Julia Weihnachten Band 24

Weihnachtsmänner küssen besser / Im Himmelbett des Prinzen / Leidenschaft im Lichterglanz /
 
 
HarperCollins Germany (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 7. September 2011
  • |
  • 384 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Adobe DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-86349-222-9 (ISBN)
 
Weihnachtsmänner küssen besser von SHALVIS, JILL
Das ist er doch - ihr Mr. Right im Weihnachtsmannkostüm! Plötzlich kann Katie nicht anders. Sie küsst den verkleideten Kollegen leidenschaftlich unter dem Mistelzweig - und erlebt eine Überraschung: Ihr Santa Claus ist ausgerechnet der Büro-Casanova Bryan Morgan!

Im Himmelbett des Prinzen von BETTS, HEIDI
Vergeblich versucht die schöne Alandra dem faszinierenden Charme von Prinz Nicolas zu widerstehen: Nach einem romantischen Ball wird sie seine Geliebte. Bis sie am Fest der Liebe durch Zufall erfährt, dass ihr Traummann bereits einer anderen Frau versprochen ist .

Leidenschaft im Lichterglanz von DIAMOND, JACQUELINE
Ein Kind auf dem Arm ihres Exmannes? Marnie kann es nicht fassen. Mit ihr zusammen konnte Tom sich nie Kinder vorstellen! Und jetzt, im Lichterglanz des Weihnachtsbaums, entdeckt Marnie ungeahnte Zärtlichkeit in Toms Augen . Wirklich nur für seinen Sohn?
  • Deutsch
  • Hamburg
  • 0,80 MB
978-3-86349-222-9 (9783863492229)
3863492226 (3863492226)

1. KAPITEL

Marnie Afton packte gerade für eine Kundin einen Liebesroman als Geschenk ein, als plötzlich das Telefon klingelte. Sie nahm den Hörer ab und warf einen Blick auf die Wanduhr. Noch eine Stunde bis Ladenschluss.

"Afton Bücher - Schreibwaren - Geschenke, was kann ich für Sie tun?" Sie klemmte sich den Hörer zwischen Schulter und Wange, während sie das Päckchen mit einer Silberschleife und zwei kleinen Teddybären verzierte.

Ihre Großmutter am anderen Ende der Leitung kam ohne Umschweife zur Sache. "Er ist hier."

Marnie stieß vor Schreck gegen den Lesezeichenständer neben der Kasse und richtete ihn hastig wieder auf. "Was? Jetzt schon?"

"Er hat sich am Flughafen in Nashville ein Auto gemietet und ist sofort losgefahren", antwortete Jolene Afton.

"Aber er sollte doch noch auf Onkel Norbert und Tante Linda warten, um sie mitzunehmen!" Nervös ließ Marnie den Blick durch ihre Buchhandlung schweifen. Ihre einzige Kundin war die Frau, die gerade vor ihr an der Kasse stand. Gott sei Dank. Dann konnte sie den Laden heute etwas früher schließen.

"Er hatte es offensichtlich eilig", fuhr ihre Großmutter fort. "Du wirst dich ihm gegenüber doch hoffentlich zusammenreißen, oder?"

"Natürlich. Ich bin nur ." Marnie schluckte. Bis zu diesem Augenblick hatte sie sich eingeredet, dass sie ihrem Exmann vier Jahre nach der Scheidung völlig gleichmütig gegenübertreten konnte, aber offensichtlich war das ein Irrtum.

Unwillkürlich sah sie ihn vor sich: die leuchtend blauen Augen, die gebräunte Haut und das unbändige dunkelblonde Haar. Für einen flüchtigen Moment glaubte sie sogar sein Aftershave riechen zu können, von dem sie immer weiche Knie bekam.

Allerdings war sie auch nicht mehr das naive junge Mädchen von früher, das bei seinem bloßen Anblick Herzklopfen bekommen hatte. Mit ihren zweiunddreißig Jahren hatte sie sich inzwischen gut im Griff.

"Ich glaube, Sie haben das Geschenk jetzt reichlich dekoriert", sagte ihre Kundin, eine Lehrerin an der örtlichen Grundschule, mit einem nachsichtigen Lächeln.

"Oh!" Marnie senkte den Blick und stellte fest, dass sie gerade eine zweite Schleife an dem Geschenk befestigen wollte. "Na ja, frohe Weihnachten. Ihrer Schwester wird das Buch bestimmt gefallen. Es ist eins meiner Lieblingsbücher."

"Ich mag es auch sehr. Schöne Feiertage bei Ihrer Großmutter." Die Frau nahm das Geschenk und den Kassenbeleg an sich und verschwand durch die Milchglastür.

"Marnie?", dröhnte Jolenes ungeduldige Stimme aus dem Hörer. "Du weißt doch genau, wie schlecht es für mein Herz ist, mich so lange warten zu lassen!"

"Nur die Ruhe, ich bin gerade dabei, den Laden zu schließen." Marnie trat einen Schritt zurück und stieß dabei aus Versehen gegen das Regal hinter sich. Irgendetwas Großes und Pelziges landete auf ihrem Kopf.

Als sie den Teddybären auffing, hätte sie aus Versehen fast das Telefon fallen lassen. "Granny? Entschuldige bitte!"

"Diese ganze Aufregung ist einfach zu viel für mich!", jammerte Jolene.

"Ich muss nur noch die Kasse schließen und den Computer runterfahren", versuchte Marnie sie zu beruhigen und legte den Bären ins Regal zurück.

"Ich schwöre, der arme Kerl sieht von Minute zu Minute besser aus!" Jolene kam immer mehr in Fahrt. "Wenn du dich nicht beeilst, schnappt ihn dir womöglich noch eine andere weg!"

Marnie warf einen Blick in den Spiegel hinter dem Regal. Was hatte sie sich nur dabei gedacht, einen geblümten Rock und eine Bluse anzuziehen? Viel zu provinziell. Tom war schließlich ein Mann von Welt. Wenn er sie so sah, dachte er bestimmt, dass aus ihr eine Landpomeranze geworden war.

"Ich komme so schnell ich kann, aber ich muss noch mal kurz nach Hause."

"Lass dir ruhig Zeit", antwortete ihre Großmutter sarkastisch. "Wen interessiert schon mein hoher Blutdruck?"

Marnie war normalerweise sehr gutmütig, aber auch sie hatte ihre Grenzen. Außerdem wusste sie nach all den Jahren des Zusammenlebens mit ihrer Großmutter, wie gerne diese immer übertrieb.

"Ich komme, wenn ich so weit bin, Jolene", sagte sie gereizt.

Ihre Großmutter schwieg einen Moment brüskiert. "Na ja, ich will mich nicht zwei Tage vor Weihnachten mit dir streiten", sagte sie großmütig. "Du kommst doch zum Abendessen, oder?"

"Natürlich, schließlich habe ich es selbst vorbereitet! Nimm gefälligst deine Medizin oder ruf Dr. Spindler an, wenn es dir wirklich so schlecht geht. Und warum lässt du dich nicht endlich von mir zu einem Spezialisten nach Nashville fahren?"

"Dr. Spindler ist seit fünfzig Jahren mein Arzt", antwortete Jolene mit bewundernswerter Willenskraft für jemanden, dessen Gesundheit angeblich so angegriffen war. "Er hat meine beiden Kinder zur Welt gebracht und wird eines Tages meinen Totenschein ausstellen. Alles andere ist überflüssig."

Marnie stöhnte genervt auf. "Schon gut, schon gut!", sagte sie. "Dann bis nachher."

Nachdem sie aufgelegt hatte, ging sie noch einmal rasch durch den Laden, um ein paar verrutschte Buchumschläge und Preisschilder gerade zu rücken. Ansonsten sah alles so tadellos aus wie immer.

Nach ihrer Scheidung vor vier Jahren war Marnie in ihre Heimatstadt Ryder's Crossing in Tennessee zurückgekehrt und hatte dort von der Erbschaft ihrer Eltern die einzige Buchhandlung des Ortes gekauft. Später erwarb sie auch noch den Laden nebenan und konnte dadurch die Verkaufsfläche und das Sortiment um Papierwaren und Geschenkartikel erweitern.

Trotz der Konkurrenz durch das Internet und das vierzig Meilen entfernte Nashville lief das Geschäft ausgezeichnet. Ihre Kunden wussten den persönlichen Service, das umfangreiche Angebot, das behagliche Ambiente und die unkonventionellen Artikel, die Marnie auf Messen erwarb, zu schätzen.

Was Tom wohl zu dem Laden sagen wird? fragte Marnie sich unwillkürlich. Aber er würde ihn sich bestimmt nicht ansehen. Er verbrachte nur deshalb die Weihnachtsfeiertage mit ihnen, weil er Marnies Großmutter sehen wollte und nicht seine Exfrau. Der Mann, den Marnie seit der Highschool geliebt hatte, war inzwischen ein Fremder.

Marnie verschloss die Kassenbelege im Safe und schaltete den Anrufbeantworter ein. In den nächsten beiden Tagen - es waren die letzten zwei vor Weihnachten - würde ausnahmsweise ihre Angestellte und Freundin Betty den Laden übernehmen, da Marnie sich auf ausdrücklichen Wunsch ihrer Großmutter freigenommen hatte.

Marnie streifte sich ihre Jacke über, schloss die Ladentür ab und ging durch den Hinterausgang nach draußen, wo der Geruch von Schnee in der Luft lag.

Vor einem Jahr hatte sie das große Glück gehabt, das charmante altmodische Haus gleich auf der anderen Straßenseite kaufen zu können. Früher hatte sie immer davon geträumt, einmal mit Tom in einem solchen Haus zu leben. Nie hätte sie gedacht, mit zweiunddreißig Single und kinderlos zu sein, während Tom in Rom lebte und arbeitete.

Dass es so weit gekommen war, lag Marnies Meinung nach an seiner schwierigen Kindheit: Sein Vater war Alkoholiker gewesen, und seine Mutter hatte die Familie schon früh verlassen.

Nachdem Tom und Marnie sich auf der Highschool angefreundet hatten, hatte Granny ihm angeboten, bei ihnen einzuziehen und auf der Farm auszuhelfen, bis er mit der Schule fertig war.

Nach ihrem Highschoolabschluss gingen er und Marnie dann gemeinsam an die University of Tennessee in Knoxville und verliebten sich dort ernsthaft ineinander. Oder zumindest Marnie.

Mit dem Sex warteten sie bis nach ihrer Hochzeit, so schwer es ihnen auch fiel. Es war für sie beide das erste Mal - eine sehr leidenschaftliche und wunderschöne Erfahrung.

Nach dem Studium begleitete Marnie Tom dann nach Washington, wo er vom Auswärtigen Amt zum Diplomaten ausgebildet wurde. Die ersten Stationen seiner Laufbahn waren Tokyo und Stockholm.

Sie hatten es genossen, gemeinsam die neuen Länder und Kulturen zu entdecken, und der Sex war einfach fantastisch. Für eine Weile hielt Marnie ihre Ehe für perfekt.

Doch dann, nach vier Jahren Ehe, sprach sie zum ersten Mal das Thema Kinder an. Tom reagierte so abweisend, dass er ihr damit einen echten Schock versetzte. Er lehnte es rigoros ab, Kinder zu bekommen, weder jetzt noch in Zukunft.

Zwei Jahre brauchte sie dafür, zu akzeptieren, dass er seine Meinung niemals ändern würde - dass er zwar eine Gefährtin wollte, aber keine Familie. Irgendwann waren die Fronten zwischen ihnen so verhärtet, dass Marnie beschloss, sich von ihm zu trennen, bevor sie einander irgendwann nur noch hassten.

Also kehrte sie nach Tennessee zurück und ließ sich von ihm scheiden. Leider fiel es ihr sehr schwer, über ihn hinwegzukommen, ganz zu schweigen davon, jemand Neues zu finden. In den vier Jahren seither war ihr niemand begegnet, der auch nur ansatzweise die Lücke füllen konnte, die Tom hinterlassen hatte.

Soweit sie wusste, war er ebenfalls noch Single, aber das hatte ihrer Meinung nach überhaupt nichts zu bedeuten. Schließlich war er schon immer ein Einzelgänger gewesen.

Marnie schloss ihre Haustür auf und ging an den antiken Möbeln vorbei, die sie...

Dateiformat: EPUB
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