für dich."

"Da hast du recht."

"Ich will ja nicht unbedingt den Satz bemühen, dass ich es dir gleich gesagt habe. Aber ich habe es dir gleich gesagt."

Larissa nickte stumm. Bianca hatte es tatsächlich schon mehrfach gesagt - auch vor Larissas Hochzeit mit Björn. Das stimmte. Aber das musste sie jetzt eigentlich nicht unbedingt noch einmal aufwärmen. Doch genau das passte zu ihrer liebsten Freundin. Sie verschwieg selten, was sie dachte - auch wenn es sich um unangenehme Wahrheiten handelte.

In den vergangenen Jahren war Larissa stets gemeinsam mit ihrem Mann Björn zur Silvesterparty bei Bianca und Oliver erschienen. Diese Party in deren Haus an der Ostsee hatte sich zu einer richtigen Tradition entwickelt. Irgendwie war es seltsam, in diesem Jahr allein hier zu sein. Ob sie wohl irgendwann einmal wieder einen Mann mit hierher bringen würde?

"Eure Silvesterpartys waren schon immer die besten", sagte Larissa nachdenklich.

"Schön, dass du auch ohne männlichen Anhang zu uns gekommen bist. Oliver findet das auch. Er mag dich."

"Ich ihn auch. Ihr seid ein tolles Paar. Und ihr seid wie geschaffen füreinander."

Jetzt war es Bianca, die stumm lächelnd nickte.

"Falls du nachher auf der Liege im Arbeitszimmer nicht schlafen kannst - unser Ehebett ist auch breit genug für drei", sagte Bianca.

Larissa sah der Freundin tief in die Augen: "Ist das die Sorge um meine Nachtruhe oder um mein Sexualleben?"

"Beides natürlich", erwiderte Bianca.

"Das ist lieb von dir, aber ich habe keinen sexuellen Notstand."

"Oh, gibt es schon einen neuen Mann in deinem Leben?"

"Viele."

"Angeberin."

"Nein, es ist tatsächlich so. Seit ich mich von Björn getrennt habe, mache ich tatsächlich das, was mein künftiger Ex-Mann mir jahrelang fälschlicherweise unterstellt hat: Ich habe Sex mit irgendwelchen Männern, die ich auf meinen Dienstreisen treffe."

"Larissa Söderberg, du kleines Luder", entgegnete Bianca erstaunt.

"Das nimmst du sofort zurück", erwiderte Larissa mit gespielter Entrüstung: "Ich bin nicht klein, ich bin 1,74 Meter und damit deutlich größer als du."

"Nur äußerlich", entgegnete Bianca.

Die beiden Frauen grinsten sich an, bevor Bianca fortfuhr:

"Diese neue Wendung in deinem Leben hast du mir bisher ja noch gar nicht erzählt."

"Mache ich doch gerade."

"Wie fühlt sich das an für dich?"

"Offen gestanden: Es ist einfach nur geil. Ich war mir erst nicht ganz sicher, ob ich das überhaupt hinbekomme - einfach so einen Fremden an der Hotelbar abzuschleppen. Aber es ist ganz einfach."

"Natürlich ist das einfach - jedenfalls für eine Frau, die so aussieht wie du."

Die beiden Frauen umarmten sich. Gut, dass es Freunde gab, dachte Larissa. Das war ein großer Unterschied zu manchen Beziehungen: Freunde blieben Freunde.

Das sah auch Bianca so. Sie freute sich, dass ihre Freundin mit ihrer verflossenen Ehe offenbar abgeschlossen hatte. Sex mit neuen Männern war ein deutliches Indiz dafür, dass dies der Fall war. Auch, dass es viele waren, betrachtete Bianca nicht als problematisch. Sie selbst war in dieser Hinsicht ja auch keine Kostverächterin. Glücklicherweise hatte sie einen Ehemann, der in dieser Hinsicht viel tolerierte. Sehr viel sogar.

Als sich Larissa drei Stunden später auf der Liege in Biancas Arbeitszimmer ausstreckte, drehte sich die Welt um sie herum. Vielleicht hätte sie doch nicht ganz so viel Sekt trinken sollen. Aber auf dieses neue Jahr hatte sie ganz bewusst trinken wollen - und zwar viel. Mit dem steigenden Alkoholpegel war auch die Leichtigkeit in ihr gewachsen. Fast war sie in Versuchung geraten, Biancas Angebot doch noch anzunehmen und mit ins Ehebett ihrer Gastgeber zu schlüpfen. Aber nur fast.

Larissa wusste, wie sich Biancas nackter Körper anfühlte - auch wenn diese kurze Episode in ihrem Leben nun schon 18 Jahre zurücklag. Sie waren damals beide noch Schülerinnen gewesen. Bianca hatte schon früh eine große Neigung zum eigenen Geschlecht entdeckt und war damit recht offen umgegangen. In dieser Zeit hatte sie dann auch ihre beste Freundin verführt - die sich auch gern hatte verführen lassen.

Larissa hatte den Sex mit ihrer Klassenkameradin als prickelnd empfunden, dann aber beschlossen, dass sie sich doch mehr zu Jungs hingezogen fühlte. Deshalb hatte sie die Sache mit Bianca bald wieder beendet. Dass das eine das andere ja keineswegs ausschloss, wäre Larissa damals nicht in den Sinn gekommen. Glücklicherweise hatte die lesbische Episode kurz vor dem Abitur keine negativen Auswirkungen auf ihre Freundschaft gehabt. Die beiden jungen Frauen waren nach dem Abitur sogar gemeinsam nach Köln gegangen, um dort zu studieren - Bianca Psychologie, Larissa Germanistik und Skandinavistik. Anschließend waren beide in den Norden zurückgekehrt - Bianca, um als Kinderpsychologin zu arbeiten, Larissa, um Journalistin zu werden. Beide erfüllten sich ihre Berufswünsche, und beide waren sehr schnell recht erfolgreich.

Larissa wusste, dass ihre Freundin ihre Bi-Neigung auch heute noch auslebte. Glücklicherweise hatte sie in Oliver den richtigen Partner gefunden, mit dem das möglich war. Gemeinsam trafen die beiden immer mal wieder eine zweite Frau oder auch ein anderes Paar zum Sex. Sie gingen insgesamt recht locker mit solchen Dingen um. Biancas Angebot für eine Nacht zu dritt war durchaus ernst gemeint gewesen; daran hatte Larissa nicht den geringsten Zweifel. Der Gedanke war ja reizvoll. Zumindest ein bisschen. Oliver war der Typ Mann, mit dem sie gern ins Bett gehen würde. Aber er war Biancas Ehemann und somit für Larissa tabu. Andererseits: Wo ihre Freundin ihn doch regelrecht angeboten hatte . Sollte sie vielleicht doch?

Statt noch länger über die Sache nachzugrübeln, stand sie schließlich wieder auf und huschte leise über den dunklen Flur. Larissa war nicht der einzige Übernachtungsgast bei dieser Silvesterparty im Haus der Freunde. Und die anderen mussten ja nicht unbedingt mitbekommen, wohin sie nun wollte. Doch vermutlich schlief alles bereits tief und fest.

Vorsichtig drückte sie die Klinke herunter und blickte durch den Türspalt ins Schlafzimmer der Freunde. Drinnen herrschte ein sanftes Licht, das von einigen Kerzen auf dem Nachttisch stammte. Nein, sie schliefen noch nicht. Im Gegenteil: Sie waren ausgesprochen aktiv. Was Larissa sofort ins Auge fiel, war Olivers nackter Po zwischen ebenfalls nackten weiblichen Beinen. Diese Beine allerdings gehörten nicht Bianca, sondern Sofie - der kleinen rothaarigen Frau, mit der Oliver schon den ganzen Abend immer wieder geflirtet hatte.

Sofie war ebenfalls Single und hatte die Einladung ins Ehebett der Gastgeber ganz offensichtlich angenommen. Ob sie wohl ebenso eine Bi-Neigung hatte wie Bianca? Darauf ließ zumindest in diesem Moment nichts schließen. Sofie schien sich ganz und gar auf Oliver zu konzentrieren. Während er sie mit langsamen Stößen nahm, krallten sich ihre Finger in seinen Rücken. Bianca...

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