Wir brauchen Euch!

Wie sich die Generation 50plus engagieren und verwirklichen kann
 
 
Murmann Publishers
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 31. August 2011
  • |
  • 300 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-86774-171-2 (ISBN)
 
Die beiden Leiter des Kölner Generali Zukunftsfonds Roland Krüger und Loring Sittler leisten mit diesem Buch echte Pionierarbeit.In ihrem Blickpunkt steht die Generation 50+ und ihre künftigen Lebensperspektiven. In einer Gesellschaft der langen Lebensläufe suchen die Älteren immer stärker nach sinnvollen Aufgaben und Lebenskonzepten. In diesem Buch steht konkret, was man tun kann, wie es geht, warum es gut ist und was jeder davon hat!

ROLAND KRÜGER und LORING SITTLER sind Leiter des Generali Zukunftsfonds in Köln. Dessen Ziel ist es, ziviles Engagement zu stärken und mehr Menschen dazu zu bewegen, Initiative zu ergreifen und sich für eine neue Bürgergesellschaft einzusetzen.
  • Deutsch
  • Hamburg
  • |
  • Deutschland
  • 0,54 MB
978-3-86774-171-2 (9783867741712)
3867741719 (3867741719)
weitere Ausgaben werden ermittelt
ROLAND KRÜGER und LORING SITTLER sind Leiter des Generali Zukunftsfonds in Köln. Dessen Ziel ist es, ziviles Engagement zu stärken und mehr Menschen dazu zu bewegen, Initiative zu ergreifen und sich für eine neue Bürgergesellschaft einzusetzen.
  • Verlag
  • Inhalt
  • Einleitung: Die stille Altersrevolution
  • Die neuen Älteren
  • Bürgerschaftliches Engagement in Deutschland
  • Einladung zum Engagement
  • I. Generation 50plus - Engagement und Perspektiven
  • 1. Keine Lust auf Ruhestand
  • 2. Bismarcks Rentenkalkül
  • 3. Altern neu erfinden
  • 4. An der Hand von Vater Staat
  • 5. Düstere Aussichten
  • 6. Teure Baustellen
  • 7. Schrumpfen muss nicht weh tun
  • 8. Verantwortung in Bürgerhand
  • 9. Der dreibeinige Hocker
  • 10. Das öffentliche Wohnzimmer
  • 11. Lebensentwürfe 50plus
  • 12. Ein Blick in die Zukunft
  • 13. Die Kraft der Altersbilder
  • 14. Zeit des Umbruchs
  • 16. Stärken des Alters
  • 17. Mythos Altersschwäche
  • 18. Kann man Weisheit lernen?
  • 19. Alter neu denken
  • 20. Weltenbummler mit Erfahrungswissen
  • II. Bürgerengagement im Überblick
  • 1. Keine Zeit, keine Lust, keine Ahnung? - Argumente für Bürgerengagement
  • 2. Bürgerschaftliches Engagement im internationalen und regionalen Vergleich
  • 3. Wir wollen keine Handlanger sein!
  • 4. Was bürgerschaftlich engagierte Menschen bewegt
  • 5. Was heißt »bürgerschaftliches Engagement«?
  • 6. Bürgerengagement gegen Bares?
  • 7. Wurzeln und Wandel des Ehrenamts
  • 8. Engagiert im Netz
  • 9. Wertschöpfung für das Gemeinwohl
  • 10. Ein ganzes Dorf wird Wirt
  • 11. Gesellschaft vom Bürger hinauf denken
  • 12. Von der Arbeits- zur Tätigkeitsgesellschaft
  • 13. Brücken bauen
  • 14. Kulturpassage - Investitionen in sozial erneuerbare Energien
  • Exkurs: Übergangsmanagement in Unternehmen
  • 1. Oldies but Goldies
  • 2. Engagiert in den Ruhestand
  • 3. Die tun was - bürgerschaftliches Engagement bei Ford
  • 4. Engagementförderung im Unternehmen verbindet
  • 5. Die Sinne fürs Gemeinwohl schärfen
  • III. Wir brauchen euch! - Handlungsfelder für Engagierte
  • 1. Bildung und Arbeitsmarkt: Kümmerer dringend gesucht!
  • 2. Pflege- und Gesundheitssystem: Patienten brauchen mehr als Medizin und Pflege
  • 3. Die Welt vor unserer Haustür: Gestaltungsmacht in Bürgerhand
  • Nachwort
  • 1. Wir brauchen euch!
  • 2. Ihr braucht auch Hilfe und Unterstützung im Alter!
  • 3. Gestaltet die Phase des Alterns!
  • 4. Habt Spaß - auch am Engagement!
  • 5. Seid Vorbilder!
  • Anmerkungen
  • Über die Autoren
  • Impressum
"III. Wir brauchen euch! – Handlungsfelder für Engagierte (S. 106-107)

Im dritten Teil des Buchs geht es um jene »Dauerbaustellen« unserer Gesellschaft, die angesichts des demografischen Wandels dringlicher denn je in Ordnung gebracht werden müssen: Bildungssystem und Arbeitsmarkt, Pflege und Gesundheitssystem, Integration und soziale Verwerfungen in Städten und Kommunen. Mit der Bewältigung dieser Herkulesaufgabe ist die Politik allein hoffnungslos überfordert.

Außerdem macht die endlose Flut von Reformen und Reförmchen deutlich, dass Problemlösungen »von oben« weit weniger nachhaltig sind als solche, die »von unten« – aus der Bürgerschaft – kommen. »Manchmal ist bürgerschaftliches Engagement wie eine Sendeantenne auf einem Problem«, hat der Soziologe Konrad Hummel in einem Vortrag einmal gesagt. Im Folgenden werden wir eine Vielzahl solcher »Antennen« vorstellen in der Hoffnung, dass die von dort gesendeten Signale viele Empfänger finden.

1. Bildung und Arbeitsmarkt: Kümmerer dringend gesucht!

»Es gibt nur eine Sache in der Welt,
die teurer ist als Bildung: keine Bildung.«
(John F. Kennedy)

Zur Sache, Schätzchen


Uschi Glas war schockiert, als sie hörte, was da eben im Radio gesagt wurde: Viele Grundschüler kommen mit leerem Magen in die Schule und können dem Lehrstoff nicht mehr richtig folgen. Die Münchner Schauspielerin mochte kaum glauben, dass selbst in ihrer reichen Heimatstadt Kinder morgens das Haus ohne Frühstück, ohne Pausenbrot und ohne Geld für einen Snack verlassen. Um sich Gewissheit zu verschaffen, sprach sie mit einigen Schulleitern und schickte schließlich einen Erhebungsbogen an 140 Münchner Grundschulen.

Das Ergebnis: Rund 3000 Kinder sitzen hungrig im Unterricht und haben Schwierigkeiten, sich auf den Unterrichtsstoff zu konzentrieren. Aus einem Mangel an Geld oder Zeit oder an beidem wird offenbar in vielen Familien nicht mehr, wie früher üblich, gemeinsam gefrühstückt. Uschi Glas beschloss, sofort zu handeln. Zunächst verteilte sie mit ihrem Mann, dem Unternehmensberater Dieter Hermann, an den Grundschulen »Notfallboxen«, gefüllt mit Zwieback, Butterkeksen und Müsliriegeln.

Dann, im Frühjahr 2009, gründete sie gemeinsam mit ihrem Mann und einem befreundeten Rechtsanwalt den Verein brotZeit e. V. Innerhalb von wenigen Monaten war alles organisiert: Eine Stiftung wird als Mitstreiter ins Boot geholt und ein Lebensmitteldiscounter erklärt sich bereit, die Frühstückszutaten zu liefern. Die tragenden Säulen des Projekts aber sind mittlerweile etwa 60 Münchner Senioren – Frauen und Männer, die das Schulfrühstück zubereiten, mit am Tisch sitzen und den Kindern etwas von ihrer Zeit widmen.

Inzwischen decken die freiwilligen Helfer täglich an 20 Münchner und sieben Berliner Grundschulen die Frühstücktische. Es gibt Milch, Müsli, Obst, Brot, Wurst, Käse und Marmelade – ein gesundes Frühstück, das fit für die langen Unterrichtsstunden macht. Der Zuspruch ist groß, viele Kinder kommen schon um Viertel nach sieben in die Schule, frühstücken ausgiebig und gehen dann satt und ausgeglichen in den Unterricht. Doch nicht nur der leere Magen wird gefüllt, es entsteht auch mehr Kommunikation, zwischen den Kindern selbst und mit den Senioren."

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