Kraft-Wärme-Kopplung und Beihilfe

Konsequenzen aus dem EuGH-Urteil vom 28.3.2019
 
 
Nomos (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 23. Juli 2020
  • |
  • 111 Seiten
 
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978-3-7489-0924-8 (ISBN)
 
In seinem Urteil vom 28.3.2019 entschied der EuGH, dass es sich beim EEG 2012 um keine Beihilfe handelt. In einer Detailanalyse anhand von zehn systemrelevanten Kriterien führt der Autor den Beweis, dass dieses Urteil nicht nur auf das EEG, sondern auch auf das KWKG anwendbar ist. So handelt es sich jeweils um umlagefinanzierte Fördersysteme, die auf Privatrechtsbeziehungen beruhen und bei denen der Staat keine Verfügungsmacht oder Kontrolle hinsichtlich der Finanzmittel ausüben könne. Diese seien der Ersatz der Kostendifferenz zugunsten der Betreiber von KWK-Anlagen im Interesse des Klimaschutzes. Mangels Beihilfencharakters des KWKG entfalle künftig ein Notifikationsverfahren. Auch inhaltlich bestünden keine Restriktionen durch Beihilfevorschriften.
  • Deutsch
  • Baden-Baden
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  • Deutschland
  • 1,76 MB
978-3-7489-0924-8 (9783748909248)
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  • Cover
  • A. Vorgeschichte des EuGH-Urteils vom 28.3.2019 und Verfahrensgang
  • I. Das Stromeinspeisungsgesetz 1990 und das PreussenElektra-Urteil des EuGH
  • II. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz 2000, 2004 und 2008
  • III. Das Regelungsgeflecht des EEG 2012
  • 1. Der erste Förder-und Finanzierungspfad
  • 2. Der zweite Förder- und Finanzierungspfad
  • 3. Aufgaben der ÜNB
  • 4. Überwachung durch die BNetzA
  • 5. Besondere Ausgleichsregelung für stromkostenintensive Unternehmen
  • IV. Verfahrensgang
  • 1. Das Beihilfenverfahren vor der Kommission
  • 2. Die Entscheidung des EuG
  • 3. Das Urteil des EuGH
  • B. Das Urteil des EuGH vom 28.3.2019
  • I. Die Grundstruktur des Förder- und Finanzierungssystems des EEG 2012 (erster Klagegrund)
  • 1. Begründungslinien des EuGH
  • a) Vorbemerkung
  • b) Prüfkriterien des EuGH hinsichtlich des Förder- und Finanzierungssystems des EEG 2012
  • aa) Zurechenbarkeit zum Staat
  • bb) Staatliche oder aus staatlichen Mitteln gewährte Beihilfen
  • cc) Keine Abgabe
  • dd) Keine staatliche Verfügungsmacht
  • ee) Keine staatliche Kontrolle
  • ff) Keine staatliche Konzession
  • gg) Berufung des EuG auf Rspr. des EuGH
  • aaa) Andersartige Fallkonstellation als in der Rs. Vent de Colère
  • bbb) Andersartige Fallkonstellation als in der Rs. Essent Netwerk Noord
  • 2. Keine Verschärfung durch neue Judikatur des EuG und des EuGH
  • a) Das Urteil des EuG vom 20.9.2019 in der Rs. Holýsov
  • aa) Institutionell-administrative Inkorporierung in den staatlichen Bereich
  • bb) Berechtigung und Verpflichtung
  • cc) Keine Inanspruchnahme von Eigenmitteln, keine Vorleistungspflicht
  • b) Das Urteil des EuGH vom 15.5.2019 in der Rs. Achema
  • aa) Institutionell-administrative Inkorporierung in den staatlichen Bereich
  • bb) Im Besonderen: Probleme der Abgabe - unter Einbeziehung des Zivilrechts
  • aaa) Abgabe und Weiterwälzungs-Verpflichtung: kein zwingendes Kriterium einer Beihilfe
  • bbb) Kein Weiterwälzungszwang auf der Zivilrechtsebene
  • 3. Zwischenergebnis
  • II. Die Besondere Ausgleichsregelung (zweiter Klagegrund)
  • 1. Regelungsüberblick
  • 2. Würdigung
  • III. Die Geltung des EuGH-Urteils vom 28.3.2019 auch für das EEG 2017
  • 1. Das Förder- und Finanzierungssystem
  • 2. Die Besondere Ausgleichsregelung
  • IV. Folgen für die Beihilfen-Bekanntmachung sowie die Umwelt- und Energie-Beihilfen-Leitlinien der Kommission
  • C. Übertragbarkeit des EuGH-Urteils zum EEG 2012 auf das KWKG
  • I. Konzeptionelle Gleichheit von EEG und KWKG
  • 1. Klimapolitische Zielgleichheit von EEG und KWKG
  • 2. Wirkungsgleichheit der Umlagesysteme in EEG und KWKG
  • 3. Kein Gegensatz zum EU-Beihilfenverbot des Art. 107 Abs. 1 AEUV
  • II. Konzeptionell-instrumentelle Vergleichbarkeit von EEG 2012 und KWKG anhand einer systemvergleichenden Detailanalyse von Einzelnormen
  • 1. Systematische Vorbemerkung
  • 2. Kriterienspezifischer Normenvergleich: EEG 2012 - KWKG
  • a) Methodisches Vorgehen
  • b) Zehn systemrelevante Kernelemente des umlagefinanzierten Förder- und Finanzierungssystems
  • aa) Fördergegenstand
  • aaa) Vergleichbare Zielsetzung
  • bbb) EEG 2012
  • ccc) KWKG
  • ddd) Wärme/Kälte-Netze sowie Wärme/Kälte-Speicher
  • bb) Anspruchsinhaber
  • cc) Anspruchsgegner
  • dd) Höhe der Förderung
  • ee) Privatrechtsverhältnis
  • ff) Refinanzierung durch EEG-Umlage bzw. KWKG-Umlage
  • gg) Keine Abgabe
  • hh) Keine staatliche Verfügungsmacht
  • ii) Keine staatliche Kontrolle
  • aaa) Rechnungslegung durch ÜNB
  • bbb) "Überwachung"
  • jj) Haushaltsrisiken bzw. "Ausfallbürgschaft" des Staates?
  • 3. Ergebnis zur systemvergleichenden Analyse
  • III. Privilegierungen bei EEG- bzw. KWKG-Umlage
  • 1. Umlagebegrenzungen zugunsten stromkostenintensiver Unternehmen
  • a) §§ 40 f. EEG 2012
  • b) § 27 KWKG
  • c) Vergleichbarkeit der Privilegierung stromkostenintensiver Unternehmen in EEG 2012 und KWKG
  • d) Keine Beihilfe bei Privilegierung stromkostenintensiver Unternehmen in EEG 2012 und KWKG
  • 2. Privilegierungen bei Eigenstromverbrauch
  • a) EEG 2012
  • b) KWKG
  • c) Eigenversorgung gasbasierter KWK-Anlagen und EEG-Umlage
  • d) Vergleichbarkeit
  • IV. Einwand wegen staatlicher Genehmigungselemente im KWKG?
  • 1. Finanzierung durch Aufschlag auf die Netzentgelte
  • 2. Vorbescheid nach §§ 12, 20 Abs. 6 Satz 1 und § 24 Abs. 6 Satz 1 KWKG
  • 3. Staatliche Zulassung gem. §§ 10, 20, 24 KWKG
  • 4. Begrenzungsentscheidungen des BAFA
  • 5. Die BImSchG-Genehmigung
  • 6. Gesamtergebnis
  • D. Konsequenzen aus dem Urteil des EuGH vom 28.3.2019 für das KWKG de lege ferenda
  • I. EU-Ebene
  • 1. Keine Restriktion durch die Beihilfenkontrolle gem. Art 107 f. AEUV
  • 2. Keine Restriktion aus der beihilferechtlichen Genehmigung der Kommission vom 24.10.2016
  • 3. Keine Anwendbarkeit der Beihilfen-Bekanntmachung sowie der Umwelt- und Energie-Beihilfen-Leitlinien der Kommission
  • 4. Keine sekundärrechtlichen Aufhebungssperren
  • a) Erneuerbare-Energien-Richtlinie?
  • b) Energie-Effizienz-Richtlinie?
  • II. Mitgliedstaatliche Ebene
  • 1. Gestaltungsfreiheit für beihilfemotivierte Vorschriften des KWKG
  • 2. Identifizierung beihilfemotivierter Vorschriften
  • a) Ausschreibung gem. § 8a KWKG
  • b) Kumulierungsverbot gem. § 7 Abs. 6 KWKG
  • c) Besondere Förderung von Dampfsammelschienen-KWK-Anlagen gem. § 6 Abs. 1a KWKG
  • d) Wirtschaftlichkeits-Nachweis für die Neu- und Ausbauförderung von Wärme- und Kältenetzen (§ 20 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 a.E., 21 KWKG) sowie für die Neubauförderung von Wärme- und Kältespeichern (§§ 24 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 a.E., 25 KWKG)
  • e) Absenkung der Zuschlagssätze für große KWK-Bestandsanlagen gem. § 13 Abs. 3 KWKG
  • f) Geltungsdauer des KWKG
  • g) Begrenzung der KWKG-Umlage bei stromkostenintensiven Unternehmen
  • h) Evaluation der KWK-Förderung gem. § 34 Abs. 1 KWKG
  • i) Genehmigungsvorbehalte
  • 3. Rechtliche Konsequenzen
  • a) Anhängige und künftige Notifikationsverfahren
  • b) Entsperrung beihilfemotivierter Normen
  • aa) Zurückerlangter Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers
  • bb) Kein ipso-iure-Wegfall "überholter" Vorschriften
  • cc) Notwendigkeit der formellen Aufhebung durch Gesetz
  • c) Gegenstandslosigkeit beihilferechtlicher Einzelgenehmigungen
  • d) Keine EU-rechtlichen Restriktionen
  • 4. Die vier neuen Bonus-Förderinstrumente der §§ 7a - 7d KWKG-E
  • Zusammenfassung und Gesamtergebnis
  • Literaturverzeichnis
  • Sachregister

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