Schockästhetik: Von der Ecole du mal über die letteratura pulp bis Michel Houellebecq

 
 
Narr Francke Attempto (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 16. Juli 2018
  • |
  • 315 Seiten
 
E-Book | PDF mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-8233-9229-3 (ISBN)
 
Die vorliegende Studie erforscht am Beispiel skandalöser Texte des 19., 20. und 21. Jahrhunderts systematisch literarische Schreibweisen, die beim Rezipienten einen Schockeffekt produzieren. Die untersuchten Werke (der Autoren G. Flaubert, O. Mirbeau, Sade und P. P. Pasolini, A. Nove und N. Ammaniti sowie Michel Houellebecq) werden nicht allein in Hinblick auf ihre formale Beschaffenheit befragt, sondern auch auf etwaige ethische Implikationen. Wirkungsmechanismen literarischer Provokation werden damit aufgezeigt und die Funktion einer Schockästhetik im gesellschaftlichen Diskurs offengelegt.

Lena Schönwälder hat an der Philipps-Universität Marburg und der Université Nancy II Romanistik und Anglistik studiert. Seit 2011 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Romanische Sprachen und Literaturen der Goethe-Universität Frankfurt. 2016 hat sie sich mit ihrer Dissertation Böses schreiben böses Schreiben: Schockästhetik von der Ecole du mal über die letteratura pulp bis Michel Houellebecq promoviert.
  • Deutsch
  • Tübingen
  • |
  • Deutschland
  • 1,57 MB
978-3-8233-9229-3 (9783823392293)
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Lena Schönwälder hat an der Philipps-Universität Marburg und der Université Nancy II Romanistik und Anglistik studiert. Seit 2011 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Romanische Sprachen und Literaturen der Goethe-Universität Frankfurt. 2016 hat sie sich mit ihrer Dissertation Böses schreiben böses Schreiben: Schockästhetik von der Ecole du mal über die letteratura pulp bis Michel Houellebecq promoviert.
1 - Inhalt [Seite 6]
1.1 - Vorwort [Seite 10]
1.2 - Einleitung [Seite 11]
1.3 - 1 Theoretische Vorüberlegungen [Seite 34]
1.3.1 - 1.1 Böses schreiben - böses Schreiben [Seite 34]
1.3.1.1 - 1.1.1 Karl Heinz Bohrer und das Böse als ästhetische Kategorie [Seite 34]
1.3.1.2 - 1.1.2 Sabine Friedrich: Bohrer und Bataille revisited [Seite 38]
1.3.1.3 - 1.1.3 Die Ästhetik des Bösen nach Peter-André Alt: Wiederholung, Transgression und Paradoxie [Seite 41]
1.3.1.4 - 1.1.4 Zwischenfazit [Seite 47]
1.3.2 - 1.2 Das Böse und Wirkungsästhetik [Seite 48]
1.3.2.1 - 1.2.1 Das Böse und (ästhetische) Empfindungen [Seite 48]
1.3.2.2 - 1.2.2 Das Böse und (ästhetischer) Genuss [Seite 53]
1.3.2.3 - 1.2.3 Das Erhabene [Seite 59]
1.3.2.4 - 1.2.4 Der Ekel [Seite 64]
1.3.2.5 - 1.2.5 Das Obszöne [Seite 72]
1.3.2.6 - 1.2.6 Zwischenfazit [Seite 81]
1.3.3 - 1.3 Das Böse und ethische Implikationen [Seite 82]
1.3.3.1 - 1.3.1 Vorverständnis von Ethik und Moral [Seite 82]
1.3.3.2 - 1.3.2 Das ethische Moment der ästhetischen Erfahrung [Seite 83]
1.3.3.3 - 1.3.3 Der ethical turn und narrative Ethik [Seite 85]
1.3.4 - 1.4 Skandal [Seite 91]
1.3.4.1 - 1.4.1 Skandal: Zur Etymologie und Bedeutung des Begriffs [Seite 91]
1.3.4.2 - 1.4.2 Literaturskandale [Seite 97]
1.3.4.3 - 1.4.3 Überlegungen zu einer Poetik des Skandals oder: die Performativität des Skandals [Seite 104]
1.4 - 2 Textanalysen [Seite 107]
1.4.1 - 2.1 Gustave Flaubert: Salammbô (1862) [Seite 107]
1.4.1.1 - 2.1.1 »La bataille de Salammbô« [Seite 107]
1.4.1.2 - 2.1.2 »Un livre cruel«: Flauberts Schreibweisen der Grausamkeit [Seite 112]
1.4.2 - 2.2 Mirbeau: Le Jardin des supplices (1899) [Seite 135]
1.4.2.1 - 2.2.1 Entstehung und Rezeption [Seite 135]
1.4.2.2 - 2.2.2 »Une monstruosité littéraire«: Le Jardin des supplices und das Prinzip der Dualität [Seite 139]
1.4.3 - 2.3 Pasolinis Salò und der Marquis de Sade [Seite 155]
1.4.4 - 2.4 Gioventù cannibale: Nove und Ammaniti [Seite 184]
1.4.4.1 - 2.4.1 Blut, Sex, Gewalt und Konsum: Die giovani cannibali und die letteratura pulp [Seite 184]
1.4.4.2 - 2.4.2 Aldo Noves Bagnoschiuma: Wenn der Freiheitskampf beim Duschschaum beginnt. [Seite 190]
1.4.4.3 - 2.4.3 Niccolò Ammaniti und die Apokalypse in der Postmoderne [Seite 199]
1.4.4.4 - 2.4.4 Zwischenfazit zu den giovani cannibali [Seite 213]
1.4.5 - 2.5 Michel Houellebecq [Seite 215]
1.4.5.1 - 2.5.1 Les Particules élémentaires (1998) [Seite 217]
1.4.5.1.1 - 2.5.1.1 Ein provokanter Thesenroman: Les Particules élémentaires und die Geschichte des modernen Menschen [Seite 217]
1.4.5.1.2 - 2.5.1.2 Dualismus und Komplementarität: die Janus-Köpfigkeit des Stils [Seite 226]
1.4.5.1.2.1 - Die Houellebecq'schen Figuren: »[d]es individus [...] à peu près identiques« [Seite 226]
1.4.5.1.2.2 - Erzählen im Zeichen Flauberts? Die Houellebecq'sche »impassibilité« [Seite 227]
1.4.5.1.2.3 - Heterogenität des Stils [Seite 231]
1.4.5.1.2.4 - Der Houellebecq'sche Erzähler: Unmögliche Erzählperspektiven und Polyphonie [Seite 233]
1.4.5.2 - 2.5.2 La Possibilité d'une île (2005) [Seite 240]
1.4.5.2.1 - 2.5.2.1 Dystopische Moralistik: die Erzählerfiguren in La Possibilité d'une île [Seite 240]
1.4.5.2.2 - 2.5.2.2 Die souffrance des modernen Menschen [Seite 243]
1.4.5.2.3 - 2.5.2.3 »If you have no sex, you need ferocity«: die universelle Barbarei des Menschen [Seite 245]
1.4.5.2.4 - 2.5.2.4 »[N]ous sommes tous [.] un arrangement temporaire de molécules«: Menschenbild [Seite 249]
1.4.5.2.5 - 2.5.2.5 La »sérénité parfaite«: ein Glücksversprechen? [Seite 252]
1.4.5.2.6 - 2.5.2.6 Metapoetologische Selbstreflexion: zur Funktion des Schreibens und der Kunst [Seite 256]
1.4.5.2.7 - 2.5.2.7 Exkurs: La Possibilité d'une île und Cormac McCarthys The Road (2006) [Seite 259]
1.4.5.3 - 2.5.3 La Carte et le Territoire (2010) [Seite 265]
1.4.5.3.1 - 2.5.3.1 La Carte et le Territoire: ein Künstlerroman [Seite 265]
1.4.5.3.2 - 2.5.3.2 Jed Martin/Michel Houellebecq [Seite 268]
1.4.5.3.3 - 2.5.3.3 >Michel Houellebecq1.4.5.3.4 - 2.5.3.4 »[U]ne assez médiocre imitation de Pollock«: der Mord an >Michel Houellebecq< [Seite 273]
1.4.5.4 - 2.5.4 Zwischenfazit zu den Romanen Michel Houellebecqs [Seite 282]
1.5 - Schluss [Seite 285]
1.6 - Bibliographie [Seite 293]
1.6.1 - A. Primärliteratur [Seite 293]
1.6.2 - B. Philosophische und ästhetische Schriften, Abhandlungen [Seite 294]
1.6.3 - C. Historische Quellen, Korrespondenz, Interviews und Literaturkritik [Seite 295]
1.6.4 - D. Sekundärliteratur [Seite 296]

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