Buddhas Anleitung für eine glückliche Partnerschaft

 
 
Graefe und Unzer Verlag
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 11. Mai 2011
  • |
  • 160 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-8338-2439-5 (ISBN)
 
Buddha und die Liebe - ist das nicht ein Widerspruch? Im Gegenteil, denn der Buddha war ein ausgezeichneter Psychologe, der uns lehrt, wie wir uns aus den Fesseln unserer oft unbewussten Erwartungen, Ängste und Zwänge befreien und unseren Umgang mit anderen Menschen positiv gestalten. Eine glückliche Partnerschaft in diesem Sinne ist gekennzeichnet durch Achtsamkeit und die Bereitschaft, sich konstruktiv mit Beziehungsproblemen auseinanderzusetzen. Mit prägnanten Beispielen, viel Humor und Mitgefühl macht die Autorin die wichtigsten Stolpersteine deutlich, die uns daran hindern glücklich zu sein, und zeigt auf, wie wir sie aus dem Weg räumen können. Kommunikationsübungen, Meditationen, Regeln, Übungen alleine und zu zweit - der Ratgeber bietet ein großes Repertoire für verschiedenste Beziehungssituationen. Und immer wieder geht es darum, sein Herz zu öffnen und die Paarbeziehung als Weg der persönlichen Entwicklung wertzuschätzen.
  • Deutsch
  • 2,20 MB
978-3-8338-2439-5 (9783833824395)
3833824395 (3833824395)
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Mit Buddhas Hilfe lernen wir uns selbst besser kennen; wir erfahren, was es mit unserem Selbstbild auf sich hat und wie wir aus unserem selbst geschaffenen Leidenskreislauf herauskommen können. Mithilfe von Achtsamkeit und Meditation gelingt es uns, liebevoller miteinander umzugehen und unsere Beziehung reicher und glücklicher zu gestalten.

Mit Buddhas Hilfe zur glücklichen Beziehung


Aus irgendeinem Grund ist dieses Buch in Ihre Hände gelangt. Vielleicht haben Sie es von einer guten Freundin zum Geburtstag geschenkt bekommen, fiel es Ihnen im Buchladen ins Auge oder lag einfach auf dem Küchentisch eines Freundes herum.

Nun, da Sie es aufgeschlagen haben, scheint die Thematik für Sie von Bedeutung zu sein. Mag sein, dass Sie sich unterschwellige Sorgen um Ihre Partnerschaft machen oder gerade eine ernsthafte Beziehungskrise erleben und sich die Frage stellen, ob Sie bleiben oder gehen sollten. Vielleicht haben Sie sich auch getrennt oder wurden verlassen und müssen erkennen, dass Ihre Beziehungen immer wieder nach dem gleichen Muster ablaufen und scheitern. Das ist schmerzlich und frustrierend.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie schwer es ist, in der Liebe glücklich zu werden. Auch ich scheiterte viele Male, bis mir klar wurde, dass ich erst einmal eine gesunde, glückliche Beziehung zu mir selbst aufbauen musste, anstatt andere für mein Glück verantwortlich zu machen. Ich zog mich eine Zeitlang zurück, um durch das Alleinsein zu mir zu finden.

Nach rund zwei Jahren fühlte ich mich wieder in meiner Mitte und beschloss, diese gewonnene Stabilität in einer Beziehung auszuprobieren. So traf ich meinen jetzigen Partner, und unsere Beziehung wurde zu einem tiefen Entwicklungs- und Heilungsprozess, der uns beide bis an unsere Grenzen fordert und uns lehrt, uns immer tiefer füreinander zu öffnen und mit Schwierigkeiten in konstruktiver und heilsamer Weise umzugehen. Mehr als einmal zweifelte ich und wollte flüchten – wie ich es früher immer getan hatte. Doch ich blieb und erlebe dadurch jeden Tag das Geschenk der Heilung und der Liebe, die sich zwischen zwei Menschen entwickelt und immer wieder erneuert, die sich nicht aufgeben. Die Basis dieser Arbeit ist der Buddhismus. Buddhas Lehren helfen uns dabei, uns innerhalb der Beziehung weiterzuentwickeln, Verantwortung für unser Leben zu übernehmen und den wirklichen Ort des Glücks zu finden: uns selbst.

Buddhas Weg zum Glück


Buddha empfahl, alles, was uns im Leben begegnet, als Übungspraxis der Liebe anzusehen und zur Schulung unserer positiven Fähigkeiten zu nutzen. Es mag einem merkwürdig vorkommen, dass gerade ein asketischer Mönch über die Liebe lehrte, doch Buddha kannte die Schwierigkeiten des Beziehungsalltags. Vor seiner Zeit als Mönch hatte er lange im Familienverbund gelebt, war verheiratet und Vater eines kleinen Sohnes gewesen. Die meisten seiner Schüler, die mit ihren Anliegen zu ihm kamen, waren Laienpraktizierende, lebten in Familien und Beziehungen und gingen ihrer täglichen Arbeit nach. Sie brauchten konkrete Unterstützung für ihren Alltag, und Buddha passte seine Empfehlungen immer den Bedürfnissen seiner jeweiligen Zuhörer an. So können wir noch heute aus einem Schatz von alltagsbezogenen Anregungen schöpfen, die es uns ermöglichen, glückliche Beziehungen voller Kraft und Inspiration zu leben. Der buddhistische Weg zum Glück ist der Weg der Liebe, der Balance und des Mitgefühls. Aber warum leiden wir eigentlich?

Die Ursachen von Leid

Irgendwie setzen wir in Sachen Glück immer auf das falsche Pferd: Wir sehen das Glück darin, unser Leben perfekt zu gestalten, den richtigen Partner an der Seite zu haben, tolle Kinder großzuziehen und erfolgreich im Beruf zu sein. Sind wir unglücklich, machen wir reflexartig unsere Lebensumstände oder Umgebung dafür verantwortlich.

Wir sind der festen Überzeugung, wir bräuchten sie nur zu verändern, indem wir mehr Geld verdienen, unsere Kinder auf eine andere Schule schicken, zehn Kilo abnehmen – und dann wären wir wieder glücklich. Doch die Rechnung geht nicht auf, denn äußere Umstände haben nur einen kleinen Anteil an unserem Glück oder Unglück.

Wir leben in einer Welt, in der sich alles permanent verändert, ob wir das wollen oder nicht. Unser neuer Partner wird uns früher oder später enttäuschen, der Job irgendwann stressig oder langweilig, wir werden nicht nur wieder zunehmen, sondern auch altern, und unsere Kinder werden erwachsen und tun, was sie wollen.

Unser Glück, das wir an vergänglichen Dingen festmachen, über die wir uns meist auch noch definieren (siehe [?]), ist daher immer nur ein vorübergehender Zustand und schlägt ganz schnell wieder um in Schmerz und Leid. Zwar erfahren wir eine gewisse kurzfristige Erleichterung oder Zufriedenheit, wenn wir etwas im Außen verändern, doch dies ist nie von Dauer.

»Wir versuchen, uns die Dinge zurechtzulegen und dem Geschehen immer einen Schritt voraus zu sein, statt zu spüren, wie die Dinge wirklich sind.«

[ Jon Kabat-Zinn | amerikanischer Meditationslehrer ]

Hindernisse des Glücks

Die buddhistische Psychologie benennt konkret fünf geistige Hindernisse, die es uns schwer machen, unser Leben und unsere Beziehungen in Glück und Leichtigkeit zu leben. Es sind die geistigen Tendenzen Zweifel, Unruhe, Trägheit, Gier und Ablehnung. Sie zeigen sich beispielsweise dadurch, dass wir daran zweifeln, ob unser Partner wirklich unser Vertrauen verdient. Oder dass wir nicht wirklich »Ja« zu ihm sagen wollen und voller Unruhe nach einem möglicherweise besser geeigneten Kandidaten Ausschau halten. Statt uns aktiv um Konfliktlösung oder gemeinsame Aktivitäten zu bemühen, hängen wir träge vor dem Fernseher oder geben dem starken Verlangen nach einem Abenteuer außerhalb unserer Beziehung nach. Fordert unser Partner, dass wir unser Verhalten ändern oder zumindest mit ihm darüber reden, reagieren wir mit deutlichem Unmut.

Solange uns diese geistigen Hindernisse nicht bewusst sind, schaden wir uns zwangsläufig selbst und behindern jeden Entwicklungsprozess. Jedes dieser Hindernisse kann in eine treibende Kraft umgewandelt werden – vorausgesetzt, wir erkennen es in der jeweiligen Situation und sind uns seiner bewusst. Erst dann können wir uns entscheiden, Gegenmaßnahmen zu ergreifen – wie, erfahren Sie in Kapitel 2 [?].

Anhaftung und Ablehnung

Um so schnell wie möglich wieder in einen Glückszustand zurückzugelangen, springen wir auf alles an, was uns angenehm erscheint, versuchen es zu bekommen und festzuhalten. In der buddhistischen Psychologie nennt man das Anhaftung. Wenn jedoch etwas Schmerz oder Leid verspricht, tun wir alles dafür, um es uns möglichst vom Leib zu halten oder es aus unserem Leben zu verbannen. Die buddhistische Psychologie nennt das schlicht Ablehnung.

Doch die Wirklichkeit ist kein Wunschkonzert: Wir bekommen, was wir nicht haben wollen. Wir wollen, was wir nicht bekommen können, und haben wir etwas, das uns wichtig ist, können wir es nicht dauerhaft halten. Das macht unser Glück zu einer ziemlich zerbrechlichen Angelegenheit. Ständig schwanken wir von einem Zustand in den anderen. Das gilt für alles im Leben, und natürlich auch für die Partnerschaft (siehe [?]). Da haben wir endlich den Mann oder die Frau unseres Lebens kennengelernt, sind ganz hin und weg vor Glück, und schon machen wir uns Sorgen, ob er oder sie bei uns bleibt. Besitzansprüche, Verlustangst und Eifersucht treten auf den Plan. Unsere Freude, unser Glück sind dahin und damit auch all unsere Gelassenheit. In dem Versuch, unser Glück zu sichern, benehmen wir uns meist sehr egoistisch und destruktiv. So lösen wir eine Kette von Reaktionen und Gegenreaktionen aus und verstricken uns in einem Knäuel von Ursache und Wirkung, das uns in einem endlosen Kreislauf aus Leid gefangen hält. Wir schreien herum, knallen Türen, doch besser geht es uns dabei nicht. Stattdessen verhärten sich die Fronten immer mehr, und wir erleben eine Flut schmerzhafter Gefühle wie Angst, Wut, Hass und Verzweiflung.

Leiden übt auf uns paradoxerweise eine große Faszination aus. Wir haben eine Schwäche für Dramen und Thriller. Warum sonst kauen wir immer und immer wieder quälende Situationen durch, die schon lange erledigt sind? Statt uns zu freuen, dass schmerzvolle Erfahrungen vorbei sind, und das Jetzt zu genießen, bleiben wir am vergangenen Leid kleben und beschweren damit den Augenblick.

Weisheitsgeschichte

Ein Meister sprach zu seinem Schüler: »Der Hauptgrund, warum viele Menschen so unglücklich sind, ist, dass sie eine erstaunliche und offensichtliche Befriedigung aus ihren Leiden erlangen. Als ich auf einer nächtlichen Bahnfahrt im Liegewagen schlief, war es mir gänzlich unmöglich einzuschlafen, da ein Mitpassagier dauernd ›Ich bin so durstig …!‹ stöhnte. Da gab ich ihm etwas zu trinken, und der Mann trank dankbar. Doch kaum lagen wir alle wieder in unseren Betten, hörte ich ihn erneut stöhnen ›Ach je, war ich durstig … ich war ja so durstig …!‹«

Der Irrtum von Ich und Du

Eine wichtige Ursache, weshalb wir leiden, ist unsere Vorstellung von einem eigenständig existierenden Ich oder Selbst. Es tritt in Erscheinung durch Selbstbezogenheit...

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