Geschöpfe der Magie: 6 Fantasy-Romane

 
 
Uksak E-Books (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 11. August 2020
  • |
  • 2600 Seiten
 
E-Book | ePUB ohne DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7389-4337-5 (ISBN)
 
Geschöpfe der Magie: 6 Fantasy-Romane von Margret Schwekendiek und Art Norman Der Umfang dieses Buchs entspricht 2600 Taschenbuchseiten. Dieses Buch enthält die Romane: Margret Schwekendiek: Zauberlehrling wider Willen Margret Schwekendiek: Always - Für immer und einen Tag Margret Schwekendiek: Unterwegs auf den Wegen des Schicksals Art Norman: Pakt mit dem Satan Art Norman: Der Teufelsschatten Art Norman: Die Rache der Toten Die junge Eorin muss gegen ihren Willen Magieschülerin werden. Es ist für sie fast unmöglich, Gehorsam und Demut einzuhalten. Ihr Mentor Darras erkennt das riesige geistige Potential, das in ihr schlummert. Er unternimmt alles, um sie zu schulen, doch das ist für beide Seiten nicht einfach. Immer wieder verstößt sie im Laufe der Jahre gegen einzelne Regeln der Gemeinschaft, meistens aus dem Bedürfnis heraus anderen zu helfen, oder manchmal aus Trotz gegen Darras. Die beiden reiben sich aneinander auf, und doch brauchen sie einander. Diese Situation spitzt sich zu, als Darras in den Bann des Bösen gerät, verkörpert durch ein magisches Schwert, das Blutvergießen und Terror fordert. Er sträubt sich lange Zeit dagegen, sich ganz dieser dunklen Macht zu unterwerfen. Während ihrer Abenteuer lernt Eorin die Zauberin Samtara kennen, die großes Interesse an der jungen Frau zeigt und versucht, sie in ihre Gilde aufzunehmen, was Eorin empört ablehnt. Zauberer der Gilde bevorzugen die dunkle Seite der magischen Kräfte, und Samtara beherrscht diese fast perfekt, Eorin verweigert sich der dunklen Seite. Darras verfällt schließlich der dunklen Macht, ergreift nach einem mörderischen, brutalen Kampf auf geistiger Ebene mit Eorin das Schwert und errichtet eine Schreckensherrschaft und überzieht die Menschen mit Krieg und Horror.
  • Deutsch
  • 1,78 MB
978-3-7389-4337-5 (9783738943375)

Ich konnte einfach nicht einschlafen. Unruhig drehte ich mich von einer Seite auf die andere, schloss die Augen, versuchte meinen Geist zu leeren und zu innerer Harmonie zu finden. Alles zwecklos. Mein Vater hatte einmal gesagt, je mehr man etwas will, umso weniger wird es eintreffen. Vielleicht sollte ich mich gegen den Schlaf wehren, um das Gegenteil zu erreichen.

Ach ja, mein Vater. Mein lieber, guter, immer hilfsbereiter Vater, der doch so schwach war, und mir immer Stärke vermitteln wollte. Wie sehr hatte ich ihn geliebt und liebte ihn noch, auch wenn ich ihn verlassen musste. Daran war er allerdings nicht ganz unbeteiligt.

Mein Vater war ein einfacher Mensch vom Lande. Er besaß allerdings einen schönen Hof, der ausgereicht hätte, um eine Familie mit vielen Kindern zu versorgen. Er hatte gute Manieren und sah ausgesprochen stattlich aus, mit schwarzen lockigen Haaren und blitzenden Augen. Seine Hände, die so hart zupacken konnten, waren dennoch von einer Zartheit und Sensibilität, die man bei einem Bauern nicht vermuten würde. Dieser Mann, angesehen bei seinen Nachbarn und geachtet bei den Ältesten, verliebte sich ausgerechnet in ein Edelfräulein. Es muss wohl ein großer Skandal gewesen sein. Denn ihr Vater hatte etwas dagegen, dass seine Tochter unter dem Stand heiratete. Da konnte der Mann ruhig wohlhabend sein und gute Manieren besitzen. Es schickte sich einfach nicht. Auch die einfache Landbevölkerung lehnte diese Verbindung ab. Eine Adlige war das Letzte, was man brauchen konnte. Die hatte keine Ahnung, wie das Haus zu führen war, konnte mit dem Gesinde nicht umgehen und passte in ihrer ganzen Art nicht dazu. Trotz dieser widrigen Umstände setzten die beiden sich durch, und so heiratete mein Vater meine Mutter.

Es dauerte lange, bis sie schwanger wurde und so bewies, dass sie meinem Vater wenigstens Kinder schenken konnte. Ansonsten traf leider genau das ein, was im Dorf befürchtet worden war. Meine Mutter war sehr anspruchsvoll, und mein Vater, der sie abgöttisch liebte, versuchte wirklich, ihr jeden Wunsch von den Augen abzulesen. Um sie von seinen Sorgen abzulenken, mit denen sie ohnehin nicht belastet sein wollte, erzählte ihr mein Vater auch nicht, welche Probleme sich durch ihre Ansprüche auftürmten. Es war in der Regel sehr kostspielig, was sie forderte.

Nun war aber auch ihr Vater nicht sehr wohlhabend gewesen und hatte ihr vieles abschlagen müssen. Hier bei ihrem Mann wollte sie endlich alles nachholen, was ihr bisher versagt worden war. Und mein Vater musste schließlich Schulden machen, um die Kosten zu decken. Zuerst nahm er Abschläge auf kommende Ernten, dann aber musste er den Hof verpfänden.

Meine Geburt stand unter keinem guten Stern. Meine Mutter empfand die Schwangerschaft als persönliche Beleidigung und gerade die letzten Wochen als Folter. Jede Störung war nur dazu angetan, ihre ach so schrecklichen Qualen zu verstärken. Die Geburt selbst dauerte, wie bei vielen Erstgebärenden, sehr lange. Als man ihr sagte, ich wäre ein Mädchen, seufzte sie nur.

"Auch das noch."

Sie lehnte es strikt ab, mich zu stillen, das würde ihre Figur verderben. Schließlich wurde eine Amme aufgetrieben, und ich gedieh doch noch ganz prächtig. Mein Vater war vor Glück fast verrückt. Seine Frau hatte jedoch nichts Eiligeres zu tun, als sich eine komplette neue Garderobe anzuschaffen, sie könnte die alten Fetzen aus der Schwangerschaft nicht mehr sehen.

Selbstverständlich bekam sie, was sie wollte.

Mit fünf Jahren bekam ich den ersten Unterricht. Ich lernte schnell und fleißig, was meinen Vater sehr freute und meine Mutter unendlich langweilig fand.

"Wozu braucht ein Mädchen das? Was soll ihr das im Leben nützen?"

Doch ich lernte weiter. Bald darauf geschah es zum ersten Mal, dass ich die Gedanken meines Vaters erfasste. Er hatte meiner Mutter ein Geschenk gemacht, und trotz ihrer Freude zerbrach er sich den Kopf darüber, wie er es bezahlen sollte.

Ich sprach ihn darauf an, er war sehr erschrocken.

"Woher weißt du das?", fragte er.

"Ich weiß es einfach. Keine Ahnung, woher."

Er ließ die Sache auf sich beruhen, doch als ich kurz danach von einer Kuh sprach, die krank wäre, obwohl sie absolut gesund aussah und auch gute Milch gab, und auch das genau eintraf, sprach er ein ernstes Wort mit mir.

"Eorin, woher weißt du diese Dinge?"

"Ich kann es dir nicht sagen, Vater."

"Du darfst mit keinem Menschen darüber reden, auch nicht mit deiner Mutter. Hörst du? Sprich nie mehr davon. Zügle deine Phantasie. Es ist nicht gut, dass ein junges Mädchen darüber spricht. Versprich mir, alles zu vergessen."

Ich hatte keine Ahnung, was "so etwas" war, versprach meinem Vater allerdings, nie mehr ein Wort darüber zu verlieren.

Natürlich wusste ich oft genau, was los war, doch ich behielt es in Zukunft für mich.

Trotz alledem verlief meine Kindheit gut und fröhlich. Ich tobte mit anderen Kindern über Wiesen und Bäche, fürchtete mich davor, tief in den Wald zu gehen, weil da angeblich Kobolde und Hexen hausten, und lernte, die Natur zu lieben.

Das alles änderte sich jäh, als mein Vater eines Tages merkwürdigen Besuch erhielt. Ich wusste seit langem von seinen zunehmenden Schwierigkeiten. Er kämpfte darum, den Hof nicht zu verlieren. Da tauchte eines Tages dieser Mann auf. Heute weiß ich, dass es einer der Magiepriester war, damals war es für mich nur ein unheimlicher Fremder. Er ging mit meinem Vater ins große Zimmer, das wir nur zu besonderen Feiertagen benutzten, und dort blieben die beiden lange Zeit.

Was dort gesprochen wurde, weiß ich nicht. Ich konnte auch keine Gedanken aufschnappen, obwohl ich es ganz bewusst versuchte. Jedenfalls war mein Vater sehr ernst, als er sich von dem Mann verabschiedete. Seine Stirn hatte viele Falten, die mir vorher nicht aufgefallen waren, und er drückte mich später ganz heftig an sich. Spät am Abend hörte ich meine Eltern streiten. Es war bisher noch nie vorgekommen, dass sie eine solche Lautstärke entwickelten.

Eigentlich sollte ich schlafen, doch ich schlich mich vorsichtig durch den Flur und legte lauschend den Kopf an die Tür.

"...kann es nicht weitergehen", hörte ich meinen Vater. "Ich habe den Hof total verschuldet, um deine Wünsche zu erfüllen. Du weißt, dass ich dich liebe und versuche, dir ein guter Mann zu sein. Deshalb kann ich aber nicht meine Tochter verkaufen oder den Hof völlig ruinieren."

Was war das? Er wollte mich verkaufen? Da war ich ja wohl im richtigen Moment gekommen.

"Wenn du mich liebst, wie du ständig behauptest, würdest du mich nicht mit deinen Problemen behelligen. Und was soll das heißen, deine Tochter verkaufen? Sie soll eine Ausbildung zur Priesterin machen. Das kann ja wohl nicht verkehrt sein. Du bist doch ohnehin dafür, dass sie etwas lernt."

"Das ist etwas ganz anderes. Aber Eorin soll für mindestens drei Jahre der Gemeinschaft beitreten, und das schon mit fünfzehn. Und ich bin fast sicher, dass sie nicht zurückkommt."

"So ein Unsinn. Sie soll für drei Jahre verpflichtet werden, und du bekommst eine Menge Geld dafür. Es ist mir zwar ein Rätsel, wie sich jemand freiwillig mit den Bälgern beschäftigen kann und dafür auch noch zahlt, aber einen größeren Vorteil kannst du gar nicht haben."

"Ja, Geld ist das Einzige, was dich interessiert. Geld und immer wieder Geld, damit du es für noch mehr unnützen Tand ausgeben kannst", brüllte mein Vater los.

So kannte ich ihn gar nicht. Ungewohnt bitter und laut. Ich verstand nun auch, worum es ging. Jemand hatte meinem Vater viel Geld geboten, wenn ich für drei Jahre wegginge.

Drei Jahre, das erschien mir schon damals eine unendlich lange Zeit. Ich sollte von meinem Vater weg? Und meine Mutter hatte nichts dagegen? Das war ja schrecklich.

Verstört tappte ich zurück in mein Bett. Darüber konnte ich mit niemandem reden, mit meinem Vater schon gar nicht. Außerdem hätte ich dann ja zugeben müssen, gelauscht zu haben.

Ich wurde in den nächsten Tagen immer stiller, und schließlich erfasste mich ein heftiges Fieber.

Eines Abends, als mein Vater allein an meinem Bett saß, fasste ich mir doch ein Herz und fragte ihn. Er sah mich lange an, mit Augen, die nicht mehr wie früher lachten und blitzten, sondern dunkel von Schwermut und Trauer waren. Als er dann sprach, schnitt es mir ins Herz.

"Ja, mein Kind. Ich glaube, ich muss mit dir darüber reden. Du weißt ja, dass ich viele Schulden habe. Ich liebe deine Mutter, obwohl ich weiß, dass es ein Fehler ist. Aber ich kann nicht anders. Ich liebe dich aber auch, mein Kleines. Und das macht mir die Entscheidung so unendlich schwer. Und bevor ich euch beide verliere, muss ich auf dich verzichten. Denn du wirst eines Tages ohnehin dein eigenes Leben führen müssen. Und dann ist es sicher besser, wenn du die bestmögliche Ausbildung hast. Und du bist ja nur für drei Jahre weg." Er stöhnte plötzlich auf. "Drei Jahre. Bei den Göttern, ich wollte,...

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