Soziale Arbeit mit traumatisierten Menschen

Plädoyer für eine Psychosoziale Traumatologie
 
 
wbv Media (Verlag)
  • 4. Auflage
  • |
  • erschienen am 1. November 2020
  • |
  • 216 Seiten
 
E-Book | PDF ohne DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7639-6395-9 (ISBN)
 
Fachkräfte Soziale Arbeit arbeiten in der Praxis immer auch mit Menschen, die unter traumatischen Erlebnissen leiden; jedoch ohne dass seitens der Disziplin bisher eine grundlegenden Theoriebildung Sozialer Arbeit mit traumatisierten Menschen vorgenommen wurde. Mit diesem Band in der Reihe "Grundlagen der Sozialen Arbeit" wird ein Teil dieser Forschungslücke durch einen empirisch fundierten Betrag zu einer psychosozialen Traumatheoriebildung geschlossen. Für das vorliegende Buch wurden Fachkräfte aus zehn verschiedenen Handlungsfeldern Sozialer Arbeit zu ihren Erfahrungen in der professionellen Arbeit mit traumatisierten Menschen befragt. Hierzu zählen beispielsweise Fachkräfte aus der Kinder- und Jugendhilfe/Jugendwohlfahrt, Drogen- und Wohnungslosenhilfe, aus der Sozialen Arbeit mit alten Menschen, mit körperlich beeinträchtigten und psychisch erkrankten Menschen sowie aus der feministische Frauen- und Mädchenarbeit. Intention dieser Studie - der Empirie und der darauf basierenden rekonstruktiven Theoriebildung - ist ein Beitrag zur weiteren Professionalitätsentwicklung in der Arbeit mit traumatisierten Menschen als selbstverständliche AdressatInnnegruppe Sozialer Arbeit zu leisten. Mit dieser Perspektive wird ein wertvoller Einblick in heraus leuchtende Handlungspraxen und darauf basierende professionelle Selbstverständnisse möglich. Durch seine Ausrichtung an den aktuellen Traumatheorien und an der Praxis Sozialer Arbeit richtet sich dieser Band sowohl an PraktikerInnen als auch an ForscherInnen.
  • Deutsch
  • Bielefeld
  • |
  • Deutschland
  • Unzensierte Ausgabe
  • 1,87 MB
978-3-7639-6395-9 (9783763963959)
weitere Ausgaben werden ermittelt
  • Frontmatter
  • Cover
  • Impressum
  • Inhaltsverzeichnis
  • 1. Einleitung
  • 2. Psychosoziale Traumatologie - eine Annäherung
  • 2.1 Definition "Psychotrauma"
  • 2.2 Wann entstehen Traumata?
  • 2.2.1 Art, Umstände und Dauer potenziell traumatisierender Ereignisse
  • 2.2.2 Entwicklungsstand des Opfers
  • 2.2.3 Unterstützende Bedingungen
  • 2.2.4 Kumulative Traumatisierung als Reaktion auf zwischenmenschliche Gewalt und deren Tradierung
  • 2.3 Zwischenmenschliche Gewalt
  • 2.3.1 Psychische Gewalt
  • 2.3.2 Vernachlässigung
  • 2.3.3 Sexuelle Gewalt
  • 2.3.4 Physische Gewalt
  • 2.3.5 Zeugenschaft
  • 2.3.6 Krieg und Folter
  • 2.3.7 Sexualisierte Kriegsgewalt
  • 2.3.8 Folter
  • 2.3.9 Verfolgung, Flucht, Asyl
  • 2.4 Beziehungstraumata
  • 2.4.1 Verlusterfahrungen
  • 2.4.2 Transgenerationelle Traumatisierung
  • 2.4.3 Tradierung von Gewalthandlungen/Täterschaft
  • 2.5 Traumatische Belastungen und ihre Folgeerscheinungen
  • 2.5.1 Komplexe Traumatisierung
  • 2.5.2 Komplexes Trauma und Entwicklung
  • 2.5.3 Zentrale Lebensbereiche der Folgeerscheinungen
  • 2.6 Bewältigung komplexer Traumata
  • 2.7 Trauma, Soziale Ungleichheit und Teilhabe
  • 2.7.1 Trauma und Alter
  • 2.7.2 Trauma und Geschlecht
  • 2.7.3 Trauma und Rassismus
  • 2.7.4 Trauma und Behinderung
  • 2.7.5 Trauma und Armut
  • 3. Zum Forschungsdesign
  • 4. Aufmerksamkeitslinien in der traumaintegrierenden Sozialen Arbeit
  • 4.1 Grundlegende Voraussetzungen für traumaintegrierendes professionelles Handeln - Vogelperspektive auf die empirischen Ergebnisse dieser Studie
  • 4.2 Selbstverständnis der Arbeit mit traumatisierten Menschen im ambulanten Setting
  • 4.3 Balance zwischen Ausgrenzung und Einbeziehung der Eltern-Kind-Beziehung bei traumatisierten Kindern und Jugendlichen
  • 4.4 Fortsetzung der Traumatisierungskette versus Unterbrechung: Herausforderung in der Arbeit mit Flüchtlingskindern
  • 4.5 (Re-)Traumatisierung durch Handlungsabläufe in (multi-)professionellen Kontexten
  • 4.6 Psychohygiene
  • 4.6.1 Teamarbeit
  • 4.6.2 Supervision
  • 4.6.3 Kollegiale Beratung
  • 4.6.4 Tür-und-Angel-Gespräche
  • 4.6.5 Weiterbildung
  • 4.6.6 Weiterentwicklung der jeweiligen Konzeption
  • 4.6.7 Institutioneller Rückhalt durch Vorgesetzte und gesetzliche Grundlagen
  • 4.6.8 Balance der Arbeitsausrichtung
  • 4.6.9 Reflexion des eigenen Selbstverständnisses
  • 4.6.10 Tragfähiges soziales Umfeld und ausgleichende Hobbys
  • 5. Alltag als Kerndimension Sozialer Arbeit mit traumatisierten Menschen
  • 5.1 Subjektbezug - Gruppe - Gemeinschaft: interaktionssensibles Person-Kontext-Gemeinschaft-Konzept
  • 5.2 Ausbalancierung von Wissen, Deutungs- und Handlungskompetenz
  • 5.3 Professionelle Interaktionen sind immer auch Begegnungen und damit emotional und kognitiv
  • 5.4 Traumabezogene Professionalität als interaktionelles Raumhandeln
  • 5.5 Alltäglichkeit als metatheoretisches Konzept Psychosozialer Traumatologie
  • 5.5.1 Das pragmatische Motiv und der Wissensvorrat
  • 5.5.2 Die Routinehaftigkeit
  • 5.5.3 Intersubjektivität und Sprache
  • 5.5.4 Gewissheit und Selbstverständlichkeit
  • 6. Professionelle Beziehungen gestalten mit AdressatInnen nach traumatischen Erfahrungen
  • 6.1 Soziale Beziehungen schützen vor der Ausbildung von Traumatisierungen
  • 6.2 Bedeutung von Bindungen und Bindungskompetenz
  • 6.3 Wertschätzende Bindungsbeziehungen zwischen Fachkräften und AdressatInnen
  • 6.4 Pädagogischer Spagat zwischen "Regeln einfordern" und "Verstehen im Dialog"
  • 6.5 In einer wertschätzenden professionellen Beziehung Ja-zum-Leben-Sagen
  • 6.6 Herausforderung durch familiale Loyalitäten der AdressatInnen: Grenzen der Reichweite fachlichen Handelns akzeptieren, ohne Beziehungsbrüche zu evozieren
  • 6.7 Körperliches Zeigen von Beziehung
  • 7. Traumaarbeit als institutionelles Konzept: Potenziale und Spannungsfelder
  • 7.1 Lebensweltorientierung als konzeptionelle Grundlage
  • 7.2 Der "Sichere Ort" als traumaorientiertes Organisationskonzept
  • 7.2.1 AdressatIn - PädagogIn
  • 7.2.2 PädagogIn - Einrichtung
  • 7.2.3 AdressatIn - Einrichtung
  • 7.3 Bedeutungsraum Institution: zwischen Herrschafts- und Selbstbestimmungsraum
  • 7.3.1 Freiräume
  • 7.3.2 Partizipative Handlungsräume
  • 7.4 Teamarbeit: Kooperative Beziehungsarbeit bedeutet korrektive Beziehungsarbeit
  • 7.5 Spannungsfeld: interinstitutionelle Zusammenarbeit und drohende Spaltungsprozesse
  • Schlussbemerkungen
  • Backmatter
  • Literatur
  • Backcover

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