Das Tor nach Aquaterra - Band 4

Heimkehr - Freiheit
 
 
novum pro Verlag
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 16. April 2020
  • |
  • 384 Seiten
 
E-Book | ePUB ohne DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-99064-777-6 (ISBN)
 
Endlich geht es für Bella und ihre Gefährten zum Schloss des Königs. Bei wochenlangen Feierlichkeiten und Turnieren muss der bislang unbekannte Prinz seine Liebste unter zahlreichen Bewerberinnen erwählen. Nichts ahnend verliebt sich Bella in den Prinzen und hat große Schuldgefühle wegen Joe. Während Elvira und Juliana, die ebenfalls durch das Tor gekommen sind und nun Königin werden wollen, Intrigen spinnen, greifen auch der Fenriswolf und Lady Raab aus dem Hintergrund ins Geschehen ein. Aber Bella kann sich immer besser wehren, denn nun endlich entwickeln und entfalten sich ihre Fähigkeiten, mit denen sie gewöhnlichen Terranern weit überlegen ist. Doch werden sie ausreichen, um der geballten Front der Gegner standzuhalten? Finden Josh und sie endlich zusammen?
  • Deutsch
978-3-99064-777-6 (9783990647776)
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Eifersucht


Bella kam erschöpft im neu entstehenden Dorf an. Sie und Josh waren nach ihrem Unfall in einem provisorischen Krankenbereich abgeliefert worden, der von einigen Verwundeten belagert wurde. Dort bekam sie zur Stärkung einen Vitamincocktail verabreicht. Nur schmeckte er grauenvoll.


"Ich brauchen das nicht! Joe hat mir geheilt!" Die Frau winkte energisch ab und blickte sie streng an, wie es nur Krankenschwestern konnten.


"Das wird getrunken oder du verlässt die Hütte!" Bella sah zu dem schlafenden Joe und würgte, nur um bei ihm zu bleiben, die Flüssigkeit mit Widerwillen hinunter. Sie hatte ihn den ganzen Tag nicht gesehen. Über eine Stunde wartete sie nun schon an seiner Seite darauf, dass er endlich aufwachte. Bella hatte ihn nicht aus den Augen gelassen, denn er hatte sie erneut geheilt, und das so lange, bis er selbst zusammenbrach.


Josh erhob sich schwerfällig, die Kraft fehlte ihm gänzlich. Doch als er die Augen aufschlug und in Bellas Gesicht und in ihre violetten Augen sah und sie wieder wohlauf zu sein schien, ging es ihm sofort besser. Ihre Augen aber verfinsterten sich, wie Gewitterwolken am Horizont verdunkelte sich ihr Blick. Fragend runzelte er seine Stirn und sie schimpfte sofort mit ihm.


"Warum ich dableiben? Warum ich nicht mitkommen?" Josh öffnete langsam seinen Mund, er war vorsichtig.


"Wohin mit?" Bella rollte angepisst mit den Augen und grunzte unschicklich.


"Bei kämpfen! Ich wollen mitkommen!" Isa und Chris betraten den Raum, als er gerade antwortete.


"Wo denkst du hin? Es wäre eine Katastrophe gewesen, wenn du mitgekommen wärst! Diese Schwachstelle konnten wir nicht gebrauchen!" Kaum verließen die Worte seinen Mund, erkannte er den Fehler. Bella sah ihn an, als hätte er sie geschlagen. Verletzt ging sie von ihm weg und legte sich auf die Pritsche zurück, fest schloss sie ihre Augen. Kein Wort kam mehr über ihre Lippen. Hätte sie geschrien, Josh hätte es lieber gesehen, denn das Zittern ihrer Lippen und das Schweigen zeigten ihm mehr als Worte, wie sehr er sie verletzt hatte. Demonstrativ drehte sie sich zur Wand. Da blaffte Isa, die schockiert zugehört hatte, entrüstet Josh an.


"Sag mal, hast du sie noch alle? Wie kannst du dich so ausdrücken!? Weißt du, wie sie sich jetzt fühlt?" Josh raufte sich den Kopf, denn an die Haare kam er nicht, da sie, wie er es geschworen hatte, unter der Maske verborgen waren. Isa setzte sich zu Bella auf die Pritsche und legte ihre Hand an ihre Wange. Somit öffnete sie ihre Augen, doch die Träne stahl sich nun hervor, die zuvor noch hinter den verschlossenen Augen verborgen blieb.


"Bella, Joe hat es nicht so gemeint. Er wollte doch nur sagen, dass du SEIN Schwachpunkt bist und nicht generell! Er hätte doch für dich alles getan. Was, glaubst du, würde er tun, wenn sie dich gefangen nehmen und bedrohen?" Isa fügte nicht an, dass er alle zum Aufhören gezwungen hätte, weil er die Macht dazu hatte. Bella brauchte nicht zu wissen, wer er war. Josh wollte sie als Bürgerlicher kennenlernen, solange es die Zeit noch erlaubte. Vorsichtig sah Bella hoch zu Joe, der sie reumütig beobachtete. Der Stachel saß aber immer noch in ihrem Herzen, denn er hatte gesagt, was schon die ganze Zeit ihr Problem war. Sie konnte ihre Fähigkeiten nicht einsetzen und bändigen um sich selbst zu schützen. Doch warum war das so? Sie wusste, wer sie war! Immer noch erwartete Joe von ihr eine Reaktion, denn inzwischen sah er unsicher zu Isa, die finster zu ihm zurückblickte und verächtlich schnaubte. Innerlich begann Bella zu grinsen und versuchte, mit einem Scherz die Stimmung zu heben.


"Dann nicht ich bin Schwachstelle, die du sein! Du! Nicht ich! Musst du wieder gutmachen!" Keck sah sie ihn an und dachte dabei an einen herrlichen Kaffee. Doch da war sein Gesicht plötzlich ihrem sehr nah und er grinste frech.


"Gerne! Womit? Gerne arbeite ich meine Schuld mit Küssen ab." Scharf holte Bella Luft, als sie den Sinn verstand, und wurde rot im Gesicht, doch sie stieß ihn lachend von sich, um von ihrer Verlegenheit abzulenken.


"Oh nein! So leicht kommst du mir nicht davon!" Dann verbesserte sie sich. "Nein, nicht so einfach! Du müssen dir Mühe geben!" Joe sank in sich zusammen und tat gebrochen, doch Bella spürte, wie die Spannung von ihm gewichen war. Er hatte es nicht bös gemeint, und da wäre sie die Letzte, die nachtragend war. Sie kannte diese Missverständnisse, wenn man die falschen Worte wählte. Doch dann sah sie ihn eindringlich an. "Wie gehen es dir? Du sein müde?" Josh stand langsam auf. Er fühlte sich schwach, doch diese Schwäche würde er nicht eingestehen. Prompt bemerkte dies Chris.


Josh, übertreib es nicht, nur weil ein hübsches Mädchen im Raum ist! Damit meine ich natürlich meine Isa!


Isa lachte neben ihnen und versuchte es zu verbergen, doch Bella sah schon fragend zu ihr.


"Nichts! Du weißt, ich höre zu viel!", beteuerte Isa sofort und warf ihre leuchtende rote Mähne über ihre Schulter, Bella nickte, denn sie hatte schon von ihrer und Chris' Gabe erfahren. Die fand sie ebenso sehr interessant. Wütend kam da Sascha zur Tür herein, und die Tür schlug laut gegen die Wand.


"Was musste ich gerade erfahren? Sie wurde verletzt und keiner hat es bemerkt?" Herausfordernd betrachtete er dabei Josh, doch ihn packte bei diesem Vorwurf die Wut. Zu oft mischte sich Sascha ein und versuchte ihm Vorschriften zu machen. So auch jetzt.


"Was geht dich das an? Verschwinde! Wir haben alles schon wieder geregelt!" Josh sah, wie Sascha austickte vor Wut. Saschas Gesicht verzerrte sich und er packte Josh am Kragen und drückte ihn gegen die Wand. Aufgrund seiner Schwäche hatte Josh auch nichts dagegenzusetzen.


Sascha, übertreib es nicht!


Chris wusste nicht, ob er einschreiten sollte. Seine Freundschaft verlangte es, doch dies war eine Sache zwischen diesen beiden Männern.


"Sie ist uns entgegengeritten! Mann! Wer hätte das ahnen können!", röchelte Josh. Sascha unterdrückte den Impuls, noch fester zuzudrücken, denn Josh fehlte jede Kraft, um gegen ihn zu kämpfen. Dies verwirrte ihn kurz, doch er ahnte die Ursache und begann Josh im Stillen bereits zu verzeihen.


"Ich habe dir von Anfang an gesagt, lass sie nicht alleine!", bellte er noch aufgebracht. Josh war ohnehin schon wütend auf Sascha, doch diese Wut steigerte sich gerade in einen brodelnden Vulkan, weil er recht hatte.


"Es war Isa bei ihr! Sie ist eine gute Kämpferin! Glaubst du, Chris hätte sie alleine zurückgelassen, wenn er nicht wüsste, dass sie sich zu helfen weiß?!" Isa hatte im Hintergrund Bella, so gut es ging, übersetzt und mischte sich nun ein. Bella wandte sich an Sascha, ihren gemütlichen Bären mit den braungrünen Augen.


"Sasha, mir gehen es gut! Joe hat mir geheilt! So gut gehen mir noch nie!" Sascha blickte sie streng an und begann zu schmunzeln. Er konnte einfach nicht anders und schloss dieses seltsame Frauenzimmer in seine Arme. Aus den Augenwinkeln sah Sascha, wie Josh ausflippte, und lachte in sich hinein, denn Bella drückte ihn fest an sich. "Danke für deine Sorgen!" Sascha küsste sie auf die Stirn.


"Meine Regina!", sagte Sascha ehrfürchtig. Bella trat empört zurück und funkelte ihn finster an.


"Ich sein nicht deine Regina! Haben du meine Namen vergessen?" Sascha lachte grollend wie ein Donner und seine breiten Schultern bebten. Bella mochte seine rotbraunen Haare, die ihm wild auf die Schulter fielen.


"Nein! Das ist ein Kosename!" Bella verzog ihr Gesicht, als sie verstand, und blickte ihm ernst in seine grünbraunen Augen.


"Ich habe bei meiner Taufe einen Namen erhalten und möchte auch mit diesem angesprochen werden!" Frustriert schüttelte sie ihren Kopf, da sie das nicht so sagen konnte. "Ich haben einen Namen! Verwende ihn!" Sascha salutierte vor ihr!


"Wird gemacht, meine Regina!" Mit drohendem Finger ging Bella auf Sascha los.


"Du . Du Bastard!" Sascha hob sie an und wirbelte sie herum und sie lachten ausgelassen, denn Bella hatte ihn geschnappt und aufs Kreuz gelegt. Nun lagen sie lachend aufeinander. Josh löste sich aus seiner Starre. Er sah rot! Seine Bella lag auf Sascha und er bezeichnete sie als seine Königin! Nie und nimmer! Sie gehörte ihm! Er mobilisierte seine Kräfte und rammte Sascha, als er sich wieder erhoben hatte.


"Fass sie nicht an! Ich bring dich um!" Sascha konnte ihn spielend abwehren, da er taumelte.


"Das entscheidet sie! Und du wirst mich nicht umbringen, denn vor einigen Tagen hast du noch behauptet, ich gehöre zu deinen besseren Männern, die unbedingt zu dieser Aufgabe aufbrechen müssen. Ich wollte hierbleiben und auf Bella aufpassen! Schon vergessen?" Josh wollte Sascha das Grinsen aus dem Gesicht wischen. Er war so wütend auf ihn. Er konnte es gar nicht beschreiben. Alles um ihn geriet außer Kontrolle. Lautes Getöse war von draußen zu hören und die Leute schrien panisch durcheinander, denn es bebte der ganze Boden, und ein Berg verkraftete die Erschütterung nicht. Ein ganzer Zacken des Berges...


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