Friesisch verliebt

 
 
Books on Demand (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 11. Mai 2020
  • |
  • 170 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7519-4485-4 (ISBN)
 
Emilia ist Assistenzärzten in einer angesehenen Privatklinik im Schwarzwald. Beim Sommerfest der Klinik, traut sie ihren Ohren kaum, als die Verlobung ihres Chefs und Liebhabers Elias mit Mel, der Tochter des Klinikleiters bekannt gegeben wird. Sie beschließt zu flüchten und tauscht kurzer Hand mit Nele, auf die sie durch eine Internetannonce stößt, das Haus. Hier würde sie die Ruhe und Zeit und vor allem den Abstand finden, den sie so dringend benötigte, um über Elias und den Traum einer gemeinsamen Zukunft hinweg zu kommen. Womit sie nicht gerechnet hatte war Torben, den sie durch unglückliche Umstände kennenlernt und in den sie sich Hals über Kopf verliebt. Chaos vorprogrammiert.
1. Auflage
  • Deutsch
  • 0,29 MB
978-3-7519-4485-4 (9783751944854)
weitere Ausgaben werden ermittelt
Mia Schmidt lebt gemeinsam mit ihrem Ehemann in Süddeutschland. Ihre Liebe zum Schreiben hat sie erst kürzlich entdeckt. Da sie selbst am Liebsten Liebesromane liest, war die Entscheidung selbst welche zu schreiben nicht verwunderlich. In ihren Romanen soll man mitfühlen und mitfiebern, gemeinsam weinen und lachen.

Kapitel 1


Die Kleidungsstücke flogen quer durch Emilias Schlafzimmer, während sie auf der Suche nach dem passenden Outfit für das Sommerfest der Klinik, in der sie als Assistenzärztin arbeitete, in ihrem Kleiderschrank wühlte. Es war ein warmer und sonniger Tag und sie hatte sich schlussendlich für ein leichtes, geblümtes Sommerkleid entschieden. Sie wollte unbedingt was hermachen, da sie wusste er würde auch auf der Party sein. Er, Elias, war ihr Chef, der Chefarzt der Chirurgie, mit dem sie seit über einem Jahr eine Affäre hatte und mit dem sie sich eine gemeinsame Zukunft wünschte. Er wusste um ihre Gefühle für ihn und daher wusste er auch genau, was er tun musste, um diese 'Affäre' am Laufen zu halten. Immer wieder hatte er ihr Hoffnungen auf mehr gemacht und immer wieder hatte er es aufgeschoben. Immer wieder hatte er versprochen, die 'Beziehung', wie sie es nannte öffentlich zu machen und immer wieder brach er sein Wort.

Dennoch, sie liebte ihn nun einmal und sie war sich sicher der Tag würde kommen, an dem er zu ihr stehen würde. Sie musste nur geduldig sein.

Nachdem das passende Kleid gefunden war, ging Emilia ins Badezimmer, um sich die Haare und das Make-up zu machen. Sie legte ihre langen braunen Haare in Locken und trug, passend zum warmen Wetter, ein leichtes Make-up auf. Sie war von Natur aus eine schöne Frau und hatte es daher nicht nötig, sich dick zu schminken. Sie liebte den natürlichen Look, mit dem sie ihre Schönheit unterstrich. Das geblümte Sommerkleid, brachte ihre schlanke Figur bestens zur Geltung und Emilia war mit dem Ergebnis äußerst zufrieden. Sie zog ihre weißen Glitzer-High-Heels an, schnappte sich ihre Handtasche und ging los. Sie freute sich auf das Fest, welches jedes Jahr zur selben Zeit stattfand und immer ein großer Erfolg war. Hier hatte man die Gelegenheit sich mit den Kollegen auszutauschen, sich aber auch privat besser kennenzulernen.

Und natürlich hoffte Emilia, dass der Abend gemeinsam mit Elias in ihrer Wohnung und in ihrem Bett enden würde. Es war üblich, dass sie sich in ihrer Wohnung trafen und es hatte sich über die lange Zeit so eingespielt.

Beschwingt ging sie los, zur Location in der der Abend stattfand. Der Leiter der Privatklinik hatte die Terrasse eines schicken, angesehenen Restaurants für ein Barbecue gemietet und sie wusste, es würde nicht nur leckeres Essen, sondern auch guten Wein geben. Der Klinikum Leiter ließ sich üblicherweise bei solchen Festen nicht lumpen und so gab es nur das Beste vom Besten. Als sie im Restaurant ankam, waren einige ihrer Kollegen bereits da uns sie begrüßte sie gut gelaunt, wie immer. Ihr Blick schweifte über die Leute, auf der Suche nach Elias, der aber scheinbar noch nicht da war. Die Dachterrasse, des Restaurants, bot einen herrlichen Blick über die gesamte Stadt und die Tische waren wunderschön sommerlich, aber auch festlich eingedeckt.

An der Bar holte sich Emilia ein Glas Martini mit Eis und Zitrone, da sie das am Liebsten trank. Champagner oder Sekt, konnte sie, im Gegensatz zu den anderen, nichts abgewinnen und so trank sie diesen nur, wenn es nichts Anderes als Alternative gab. Sie nippte an ihrem Glas, als sie Elias die Terrasse betreten sah und verschluckte sich beinahe. Er sah unglaublich gut aus in dem dunkelblauen maßgeschneiderten Anzug den er trug und das wusste er durchaus. Dem entsprechend selbstsicher stand er da und schaute über die Leute hinweg, auf der Suche nach jemanden. Als ihre Blicke sich trafen, winkte Emilia ihm zu, doch er ließ sie unbeachtet. Seine wundervollen dunkelbraunen Augen strahlten mit der Sonne um die Wette.

Scheinbar hatte er gefunden, wen er gesucht hatte und ging geradewegs auf den Leiter der Klinik zu, um diesen zu begrüßen. Da Elias ihr Winken ignoriert hatte, entschloss sich Emilia, sich zu ihren Kollegen zu gesellen und ein wenig zu plaudern.

Sie wollte ihm keinesfalls zu nahetreten oder ihn gar in Schwierigkeiten bringen, daher hielt sie sich zurück. Später würde sich schon noch die Gelegenheit ergeben, sich zu ihm zu gesellen und ihm klar zu machen, dass sie keinesfalls plante alleine nach Hause zu gehen. Bis dahin hielt Emilia Small Talk mit ihren Kollegen, mit denen sie sich gut verstand und witzelte hier und da über Oberflächliches. Insgeheim waren ihre Gedanken bei Elias und sie fragte sich warum er ihr Winken vorhin ignorierte. Dass die Beiden ein gutes Verhältnis hatten war bekannt und bisher war das noch nie ein Problem gewesen.

Üblicherweise verlief alles entspannt zwischen ihnen und keiner der Kollegen hatte bisher Verdacht geschöpft, daher irritierte es sie ein wenig, dass er sich bisher nicht die Mühe machte sie zu begrüßen. Statt dessen stand er wie gefesselt beim Klinikleiter und ließ sich beschwatzen.

Von dem Klingeln des Glases des Leiters der Klinik, wurde Emilia unsanft aus ihren Gedanken gerissen. Die Eröffnungsrede sollte nun stattfinden und so drehten sich alle in Richtung der kleinen Bühne die für Reden und die Live-Band, die später kommen würde, aufgebaut worden war. >>Guten Abend, ich bitte um Ruhe.<< begann Herr Linder seine Rede.

>>Vielen Dank.<<sagte er als endlich Ruhe eingekehrte und die Belegschaft aufmerksam in Richtung Bühne blickte.

>>Ich freue mich sehr, Sie heute Abend hier alle begrüßen zu dürfen und hoffe jeder hatte bereits die Gelegenheit sich ein Getränk zu holen. Heute ist ein besonderer Abend und da wir ein kleines Team sind, möchte ich gerne etwas bekannt geben. Ich freue mich sehr, dass Elias, den Sie alle kennen, nach so langer Zeit, um die Hand meiner wundervollen Tochter, Mel angehalten hat. Kommt hoch ihr Beiden<< sagte er freudig und winkte die beiden auf die Bühne zu sich.

Elias und Mel folgten der Bitte von Herrn Linder und gingen Hand in Hand auf die Bühne, wo Mel stolz den riesigen Verlobungsring, der an ihrer linken Hand prangte, präsentierte. Emilia klingelte es in den Ohren, als ob durch ihren Kopf ein Zug gefahren wäre. Sie stand da unfähig etwas zu sagen oder sich gar zu bewegen. Sie stand einfach nur da und hörte zu was Herr Linder sagte.

>>Nun wollen wir anstoßen auf meine wunderschöne Tochter und meinen zukünftigen Schwiegersohn. Zum Wohl.<< sagte Herr Linder stolz während er Elias auf die Schulter klopfte. Noch immer unfähig einen klaren Gedanken zu fassen stand Emilia einfach nur da und tat nichts, bis sich die Blicke von ihr und Elias trafen und er sie mitleidig ansah. Ihr standen die Tränen bis zum Anschlag in den Augen, doch sie wollte sich die Blöße, hier vor allen anwesenden zu weinen, nicht geben.

>>Rührend, nicht?<< meinte eine ihrer Kolleginnen, die neben ihr stand und die Reaktion von Emilia völlig falsch deutete. Emilia hatte einen dicken Kloß im Hals und antwortete daher nicht. Plötzlich spürte sie eine Übelkeit in sich aufkommen und rannte daher zu den Waschräumen. Nachdem sie sich übergeben hatte, wusch sie sich die Hände und das Gesicht. Ihre Tränen hatten das Make-up längst unschön verschmiert und sie hatte dicke schwarze Ringe von der Mascara unter den Augen.

Wie konnte das nur passieren? Wie konnte ihr nur entgehen, dass er mit Mel zusammen war? So oft hatte Emilia über ihre gemeinsame Zukunft mit ihm gesprochen und so oft hätte er die Möglichkeit gehabt reinen Tisch zu machen, was er aber nie tat. Allerdings erklärte das, warum sie sich immer nur bei ihr trafen und nie bei ihm. Elias hatte immer eine Ausrede parat. Von, seine Wohnung sei zu winzig und unordentlich, über der Weg zu ihr wäre ohnehin viel kürzer oder dass er sich bei ihr viel wohler fühlen würde und sie hatte seine Aussagen nie hinterfragt. Warum auch.

Nun wurde ihr so einiges klar und es erschloss sich nun auch für sie warum er so selten die Nächte bei ihr verbrachte. Mel war eine erfolgreiche Karrierefrau, die hier und da auf Geschäftsreisen war. Ganz offensichtlich, hatte er nur dann die ganze Nacht Emilia verbracht, wenn Mel nicht in der Stadt war, um nichts erklären zu müssen. Macht ja auch Sinn, zumindest aus der Sicht von Elias. Emilia fragte sich wie sie all die Anzeichen hatte übersehen können und wie sie so blind sein konnte, all seine Worte, Liebensbotschaften und Lügen zu glauben, ohne diese jemals ernsthaft zu hinterfragen. Konnte Liebe tatsächlich so blind machen? Sie betrachtete sich im Spiegel und ihr war klar, dass das Fest für sie vorüber war. Noch im Waschraum rief sich Emilia ein Taxi, um nach Hause zu fahren und ging direkt nach unten vor die Türe, um dort zu warten. Als sie auf die Schulter getippt wurde, schreckte sie zusammen und drehte sich um.

>>Emilia, wo willst du hin?<< Elias stand vor ihr in seiner ganzen Pracht und blickte ihr direkt in die Augen.

>>Wirklich Elias, du fragst mich das wirklich?<< fragte sie ihn wütend.

>>Ich bitte dich Emilia. Du weißt, dass das eine große Chance für mich ist.<<

>>Eine große Chance? Willst du mich verarschen? Du heiratest Mel und das nachdem du nie den Schneid...

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