Maluna Mondschein - Geschichtenzeit im Zauberwald

 
 
Ellermann (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 16. August 2018
  • |
  • 144 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-86273-039-1 (ISBN)
 
Neues von der kleinen Gutenacht-Fee mit dem großen Herz. Es ist die Nacht des Supermondes und Maluna Mondschein und die anderen Zauberwald-Feen treffen sich zum Geschichtenerzählen: Oskar Zackenblitz und Attonno Donnerhall berichten, wie sie zwei Zauberwaldkinder vor dem Gewitter retteten, die kleine Zahnfee verrät, was mit all den gesammelten Milchzähnen passiert und Noelle Winterglanz erzählt vom Sommer, in dem es fast weihnachtlich wurde und wie ein Mango-Joghurt den Zauberwald vor einem Schneesturm bewahrte.

"Maluna Mondschein. Geschichtenzeit im Zauberwald" ist doppelt zauberhaft und erzählt Geschichten vom Geschichtenerzählen.
  • Deutsch
  • Hamburg
  • |
  • Deutschland
  • 14,40 MB
978-3-86273-039-1 (9783862730391)
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Andrea Schütze hat in ihrer Kindheit so ziemlich alle Hobbys ausprobiert, die man sich nur vorstellen kann. Irgendwann ist sie beim Lesen geblieben und schreibt deshalb auch so gerne Bücher. Sie hat einen Gesellenbrief als Damenschneiderin, ein Diplom als Psychologin aber kein Seepferdchenabzeichen. Mit ihrer Familie lebt sie am südlichsten Zipfel von Deutschland. Dort gibt es eine Stelle, an der man gleichzeitig in Frankreich, Deutschland und der Schweiz stehen kann - vorausgesetzt natürlich man hat drei Beine.

Tina Kraus ist 1985 in Starnberg geboren und im Isartal im Münchner Süden aufgewachsen. 2005 ist sie nach Münster gezogen, um an der Fachhochschule Münster Design zu studieren. 2008 wurde sie für den Paperworld Card Award für innovatives Grußkarten-Design nominiert. Das Sommersemester 2009 verbrachte sie an der Duksung Women's University in Seoul, Südkorea. Im Jahr 2009 hat sie auch ihr erstes Buch - das Pop-Up Buch "A wie Affe, B wie Bär" veröffentlicht. Ihren Abschluss als Diplom-Designerin hat sie im Juli 2010 mit dem Pop-Up-Projekt "Circus Zingaro" im Bereich Illustration an der Fachhochschule Münster gemacht. Seitdem arbeitet sie als freiberufliche Illustratorin und Paper-Engineer.

Kapitel 4, in dem Oska Zackenblitz und
Attono Donnerhall drei Zauberwaldkinder
in Sicherheit bringen


Es ist der Schuh von .

 

. Oska Zackenblitz.

 

»Wir erzzzählen zzzusssammen«, sagt Oska, als er den Schuh wieder angezogen hat, und rempelt seinen Bruder an.

Attono nickt und will gerade etwas sagen, als Oska ihm lachend den Mund zuhält.

»Ich werde reden, wollte ich damit sssagen«, erklärt er. »Sssonst weckssst du noch den ganzzzen Zzzauberwald.«

Erleichtert rupfen Aurea und Candelia sich die Marshmallows aus den Ohren.

»Alssso«, sagt Oska, »die Geschichte der Brüder Zzzackenblitzzz und Donnerhall geht so .«

 

Eines Tages im Sommer spielen der kleine Bär, der kleine Drache und der kleine Zauberer unten am Zauberwaldsee. Sie kicken einen Wasserball durch einen komplizierten Hindernis-Parcours aus Steinen und Ästen und sind so vertieft in ihr Spiel, dass sie nichts um sich herum wahrnehmen.

Auch nicht das hektische Winken von Nike, dem Seefräulein, die die drei offenbar vor etwas warnen möchte.

»Huhu, ihr da, Achtung!«, ruft Nike, deutet auf den Himmel und platscht extra laut ein paarmal mit den Händen auf den See. Dabei peitscht sie den Seefräuleinschwanz durchs Wasser und schickt sogar ein paar Wellen über den Strand, sodass ein paar der Hindernisse überschwemmt werden. Doch der kleine Drache zieht nur erfreut mit der Ferse einen tiefen Graben und beobachtet, wie das Wasser hineingurgelt.

»Wer es über den Graben schafft, kriegt fünf Punkte«, sagt er, und der kleine Bär und der kleine Zauberer stürzen sich raufend auf den Wasserball.

Und so kommt es, dass ein großes, unheilvolles Sommergewitter aufziehen kann, ohne dass die drei Freunde auch nur das Geringste davon mitkriegen. Da fallen auch schon die ersten Tropfen, und der kleine Bär schaut überrascht in den Himmel. Dicke dunkelgraue Wolken sind vor die Sonne gezogen.

»Ist schon Abend?«, fragt er erstaunt, und der kleine Zauberer zieht seine Taschenuhr hervor.

»Nö«, sagt er und schlüpft fröstelnd in seinen Umhang, an dem der aufkommende Wind sogleich gierig zerrt.

»Gewitter, Gewitter!«, bellt es da von Weitem. Eilig kommt Frigo, der kleine Drachenhund, herangedüst. »Schnell nach Hause!«

Doch noch bevor die drei ihre Sachen auch nur halbwegs zusammenpacken können, zuckt auch schon der erste Blitz über den Himmel. Ihm folgt ein so gewaltiges Donnern, dass Frigo, der kleine Zauberer und der kleine Bär ängstlich hinter dem kleinen Drachen in Deckung gehen.

»Dass du nie auf mich hörst«, knurrt Frigo und wirft dem kleinen Drachen einen vorwurfsvollen Blick zu. »Ich hab vorhin schon gesagt, dass das Wetter umschlagen wird.«

»Auweia«, wimmert der kleine Bär schlotternd, als der nächste Blitz zischend über den Himmel knistert. »Wir müssen nach Hause.«

Da dröhnt ein so lautes Donnern über den Zauberwald, dass sich der kleine Zauberer die Ohren zuhält, während er sich panisch umsieht. Wo könnten sie nur Unterschlupf finden? Völlig ungeschützt mitten in einem Gewitter zu stehen, ist so unheimlich, dass sein Kopf wie leer gefegt ist. Keine der Verhaltensweisen, die ihnen Monsieur Scham-Ping-Jong in der Schule beigebracht hat, will dem kleinen Zauberer mehr einfallen.

Eng drücken sich die vier im strömenden Regen aneinander, während der Sturm den See aufpeitscht und Blätter und Äste durch die Gegend wirbeln lässt.

»WAS IHR HIER MACHT, IST GEFÄHRLICH!!!«, dröhnt auf einmal eine Stimme durch das Getöse. Sie kommt von Attono Donnerhall, der jetzt schimpfend vor der kleinen Gruppe herumflattert. Auch die zweite Fee, die neben Attono herfliegt, ist nicht weniger aufgebracht.

»Ssseid ihr verrückt, oder wasss?«, tobt Oska Zackenblitz. »Ihr müssst hier weg, aber schnell. Bei Gewitter niemalsss im oder am Wassser aufhalten!«, brüllt er. »Du, kleiner Drache, wirf den Regenschirm weg, du kleiner Bär, lass dein Laufrad liegen.«

»FOLGT UNS!!!«, grollt Attono Donnerblitz und flattert voraus. »UND STELLT EUCH BLOSS NIEMALS UNTER BÄUME!!!«, brüllt er gegen den Wind und zeigt auf den Waldrand.

»Auch nicht Eichen meiden und Buchen sssuchen«, ruft sein Bruder durch den Regen. »Alle Bäume werden gleich stark getroffen. Weil Buchen ssso einen glatten Stamm haben, wird der Blitzzz nur gleich in den Boden geleitet, und man sieht keinen Schaden am Baum. Aber eingeschlagen hat er trotzzzdem.«

»Und was machen wir jetzt?«, brüllt der kleine Drache unsicher, als ein gewaltiger Blitz über den Himmel zuckt, wie ihn die vier noch nie gesehen haben.

»Wo-ho-hooo! Nicht schlecht«, johlt Oska statt einer Antwort. »Bruder, wasss sssagst du?« Übermütig fliegt Oska einen Looping. Im Gegensatz zu den Zauberwaldkindern haben sie nicht die geringste Angst, ja, sie genießen das Gewitter.

Attono grinst. »GENAU WIE ES SEIN SOLLTE!!!«, stimmt er zu, und seine dunkle Stimme übertönt selbst das wummernde Donnergrollen am Himmel, als er die kleine Gruppe auf die flache Kaninchenwiese unterhalb des Feenhügels führt.

Moment mal, da fällt uns ja etwas ein: Ob Maluna Mondschein wohl ihre Gewitterschutzhütte im Brombeergebüsch aufgesucht hat? Schließlich ist der Nussbaum auf dem Feenhügel einer der höchsten Punkte im ganzen Zauberwald. Doch sieh mal, als hätten sie uns gehört, nicken die Brüder sich zu. Die kleine Gutenacht-Fee ist in Sicherheit, schließlich sind sie vorhin extra bei ihr gewesen und haben sie aus dem schönsten Tiefschlaf gerissen. Wir können also ganz beruhigt sein.

»KLEINER DRACHE, DA REIN«, kommandiert Attono und zeigt auf die tiefste Mulde in der Wiese. »DER REST MIT GROSSEM ABSTAND ZUEINANDER IN DIE GRUBEN HOCKEN

»Schnell, schnell«, drängt Oska. »Gleich wird das Gewitter da sein!«

»Wir sind also quasi jetzt schon mittendrin«, knurrt Frigo und kauert sich stinksauer in ein Kaninchenloch. Hat er etwa den kleinen Drachen vorhin nicht vor einem Sommergewitter gewarnt? Und nun steckt er selber mittendrin, statt zu Hause mit der kleinen Drachenschwester Seifenblasenschnappen zu spielen.

»Füßßße eng aneinander, Hände um die Knie, Kopf nach unten«, kommandiert Oska und flattert zur Kontrolle jedes Erdloch ab. »Auf keinen Fall hinlegen«, ergänzt er.

»Ich komm nicht tiefer runter«, ächzt der kleine Drache, der sich zwar so klein wie möglich gemacht hat, aber immer noch aus der Mulde ragt wie ein mittelgroßer Felsbrocken.

»KEINE SORGE!«, brüllt Attono. »Oska und ich versuchen jetzt, das Gewitter zum Schwarzmoor umzuleiten. Wenn die Wolken sich verzogen haben, könnt ihr nach Hause gehen.«

»Viel Glück!«, ruft der kleine Zauberer und zieht rasch seinen Hut vom Kopf. Ohne ihn verschwindet er fast in seiner Kaninchenmulde. »Und vielen Dank!«

Da erhellt ein besonders greller Blitz fauchend die Kaninchenwiese, und die vier Abenteurer ziehen bibbernd ihre Köpfe ein. Doch die beiden Gewitterfeen klatschen sich nur lachend ab und schwirren los, um sich dem grimmigen Unwetter entgegenzustellen. Was für ein Glück, dass Oska und Attono die Freunde am Zauberwaldsee herumtoben gehört haben. Jetzt sind sie in Sicherheit, und die Brüder können dem Gewitter den Kampf ansagen.

Und das tun sie.

»Gewitter, schweig,

denn esss issst feig«, brüllt Oska und schüttelt seine Faust gegen die dunklen Wolken,

»Kinder zzzu erschrecken,

in ihren Verstecken!«

»GEWITTER, VERSCHWINDE,

NIMM DEINE WINDE«, grollt Attono.

»AUFS MOOR HINAUS,

ICH FLIEG VORAUS.

ZACKENBLITZ UND DONNERHALL,

RUHE JETZT MIT DEM KRAWALL!!!«

»Lasss die Sssommersssonne strahlen,

Schluss mit den Gewitterqualen«, befiehlt Oska und fliegt seinem Bruder hinterher.

Und was tut das Unwetter? Ballt seine Wolken am Himmel zu einem dunklen, beleidigten Gesicht zusammen und folgt den beiden winzigen Gewitterfeen brav bis zum Schwarzmoor, wo es sich grollend und schmollend, rumpelnd und wummernd, tobend und tosend auspoltert und irgendwann grummelnd verzieht. Und so blitzen auch über der Kaninchenwiese die Sonnenstrahlen wieder auf, und die ersten Kaninchen strecken, entzückt über den unverhofften Besuch, ihre Wackelnasen ins Freie.

Und weil Kinder eben Kinder sind und nach überstandener Gefahr sofort wieder neue Ideen aushecken, spielen die drei den restlichen Tag Verstecken mit den Kaninchen.

»Ende der Geschichte«, sagt Oska, und Attono nickt bestätigend.

 

Die Feen schweigen beeindruckt. Alle können sich noch gut an das gewaltige Gewitter vor ein paar Wochen erinnern.

»Ich hatte solche Angst«, wispert Minimee. »Aber die alte Knorre hat versprochen, dass in sie kein Blitz mehr einschlägt.«

»Stimmt«, bestätigt Oska. »Esss kommt fast nie vor, dasss ein Blitzzz zweimal in diessselbe Stelle schlägt.«

»ABER IHR DÜRFT DIE GEWITTERREGELN TROTZDEM NIE VERGESSEN«, ermahnt Attono und nimmt sich einen Zimtmuffin mit Kaugummikugelfüllung.

»Denkt an die Zzzauberwaldkinder, dasss hätte auch schiefgehen können«, sagt Oska.

»Bruzzel, knister,...

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