Staat in der Krise - Krise des Staates?

Die Wiederentdeckung des Staates
 
Robert Schweitzer (Herausgeber)
 
BWV Berliner Wissenschafts-Verlag
1. Auflage | erschienen am 16. Dezember 2011 | 132 Seiten
 
E-Book | PDF mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-8305-2573-8 (ISBN)
 
Nach dem Zusammenbruch der Planwirtschaft triumphierte die Marktwirtschaft und forderte den Abbau von rechtlichem Ballast, um sich in größerer Freiheit im Globalen entfalten zu können. Der Staat wurde deshalb aufgefordert, sich zurückzunehmen und schlank zu machen. Weniger Staatsausgaben, weniger Regulierung, weniger soziale Intervention so lautete die Devise über viele Jahre. Angesichts seiner begrenzten Kapazitäten, sich die Fülle des stetig wachsenden Wissens anzueignen und es zu verarbeiten, schien der Staat allein überfordert, gesellschaftliche wie wirtschaftliche Prozesse in sinnvolle Richtungen zu steuern. Deshalb wurde ihm einerseits Enthaltsamkeit verordnet, um der Selbstregulierung privater Bereiche mehr Raum zu geben. Andererseits folgte er dem Rat, sich mehr und mehr auf das Wissen von 'Experten' zu stützen, und überließ ihnen zunehmend die Entscheidungshoheit. Doch auch 'Experten' können fehlen, wie die weltweite Finanz- und Wirtschaftkrise gezeigt hat. Gerade diejenigen haben nun nach dem Staat gerufen, die ihn vorher kleingeredet haben und aus der Wirtschaft heraushalten wollten. Milliarden sind seit dem Crash der Finanzmärkte staatlicherseits geflossen, um die Wirtschaft vor dem Zusammenbruch zu retten. Doch hat sie daraus gelernt? Welche Gegenleistungen sind zum Wohle der Allgemeinheit von der Wirtschaft zu fordern? Was kann und muss der Staat im Interesse seiner Bürger tun, damit sich eine solche Fehlentwicklung mit Folgen für alle in Zukunft nicht wiederholt? Wie kann national wie global sichergestellt werden, dass Gemeinwohlbelangen auch seitens der Wirtschaft künftig mehr Rechnung getragen wird? Solchen Fragen gelten die Beiträge von Wissenschaftlern und Politikern in diesem Band.
Schriftenreihe des Adolf-Arndt-Kreises | Band 8
Deutsch
Berlin
0,60 MB
978-3-8305-2573-8 (9783830525738)
3830525737 (3830525737)
weitere Ausgaben werden ermittelt
  • Inhaltsverzeichnis
  • Begrüßung
  • Einführung "Finanzkrise und Staat: Untergang des Abendlandes? Warum Demoskopie und Geldbeutel unterschiedliche Sprachen über den Staat sprechen." - Stephan Leibfried, Bremen
  • I. Wo stehen wir heute?
  • II. Wer antwortet also wirklich?
  • III. Was also tun?
  • Zusammenfassung
  • Über Märkte, Wettbewerb und Gemeinwohl - Plädoyer für einen Paradigmenwechsel - Oliver Lepsius, Bayreuth
  • I. Auslagerung der Gemeinwohlkonkretisierung aus den politischen Instanzen
  • 1. Entsubjektivierung politischer Entscheidungen
  • 2. Die Sehnsucht der Politik nach der Verantwortungslosigkeit des Marktes
  • II. Beweislastumkehr zugunsten von Markt und Wettbewerb
  • 1. Gestern: Politik als Auftrag der Marktwirtschaft
  • 2. Heute: Der Markt als Auftrag der Politik
  • 3. Morgen: Neuorientierung im Sinne eines sozialpflichtigen Wettbewerbs
  • III. Wettbewerb und Markt: Differenzierungen statt Gleichklang
  • IV. Bedingungen von Wettbewerb - Grenzen von Wettbewerb
  • 1. Innovationen und Wettbewerbsmärkte
  • 2. Innovationen ohne Wettbewerbsmärkte
  • 3. Ein Beispiel: Batterietechnik und Innovation
  • 4. Wettbewerb und Eintönigkeit
  • 5. Demotivation durch Wettbewerbsdruck
  • 6. Zwischenfazit
  • V. Märkte statt Markt
  • 1. Differenzierung zwischen Märkten
  • 2. Besonderheiten bei Finanzmärkten
  • 3. Bewertungszeiträume
  • VI. Paradigmenwechsel
  • I. Podiumsdiskussion: "Der Staat und seine Experten. Auf welches Wissen stützt sich der Staat?" - Bert Rürup, Darmstadt Friedhelm Hengsbach, Ludwigshafen Peter Weingart, Bielefeld Thomas Leif, Wiesbaden Moderation: Andreas Voßkuhle, Karlsruhe
  • "Wie wär's recht? Etwas mehr oder lieber weniger? Das Verhältnis von Staat und Wirtschaft." - Ein Streitgespräch - Heinz Grossekettler, Münster Heinz-Josef Bontrup, Recklinghausen Einführung und Moderation: Robert von Heusinger, Frankfurt am Main
  • II. Podiumsdiskussion: "Quo vadis Staat? Was lernen wir aus der Finanz- und Wirtschaftskrise? - Christine Scheel, Berlin Steffen Kampeter, Berlin Olaf Scholz, Berlin Dietmar Bartsch, Berlin Moderation: Uwe Volkmann, Mainz
  • "Staatsverdrossenheit - Staatsgläubigkeit" - Christine Hohmann-Dennhardt, Karlsruhe
  • Autorenverzeichnis

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