Produktrückruf und Regress

 
 
Mohr Siebeck (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 16. Dezember 2013
  • |
  • 282 Seiten
 
E-Book | PDF mit Adobe-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-16-152939-9 (ISBN)
 
Die Anzahl der zurückgerufenen Produkte ist innerhalb des vergangenen Jahrzehnts drastisch gestiegen, und die Frage nach der zivilrechtlichen Rückrufpflicht des Warenherstellers hat mittlerweile auch den Bundesgerichtshof erreicht. Diese Entwicklungen nimmt Mareike Schmidt zum Anlass, um den Produktrückruf nach deutschem und schweizerischem Recht zu untersuchen.
Im ersten Teil der Arbeit steht die Rückrufpflicht des Warenherstellers als zivilrechtliche Verkehrspflicht im Mittelpunkt. Deren Voraussetzungen und ihr Umfang einschließlich der entsprechenden Kostentragungspflicht werden eingehend analysiert. Anschließend erörtert die Autorin die zeitlichen Grenzen der Rückrufpflicht, die Frage eines Anspruchs auf Produktrückruf sowie die Verpflichtung zum Rückruf bei arbeitsteiliger Produktion. Im zweiten Teil der Arbeit prüft sie nach nationalem und internationalem Recht (CISG), inwiefern der Endhersteller von dem Zulieferer, dessen Produkt die Gefährlichkeit des Endprodukts verursacht hat, die Ersetzung der Kosten einer Rückrufaktion verlangen kann.
  • Deutsch
  • Tübingen
  • |
  • Deutschland
  • Für Beruf und Forschung
  • 3,43 MB
978-3-16-152939-9 (9783161529399)
10.1628/978-3-16-152939-9
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  • Cover
  • Vorwort
  • Inhaltsübersicht
  • Inhaltsverzeichnis
  • Abkürzungsverzeichnis
  • Einleitung
  • A. Problematik
  • I. Rückrufe
  • II. Kosten
  • III. Arbeitsteilige Produktion
  • B. Fragestellung
  • C. Begriffliche Abgrenzung
  • Teil 1: Die Pflicht des Herstellers zum Produktrückruf
  • A. Öffentlich-rechtliche Rückrufpflicht
  • B. Strafrechtliche Rückrufpflicht
  • C. Zivilrechtliche Rückrufpflicht
  • I. Rückrufverkehrspflicht
  • 1. Rechtsgrundlage der Rückrufpflicht
  • a) Allgemeines Deliktsrecht
  • (i) Sachproblem Produzentenhaftung
  • (ii) Verortung der Produzentenhaftung im Obligationenrecht und im Bürgerlichen Gesetzbuch
  • (iii) Die Verkehrspflichten des Warenherstellers
  • (1) Begründung der Verkehrspflichten
  • (2) Verortung der Verkehrspflichten im Deliktsaufbau
  • (3) Die einzelnen Verkehrspflichten vor Inverkehrbringen
  • (a) Pflicht zur sorgfältigen Konstruktion
  • (b) Pflicht zur sorgfältigen Fabrikation
  • (c) Pflicht zur sorgfältigen Instruktion
  • (d) Ausnahme für Entwicklungsrisiken
  • (4) Verkehrspflichten nach Inverkehrbringen
  • (a) Produktbeobachtungspflicht
  • (b) Reaktionspflichten
  • (c) Reaktionsschwelle
  • (iv) Relevanz der Rückrufpflichten aus dem Produktsicherheitsrecht
  • b) Die Produkthaftungsgesetze
  • c) Zusammenfassung
  • 2. Deutschland: Die Rückrufpflicht im Einzelnen
  • a) Bestehen einer Rückrufpflicht
  • (i) Geeignetheit
  • (ii) Erforderlichkeit
  • (1) Gleiche Eignung
  • (a) Relevanter Bezugspunkt
  • (b) Erfolgswahrscheinlichkeit von Rückruf und Warnung im Regelfall
  • (c) Ausnahmen
  • (2) Milderes Mittel
  • (3) Zusammenfassung
  • (iii) Zumutbarkeit
  • (1) Akzeptierte Grundsätze der Abwägung
  • (2) Umstrittene Punkte
  • (a) Fehlerkategorie maßgeblich?
  • (a) Konstrukations- und Fabrikationsfehler
  • (ß) Entwicklungsrisiken
  • (?) Ausreißer
  • (b) Rückrufpflicht bei reiner Sachgefährdung?
  • (a) Produkt gefährdet andere Sachgüter
  • (ß) Produkt gefährdet ausschließlich sich selbst
  • (c) Beachtlichkeit von Selbstschutzmöglichkeiten?
  • (a) Bei Pflichtwidrigkeit des Inverkehrbringens
  • (ß) Bei Entwicklungsrisiken
  • (d) Differenzierung nach gefährdeten Personen?
  • (e) Versicherbarkeit als relevanter Faktor?
  • (f) Relevanz der Kosten für den Hersteller?
  • (iv) Zusammenfassung
  • b) Inhalt der Rückrufpflicht
  • (i) Rechtsprechung und Schrifttum
  • (1) Nachrüstung
  • (2) Austausch des fehlerhaften Teils
  • (3) Unbehebbarer Fehler
  • (4) Modifizierungen im Hinblick auf die Kostentragung
  • (5) Weitere Kosten
  • (6) Wahlrecht des Herstellers
  • (ii) Kritikpunkte
  • (1) Effektivität der Gefahrenabwehr
  • (a) Grundlagen
  • (b) Fälle der Notwendigkeit der umfassenden Kostentragung
  • (c) Abzug "neu für alt"
  • (d) Weitere Kosten
  • (e) Modifikationen
  • (2) Verzicht auf Überprüfung
  • 3. Schweiz: Bestehen und Inhalt der Rückrufpflicht
  • a) Bestehen einer Rückrufpflicht
  • b) Inhalt der Rückrufpflicht
  • (i) Ansicht Röthlisbergers
  • (ii) Andere Autoren
  • c) Kritische Betrachtung
  • (i) Erforderlichkeit der Rückrufpflicht
  • (ii) Reine Sachgefährdung
  • (iii) Effektivität der Gefahrenabwehr
  • (iv) Verzicht auf Überprüfung
  • 4. Zeitliche Begrenzung der Rückrufpflicht
  • a) Diskussionsstand zur Produktbeobachtungspflicht
  • b) Konsequenzen für die Rückrufpflicht
  • (i) Gebrauchsdauer des einzelnen Produkts maßgeblich
  • (ii) Obergrenze entsprechend Verjährungsfristen
  • II. Anspruch auf Rückruf?
  • 1. Negatorische und quasi-negatorische Ansprüche
  • a) Beseitigungsanspruch
  • b) Unterlassungsanspruch
  • (i) Allgemein: Anordnung einer Handlung mittels Unterlassungsanspruch
  • (ii) Im Besonderen: Einklagbarkeit von Verkehrspflichten
  • (1) Konkrete Gefährdung
  • (a) Gefährdete Personen
  • (b) Gefährliche Produkte
  • (2) Selbstschutzmöglichkeiten des Anspruchstellers
  • (a) Relevanz der Zumutbarkeit des Selbstschutzes
  • (b) Ansicht Wilhelmis
  • (iii) Weitere Voraussetzungen
  • 2. Ansprüche aus Deliktsrecht
  • D. Rückrufpflichten bei arbeitsteiliger Produktion
  • I. Formen der Arbeitsteilung
  • II. Verantwortungsbereiche von Zulieferer und Endhersteller
  • 1. Zulieferer
  • 2. Endhersteller
  • III. Pflichten nach dem Inverkehrbringen des Endprodukts
  • 1. Pflichten des Zulieferers
  • a) Produktbeobachtungspflicht
  • b) Rückrufpflicht
  • (i) Bestehen der Rückrufpflicht
  • (ii) Wahrnehmung der Rückrufpflicht
  • c) Rückrufanspruch gegen den Zulieferer
  • 2. Pflichten des Endherstellers
  • IV. Gesamtbetrachtung
  • Teil 2: Der Regress gegen den Zulieferer
  • A. Anspruchsgrundlagen
  • I. Vertragsrecht
  • 1. Anwendbares Vertragsrechtsregime
  • a) CISG
  • (i) Zulieferverträge im Allgemeinen
  • (ii) Rückrufregress im Besonderen
  • b) Unvereinheitlichtes Recht
  • 2. Voraussetzungen
  • a) Mangel des Zulieferteils
  • (i) Sicherheitsdefizit als Mangel
  • (ii) Mangel bei Verdacht der Gefährlichkeit?
  • b) Untersuchungs- und Rügeobliegenheiten sowie Abbedingung
  • (i) Gesetzliche Regelungen
  • (ii) Vertragliche Vereinbarungen
  • c) Verantwortlichkeit des Zulieferers
  • 3. Rechtsfolgen
  • a) CISG
  • b) Unvereinheitlichtes Recht
  • (i) Rückrufkosten als zurechenbarer Schaden
  • (ii) Ansprüche nach deutschem Recht
  • (1) Differenzierte Betrachtung der Rückrufkosten
  • (2) Nacherfüllung
  • (a) Transportkosten
  • (b) Aus- und Einbaukosten
  • (3) Schadensersatz
  • (iii) Ansprüche nach Schweizer Recht
  • (1) Nacherfüllung
  • (2) Schadensersatz
  • c) Schadensminderungspflicht und Verantwortlichkeit des Endherstellers
  • d) Freizeichnungsklauseln
  • 4. Deutschland: Besonderheiten bei Verkauf von Verbrauchsgütern?
  • 5. Fazit
  • II. Deliktsrecht
  • 1. Produkthaftungsgesetze
  • 2. Allgemeines Deliktsrecht
  • a) Eigentumsverletzung
  • b) Verletzung von Schutznorm bzw. Schutzgesetz
  • 3. Verhältnis zum Vertragsrecht
  • III. Solidarschuldnerausgleich
  • 1. Voraussetzungen
  • a) Rückrufanspruch
  • (i) (Quasi-)Negatorische Ansprüche gegen Endhersteller und Zulieferer
  • (ii) Deliktische Ansprüche gegen Endhersteller und Zulieferer
  • (iii) Unterschiedliche Ansprüche gegen Endhersteller und Zulieferer
  • b) Reine Rückrufverkehrspflicht
  • c) Ohne Rückrufpflicht
  • 2. Inhalt des Ausgleichsanspruchs
  • IV. Geschäftsführung ohne Auftrag
  • 1. Voraussetzungen
  • a) Geschäftsbesorgung für den Zulieferer
  • (i) Fremdes Geschäft
  • (1) Rückrufpflicht des Zulieferers
  • (2) Keine Rückrufpflicht des Zulieferers
  • (ii) Fremdgeschäftsführungswille
  • (1) Allgemein
  • (2) Beweislast
  • (a) Meinungsstand
  • (b) Stellungnahme
  • b) Gebotenheit der Geschäftsübernahme
  • (i) Wille des Zulieferers
  • (ii) Interesse des Zulieferers
  • 2. Umfang des Aufwendungsersatzes
  • V. Bereicherungsrecht
  • 1. Voraussetzungen
  • a) Bei Rückrufanspruch gegen den Zulieferer
  • b) Bei Rückrufverkehrspflicht des Zulieferers
  • c) Ohne Rückrufpflicht des Zulieferers
  • 2. Inhalt des Bereicherungsanspruchs
  • B. Kostenverteilung
  • I. Gleichlauf mit Kostentragung für Produkthaftungsschäden
  • II. Mangelnde traceability als Besonderheit im Rückrufregress
  • C. Verjährung
  • I. Vertragliche Ansprüche
  • II. Gesetzliche Ansprüche
  • 1. Deliktsrecht und Bereicherungsrecht
  • 2. Solidarschuldnerausgleich
  • 3. Geschäftsführung ohne Auftrag
  • D. Schlussbetrachtung
  • Thesen
  • Materialienverzeichnis
  • Gesetze
  • Bundesrepublik Deutschland
  • Schweizerische Eidgenossenschaft
  • International
  • Gesetzesmaterialien
  • Bundesrepublik Deutschland
  • Schweizerische Eidgenossenschaft
  • International
  • Sonstige Materialien
  • Literaturverzeichnis
  • Sachregister
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