Der Rechtsmissbrauchsgrundsatz im Europäischen Insolvenzrecht

 
 
Duncker & Humblot (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 11. November 2015
  • |
  • 250 Seiten
 
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978-3-428-54559-9 (ISBN)
 
Die Arbeit untersucht zuständigkeitsbegründende Gestaltungen im Europäischen Insolvenzrecht aus dem Blickwinkel des Rechtsmissbrauchs. Dazu wird im ersten Teil zunächst ein allgemeiner unionsrechtlicher Rechtsmissbrauchsgrundsatz hergeleitet und die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofes zum Rechtsmissbrauch untersucht. Im Ergebnis sind solche Gestaltungen als rechtsmissbräuchlich zu qualifizieren, die im Widerspruch zur Teleologie des Unionsrecht stehen und mit dem durch objektive Kriterien indizierten Ziel vorgenommen werden, sich einen durch das Unionsrecht gewährten Vorteil zu verschaffen. Der zweite Teil der Arbeit widmet sich dem Problem des Rechtsmissbrauchs im Europäischen Insolvenzrecht. Anreize und Motive für zuständigkeitsbegründende Gestaltungen werden dargelegt und diese rechtlich bewertet. Der im ersten Teil erarbeitete Rechtsmissbrauchsgrundsatz wird auf das Europäische Insolvenzrecht übertragen und eine Fallgruppensystematik erarbeitet mit dem Ergebnis, dass der entwickelte Rechtsmissbrauchsgrundsatz geeignet ist, binnenmarktschädliche und gläubigergefährdende Gestaltungen herauszufiltern.
 
'The Principle of Abuse of Law in European Insolvency Law'

Different legal systems and gradients resulting hereof offer an incentive to incfluence the applicable law by choice of law, transfer of registered offices or forum shopping. With regard to cross-border insolvency proceedings as well as the application of the European Insolvency Regulation a competition of legal systems has begun. The thesis provides a comprehensive overview of the issue of abuse of law in European Insolvency Law.
  • Dissertationsschrift
  • |
  • 2014
  • |
  • Universität Konstanz
  • Deutsch
  • Berlin
  • |
  • Deutschland
  • 1,44 MB
978-3-428-54559-9 (9783428545599)
10.3790/978-3-428-54559-9
weitere Ausgaben werden ermittelt
Lisa Schneider, geboren 1984 in Bonn, studierte Rechtswissenschaften an der Universität Konstanz und legte 2010 das erste Staatsexamen ab. Im Anschluss daran promovierte sie an der Universität Konstanz unter der Betreuung von Prof. Dr. Christoph Althammer. Von 2011 bis 2012 war sie Stipendiatin der Fazit-Stiftung. Ihr Referendariat absolvierte sie zwischen 2012 und 2014 am Landgericht Bonn. Seit 2014 ist Lisa Schneider als Rechtsanwältin in Köln tätig.
Einleitung

Problemstellung - Gang der Untersuchung

Erster Teil: Rechtsmissbrauch im deutschen und Europäischen Privatrecht

Rechtsgeschichte des Rechtsmissbrauchs - Stand der deutschen Rechtsmissbrauchslehre in der Gegenwart - Rechtsmissbrauch und verwandte Rechtsinstitute - Rechtsmissbrauch im Europäischen Privatrecht

Zweiter Teil: Rechtsmissbrauch im Europäischen Insolvenzrecht

Begriff, Aufgabe und Bedeutung eines effektiven nationalen Insolvenzrechts - Rechtsgefälle zwischen den Insolvenzrechtsordnungen der Mitgliedstaaten - Rechtsmissbrauch im Anwendungsbereich der EUInsVO - Reformüberlegungen betreffend Art. 3 EuInsVO

Schlussbetrachtung

Erster Teil: Rechtsmissbrauch im deutschen und Europäischen Privatrecht - Zweiter Teil: Rechtsmissbrauch im Europäischen Insolvenzrecht

Literatur- und Sachverzeichnis
»Verdienstvoll ist, dieses überzeugende Ergebnis in einer rechtsdogmatisch sauberen Art und Weise zu begründen, wie es die Verfasserin tut. Die vorliegende Arbeit bildet damit eine solide Grundlage für die Argumentation in europäisch-grenzüberschreitenden Fällen.« Univ.-Prof. Dr. iur. Stefan Smid, in: Deutsche Zeitschrift für Wirtschafts- und Insolvenzrecht, Band 27, Heft 3/2017

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