Der Rhein-(Maas-)Schelde-Kanal als geplante Infrastrukturzelle von 1946-1985

Eine Studie zur Infrastruktur- und Netzwerk-Geschichte
 
 
Waxmann Verlag GmbH
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 1. Mai 2017
  • |
  • 380 Seiten
 
E-Book | PDF ohne DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-8309-8568-6 (ISBN)
 
Der Titel dieses Buches verweist auf die Forschungsanliegen: die Aufarbeitung der Historie des Rhein-Maas-Schelde-Kanals sowie das Vorantreiben der historischen Infrastrukturforschung. Im Zentrum letzterer steht das 'Zellenmodell': Infrastruktur wird als Gefüge einer variablen Anzahl von Zellen interpretiert. Eine dieser Zellen ist die gescheiterte West-Ost-Magistrale Rhein-Maas-Schelde-Kanal, die Diskussionen hierzu umfassen vier Phasen: 1626-1838, 1839-1938, 1939-1963 und 1964-1985.
Wesentliche Diskussionsaspekte ab 1939 stellten einerseits die Abriegelung der ursprünglichen Nord-Süd-Verbindung Antwerpens zum Rhein im Jahr 1865/67 durch die Niederlande dar, die mit dieser Maßnahme zielgerichtet das belgische Nachbarland vom Handel über den Binnenwasserweg abschnitten. Andererseits fand zeitgleich zwischen den deutschen, belgischen und niederländischen Städten der Rhein-Maas-Region ein kontrovers geführter Interessenkonflikt um die Anbindung der eigenen Stadt an den Antwerpener Seehandel statt.


Lina Schröder, Dr. phil., studierte u.a. an der Universität Duisburg-Essen Spanisch und Geschichte mit dem Abschluss des Ersten Staatsexamens für Gym./Ge. Ihre Forschungsschwerpunkte sind u.a. die Gründung der niederländischen Republik, Infrastruktur-Geschichte und Geschichtstheorien (u.a. Niklas Luhmanns Systemtheorie). Die vorliegende Arbeit wurde mit dem Förderpreis 2016 des Soroptimist International Clubs Essen ausgezeichnet.
  • Deutsch
  • Münster
  • |
  • Deutschland
  • 20,58 MB
978-3-8309-8568-6 (9783830985686)
weitere Ausgaben werden ermittelt
1 - Buchtitel [Seite 1]
2 - Impressum [Seite 4]
3 - Inhalt [Seite 5]
4 - Einleitung [Seite 9]
5 - 1. Infrastruktur- und Netzwerk-Geschichte: die Gesellschaftsorganisation aus der Warte des spezialisierten Historikers [Seite 15]
5.1 - 1.1 Infrastruktur und Netzwerk im wissenschaftlichen Diskurs [Seite 16]
5.1.1 - 1.1.1 Infrastruktur und Netzwerk als technische bzw. soziale Gefüge [Seite 16]
5.1.2 - 1.1.2 Menschliche Grundbedürfnisse: die Basis von Infrastruktur und Netzwerk [Seite 20]
5.1.3 - 1.1.3 Infrastruktur- und Netzwerkforschung aus nicht-historischer Perspektive [Seite 22]
5.2 - 1.2 Infrastruktur und Netzwerk in der Geschichtswissenschaft [Seite 26]
5.2.1 - 1.2.1 Die historische Netzwerkanalyse [Seite 26]
5.2.2 - 1.2.2 Infrastruktur-historische Forschungen im deutschsprachigen Raum [Seite 27]
5.2.3 - 1.2.3 Kategorien versus Zellen - ein alternatives Infrastrukturmodell [Seite 38]
5.2.4 - 1.2.4 Die Infrastrukturzelle: Hard- und Software im räumlichen Spannungsfeld [Seite 47]
5.2.5 - 1.2.5 Infrastruktur und Netzwerk - zwei Begriffe für dasselbe Konstrukt? [Seite 56]
5.3 - 1.3 Ohne Macht keine Infrastruktur, ohne Infrastruktur keine Macht: ein Schachspiel [Seite 58]
5.3.1 - 1.3.1 Das Netzwerk - ein Instrument zur aktiven Gestaltung von Raum, Zeit und System [Seite 58]
5.3.2 - 1.3.2 Infrastrukturzellen und Wirtschaftsunternehmen: erste Überlegungen zu Gemeinsamkeiten und Unterschieden [Seite 67]
5.3.3 - 1.3.3 Die Realisation von Netzwerkzellen im Rahmen der Versorgungsinfrastruktur - epochenübergreifende Überlegungen zu einer kritischen Masse [Seite 76]
5.4 - 1.4 Fazit [Seite 80]
6 - 2. Der Rhein-Maas-Schelde-Kanal bis zum Zweiten Weltkrieg: 320 Jahre Vorgeschichte zur Einführung [Seite 84]
6.1 - Tacitus und die Kanalhistorie [Seite 84]
6.2 - Die Bemühungen um den Rhein-Maas-Schelde-Kanal bis zum Wiener Kongress [Seite 85]
6.3 - Die Kanaldebatte bis zum Vorabend der Reichsgründung [Seite 91]
6.4 - Vom Kaiserreich bis zum Zweiten Weltkrieg: die Maas-Schelde-Verbindung wird als Gesamttrasse realisiert [Seite 94]
7 - 3. Der Rhein-(Maas-)Schelde-Kanal in der Diskussion von 1946-85: der Untersuchungsgegenstand [Seite 102]
7.1 - 3.1 Forschungsfragen, Forschungsthesen und Methodik [Seite 103]
7.2 - 3.2 Literatur und Forschungsstand [Seite 112]
7.3 - 3.3 Ad fontes [Seite 114]
8 - 4. Das Infrastruktur-Projekt Rhein-Maas-Kanal nach 1945 aus Sicht unterschiedlicher Quellengattungen: die Perspektive der regionalen Gestalter [Seite 123]
8.1 - 4.1 Die Kanaldebatte 1946-85 in der Rezeption der Presseberichterstattung [Seite 123]
8.2 - 4.2 Die Diskussion 1946-63 aus der Perspektive regionaler Gestalter [Seite 136]
8.2.1 - 4.2.1 Die Bemühungen um einen Infrastrukturausbau zwischen Rhein undMaas [Seite 136]
8.2.2 - 4.2.2 Die zweite politische Strategie: regionale Interessen sind europäische Interessen [Seite 156]
8.2.3 - 4.2.3 Die Institution als Netzwerkzelle zur Organisation und Kontrolle [Seite 167]
8.2.4 - 4.2.4 Der Krefelder Kanaltrassenvorschlag: eine Zelle zur Manifestierung des Mitspracherechts [Seite 180]
8.2.5 - 4.2.5 Die Medien - ein weiterer Netzwerkbaustein zur Übertragung der Debatte in die unterschiedlichen Räume [Seite 187]
8.3 - 4.3 Von der Montanunion auf dem Weg zur EU: der Verlauf der Debatte 1964-85 [Seite 200]
8.4 - 4.4 Die gesellschaftspolitischen Rahmenbedingungen: Zellen der regionalen Versorgungsinfrastruktur und ihre politisch-ökonomische Verortung am Beispiel der BRD - eine Nachbetrachtung [Seite 221]
9 - 5. Die lange Geschichte der missglückten Anbindung des Niederrheins an den Antwerpener Hafen mittels des Rhein-Maas-Schelde-Kanals: eine Zwischenbilanz [Seite 232]
10 - 6. Hinter den Kulissen: Antwerpen versus Rotterdam - ein Schachspiel im modernen Europa [Seite 245]
10.1 - 6.1 Der stetige Kampf um den Rheinzugang 1839-1975 [Seite 246]
10.2 - 6.2 Die fehlende Rheinanbindung nach 1945: Belgien bietet "Schach" [Seite 258]
10.3 - 6.3 Im Schatten der ARA-Häfen: der Rhein-Maas-Kanal als strategisches Instrument [Seite 263]
10.4 - 6.4 Die Niederlande sind schachmatt - aber schließlich der Gewinner [Seite 297]
11 - 7. Infrastruktur als politisch-strategisches Instrument [Seite 302]
11.1 - 7.1 Die Versorgungsinfrastruktur im Wandel [Seite 302]
11.2 - 7.2 Zweckhandlungsinfrastrukturen zur Überwindung der Bezugssysteme: actio impliziert reactio [Seite 306]
11.3 - 7.3 Netzwerkresistenz und politischer Wandel [Seite 309]
12 - 8. Infrastruktur-Geschichte als Herausforderung - ein Ausblick [Seite 313]
13 - Literatur-, Internet- und Quellenverzeichnis [Seite 316]
13.1 - I. Quellen [Seite 316]
13.2 - II. Printmedien [Seite 318]
13.3 - III. Internetseiten [Seite 326]
14 - Abbildungs- und Tabellenverzeichnis [Seite 328]
14.1 - 1. Abbildungen/Grafiken [Seite 328]
14.2 - 2. Tabellen [Seite 331]
15 - Anhang [Seite 333]
15.1 - Eine kleine Bibliographie zur Infrastruktur-Geschichte (ISG) [Seite 333]
15.2 - Glossar [Seite 338]
15.3 - Presseartikelregister zum Rhein-Maas-Schelde-Kanal [Seite 355]
16 - Register [Seite 371]
17 - Danksagung [Seite 376]
18 - Abstract [Seite 378]

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