Über den Rücken

Pferde mit Rückenproblemen richtig reiten
 
 
Cadmos Verlag
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 1. Mai 2011
  • |
  • 144 Seiten
 
E-Book | ePUB ohne DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-8404-6028-9 (ISBN)
 
Rückenprobleme und Kissing Spines sind häufige Diagnosen bei unseren Reitpferden, meist entstanden durch fehlerhafte Ausbildung. Oft gelten die betroffenen Pferde als unreitbar. Dass dies nicht so sein muss und es möglich ist, ein ehemals rückenkrankes Pferd wieder zu reiten und weiter auszubilden, erläutert dieses Buch.

Anne Schmatelka beschäftigt sich seit Jahren intensiv mit der klassischen Reitkunst sowie mit der Gesunderhaltung des Pferdes und hat zu diesen Themen zahlreiche Beiträge in verschiedenen Fachmagazinen veröffentlicht. Ihr besonderes Interesse gilt dem Thema Rückenprobleme bei Pferden. Ihr eigenes Pferd hat sie trotz der Diagnose Kissing Spines erfolgreich bis zur Klasse S ausgebildet.
  • Deutsch
  • Schwarzenbek
  • 11,29 MB
978-3-8404-6028-9 (9783840460289)
384046028x (384046028x)
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Anne Schmatelka beschäftigt sich seit Jahren intensiv mit der klassischen Reitkunst sowie mit der Gesunderhaltung des Pferdes und hat zu diesen Themen zahlreiche Beiträge in verschiedenen Fachmagazinen veröffentlicht. Ihr besonderes Interesse gilt dem Thema Rückenprobleme bei Pferden. Ihr eigenes Pferd hat sie trotz der Diagnose Kissing Spines erfolgreich bis zur Klasse S ausgebildet.
  • - Was uns die Bemuskelung eines Pferdes sagen kann
    - Das Problem beginnt am Kopf
    - Gesundheitliche Rahmenbedingungen: Hufe, Sattel usw.
    - Osteopathie und Gymnastik
    - Der korrekte Weg in die Tiefe
Anlehnung und Sitz – ein untrennbares Duo (S. 63-64)

„Diese Vollkommenheit der Anlehnung ist nur dann möglich, wenn sich das Pferd in absolutem Gleichgewicht befindet und sich selbst trägt, wenn es am Zügel keine Stütze (…) sucht.“
Alois Podhajsky, „Die klassische Reitkunst“, 1965


Seit einigen Jahren und seit dem Bekanntwerden neuer Erkenntnisse der Biomechanik wird in der gesamten Reiterei über die korrekte oder nicht korrekte Anlehnung und ihre Bedeutung für die Gesunderhaltung des Pferdes diskutiert. Es wird gemahnt und an den Pranger gestellt. Internationale Persönlichkeiten aus dem Reitsport äußern sich, rechtfertigen sich, versuchen Erklärungen zu geben und zu finden, um scheinbar althergebrachte Methoden – die ei-ne korrekte Anlehnung unmöglich machen – zu verteidigen.

Was bedeutet Anlehnung überhaupt? Wann ist Anlehnung korrekt? Was bedeutet „vom Gebiss abstoßen“? Wie lang oder wie kurz sollte der Zügel sein? Was heißt „an die Hand herantreten“ und wie erreicht man das? Was ist mit der Anlehnung beim Überstreichen? Trotz der endlosen Diskussionen finden all diese Fragen kaum Beantwortung.

In der korrekten Anlehnung liegt das Gebiss ruhig und gleichmäßig auf Laden und Zunge des Pferdes auf. Der Reiter verspürt wenig Druck auf der Hand. Je nachdem, ob das Pferd sich fein gegen das Mundstück „lehnt“ oder ob es sich mehr oder gar massiv auf das Gebiss stützt, fühlt der Reiter, ob die Anlehnung korrekt ist. Bei der optimalen feinen Anlehnung ist die Lippenspalte geschlossener als bei einer harten Anlehnung. Der losgelassene Kaumuskel hält dabei durch ständiges Kauen leicht die Fühlung der Zunge und der Laden auf dem Gebiss.

Die Bewegung lässt den Speichel im Pferdemaul zu Schaum werden, der an der Lippenspalte sichtbar wird. Diese Bewegungsfreiheit überträgt sich auf den Kiefer, die Genick- und Halsmuskeln, was zu Entspannung und Losgelassenheit mit einem hergegebenen Rücken, entspannt arbeitender Muskulatur und aktivem Hinterbein führt. 

Kauen ist nicht gleich Kauen


Nicht jedes Kauen und Schaum-Produzieren des Pferdes ist ein Hinweis auf Losgelassenheit. Pferde, die beispielsweise mit permanent zu kurzen Zügeln und harter und unruhiger Hand geritten werden, kauen nicht aus Entspannung, sondern häufig, um auf diesem Weg Stress abzubauen. Losgelassenes Kauen gibt es nur bei feiner und weicher Anlehnung und nicht, wenn das Pferd sich auf die Hand bohrt, unter dem Reiter davonläuft oder sich wie auch immer verweigert.

Der Versuch, Anlehnung durch den Einsatz von Hilfszügeln wie Schlaufzügel, Martingal, Dreieckszügel und so weiter zu erzwingen, muss scheitern, wenn eine Dehnungshaltung des Halses unmöglich gemacht wird. Gerade beim Einsatz des Schlaufzügels sind viele Reiter geneigt, diese immer kürzer und kürzer zu fassen.

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