Visionen der Nacht - Der geheime Bund

Der geheime Bund
 
Lisa J. Smith (Autor)
 
Random House ebook (Verlag)
1. Auflage | erschienen am 21. Juni 2011 | 288 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-641-06793-9 (ISBN)
 
Kaitlyn, Rob, Gabriel, Lewis und Anna sind auf der Flucht vor Mr Zetes. Ihr Ziel: Ein geheimnisvoller Ort, den sie nur aus ihren Träumen kennen - und der ihnen die Erlösung von einem tödlichen Bann verheißt. Doch auf dem gefährlichen Weg dorthin können sie niemandem trauen außer sich selbst. Da entdeckt Kaitlyn, dass auch Gabriel ein dunkles Geheimnis hütet ...



Lisa J. Smith hat schon früh mit dem Schreiben begonnen. Ihren ersten Roman veröffentlichte sie bereits während ihres Studiums. Sie lebt mit einem Hund, einer Katze und ungefähr 10.000 Büchern im Norden Kaliforniens.
Visionen der Nacht | 02
Anne Emmert
Deutsch
0,37 MB
978-3-641-06793-9 (9783641067939)
3641067936 (3641067936)
weitere Ausgaben werden ermittelt
"KAPITEL ZWÖLF (S. 115-116)

»Die Fähre legt um 8 Uhr 20 in Port Angeles ab«, erklärte Anna, als sie und Kaitlyn sich eilig anzogen. »Es hat wieder angefangen zu regnen«, sagte Kaitlyn. Ein paar Minuten später trafen sie sich vor der Haustür. Vom hinteren Teil des Hauses hörten sie Geräusche, so, als wäre jemand aufgewacht. »Sollen wir keine Nachricht hinterlassen?«, flüsterte Lewis. Anna seufzte. »Sie wissen es auch so«, sagte sie. »Ich lasse ihnen die Akten hier«, sagt Rob. »Vielleicht können sie etwas damit anfangen.«

Gabriel schnaubte verächtlich. Als sie ins Freie kamen, war der Himmel wolkenverhangen. Auf dem Weg nach Port Angeles schien der Regen horizontal auf sie herabzuprasseln. Wenn sie Lüftung und Heizung auf die höchste Stufe stellten, blieb die Windschutzscheibe frei, doch die Wärme brannte ihnen auf der Haut. Stellten sie beides herunter, war die Scheibe in kürzester Zeit beschlagen. Auch wenn sie die Fenster herunterkurbelten, waren die Scheiben frei, doch dann wären sie binnen kürzester Zeit erfroren. Am Fähranleger war das Wasser dunkelblau mit einem Stich Grün darin. Sie reihten sich in die Autoschlange ein und fuhren schließlich in den Bauch der großen Fähre.

Die Überfahrt kostet fünfundzwanzig Dollar. Kaitlyn bezahlte, weil Lydia nur Kreditkarten dabeihatte. Als sie auf dem Passagierdeck standen, beobachtete Kaitlyn, wie das Wasser zu beiden Seiten vom Schiffsrumpf verdrängt wurde. Wir sind auf dem Weg nach Kanada, dachte sie. Sie hatte die USA vorher noch nie verlassen. Sie trank gerade mit Rob eine Cola aus dem Getränkeautomaten, als Lewis atemlos auf sie zustürmte. »Es gibt Ärger«, japste er. »Ich habe mich auf der Toilette gerade mit ein paar Jungs unterhalten. Sie sagen, wenn man noch nicht achtzehn ist, braucht man für die Einreise nach Kanada eine Zustimmungserklärung. «

»Eine was?« »Einen Wisch von deinen Eltern oder so etwas, glaube ich. Da muss drinstehen, wer du bist und wie lange du im Land bleiben willst.« »Oh wunderbar.« Kaitlyn sah Rob fragend an, doch der zuckte nur die Schultern. »Was können wir schon tun? Wir müssen einfach hoffen, dass sie uns nicht danach fragen.« »Ich bin sowieso achtzehn«, sagte Lydia. »Ich fahre. Vielleicht könnt ihr anderen euch älter stellen.« Eine Stunde später legte die Fähre im Hafen von Victoria an. Kaitlyn blieb die Luft weg. Die Sonne kam gerade heraus, und der Hafen bot einen Anblick, der geradezu danach schrie, gemalt zu werden. Auf dem Wasser tanzten unzählige kleine Segelboote, und hinter der Hafenmauer erhoben sich altehrwürdige roséfarbene und weiße Häuser.

Doch zum Malen war jetzt keine Zeit. Sie mussten ins Unterdeck und das Auto holen. Während sie an der Zollkontrolle warteten, zog sich der Knoten in Kaitlyns Magen immer enger zu. »Wo wohnen Sie?«, fragte ein Zollbeamter mit Sonnenbrille Lydia. Lydias Finger schlossen sich kaum merklich um das Lenkrad. »In Kalifornien«, antwortete sie lächelnd. Der Beamte erwiderte ihr Lächeln nicht. Er ließ sich Lydias Führerschein zeigen und fragte, wo genau sie hinwollten und wie lange ihr Aufenthalt in Kanada dauern werde. Lydia antwortete in einem beiläufigen, gelassenen Ton.

Dann beugte sich der Beamte weiter hinunter und musterte die anderen Insassen. Macht euch älter, beschwor Kaitlyn die anderen. Sie richteten sich alle auf und versuchten, reif und gelangweilt zu wirken. Der Zollbeamte zuckte nicht mit der Wimper. Er sah einen nach dem anderen an und richtete sich dann auf. »Ist einer von ihnen unter achtzehn?«, fragte er Lydia. Kaitlyns Magen machte noch einmal Kopfstand. Wenn er ihre Führerscheine sehen wollte, wäre klar, dass sie alle unter achtzehn waren. Und dann würde er nach der Zustimmungserklärung fragen. Lydia zögerte fast unmerklich. Dann sagte sie: »Oh, nein, nein.« Sie sagte es leichthin, mit einer wegwerfenden Handbewegung. Kaitlyn bewunderte sie dafür. So klein und zierlich Lydia war, so erwachsen und selbstsicher wirkte sie."

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