Öffentliche Freiheit und Individualität.

Hegels Kritik des moralisch-juridischen Modells politischer Kultur.
 
 
Duncker & Humblot (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 24. Mai 2017
  • |
  • 393 Seiten
 
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978-3-428-54166-9 (ISBN)
 
Die moderne Welt ist von einer Krise politischer Freiheit bedroht. Diese Diagnose Hegels bildet eine denkwürdige Konstante seiner Philosophie. Hegels Kritik gilt dabei der bürgerlich-liberalen Verfasstheit der modernen politischen Kultur, die das Versprechen, Freiheit und Gleichheit zu verwirklichen, uneingelöst lässt oder gar ins Gegenteil verkehrt: Freiheit des Einzelnen wird ununterscheidbar von einem Selbstermächtigungsanspruch, während die Gleichheit in die Nivellierung aller Unterschiede umschlägt.

Die vorliegende Studie rekonstruiert diese Diagnose Hegels und verbindet die politisch-rechtliche Reflexion mit freiheitstheoretischen Erörterungen zum Verhältnis von Sozialität und Individualität. Der Schlüssel zu Hegels Diagnose wird dabei in seiner Kritik des Legalismus der Kantischen Moralphilosophie gesucht. Hinter der Kritik eröffnet sich die Perspektive auf mögliche Auswege aus der bürgerlich-liberalen Verfasstheit der politischen Kultur. Methodisch setzt dies allerdings voraus, dass das vernunftrechtliche in ein historisch-genealogisches Denken überführt wird.
 
'Public Freedom and Individuality'

Modernity is marked by a crisis of political freedom. In providing this diagnosis, Hegel locates this crisis in the heart of the bourgeois-liberal political culture itself: Individual freedom here turns into a claim to self-empowerment while equality expresses itself as the levelling of all differences. The key to this diagnosis lies in Hegel's critique of the legalistic frame of the Kantian moral philosophy. Turning away from legalism means leaving the rational law doctrine behind in favor of a historical genealogy of normativity.
  • Dissertationsschrift
  • |
  • 2011
  • |
  • Universität Frankfurt/M.
  • Deutsch
  • Berlin
  • |
  • Deutschland
  • 3,41 MB
978-3-428-54166-9 (9783428541669)
10.3790/978-3-428-54166-9
weitere Ausgaben werden ermittelt
Tatjana Sheplyakova ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Exzellenzcluster 'Die Herausbildung normativer Ordnungen' der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Zu ihren Forschungsgebieten gehören Rechts- und Sozialphilosophie, politische Philosophie und Geschichte der Philosophie, insbesondere Klassische Deutsche Philosophie. Sie hat Philosophie, Anglistik und Interkulturelle Wirtschaftskommunikation in Jena, Brisbane und Strasbourg studiert und wurde 2011 in Frankfurt am Main promoviert.
Einleitung

Entzweiung, Entpolitisierung, Idee des Rechts - Die Kernelemente der Untersuchung: Hegels Kant-Kritik vor dem Hintergrund der Entpolitisierungsthese - Anerkennung, Recht, Staat - Von der Autonomie zur Logik der Autorisierung - Warum Hegels Naturrechtsaufsatz? - Struktur der Arbeit

1. Hegels Zeitdiagnostik: Die Krise des Öffentlichen

Die Krise politischer Freiheit: Im Vorfeld der Jenaer Modernitätskritik - Hegels Naturrechtsaufsatz - Offene Fragen

2. Hegels Kritik am moralisch-juridischen Freiheitsmodell

Die Ausgangslage: Die Diagnose der Beziehungslosigkeit - Zum Profil der Entzweiung - Hegels Kritik an Kant - Hegels Kant-Kritik: und was dann?

3. Individuelle und öffentliche Freiheit

Die Quellen der Autonomie - Modelle sozial vermittelter Freiheit und ihre Grenzen - Ästhetisch zu vollziehende Befreiung: Die Gesellschaft, die im 'Schein' wirklich ist

Siglen und Kurztitel

Literaturverzeichnis, Personen - und Sachregister
BISAC Classifikation

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