Kursbuch Stoffwechsel

Hunger oder Appetit? Warum wir die Unschuld beim Essen verloren haben
 
 
Random House ebook (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 18. März 2011
  • |
  • 256 Seiten
 
E-Book | PDF mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-641-54842-1 (ISBN)
 
Die komplizierten Vorgänge des menschlichen Organismus auf beste populärwissenschaftliche Weise vermittelt
Jeder Mensch ist so gesund wie sein Stoffwechsel, denn ohne diesen gäbe es kein Leben. Um den Stoffwechsel in Gang zu halten, muss der Mensch essen und trinken, bei jeder Mahlzeit werden Nährstoffe in 'Körperstoffe' umgewandelt. Diese biochemischen Vorgänge dienen dem Aufbau und dem Erhalt der Körpersubstanz, der Energiegewinnung und der Aufrechterhaltung der Vitalfunktionen. Ein gestörter Stoffwechsel kann zum Beispiel zu Übergewicht oder Bluthochdruck führen und die Lebensqualität stark beeinträchtigen. Welche Grundnährstoffe notwendig sind, damit unser Körper den Bau- und Betriebsstoffwechsel leisten kann, was der Nährstoffgehalt unserer Lebensmittel mit unserer Gesundheit, unserem Hunger, unserem Appetit und einem angemessenen Gewicht zu tun hat, das zeigt dieses Buch.


Martina Sieber-Mahler war Lehrerin und Lektorin, bevor sie sich - motiviert durch eine eigene Erkrankung - der Naturheilkunde zuwandte. Seit 2000 führt sie das Institut und die Praxis federleicht in Stuttgart. In ihrer Praxis sowie in Ihrer Seminar- und Vortragsarbeit liegen die Schwerpunkte in der Ernährungs- und Stoffwechselmedizin.
Mehr Infos unter: www.praxis-federleicht.de
weitere Ausgaben werden ermittelt
Martina Sieber-Mahler war Lehrerin und Lektorin, bevor sie sich - motiviert durch eine eigene Erkrankung - der Naturheilkunde zuwandte. Seit 2000 führt sie das Institut und die Praxis federleicht in Stuttgart. In ihrer Praxis sowie in Ihrer Seminar- und Vortragsarbeit liegen die Schwerpunkte in der Ernährungs- und Stoffwechselmedizin. Mehr Infos unter: www.praxis-federleicht.de
1 - Inhalt [Seite 6]
2 - Vorwort [Seite 11]
3 - Prolog: DER GANZ NORMALE WAHNSINN [Seite 16]
3.1 - Ausstieg aus dem Teufelskreis [Seite 20]
3.2 - Aus dem Gleichgewicht [Seite 22]
4 - 1 ERNÄHRUNG HEUTE [Seite 22]
4.1 - Medicus curat - natura sanat [Seite 23]
4.2 - Guten Appetit? [Seite 25]
4.3 - Starten Sie durch! [Seite 26]
5 - 2 HUNGER ENTSTEHT IM KOPF [Seite 27]
5.1 - Der Hypothalamus - unser Essensdirigent [Seite 27]
5.2 - Die Hungerspirale [Seite 30]
5.3 - Appetit in unserer individuellen Umgebung [Seite 32]
5.4 - Was Essen mit der Seele zu tun hat [Seite 34]
5.5 - Die zweifelhafte Rolle der Industrie [Seite 35]
5.6 - Zeit für Veränderung! [Seite 36]
6 - 3 UNSER STOFFWECHSEL [Seite 38]
6.1 - Wie aus Nährstoffen Körperstoffe werden [Seite 38]
6.2 - Die Bedeutung der Nährstoffe [Seite 42]
6.3 - Die Bedeutung des Wassers [Seite 42]
6.4 - Die Bedeutung der Regelmäßigkeit [Seite 44]
6.5 - Die metabolische Landkarte - vom Mund bis zur Leber [Seite 45]
6.6 - Den Akku aufladen [Seite 48]
6.7 - Zucker und Fett haben viel miteinander zu tun [Seite 52]
6.8 - Eiweiße sind lebensnotwendig [Seite 54]
6.9 - Der Biorhythmus der Energiebereitstellung [Seite 54]
6.10 - Protagonisten des Stoff­­­- wechsels - oder: Wer erledigt welchen metabolischen Job? [Seite 56]
6.11 - Wichtige Bewohner des Verdauungssystems: Bakterien [Seite 64]
6.12 - Probleme mit der Verdauung und was es mit ihnen auf sich haben kann [Seite 65]
6.13 - Was Leber, Galle und Bauchspeicheldrüse für die Stoffwechselbalance tun [Seite 68]
6.14 - Was wir essen und wie die Nährstoffe verdaut werden [Seite 81]
6.15 - Vitamine, Mineralstoffe und andere Hintergrund­akteure [Seite 112]
6.16 - Nährstoff-Tipps für die Praxis [Seite 126]
7 - 4 WIE HORMONE ALS BIOCHEMISCHE E-MAILS HUNGER UND SÄTTIGUNG REGULIEREN [Seite 130]
7.1 - Alte Regeln helfen bis heute [Seite 132]
7.2 - Gehirn oder Gene? [Seite 134]
7.3 - Wie wir Einfluss nehmen können [Seite 137]
7.4 - Leptin, ein Tausendsassa [Seite 144]
7.5 - Die Gegenspieler des Leptins [Seite 148]
7.6 - Immer nur ein Ziel: Energiebalance [Seite 150]
7.7 - Erkenntnisse der Forschung [Seite 150]
7.8 - Das selbstsüchtige Gehirn [Seite 152]
8 - 5 WAS ADIPOSITAS MIT ÄPFELN UND BIRNEN ZU TUN HAT [Seite 156]
8.1 - Normalgewicht oder Adipositas? Messsysteme für die Leibesfülle [Seite 158]
8.2 - Die Bedeutung von zu viel Fett [Seite 161]
8.3 - Insulin und die Resistenz gegen Insulin [Seite 164]
8.4 - Fressorgien [Seite 167]
8.5 - Wie die Teufelskreise ineinandergreifen [Seite 169]
8.6 - Die Aufgaben der Gefäßinnenwand [Seite 174]
8.7 - Krebs hat auch etwas mit Ernährung zu tun [Seite 177]
8.8 - Schlaraffenland oder Albtraum? [Seite 180]
9 - 6 EINE FRAGE DER ERNÄHRUNG [Seite 183]
9.1 - Die Situation in den Entwicklungsländern [Seite 184]
9.2 - Die Situation in den Industrieländern [Seite 185]
9.3 - Was ist passiert? [Seite 186]
9.4 - Inhaltsstoffe mit zweifelhafter Wirkung [Seite 187]
9.5 - Handeln tut not [Seite 191]
10 - 7 ÖKOSYSTEME [Seite 194]
10.1 - Der Nahrungskreislauf [Seite 195]
10.2 - Zu erwartende Veränderungen [Seite 196]
10.3 - Vernetzter Ansatz statt blinde Globalisierung [Seite 198]
10.4 - Ein Wandel ist dringend nötig [Seite 199]
10.5 - Medizinische Aspekte [Seite 200]
10.6 - Entscheidende Schnittstelle [Seite 204]
10.7 - Lösungsansätze [Seite 205]
11 - 8 FEHLER IM BETRIEBSSYSTEM... [Seite 209]
11.1 - . und wie diesen Fehlern in der Praxis beizukommen ist [Seite 210]
11.2 - Naturheilkunde als Weg zur Selbstheilung [Seite 211]
11.3 - Irenes Weg [Seite 212]
12 - 9 RÜCK- UND AUSBLICK [Seite 233]
13 - Anhang [Seite 236]
4 WIE Hormone ALS BIOCHEMISCHE E-MAILS Hunger UND Sättigung REGULIEREN
(S. 129-130)

»Die einzige Methode, gesund zu bleiben, besteht darin, zu essen, was man nicht mag, zu trinken, was man verabscheut, und zu tun, was man lieber nicht täte.«
Mark Twain, amerikanischer Schriftsteller

Den scharfzüngigen und ironischen Kommentar des Schriftstellers will ich an dieser Stelle gern zitieren, weil Sie, liebe Leser, bei der vorangegangenen Lektüre vielleicht auch schon heimlich bei sich gedacht haben, dass alles das, was Sie künftig essen sollten, einfach nicht lecker sein kann. Von dem, was Sie an Nahrung bisher bevorzugten, wissen Sie immerhin, wie es schmeckt. Sie ahnen aber inzwischen (hoffentlich) deutlicher denn je, dass es genau das falsche Essen ist, das Sie langfristig wenn nicht krank, dann zumindest dick macht und auch bleiben lässt, wenn Sie sich weiterhin nicht bewegen!

Erschwerend kommt hinzu, dass allein die Fülle der bis hier genannten Daten erst einmal ratlos machen kann. Eine wirklich ausgewogene Ernährung basiert offenbar auf sehr vielen verschiedenen Daten, die die Wissenschaft auf ständig neue Weise und mit mehr und mehr Studien zu gewinnen sucht und zu denen es immer neue Erkenntnisse gibt. Vielleicht ging es Ihnen beim Lesen deshalb ähnlich wie vielen meiner Patienten. Weil sie verwirrt und unsicher sind, reduzieren Sie diese Unüberschaubarkeit für sich (quasi »hinter vorgehaltener Hand«).

Ihr frustrierter Ausweg sieht dann so aus, dass sie einfach weitermachen wie bisher und ihren Körper den Kampf eben selbst ausfechten lassen. Als Begründung gilt für sie – in Twain’scher Manier – häufig die (ungeprüft!) fehlende Genussmöglichkeit jedweder Alternative, die auch nur einen Hauch des Gesunden haben könnte. Obwohl ich Ihnen viele fachwissenschaftliche Zusammenhänge wirklich nicht ersparen konnte, hoffe ich natürlich, dass Sie sich von mir bislang nicht nur mit Daten und Fachbegriffen überhäuft sahen.

Ich will Ihnen – im Gegenteil – gerade mit Wissensfutter erst richtig Appetit machen auf den gesunden Wohlgeschmack einer neuen, gänzlich anderen Esskultur, jenseits von Hektik, Fertignahrung und Fast Food. Kulinarisches und Wissenschaft schließen sich für mich beim Essen nämlich ganz und gar nicht aus. Beide Bereiche setzen auf echten, natürlichen Genuss und kommen deswegen auch ausgezeichnet ganz ohne »Nutraceuticals « (englisch nutrition = Ernährung; pharmaceuticals = Arznei mit tel) aus.

Das über den ganzen Tag ver teilte, künstlich gesüßte und aromatisierte »Snacking«, das Geschmack nur vortäuscht, lehnen beide aus gesundheitlichen und ästhetischen Gründen kategorisch ab. So weiß man, dass der Bauchspeicheldrüse Ruhezeiten, in denen sie nicht mit dauernden Nahrungsangeboten konfrontiert wird, ausgesprochen guttun. Die permanente Überforderung steht vor allen in den Wohlstandsgesellschaften in Verdacht, mit für die Zunahme des Bauchspeicheldrüsenkrebses verantwortlich zu sein.

Medizin und Kulinarik sehen aus ihren unterschiedlichen, sich aber optimal ergänzenden Blickwinkeln deshalb auch einen mit Vitaminen angereicherten Powerriegel durchaus nicht als eine nährwerthaltige Ersatzmahlzeit an. Für einen Gourmet dürften diese dick machenden »Geschmackserlebnisse« – wegen der fehlenden Möglichkeit, sie als feinsinniger Kenner wirklich zu genießen – ohnehin tabu sein.

Die fortschreitenden Erkenntnisse der Wissenschaft stellen fast täglich Empfehlungen auf den Kopf, die bis gestern noch galten, weil neueste Studien inzwischen mit konträren Ergebnissen aufwarten. Das bringt Konfusion nicht nur unter den Fachwissenschaften, sondern vor allem bei uns Laien. Deshalb kann ich Ihre eventuelle Frustration und Enttäuschung darüber gut verstehen, dass die Dinge in Sachen Ernährung nicht einfacher sind.

Dateiformat: PDF
Kopierschutz: Wasserzeichen-DRM (Digital Rights Management)

Systemvoraussetzungen:

Computer (Windows; MacOS X; Linux): Verwenden Sie zum Lesen die kostenlose Software Adobe Reader, Adobe Digital Editions oder einen anderen PDF-Viewer Ihrer Wahl (siehe E-Book Hilfe).

Tablet/Smartphone (Android; iOS): Installieren Sie die kostenlose App Adobe Digital Editions oder eine andere Lese-App für E-Books (siehe E-Book Hilfe).

E-Book-Reader: Bookeen, Kobo, Pocketbook, Sony, Tolino u.v.a.m. (nur bedingt: Kindle)

Das Dateiformat PDF zeigt auf jeder Hardware eine Buchseite stets identisch an. Daher ist eine PDF auch für ein komplexes Layout geeignet, wie es bei Lehr- und Fachbüchern verwendet wird (Bilder, Tabellen, Spalten, Fußnoten). Bei kleinen Displays von E-Readern oder Smartphones sind PDF leider eher nervig, weil zu viel Scrollen notwendig ist. Mit Wasserzeichen-DRM wird hier ein "weicher" Kopierschutz verwendet. Daher ist technisch zwar alles möglich - sogar eine unzulässige Weitergabe. Aber an sichtbaren und unsichtbaren Stellen wird der Käufer des E-Books als Wasserzeichen hinterlegt, sodass im Falle eines Missbrauchs die Spur zurückverfolgt werden kann.

Weitere Informationen finden Sie in unserer E-Book Hilfe.


Download (sofort verfügbar)

15,99 €
inkl. 19% MwSt.
Download / Einzel-Lizenz
PDF mit Wasserzeichen-DRM
siehe Systemvoraussetzungen
E-Book bestellen