Lassiter Sammelband 1813 - Western

 
 
Bastei Lübbe (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 7. Juli 2020
  • |
  • 192 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7325-9148-0 (ISBN)
 
Seit über 30 Jahren reitet Lassiter schon als Agent der "Brigade Sieben" durch den amerikanischen Westen und mit über 2000 Folgen, mehr als 200 Taschenbüchern, zeitweilig drei Auflagen parallel und einer Gesamtauflage von über 200 Millionen Exemplaren gilt Lassiter damit heute nicht nur als DER erotische Western, sondern auch als eine der erfolgreichsten Western-Serien überhaupt. Dieser Sammelband enthält die Folgen 2320, 2321 und 2322. Sitzen Sie auf und erleben Sie die ebenso spannenden wie erotischen Abenteuer um Lassiter, den härtesten Mann seiner Zeit! 2320: Brennende Weiden Der Bretterverschlag an der Südweide der Stonefork Ranch war neun Fuß hoch und sechzehn Fuß lang. Seit Jahr und Tag war der Verschlag mit alten Strohballen zugestopft, die wie Zunder in Flammen aufgehen würden. Die Rancher im Calabasas Valley würden glauben, dass sich die Ballen durch die Mittagshitze entzündet hatte. "Komm schon!", raunte der Mann im lehmbraunen Staubmantel und winkte seinem Gefährten. "Stell das Pulver dort drüben ab!" Der andere Berittene stieg aus dem Sattel und schleppte eine Ledertasche herüber. Als er sie im Schatten der Bretterwand abgestellt hatte, trat der andere Mann hinzu und rollte die Lunte aus. "Höchstens eine Viertelstunde", schätzte er die Länge der Zündschnur. "Stecken wir sie an und verschwinden!" 2321: Der Ripper von Memphis Betsy Malone zog sich den Slip über die ausladenden Hüften, und ihre kirschrot geschminkten Lippen kräuselten sich zu einem verruchten Lächeln. Sie klimperte mit den langen Wimpern, als der ältere Mann eine Handvoll Dollarscheine auf das Bett fallen ließ. "Das ist wirklich großzügig von dir, Burt", gurrte sie, und der Grauhaarige grinste breit. "Du hast es dir mehr als verdient, Schätzchen", brummte er, bevor er sich zur Tür wandte. "Man sieht sich." "Jederzeit!", rief sie ihm nach, doch ihr Lächeln erstarb, sobald sich die Tür hinter dem Mann geschlossen hatte. Sie warf sich eine Stola über den nackten Oberkörper und griff nach der glimmenden Zigarette im Aschenbecher, bevor sie auf den Balkon hinaustrat. "Blöder Mistkerl", murmelte sie und rieb sich das schmerzende Hinterteil, während sie hinunter auf die belebte nächtliche Gasse im Hafenviertel von Memphis blickte. "Betsy, Betsy", flüsterte jemand hinter ihr, und die Dirne erstarrte. "Spricht man so über seine Kunden?" 2322: Lassiter und der Bastard Der Priester erhob sich und wies Lassiter den Stuhl am Kopfende des Betts zu. "Er ist nun bereit", sagte der Geistliche und folgte den Familienangehörigen, die das Zimmer verließen. Das Schließgeräusch der Tür klang überlaut, als Lassiter mit dem Colonel allein war. Dessen Augen leuchteten ein letztes Mal auf, nachdem er unendlich lange gebraucht hatte, bis er den Mann der Brigade Sieben an seinem Bett erkannte. "Mein Freund!", versuchte der Sterbende freudig auszurufen, doch seine Stimme war nur noch ein schwacher Hauch und sein Blick verlor sich im Nichts. Lassiter beugte sich über das Gesicht des Colonels, das tief ins Kissen gesunken und erschreckend bleich war. "Ich bin hier", sagte er mit belegter Stimme. "Höre meinen letzten Wunsch", wisperte der Todgeweihte. "Töte einen Mann für mich."
1. Aufl. 2020
  • Deutsch
  • Köln
  • |
  • Deutschland
  • 6,51 MB
978-3-7325-9148-0 (9783732591480)

Calabasas Valley, April 1865

Die Einheit von Captain William Patterson war in der vergangenen Nacht gerade einmal vier Meilen vorangekommen und hatte für den Abstieg die Route über die Rhyolite Ridge gewählt. Die Soldaten halfen sich gegenseitig einen steinigen Geröllhang hinunter und machten keinen Hehl daraus, dass ihr Captain sie in die Bredouille gebracht hatte.

»Verdammt, Captain Patterson!«, rief ein älterer Unionssoldat. Er hatte eine Büchse geschultert und grinste über beide Ohren. »Sobald wir dieses verfluchte Tal hinter uns haben, setzt es 'ne Runde! Es kann doch nicht angehen, dass wir in den letzten Tagen dieses Höllenkrieges noch über den Jordan gehen!«

Die Kunde von den Truppen unter General Ulysses S. Grant, die Richmond eingeschlossen und eine Belagerung begonnen hatten, war selbst bis zu Patterson in die Silver Peak Range vorgedrungen. Die Tage der aufgeriebenen Südstaatenarmee waren gezählt, und bald würde - ging man nach der Vernunft - einer der Generäle im Süden seine Kapitulation erklären. Nach einer guten halben Million Toten würde der Frieden nach Amerika zurückkehren.

»Reiß das Maul nicht so weit auf!«, rief ein Sergeant aus der Menge der Soldaten. »Du weißt so gut wie wir alle, dass dieses gottverdammte Gold für die Mexikaner gedacht war! Der Captain kann nichts dafür, dass wir's jetzt vergraben müssen!«

Obgleich sich Patterson im Inneren dagegen sträubte, wusste er doch, dass der Sergeant recht hatte. Sie waren mit einer Wagenladung Goldbarren aus Kalifornien aufgebrochen und würden es nun auf halbem Wege in der Silver Peak Range verscharren müssen. Die entsprechende Order war aus dem Kriegsministerium gekommen. Ein halber Monat voller Entbehrungen und Gefahren hatte damit seinen Sinn verloren.

»Hört auf zu streiten!«, rief Patterson und befahl mit einem Handzeichen Ruhe. Er ließ den Blick über das Calabasas Valley gleiten, dessen idyllischer Friede darüber hinwegtäuschte, dass die Männer in einer höchst heiklen Mission unterwegs waren. »Sergeant, Sie übernehmen die Führung für das Gespann! Der Rest sichert den Hang! Noch sind wir nicht an der Stonefork Ranch!«

Das Oberkommando in Washington hatte Patterson die strikte Order überbringen lassen, dass das Gold nahe der Scheune der Stonefork Ranch zu vergraben war. Die Ranch stand auf Regierungsland und war schon seit Jahren verlassen. Der Befehl sah zudem vor, dass nicht mehr als vier Männer im Regiment von dem Versteck wussten.

Patterson hatte drei seiner treuesten Untergebenen ausgewählt.

Den Anfang machte Captain John Forsyth, ein schlanker Brite mit lockerem Mundwerk, der mit Patterson bereits einige Schlachten gegen die Südstaatler gefochten hatte. Die beiden Soldaten verband eine innige Freundschaft, die seit dem Tod von Forsyth Frau Mary noch tiefer geworden war. Vor einigen Tagen hatte Forsyth Patterson anvertraut, dass er eher freiwillig in den Tod ging, als Marys Grab mit einer »frischen Leidenschaft« zu beschmutzen, wie er sich seinem Kommandanten gegenüber ausgedrückt hatte.

Der Zweite im Bunde war Sergeant Robert Elkenshire, ebenfalls gebürtiger Brite und nicht auf den Mund gefallen. Patterson und er kannten sich von den Pokerstammtischen, die man in Fort Laramie abgehalten und die nicht selten jemand mit leeren Taschen verlassen hatte. Elkenshire war gerade heraus, konnte jedoch ein anvertrautes Geheimnis bewahren, als ginge es um das Erbe seiner Mutter.

Der letzte Mann in Pattersons Riege war ein junger Rekrut namens Dave Jenkins, der zu seinem Kommandanten wie zu einem Vater aufsah. Der Junge und Patterson waren sich in San Francisco begegnet, als Jenkins sich soeben für den Militärdienst eingeschrieben hatte. Mit seiner aufrechten Art und dem glänzenden Ehrgeiz war er binnen weniger Jahre zu Pattersons rechter Hand geworden, was die Belange des Feldlagers und der Truppenversorgung anging.

Wenige Stunden später standen die drei Genannten vor Patterson.

Sie hatten nicht die blasseste Ahnung, aus welchem Grund sie der Kommandant gerufen hatte, und insbesondere Forsyth schien die Unwissenheit ganz und gar nicht zu schätzen. Er verlagerte das Gewicht ständig von einem Fuß auf den anderen und stemmte ungeduldig die Arme in die Seiten.

»Unruhig, Captain?«, fragte Patterson und setzte ein schmales Lächeln auf. Er blinzelte in die Abenddämmerung, die wie ein rötliches Tuch über den Berggipfeln der Silver Peak Range hing. »Sie müssen sich noch etwas in Geduld üben.«

»Nicht eben leicht, Sir«, erwiderte Forsyth und blickte zu seinem Landsmann Elkenshire. Die beiden Männer - so wusste Patterson - kamen nicht allzu gut miteinander aus. »Wie geht's Ihnen damit, Sergeant?«

Elkenshire verzog keine Miene und schob sich die Uniformmütze aus der faltigen Stirn. Er war den ganzen Tag im hinteren Drittel des Zugs geritten und machte einen erschöpften Eindruck. »Ich lasse mich nicht von Mutmaßungen leiten, Captain Forsyth. Auf diese Weise kommt man unbeschwerter durchs Leben.«

Der jüngere Dave Jenkins, der links von Elkenshire und Forsyth stand, gab ein höfliches Lachen von sich. Er enthielt sich jeglichen Kommentars, wodurch sich Pattersons Sympathien für ihn vermehrten.

»Nach Einbruch der Dunkelheit«, begann der Kommandant in gedämpftem Ton, »werde ich die Einheit anweisen, insgesamt vier Gruben auf dem Gelände der Ranch auszuheben. Jeder von uns wird eine der Grabungen bewachen. Keiner der beteiligten Soldaten darf von den anderen Gruben erfahren.«

»Vier Gruben?«, stutzte Forsyth. »Die Goldkisten passen ohne Schwierigkeiten in eine Grube.«

Elkenshire hob die Brauen und wandte sich mit spöttischer Miene ab. Er schien längst zu ahnen, worauf Patterson mit seinen Erläuterungen hinauswollte.

»Was habe ich gesagt, Sergeant?«, verwahrte sich Forsyth und schüttelte den Kopf. »Sie glauben wohl, Sie hätten die Weisheit für sich gepachtet, Sergeant Elkenshire!«

Patterson hob beschwichtigend die Arme. »Keinen Streit, meine Herren! Ich wiederhole lediglich die Order, die ich vom Oberkommando in Washington bekommen habe.«

»Schon gut!«, brummte Forsyth und beruhigte sich. »Fahren Sie fort, Kommandant.«

Die Männer scharten sich wieder dichter um Patterson, der seine Rede mit ruhiger Stimme fortsetzte. »Vier Gruben und vier Männer. Ich werde in der Nacht entscheiden, wohin das Gold gebracht wird.« Er sah seine Untergebenen nacheinander an. »Sie und ich allein werden diese Aufgabe übernehmen.«

Forsyth und Elkenshire nickten, dann schloss sich ihnen auch der junge Jenkins an.

»Außer uns kennt niemand dieses Versteck«, schärfte Patterson seinen Leuten ein. »Es muss ein Geheimnis bleiben.«

***

Deep Springs, zwanzig Jahre später

Die schwellenden Brüste der Dorfschullehrerin Lilly Bowders hätten an diesem Morgen Lassiters einzige Sorge sein können, wäre nicht das Telegramm aus Washington in seiner Jackentasche gewesen. Er hatte die Nachricht am Vorabend von einem Boten überbracht bekommen, der atemlos ins Furberry Inn gestürzt und sich nach einem Mister Lessister erkundigt hatte. Die Lehrerin war so liebenswürdig gewesen, die Handschrift des Postmeisters zu entziffern und das Schreiben seinem rechtmäßigen Besitzer zukommen zu lassen.

Diese Gefälligkeit bezahlte sie nun mit pulsierender Lust.

»O Lassiter!«, hauchte Lilly und schloss die mit schwarzem Kajal umrandeten Lider. Sie krallte die Hände in Lassiters Rücken und umschlang mit den Beinen seine Lenden. »Du bringst mich noch um den Verstand!«

Sie hatten es gerade noch in die Besenkammer unter der Treppe des Hotels geschafft, ehe Lilly dem Mann der Brigade Sieben die Kleider vom Leib gezerrt und sich mit gespreizten Beinen auf die Kiste von Shum's Cleaning Supplies gelegt hatte. Die Lehrerin mit den roten Locken hatte Lassiter begierig angefunkelt und ihm mitgeteilt, dass er das Furberry Inn nicht ohne einen Tribut verlassen würde.

»Halt still!«, stöhnte Lassiter und hielt die Beine der schönen Rothaarigen mit beiden Händen gepackt. Er hatte seit einer guten Woche keine Schäferstündchen genossen und war entschlossen, seiner schönen Gespielin zu geben, wonach sie mit ihrem ganzen Körper verlangte.

Und was für ein Körper das war!

Die wohlgeformten Brüste glichen zwei marmornen Halbkugeln, die selbst Michelangelo nicht schöner hätte aus dem Stein schlagen können. Sie besaßen selbst in der Hitze der Erregung noch solche Anmut, dass Lassiter den Blick nicht abwenden konnte. Jedes Zucken der harten Knospen, die unter Lassiters Stöße erbebten, ließ ihm mehr Hitze in den Unterleib schießen.

»Nicht aufhören!«, keuchte Lilly und öffnete die hellblauen Augen. »Du darfst nicht . nachlassen, hörst du?«

Wieder musste Lassiter an das Telegramm in seiner Jackentasche und den damit verbundenen Auftrag denken. Er vertrieb die störenden Überlegungen, indem er Lilly auf den Bauch warf und sich von hinten zwischen ihre Schenkel drängte. Die Lehrerin ließ sich jeden seiner festen Griffe gefallen und schrie wollüstig auf. Sie hielt sich mit beiden Händen an der Lagerkiste fest und warf ihren Lockenschopf von einer Seite zur anderen. »Noch ein paar Sekunden! Mir kommt's gleich!«

Das Flehen der Rothaarigen ging in wohliges Wimmern über, als Lassiter zu einer neuerlichen Serie harter Stöße ansetzte. Er gab seiner Geliebten einen zärtlichen Klaps auf die...

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