Waghalsiger Versuch, in der Luft zu kleben

Roman
 
 
eBook Berlin Verlag
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 31. August 2015
  • |
  • 160 Seiten
 
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978-3-8270-7851-3 (ISBN)
 
Jede Station in dieser Hommage an Jörg Immendorff ist auch eine Station der deutschen Geschichte der Nachkriegszeit, ein Ringen um Zerstören und Bewahren, um Anerkennung und Deutungshoheit. Geht es dabei auch komödiantisch zu? Es geht: Spott, Ironie und das Große Lachen vor Gericht sind weitere Facetten dieser Inszenierung. "Denn nur, wenn man beim Betrachten oder Hören oder auch beim Lesen eines Werkes der Kunst nicht an Kunst denken muss, und zwar keine einzige, nicht einmal den Bruchteil einer Sekunde lang, erst dann begreift man Kunst" (Jörg Immendorff).
Dem renommierten Schriftsteller und langjährigen engen Freund Tilman Spengler gelingt mit diesem Roman die spielerisch-leichte Wiedererweckung eines Menschen, der weit mehr als die Kunstszene über Jahrzehnte mitgeprägt hat.

»Ein großes Vergnügen. Der Text liest sich amüsant wie wundersam sirrender Nonsense, gibt aber auch die Gewissheit, dass Immendorff und die Situationen genau getroffen sind, sozusagen mit genauer Zärtlichkeit. Ich stelle mir immer wieder Immendorff selbst vor, wie er die Texte liest und ins Kichern gerät, weil er sich völlig wahrgenommen und gleichzeitig auf die Schippe genommen fühlt.« Sten Nadolny
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Berlin Verlag
  • 1,46 MB
978-3-8270-7851-3 (9783827078513)
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Tilman Spengler, geboren 1947 in Oberhausen, promovierter Sinologe, Kunstkenner, dreißig Jahre lang Herausgeber des Kursbuch, Dokumentarfilmer und Autor zahlreicher Bücher (u.a. "Lenins Hirn", "Der Maler von Peking", "Wenn Männer sich verheben") verband eine lange Freundschaft mit Jörg Immendorff.

ABSCHIED

Bei seiner Totenfeier blickt Immendorff, der übrigens heute, wir schreiben den 14. Juni 2007, Geburtstag hat, aus seinem Selbstporträt, genauer betrachtet, aus dem Schnabel eines silbernen Vogels, vielleicht dem eines Kakadus, keinesfalls eines Adlers, auf Abschiednehmende und Trauerredner. Man kann bei diesem Schnabel auch an ein hochgeklapptes Visier denken, dargestellt wie übereinandergelegte Scherenschnitte einer mittelalterlichen Rüstung.

Recht besehen schaut Immendorff zunächst auf eine fast unbenutzte Palette, die von einer Kerze beleuchtet wird. Diese Kerze verschenkt ihr Licht auf hellgelbem Grund, dessen halbes Rund wiederum an einen Heiligenschein erinnert, wenn Gerhard Schröder, Markus Lüpertz und andere Würdenträger an das Rednerpult unter seinem Bild treten.

Immendorff hat sich sein Gesicht zum Antlitz eines melancholischen Pierrots geschminkt, allerdings mit einem knallroten Mal auf der rechten Wange, ein wenig Commedia, ein wenig Tragedia dell'arte, doch kein Zweifel: der Künstler verfolgt das Geschehen mit gespannter Aufmerksamkeit. Denn der Tod ist immer auch Abrechnung.

Die zahlreichen Gäste in der Alten Nationalgalerie auf der Berliner Museumsinsel sitzen dicht gedrängt. Es ist das erste Staatsbegräbnis, das die Republik für einen Künstler ausrichtet, entsprechend spürbar ist die Nachfrage nach den nicht vom Protokoll mit kleinen Zetteln und großen Buchstaben in Beschlag genommenen Plätzen. Den Pierrot im Schnabel des silbernen Kakadus freut das Gedränge. Oben, bei ihm an der Wand, ist die Luft sehr viel besser temperiert als im Publikum. Deutsche Museen schützen ihre wertvollsten Besitzungen.

Sind auch viele Künstler unter den Anwesenden? Nicht auf den ersten Blick, selbst nicht, wenn nur nach der Garderobe gefragt wird. Der unauffällige grauschwarze Zwei- oder Dreiteiler ist auch hier das Maß aller modischen Dinge, exakt geknüpfte Schlipse behaupten ihren traditionell rätselhaften Zauber. Das Schuhwerk glänzt auffällig matt.

Markus Lüpertz, naturgemäß, ist die bedeutende Ausnahme, doch er bleibt heute der Malerfürst ohne einen einzigen Untertan, ohne einen Adepten, der seinen modischen Vorbildern Anerkennung und vielleicht sogar den Tribut der Nachahmung zu zollen bereit wäre. Dass nur ein dunkler, silbern schimmernder Gehrock die einzig angemessene Bekleidung für eine feierliche Veranstaltung am Vormittag sein kann, mehr noch, dass auch ein Gewand tröstliche Signale aussendet, all diese Gedanken bleiben so klug wie folgenlos.

Da predigst du eben ständig blinden, absolut verständnislosen Taubstummen, überlegt Lüpertz und reibt an dem großen bunten Stein über seinem Ringfinger, und um dich herum bleibt alles kärgste Diaspora. Künstlerische, philosophische, sentimentale Diaspora.

Dies irae, denkt Immendorff, der sich mit seinem Tod noch längst nicht ausgesöhnt hat, ist doch klar, dass ich zornig bin. Von seiner hohen Warte aus durchkämmt er mit funkelndem Blick das Publikum nach Freunden und Feinden.

»Der Markus schuldet mir immer noch ein repräsentatives Bild, also einen seiner Knaller«, sagt Immendorff in Richtung der Kerze auf seinem Porträt, »das war damals alles schon vereinbart. Und das nicht nur mündlich und außerdem wiederholt.«

Die erste Reihe der Trauernden ist mittlerweile so eng nach vorn bewegt worden, dass die drei Musiker, also der Hornist, der Bratschist und der Kontrabassist, mit ihren Instrumenten einen halben Meter zurück- und damit näher an Immendorff rücken. In Berlin weiß zwar jedes Orchestermitglied, wie wichtig der unmittelbare Kontakt mit politischen Entscheidungsträgern ist. Doch künstlerische Entfaltung, auch das wissen die Solisten, bedarf stets einer diskreten räumlichen Distanz. Das hängt mit Konzentration und kleineren, tropfenförmigen Ausscheidungen zusammen, von denen hier aber nicht die Rede sein soll.

»Der Baselitz steht auch noch in meiner Schuld«, sagt Immendorff und verfolgt das Stühlerücken seiner Gäste mit Wohlgefallen, »er ganz besonders, nur der Polke, der hat sich da immer korrekt verhalten.« Er haucht an den Docht, damit die Flamme höher aufsteigt. »Sind natürlich beide nicht gekommen, hätte ich mir denken können.«

Die Zuhörer, denkt Immendorff grimmig nach der zweiten Ansprache, müssen mir beipflichten, rhetorisch ist dieser Abschied ein absoluter Schmalhans für Gehirn oder Gemüt. Klar, Redner für Redner beschwört, wie deutlich er, der Verstorbene, »die Bruchstellen der deutschen Geschichte aufgezeigt« hat, wie »politisch, umstürzlerisch, zornig und provozierend« sein Werk gewesen, wie sehr es ihm »um das Wahre, nicht um das Schöne« gegangen sei. Anders gesagt, die meisten Ansprachen der Trauervertreter bemühen die Adjektive »umstürzlerisch« und »zornig« in der stufenlos schwarzgrauen Sprachform der tadellosen Zwei- bis Dreiteiler und des nachgerade provozierend matt polierten Schuhwerks.

Das Oberleder vermutlich erst kürzlich von irgendwelchen Eskimoweibern weichgekaut, denkt Immendorff, der zunehmend Freude an seinem Zorn gewinnt.

»Es ist nicht ohne Ironie«, sagt ein hoher Mandarin der sich noch nicht lange im Amt befindenden Regierungspartei, »dass gerade ich als Vertreter der Regierungspartei hier einen Mann würdige, dessen zorniges, dessen, ja, ich kann nur sagen umstürzlerisches .«

Bevor Immendorff das Visier des silbernen Schnabels schließt, aus dem er die Szene verfolgt, ruft er noch sehr vernehmlich: »Kappes!« Im Rheinland hat der Ausdruck verschiedene Bedeutungen, so recht schmeichelhaft sind die wenigsten.

»Kappes«, ruft er ein zweites Mal, es klingt jetzt etwas dumpfer, »was für mich zählt, ist allein, dass du so einen hohen Rang hast in der Politik, das allein ist die Ironie.«

Gut möglich, dass er noch weitere Bosheiten von sich geben will, doch gerade hat der Hornist sein Instrument beiseitegelegt und zu singen begonnen.

»Ich bin ausgegangen in stiller Nacht

wohl über die dunkle Heide,

hat mir niemand Ade gesagt.

Ade! Mein Gesell' war Lieb und Leide .«,

singt der Musiker. Er heißt, als habe hier der Zufall Regie geführt, Wallendorff und berührt die Herzen der verständigeren Zuhörer durch sein Vortragen, das glücklicherweise in keinem Ton, in keiner Schwingung an einen Kammersänger erinnert, der gerade eine Opernrolle gibt.

»Alles! Alles. Lieb und Leid

und Welt und Traum.«

»Denn nur, wenn man beim Betrachten oder Hören oder meinetwegen auch beim Lesen eines Werkes der Kunst nicht an Kunst denken muss, und zwar keine einzige, nicht einmal den Bruchteil einer Sekunde lang, erst dann begreift man Kunst«, ruft Immendorff. Er redet in eine kurze Pause des Geschehens. Auf dem Stehpult, der Sänger hat soeben aus Des Knaben Wunderhorn zu Ende gesungen, werden vor einer noch vollgefüllten Karaffe aus geschliffenem Kristall unbenutzte Wassergläser ausgetauscht. Der Verstorbene hat inzwischen das Gewand des Pierrots abgelegt und sich in seiner Gestalt als Malerteufel auf den seit kurzem verwaisten Platz neben einer berühmten blonden und wohlriechenden Schauspielerin gesetzt.

»Da wußt' ich nicht, wie das Leben tut .«

»Aber selbst wenn man weiß, wie das Leben tut, hilft es einem beim Sterben auch nicht weiter«, sagt Immendorff, streicht sich mit dem buschigen Ende seines Teufelsschwanzes eine Träne von der Wange und tupft den Tropfen auf die Bluse über der ausdrucksvollen Brust der Schauspielerin. »Versteh', man darf einfach nie an Kunst denken, man muss einfach immer mehr wollen als Kunst.«

»Das Wahre und das Schöne eben«, erklärt daraufhin die Schauspielerin und zieht mit ansatzloser Geste eine Autogrammkarte aus der glitzernden Handtasche, »das wurde doch eben schon von einem der Herren angesprochen. Sehr eindrucksvoll. Ich persönlich bin ja ausgesprochen für beides. Natürlich auch für Grenzüberschreitungen.« Sie führt ihre Fingerkuppen über die schwarze Feder, die von ihrem Hütchen einen anmutigen Bogen um das linke Ohr beschreibt, wirft hauchdünne, kaum wahrnehmbare Linien in die hohe Stirn, hebt den Busen, wölbt noch einmal die sinnlichen, dunkelroten Lippen, redet dann aber nicht weiter.

»Würde mich freuen, dich nachher noch in der Paris Bar begrüßen zu dürfen«, sagt Immendorff unter vorgehaltener Hand, »Bushaltestelle vor der Tür. Du kennst den Laden. Erinner' mich dort an die Parole: >Kunst ist die Aufhebung von Schwerkraft<. Nicht mehr und nicht weniger.«

Sagt es, hebt den Schwanz wie eine Peitsche und verschwindet mit einem gewaltigen Satz hinter dem zu einem kleinen Atompilz gedrechselten Buchsbaum neben dem Stehpult mit den Mikrofonen.

»Innovation war ihm mehr als bloßes Programm«, hört er dort aus dem Mund eines der letzten Redner, »Innovation war der mächtige innere Kompass seiner künstlerischen und auch seiner menschlichen Existenz, ein stets waches Auge auf das uns ständig umgebende Apokalyptische gerichtet, hat er begriffen und nie aus den Augen verloren, ein gewaltiges Leitmotiv, das .«

Immendorff springt zurück in sein Selbstbildnis und blickt wieder wie ein anfänglich noch grüblerischer, später zunehmend verzweifelter Kakadu. Kontrabass, Bratsche und Horn spielen jetzt jenen das Herz wieder aufrichtenden Walzer, den Schostakowitsch einmal komponierte, um zu zeigen, wie erfreulich Schwermut sein kann. In der Besetzung, die gerade musiziert, ist das Stück wohl noch nie erklungen, doch der Beifall ist heftig und kennerisch. »Gelungen innovativ«, lautet die treffende Formel, auf die ein leitender Ministerialrat sein Urteil...

»Luzide, witzig, einfühlsam.«, Der Tagesspiegel, Peter von Becker, 20.03.2016
 
»Spengler ist ein herausragender Geschichtenerzähler, dessen Worte zwar wie ein lockeres Heraussprudeln seiner Gedanken wirken, die dann aber doch so dicht sind, dass man jede Silbe voller Neugier in sich aufsaugt. Klar, der Narrativ, den Spengler über den polarisieren und exzentrischen Maler Jörg Immendorff entwickelt, ist einer von vielen möglichen, aber vielleicht ist es genau dieses Subjektive, was diese Version glaubhafter und lebhafter macht als jede nüchterne Biografie.«, Süddeutsche Zeitung, Florian J. Haamann, 29.02.2016
 
»Nachdem Immendorf 2007 starb, überlegte Spengler, wie er seinem Freund literarisch posthum gerecht werden könnte [...]. Spengler schafft dies in seiner ihm eigenen, lakonisch liebevollen, mit viel Geist und noch mehr Witz angereicherten Sprache.«, kulturkomplott.de, Lutz E., 25.02.2016
 
»Subtiler, ironischer, liebevoller als der begnadete Stilist Spengler hätte niemand die Stationen dieses Lebensweges nachzeichnen können. [.]. Am Ende ist Immendorff tot, wir sollten dieses elegante Büchlein gleich noch mal lesen.«, Die ZEIT, Susanne Mayer, 28.01.2016
 
»Mit dem akrobatisch anmutenden Titel 'Waghalsiger Versuch' in der Luft zu kleben' hat Tilman Spengler eine atemberaubende Hommage an den Künstler Jörg Immendorff bedacht.«, Weser-Kurier, Hendrik Werner, 17.01.2016
 
»Man liest es gerne, man liest es neugierig, man denkt über den Künstler nach. Eines der schönsten, liebevollsten Bücher des Jahres.«, revierpassagen.de, Britta Langhoff, 19.12.2015
 
»Die spöttische 'fiktionale Biografie' nimmt den Kunst- und Politbetrieb auf die Schippe und erzählt in 15 Tableaux aus dem Leben eines der schillerndsten und bedeutendsten Nachkriegskünstlers Deutschlands.«, Frankfurter Neue Presse, 23.11.2015
 
»In spöttisch-ironischem Ton schildert er höchst unterhaltsam Begebenheiten, bei denen nicht immer klar ist, wo die Wahrheit endet und die Dichtung anfängt.«, Ubi Bene, 01.11.2015
 
»Eine satirische Glanzleistung, wie man sie vom jahrzehntelangen Mitherausgeber des 'Kursbuches' wohl erwarten darf. Eine posthume Freundesgabe, die über die gegenseitiges - wenngleich nicht unkritisches - Einverständnis weit hinausgeht.«, Vaihinger Kreiszeitung, Dr. Dietrich Klose, 08.10.2015
 
»Tilman Spenglers 'fiktionale Biografie' über seinen Freund, den Maler Jörg Immendorff, ist ein Funkelstein inmitten der literarischen Neuerscheinungen. Mit seiner virtuosen Fabulierfreude entwirft der Autor ein vielfarbiges Bild des Künstlers und seiner Zeit, das wie ein Feuerwerk aus dem kleinen, hübschen Band zu springen scheint.«, Münchner Merkur, 02.10.2015
 
»eine literarische Hommage an den Maler Jörg Immendorff«, MADAME, Friedericke Albat, 01.10.2015
 
»Eine Vorbemerkung zu Tilman Spenglers jüngstem Roman ist nötig und sie beginnt mit einer Einschränkung: Eigentlich darf der Autor dieser Zeilen über dieses Buch gar nichts, aber auch gar nichts verraten. So großartig ist es. So komisch und so melancholisch. Die Sprache ist elegant und witzig. Es ist ein Roman über den Maler und Freund Jörg Immendorff und es scheint, als sei der Autor als literarischer Reporter unterwegs.«, blog-de-republik.de, Jörg Hafkemeyer, 08.09.2015
 
»Dass dieses phasenweise ergreifende Buch dennoch vor allem ein großes Lesevergnügen ist, liegt an Tilman Spenglers subtiler Ironie, mit der er seine Geschichten veredelt. [.]. Die 15 Tableaus, die Spengler von der Taufe bis zur Totenfeier Immendorffs entfaltet, erheben nicht den Anspruch auf eine vollständige Künstlerbiografie. Aber sie verdichten sich doch zu einem Porträt mit erhellenden Erkenntnissen.«, abendzeitung-muenchen.de, Volker Isfort, 03.09.2015
 
»So beginnt eine Biografie zwischen Dichtung und Wahrheit, die viel über den Künstler erzählt und ganz nebenbei den Kunst- und Politbetrieb heftig auf die Schippe nimmt.«, Express Düsseldorf (dpa), 02.09.2015
 
»Eine schräge Hommage in Romanform hat Tilman Spengler seinem Freund Jörg Immendorff gewidmet. Es ist eine Komödie über die Kunst, bei der man sich fragt, was darin Dichtung und was Wahrheit ist.«, focus.de (dpa), 01.09.2015
 
»Die spöttisch-ironische 'fiktionale Biografie', die nebenbei den Kunst- und Politbetrieb auf die Schippe nimmt, hätte dem 2007 an einer unheilbaren Nervenkrankheit gestorbenen Immendorff sicher auch gefallen.«, dpa Basisdienst, Dorothea Hülsmeier, 01.09.2015
 
»'Waghalsiger Versuch, in der Luft zu kleben' ist rundum geglückt. Alle in diesem Titel angemerkten Unmöglichkeiten meistert der Schriftsteller und Freund mit einer sicher schwer erarbeiteten Leichtigkeit, als klebe er eben in der Luft. Das Buch ist deswegen ein Lesevergnügen auch für jene, die sich weder für den berühmten Maler Immendorff noch für die Bildende Kunst interessieren.«, Münchner Merkur, Simone Dattenberger, 31.08.2015
 
»Spengler gelingt auf heiter-hyper-reale Weise die Figuren des Romans unmittelbar erscheinen zu lassen. Ein erfischender Zeitroman.«, kultur-punkt.ch, Walter Prankl, 26.08.2015
 
»Jörg Immendorff hat ein turbulentes und schonungsloses Künstlerleben geführt. Gut acht Jahre nach seinem Tod erscheint Ende des Monats der erste Roman über ihn. Geschrieben hat ihn der Autor und Immendorff-Freund Tilman Spengler.«, Rheinischen Post, Lothar Schröder, 13.08.2015
 
»Bei all fein geschliffener Ironie, mit der Spengler in seinen Geschichtchen auch Immendorff selbst bedenkt, macht er keinen Hehl daraus, wie sehr er ihn als Künstler schätzt. Diese Meinung muss man nicht teilen, um den Roman mit Freude und Gewinn zu lesen.«, Münchner Feuilleton, Florian Welle, 01.08.2015

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