Daytrading: schnell, schneller, scalping

schnell, schneller, scalping
 
 
FinanzBuch Verlag
  • 2. Auflage
  • |
  • erschienen am 11. Juli 2011
  • |
  • 283 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-86248-308-2 (ISBN)
 
Als Day-Trader profitieren Sie von kurzfristigen Bewegungen in den verschiedenen an den Börsen gehandelten Instrumenten. Billig kaufen, teuer verkaufen: Aus der Ferne betrachtet sieht alles ganz einfach aus. Der Weg allerdings, um als Day-Trader an der Börse dauerhaft Geld zu verdienen, ist hart und steinig. Sie brauchen Wissen, Übung und Erfahrung, um im Day-Trading langfristig zu bestehen. Das perfekte Zusammenspiel von geistiger Ausgeglichenheit, konsequenter Analyse und bedachtem Risikomanagement sind die Bausteine für Ihren Erfolg. Die Autoren zeigen wertvolle Handelsideen auf, erläutern, welche Voraussetzungen benötigt werden, und ermöglichen dem Leser Einblicke in professionelle Tradingstrategien für den Aktien-, Forex- und Futuresmarkt. Erfahren Sie alles über die Welt des Scalping - aktuell, prägnant und übersichtlich.
  • Deutsch
  • München
  • |
  • Deutschland
  • 9,08 MB
978-3-86248-308-2 (9783862483082)
3862483088 (3862483088)
weitere Ausgaben werden ermittelt
Valentin Rossiwall und Philipp Schröder sind aktive Trader, Unternehmer, Blogger

und Autoren bei diversen Onlinemedien wie dem Portal daytrading.de. Sie arbeiten

als Tradingcoaches und sind gern gesehene Referenten auf Tradingveranstaltungen

wie der Invest und der World of Trading.

TEIL 1:

GRUNDLAGEN UND ERSTE SCHRITTE

WAS IST DAYTRADING, WAS IST SCALPING?

Daytrading bedeutet per Definition, dass Positionen innerhalb eines einzigen Handelstages eröffnet und geschlossen werden. Damit sind Trades, die über den Handelsschluss hinaus gehalten werden (overnight), ausgeschlossen. Als Day-Trader haben Sie das Ziel, von täglichen Kursschwankungen zu profitieren. Jeden Tag bekommen Sie neue Chancen. Positions- oder Swing-Trader halten hingegen Positionen über mehrere Tage oder sogar Wochen bis Monate. Je kleiner der Zeithorizont ist, desto kleiner ist auch die Zeitebene, auf der Sie Ihre Entscheidungen treffen: Day-Trader nutzen Intradaycharts (also zum Beispiel Minuten- oder Tick-Charts), während mittel- bis langfristig orientierte Trader auf größeren Zeitebenen (zum Beispiel Stunden-, Tages- oder Wochencharts) Entscheidungen treffen. Sollten Sie sich für einen Stil entscheiden, ist es notwendig, dass Sie die Vor- und Nachteile kennen, die sich aus den unterschiedlichen Zeithorizonten für Ihr Trading ergeben. Dazu erfahren Sie später mehr. Generell lässt sich allerdings folgende Regel aufstellen: Je größer die Zeitebene ist, desto größer muss Ihre Kapitaldecke sein.

Scalping ist eine besondere Form des Daytradings. Definitionsgemäß profitieren Scalper auf ultrakurzfristigen Zeitebenen, wie zum Beispiel den Tick-Charts, von Differenzen im Kauf- und Verkaufskurs eines Basiswertes (zum Beispiel Aktien oder Futures). Man geht davon aus, dass Aktien ihre erste starke Trendbewegung eine Zeit lang fortsetzen, nachdem substanziell Käufer im Markt auftreten. Als Scalper versuchen Sie, Centbeträge aus den Minitrends herauszuholen. Per Definition könnte jeder Trade ein Scalp sein, sollte er nahe einem Chance-Risiko-Verhältnis von 1:1 geschlossen werden. Wenn der Trader beispielsweise eine Long-Position bei 23,4 eingeht, den Stop bei 23,2 platziert und den Trade bei 23,6 mit 20 Cent Gewinn schließt, dann handelt es sich um einen Scalptrade. Wenn Sie das oft tun und mit ordentlicher Positionsgröße, kann das eine profitable Strategie werden. Viele Scalper behaupten, kleine Kursbewegungen seien viel leichter zu antizipieren als große und würden öfter im Markt auftauchen.

Scalper machen bis zu mehrere hundert Trades pro Tag. Positionen werden also innerhalb von Sekunden(-bruchteilen) eröffnet und geschlossen. Das Level 2 und die Times-&-Sales-Liste sind neben der Technischen Analyse wichtige Tools, um zu erkennen, wo Kursdruck im Markt entsteht. Scalping kann auch ein zusätzlicher Trading-Stil zu Ihrem sonstigen Intradaytrading werden (wobei eine klare Abgrenzung sowieso schwierig ist), indem Sie zum Beispiel kurze Bewegungen im Markt durch Ihr Scalping mitnehmen oder Ihre längerfristigeren Positionen kurzfristig in Kursanstiegen am Minuten- oder Tick-Chart hedgen. Diese Strategie nennt man »Umbrella Trades«, und sie dient unter anderem dem Risikomanagement Ihrer sonstigen Daytrades:

Ein Trader geht eine Position auf einer längerfristigen Zeitebene ein.

Während sich der Haupttrade entwickelt, tradet der Trader im Hinblick auf die längerfristigere Position kurzfristig, um Korrekturen zu hedgen oder mehr Profite mitzunehmen. Viele professionelle Trader handeln auf multiplen Zeitebenen, Sie können Scalping daher als Ergänzung Ihrer Handelstätigkeit als Investor/Positionstrader oder Swingtrader sehen.

Eine klare Abgrenzung, welche Strategie oder Zeitebene eine Scalping-Strategie definiert, gibt es nicht. Hier lässt sich auch keine sinnvolle Einteilung vornehmen: Vielmehr sollten Sie für sich erkennen, welche Form des Handelns Ihrer Natur entspricht.

Scalping wird auch als »Market Making« bezeichnet, wobei ein Scalper versucht, die Differenz von Bid und Ask, also den Spread, durch die gleichzeitige Platzierung eines Bids und eines Offers für ein bestimmtes Wertpapier für sich zu nutzen. Diese Art des Scalping ist sehr schwierig umzusetzen. Der Fokus in diesem Buch liegt daher vor allem darauf, kurzfristig Intradaytrends zu erkennen und zu handeln.

Scalping ist in der Regel sehr zeitaufwendig, während das Trading auf großen Zeitebenen weniger Aufmerksamkeit erfordert und daher weniger Zeit am Bildschirm für Sie bedeutet.

Folgende Thesen lassen sich aufstellen:

Je größer die Zeitebene ist, desto größer muss die Kapitaldecke sein.

Kleinere Zeitebenen haben eine Risikoreduktion »eingebaut«.

Daytrading und besonders das Scalping stellen besondere (technische) Anforderungen an Sie als Trader. So benötigen Sie einen Broker, der Ihnen das kurzfristige Handeln ohne Umwege (schlechte Ausführung, teure Gebühren und Ähnliches) ermöglicht. Außerdem benötigen Sie genügend Zeit. Zeit stellt häufig das größte Problem dar: Nur die wenigsten Anfänger können sechs Stunden oder mehr pro Tag in ihr Trading investieren. Der große Vorteil ist der vergleichsweise kleine Kapitalbedarf. So können Sie bereits mit einem 5000-Dollar-Konto ansehnliche Ergebnisse erwirtschaften. Der Return on Investment (ROI), den Sie als Day-Trader erzielen können, ist phänomenal.

Mit Scalping spekulieren Sie täglich auf dutzende oder sogar hunderte Geschäfte und auf wenige Pips, Ticks oder Cents pro Trade. Ein erfolgreicher Scalper verdient an mindestens 80 Prozent seiner Arbeitstage Geld. Das Motto des Scalpers lautet: »You never go broke taking profits.« – »Man geht nie pleite, wenn man Gewinne mitnimmt.«

Da ein Scalper häufig nur von Bruchteilen einer Kursbewegung profitiert und daher eine große Kontraktzahl einsetzt, kann ein einziger Verlust die Gewinne von sorgsam durchgeführten Geschäften eliminieren und somit die wertvolle Arbeit vieler Trading-Tage zerstören. Viele Menschen glauben, große Gewinne kämen von entspannten Trend­trades. Dies stimmt nur bedingt. Es gibt Scalper, die täglich ansehnliche Summen mit ihrem Futures-, Forex- oder Aktientrading verdienen, indem sie nur kleinste Kursbewegungen aus dem Markt »schneiden« (Scalping).

Wie kann das sein? Nehmen wir als Beispiel den Öl-Future. Schauen Sie sich einmal den Ölpreis auf einer kleinen Zeitebene wie dem 5-Minuten-Chart an: Der Ölpreis bewegt sich im Tagesverlauf mehrfach um mindestens 50 Ticks (kleinste Einheit der Kursbewegung in einem Future). Wenn Sie nur mit einem Kontrakt auf eine 100 Tick intraday Bewegung spekulieren, verdienen Sie bei einer entsprechenden Kursbewegung im Öl-Future mit nur einem Kontrakt bis zu 1000 Dollar. Hinterlegen müssen Sie dafür meist nur zwischen 500 Dollar und 1500 Dollar (Margin – abhängig von Ihrem Broker). Schaffen Sie es 100 Ticks mit einem Kontrakt pro Tag zu verdienen, summiert sich diese Summe über das Jahr und Sie können mehrere hundertausende Dollar verdienen. Kann Trading wirklich so einfach sein? Natürlich nicht. Trotzdem, das Prinzip bleibt erhalten und mit Scalping im Futures-Markt auch realistisch.

Viele »Gurubücher« erwecken den Eindruck, dass man mit nur wenigen Stunden Arbeit pro Woche an der Börse ein Vermögen verdienen kann.

Wir sagen Ihnen: Ja, Sie können ein Vermögen verdienen, aber Sie müssen dafür hart arbeiten. Gerade zu Beginn Ihrer Karriere werden Sie mehr Zeit aufwenden und Sorgen haben, als Sie jemals geglaubt hätten. Sollten Sie dann das Spiel der Spiele meistern, haben Sie es geschafft – Sie arbeiten im besten Job der Welt: Sie sind Ihr eigener Chef, leisten keine unbezahlten Überstunden und erfahren keine ungerechte Bezahlung. Sie werden für Ihre Leistung bezahlt – nicht für Ihre Anwesenheit vor dem Bildschirm.

CHANCEN UND RISIKEN IM DAYTRADING

Ihre Möglichkeiten im Daytrading sind fast unbegrenzt. Wir haben Trader kennengelernt, die an einem Nachmittag mehrere hunderttausend Dollar verdienen. Trading bringt immer die Gefahr mit sich, einen Totalverlust zu erleiden. Die Börse kann Sie schneller ruinieren, als Sie das Wort Totalverlust aussprechen können; allerdings kann es Ihnen auch gelingen, mit konsequentem Trading und eiserner Disziplin ein Vermögen aufzubauen.

▶ Setzen Sie sich genaue Ziele für Ihr Daytrading. Finden Sie heraus, ob Daytrading wirklich das ist, was Sie machen wollen. Wenn es das nicht ist, dann lassen Sie es lieber sein. Wir haben für Sie eine Checkliste bereitgestellt. »Lieben« Sie die Märkte? Macht Ihnen Traden Spaß?

▶ Warum wollen Sie traden?

▶ Wollen Sie von überall aus arbeiten können?

▶ Wollen Sie unabhängig sein?

▶ Sind Sie von der menschlichen Psychologie begeistert?

▶ Arbeiten Sie gerne mit dem Computer und neuen Technologien?

▶ Möchten Sie unmittelbar für Ihre Leistungen belohnt oder Ihr Versagen bestraft werden?

▶...

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