Legal Love - Nur du und ich

 
 
Bastei Lübbe (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 1. April 2021
  • |
  • 320 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7325-9549-5 (ISBN)
 

Auf den ersten Blick scheint Meghan Ramsay alles zu haben, was man sich als Frau wünschen kann. Sie ist bildschön und Geschäftsführerin eines erfolgreichen Pharmaunternehmens. Nur in der Liebe hat sie immer wieder Pech. Um dem ganzen Stress zu entkommen, bietet ihre Freundin und Anwältin Nora ihr an, einen Kurzurlaub auf ihrem Anwesen in Cornwall zu verbringen. Nichtsahnend, dass deren Ehemann David seinen Kumpel und Geschäftspartner Jeremy für ein paar Wochen dort einquartiert hat. Zwischen Meghan und Jeremy funkt es heftig abseits des Alltags.

Zurück in London, geht Meghan davon aus, dass es für sie beide nur eine heiße Affäre war, und sie stürzt sich wieder in ihr Arbeitsleben. Der geheimnisvolle und heißblütige Anwalt geht ihr jedoch einfach nicht mehr aus dem Kopf. Als Klientin von "Padget, Knight, Woods & Collins" läuft sie ihm zu allem Überfluss auch noch ständig in der Kanzlei über den Weg. Sie versucht sich von ihm fernzuhalten, doch dann droht ihre gemeinsame Vergangenheit Meghan einzuholen ...

Dies ist der vierte und abschließende Band der heißen Anwaltsreihe rund um die Londoner Kanzlei "Padget, Knight, Woods & Collins".

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1. Aufl. 2021
  • Deutsch
  • Köln
  • |
  • Deutschland
  • 1,79 MB
978-3-7325-9549-5 (9783732595495)

4. Jerry


»Meghan Ramsay«, sagte ich seufzend. Verdammt noch mal, was tat diese Frau hier?

Zugegeben, sie bot einen angenehmen Anblick in diesem knappen schwarzen Etwas, was wohl ein Bikini sein sollte. Sport schien für sie kein Fremdwort zu sein, wenn ich mir ihren flachen Bauch und ihren wohlgeformten Hintern so ansah, auf den ich einen kurzen Blick erhaschte, als sie sich nach ihrer Sonnenbrille bückte. Ihre Haut war zart getönt, die Kaskaden ihres braunen Haares fielen ihr bis über die Schultern, und ihre braunen Augen funkelten mich lebhaft an.

Sie hatte wohl genauso wenig mit meiner Anwesenheit gerechnet wie ich mit ihrer. Ihr hübsches Äußeres täuschte aber nicht darüber hinweg, dass sie eine Frau war, die ihre Krallen auszufahren wusste. Okay, Jerry, sagte ich mir selbst. Sei bloß nett zu ihr. Sie war immerhin die Geschäftsführerin eines unserer wichtigsten Mandanten, Australian Pharma.

Ob David überhaupt wusste, dass sie hier war?

Eine Windböe erinnerte mich daran, dass ich mich abtrocknen sollte, und ich ging auf den Felsen zu, wo ich meine Sachen hingelegt hatte.

Meghan blieb in ihrer demonstrativ selbstbewussten Art stehen, wo sie war, bis ich ganz vor ihr stand.

Sie versperrte den Weg zu meinen Sachen, merkte sie das nicht?

»Dürfte ich mal an mein Handtuch?«, knurrte ich etwas harscher als beabsichtigt.

Sie hatte wirklich eine sehr gute Figur, und wenn ich sie weiter anstarrte, würde ihr auffallen, dass mir das gefiel, was ich sah. Schon jetzt wurde es ein wenig eng in meiner Shorts, und ich war froh, dass die so weit geschnitten war.

»Das Zauberwort?«, gab sie nicht sehr freundlich zurück.

Mit zusammengekniffenen Augen musterte ich sie. Ernsthaft? Wollte sie mich so von oben herab behandeln? Ich hatte ihr nie etwas getan, sondern mir große Mühe damit gegeben, ihr bei unseren bisherigen Begegnungen aus dem Weg zu gehen. Sie konnte die anderen Jungs so behandeln, wie sie wollte. Mich nicht.

Ich nahm sie an den Schultern, registrierte, dass sie ein wenig zusammenzuckte, und schob sie sacht zur Seite, um mich nach meinem Handtuch und meinen Schuhen zu bücken, die ich hinter dem Felsen verstaut hatte.

Nachdem ich mich in aller Ruhe abgetrocknet und mir das Handtuch um die Schultern geschwungen hatte, sah ich sie fragend an. »Was ist, möchtest du mich weiter anstarren wie ein hungriges Kind ein Stück Kuchen, oder erklärst du mir, was du hier machst?«

Sie gab einen empörten Laut von sich. »Verzeihung? Wer hat hier wen angestarrt?«

Ich ließ meinen Blick extra langsam über ihre nackte Haut wandern. »Touché.« Irgendwie mochte ich es, sie zu ärgern. Vermutlich, weil sie sich so leicht provozieren ließ. Ich fuhr mir durch das noch feuchte Haar und zog die Brauen hoch. »Was machst du hier, Meghan?«

»Urlaub. Und was machst du hier?«

»Ebenfalls Urlaub.« Verdammt. Ich wollte nicht, dass sie hier war. Ich brauchte die Zeit für mich allein. »Und wie lange hattest du vor, zu bleiben?«

»Eine Woche. Aber vielleicht überlege ich es mir und fahre nach dem Wochenende wieder zurück nach London.«

Eine tollwütige Katze war mit Sicherheit umgänglicher als Meghan Ramsay. »Okay.« Ich nickte. »Also, ich gehe jetzt nach oben. Bleibst du hier? Die Brandung ist echt heftig, falls du schwimmen wolltest.«

»Ich komme schon klar, vielen Dank.«

Meine Güte, ich schüttelte den Kopf und ging an ihr vorbei zum Board, das ich mir von Dave ausgeliehen hatte. Ohne noch einmal zu ihr zurückzusehen, lief ich den Pfad nach oben zum Anwesen meines Kumpels, der irgendwie vergessen hatte, mir zu sagen, dass noch ein Gast in Cornwall einziehen würde.

Nachdem ich das Surfbrett im Schuppen verstaut hatte, ging ich ins Haus und suchte nach meinem Handy. Es lag im Wohnzimmer auf dem Couchtisch. Dave ging nach dem zweiten Klingeln ran.

»Hey, Kumpel, alles klar bei dir?« Er ließ den Australier raushängen.

»Wenn man davon absieht, dass sich hier eine tollwütige Katze herumtreibt«, meinte ich.

»Eine Katze?«

»Du wusstest also nicht, dass Meghan Ramsay hier auftauchen würde?«

»Was?«, entfuhr es ihm überrascht, und ich glaubte ihm, dass er es nicht gewusst hatte. »Warte mal.« Er schien das Handy wegzulegen, denn ich hörte gedämpft, wie er nach seiner Frau rief und sich die beiden unterhielten, ohne dass ich die Worte verstehen konnte. Schließlich meldete er sich wieder bei mir. »Tut mir echt leid, Bro. Da gab es ein kleines Missverständnis mit Nora. Ich hatte ihr nicht gesagt, dass du die nächsten Wochen im Anwesen verbringen würdest.«

»Und hätte er es getan, hätte ich Meghan auch nicht hingeschickt«, hörte ich Nora im Hintergrund rufen.

»Ich wollte keine große Sache daraus machen.« Er seufzte.

Und dafür war ich ihm wirklich dankbar. »Ist schon okay.«

Mit dem Handy am Ohr ging ich ans Fenster und versuchte, etwas im Garten zu erkennen. War das Weibsbild immer noch unten am Strand? Der Wind frischte auf, und ich hoffte doch innigst, dass sie nicht baden gehen würde. Die Wellen waren viel zu gefährlich.

Aber warum machte ich mir darum überhaupt Sorgen? War doch ihr Problem, wenn sie nicht auf mich hören und lieber absaufen wollte. Andererseits hätte ich wohl kaum Erholung, wenn man eine Leiche aus dem Meer fischen würde.

»Nora sagt, sie wollte nur eine Woche bleiben«, erklärte Dave nun. »Meinst du, du kannst es so lange mit ihr aushalten?«

»Keine Ahnung«, maulte ich. »Sie ist schon ... anstrengend. Aber wenn es nicht anders geht, suche ich mir ein Hotel oder so was, solange sie hier ist. Wird schon gehen.«

»Wenn du was brauchst, melde dich«, bat mich mein Freund.

»Mache ich. Aber im Moment habe ich alles, was ich brauche. Ich muss duschen gehen. Bis bald.«

»Erhol dich gut.« Dave verabschiedete sich.

Ich hatte das Handy weggelegt und dachte ernsthaft darüber nach, noch einmal runter an den Strand zu gehen, als ich eine Person sah, die sich von den Böschungen durch den Garten kämpfte. Kämpfen war der richtige Begriff, denn in einer Hand hielt sie ihr Handtuch, das ihr von der nächsten Windböe fast entrissen wurde, und in der anderen ihre Tasche, während ihre Haare wie wildgeworden um sie herumflatterten.

Ich konnte an ihren Mundbewegungen erkennen, dass sie fluchte, und ich grinste zufrieden. Jetzt konnte ich ohne schlechtes Gewissen unter die Dusche gehen.

Erfrischt, sandfrei und mit einer Jogginghose und einem weißen T-Shirt bekleidet begab ich mich später in die Küche.

Rose hatte einkaufen gehen wollen. Jetzt wusste ich auch, warum. Nora hatte ihr bestimmt gesagt, dass noch ein Gast auftauchen würde. Rose war wirklich noch ganz jung, gerade mal Anfang zwanzig, hatte den Haushalt aber perfekt im Griff.

Tatsächlich war sie gerade vom Einkaufen zurück, als ich in die Küche kam, und ich half ihr dabei, die Nahrungsmittel in den Schränken zu verstauen.

»Ist Miss Ramsay angekommen?«, erkundigte sie sich, während sie eine Packung Mehl ganz oben in den Vorratsschrank räumen wollte. Sie war höchstens eins sechzig und kam an das Regalbrett nicht ran, obwohl sie sich auf die Zehenspitzen stellte.

Schmunzelnd nahm ich ihr die Mehlpackung ab und stellte sie oben in den Schrank. Es hatte seine Vorteile, größer als der Durchschnitt zu sein.

»Japp, Miss Ramsay ist angekommen«, bestätigte ich.

Irgendwas in meinem Gesicht musste verraten haben, dass ich mich darüber nicht freute.

»Hmm, aber mögen Sie denn Miss Ramsay nicht?«

Stirnrunzelnd sah ich Rose an. »Wieso sollte ich sie mögen? Oder auch nicht mögen?«

Sie legte den Kopf schief wie ein Küken und sah mich prüfend an. »Ich dachte, Sie wären ein Paar und würden hier einen romantischen Urlaub verbringen.«

Belustigt schnaufte ich und nahm einen Apfel aus dem Obstkorb. »Nein, das sind wir nicht. Ich kenne sie kaum. Und ich hatte auch nicht mit ihrer Ankunft gerechnet.«

Rose zuckte mit den Achseln und verstaute die Einkaufstaschen in der entsprechenden Schublade. Zufrieden sah sie sich um. Alles war weggepackt.

In den wenigen Tagen, die ich hier war, hatte ich die junge Frau bereits in mein Herz geschlossen. Sie erinnerte mich an meine kleine Schwester Josy, die mittlerweile in Neuseeland lebte und dort studierte. Nur dass Rose' Haar die Farbe von nassem Sand aufwies und ihre Augen so grau waren wie der englische Himmel die meiste Zeit, während meine Schwester genauso dunkles Haar wie ich selbst und eine ähnliche Augenfarbe hatte.

»Aber Sie müssen schon zugeben, dass Miss Ramsay sehr hübsch ist«, meinte Rose nun.

Sie hatte sie sicher auf Davids und Noras Hochzeit gesehen und erinnerte sich daher an sie.

»Das ist sie allerdings«, sagte ich seufzend.

»Kann ich etwas helfen?«

Ich zuckte zusammen.

Meghan stand in der Tür.

Na toll, hatte sie gehört, was wir gerade besprochen...

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