Textilfrei unter Straßenräubern

Abenteuer & Lieben
 
 
Books on Demand (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 13. Juli 2020
  • |
  • 228 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7519-9043-1 (ISBN)
 
Bei diesem Roman ,Textilfrei unter Straßenräubern' schrieb der Autor mal einfach was lockeres Humorvolles, relaxte Abenteuer-Geschichten aus allen fünf Erdteilen. Denn genau so was können die Leserinnen und Leser gut gebrauchen, in diesen schweren Zeiten der Corona-Krise.

Danny Kowalski erlebt in seinem 13. Roman ,Textilfrei unter Straßenräubern' Abenteuer auf fünf Kontinenten, dieses Mal aus der Sicht seiner T-Shirts. Was die so alles mitgemacht haben...? Teilweise textilfrei, haha, deshalb sind sie ja auch jetzt in seinem Textil-Album gelandet. Im schlimmsten Fall waren sie sogar unter Straßenräubern: Ausziehen, alles ausziehen, zack-zack...!!!"

In diesem phänomenalen Textil-Album hier von Danny befindet sich eine Ansammlung von Textilien aus allen Kontinenten. Es zeugt davon, dass alle T-Shirts, Hemden, Hosen, Sarongs, Decken und Lungis an irgendeinem Körper fehlen, also irgendwann - irgendwo - irgendwie ausgezogen worden waren...

Das ist ein wahrer Trumm von einem Folianten, 4 kg schwer, 45 cm hoch, 36 cm breit und 11 cm dick. Da drin wäre Raum für fünfzig dieser Taschenbücher. Und es passt in kein Bücherregal. Danny hat es sich zu seiner Aufgabe gemacht, diese Riesen-Textilienblätter zusammen mit den dazu gehörenden Stories in diesem kleinen handlichen Taschenbuch unterzubringen.
1. Auflage
  • Deutsch
  • 3,33 MB
978-3-7519-9043-1 (9783751990431)
weitere Ausgaben werden ermittelt
Manfred Schloßer, geboren 1951, aufgewachsen in Datteln, wohnt seit 1980 in Hagen. Er studierte Sozialwissenschaft an der Bochumer Ruhr-Universität, Sozialarbeit an der Hagener Fachhochschule, Sozialpädagogik an der Dortmunder FHS und machte drei Diplome. Zur Belohnung durfte er sein Geld als Leiter eines Abenteuerspielplatzes, eines Jugendzentrums und eines Jugendinformations-Zentrums verdienen und danach in einer Betreuungs-Behörde arbeiten. Mittlerweile im ,Unruhestand' hat er noch viel mehr Zeit, seinen verschiedenen sportlichen Aktivitäten und natürlich seiner Leidenschaft fürs gedruckte Wort zu frönen.

Mit dem Krimi 'Es geht eine Leiche auf Reisen' erscheint 2018 bereits der elfte Danny-Kowalski-Roman.
Die vorherigen zehn Romane:
,Die sieben Jahreszeiten der Musik', Musikroman 2017
,Das Ekel von Horstel', Krimi, 2017
,Wer andren eine Feder schenkt', 2016
,Das Geheimnis um YOG'TZE', Krimi, 2015
,Zeitmaschine STOPP!', Öko-Science-Fiction-Story, 2014
,Leidenschaft im Briefkuvert', Liebesroman, 2013
,Der Junge, der eine Katze wurde...', 2012
,Keine Leiche, keine Kohle...', Ruhrgebiets-Krimi, 2011
,Spätzünder, Spaßvögel & Sportskanonen', 2009
,Straßnroibas', Reise-Roman, 2007

I. Amerika


Der bunte >Sommer der Liebe< in San Francisco mit den fröhlichen Hippies war ja schon in den 60er Jahren. Und während sich die Hippies 1967 in San Francisco, im fernen Kalifornien, selber zelebrierten, staunten Danny und seine Altersgenossen damals nur über den >Sommer der Liebe<, wie er verlockend für die schüchternen Provinz-Bubis hieß. Aber woher nehmen und nicht stehlen? Denn bei ihnen in Datteln, Oer-Erkenschwick und Recklinghausen, in ihrer westfälischen Provinz, war von >Love & Peace< nicht die Rede. In Kalifornien versicherte man sich, Blumen im Haar zu tragen, wenn man nach San Francisco kam: »If you

So währte es noch bis zum Ende der 1970er Jahre, als viele aus Dannys Szene davon träumten, nach Amerika zu reisen: das gelobte Land Kalifornien hatte es ihnen allen angetan. Alle lasen gerne die fortschrittlichen Autoren wie Jack Kerouac von der Beat Generation, Henry Miller, der offen über Sex schrieb, den alten grummelnden Süffelkopf Charles Bukowski, John Steinbeck mit seinen Romanen wie >Die Straße der Ölsardinen<1 oder Jack Londons Abenteuer-Romane. Aber auch die tollen Hits von The Mamas & the Papas, >Californian Dreamin<, von den BeeGees >Massachusetts< oder von Scott McKenzie, >San Francisco< waren in aller Munde, oder besser: Ohren.

So wollte dann 1978 auch Danny mal eine Amerika-Reise starten. Er hatte gespart, und der Zeitpunkt schien günstig, die Planung war punktgenau: ein halbes Jahr Amerika sollte es sein, von Anfang Oktober 1978 bis Ende März 1979.

Und dann wäre fast schon alles auf der ersten Etappe gescheitert. Es war quasi, als Freddie Laker ihn in die High Society einführte. Amerika ist ein Kontinent, den man heutzutage mit dem Flugzeug erreicht. Bis dahin war er noch niemals zuvor geflogen. Aber dass Dannys allererster Flug überhaupt auch gleichzeitig fast sein letzter und dadurch sein Lebensende gewesen wäre, das hätte er sich auf keinen Fall träumen lassen. Und das kam so: ursprünglich wollte er am 5. Oktober 1978 mit Freddie Lakers >Skytrain< vom Londoner Flughafen Gatwick nach Los Angeles fliegen. Dieser Stand-by-Flug war für einen Preis von 350,-- DM äußerst günstig, und er kam auch am selbigen Tag ins Flugzeug hinein. Bei anderen Stand-by-Flügen hätte er einige Tage warten müssen, selbst bei Laker musste man unter Umständen einige Tage Wartezeit in Kauf nehmen. Aber die Linie nach Kalifornien hatte Laker erst kurz vorher eingerichtet, und so war diese Reisemöglichkeit noch relativ unbekannt. Die DC 10 jedenfalls flog mit nur einem Drittel besetzt los. Danny war allein unterwegs und wurde neben eine junge Schweizerin mit langen roten Haaren gesetzt. Sie hieß Vreni, kam aus Zürich und war ebenfalls Alleinreisende. Sie kamen ins Gespräch und waren froh, bei diesem langem Flug jemand zum Plaudern neben sich zu haben. Aber leider hielt der Flieger nur bis etwa Mitte des Atlantiks durch. Es begann mit einigen Wolken-Rempeleien und turbulenten Erschütterungen, bevor sie der >Tanz der Lüfte< verunsicherte. Danny dachte sich: »das muss wohl so sein beim Fliegen,« ohne dass er überhaupt wusste, wie's denn eigentlich zu sein hätte beim Fliegen.

All das geschah während des Bord-Filmes, in dem Robert Redford als >Downhill-racer< skifahrend Gangster und Skihaserln jagte. Als dann nach dem Film die Flugzeug-Rolläden wieder hochgezogen wurden, befand sich seltsamerweise die Sonne - im Gegensatz zum Beginn - auf der anderen Flugzeug-Seite. Nun kam allerdings doch größere Unruhe unter den Passagieren auf: »Was war geschehen? Warum flogen sie wieder zurück?«

Nach allerlei Munkeleien und als die Gerüchteküche fast am Überkochen war, wurden die Passagiere endlich - wenn auch nur zögernd - von der Bordbesatzung unterrichtet: »eine von den drei Turbinen sei ausgefallen.«

Damit war's natürlich mit dem Weiterflug >Essig<, und den nächsten Morgen im sonnigen California konnten sie sich alle abschminken. Sie mussten wieder umkehren. Zurück ins herbstlich-trübe London und dabei auch noch um ihr Leben fürchten. Glücklicherweise wusste Danny in diesem Moment überhaupt nichts über die Gefährlichkeit von DC 10-Flugzeugen. Wieviel davon schon abgestürzt waren. Warum gerade Laker mit seinen Billigflügen diese Maschinen so günstig erstanden hatte, oder ähnliche >Scherze< .!?

Danny hielt das für ein ganz spezielles und individuelles Problem seines Flugzeugs. Nach sich endlos hinziehenden Stunden zwischen Hoffen und Bangen schafften sie's gerade noch mit Ach und Krach und einer linksschiefen Notlandung zu ihrem Ausgangspunkt Gatwick zurück. Der Pilot musste bei der Landung kräftig gegenlenken, deshalb setzte die Maschine auch mit einem wilden Ruck wieder auf den sicheren Boden von Mutter Erde auf, was von den Passagieren mit prasselndem Beifall bedacht wurde. »Aber was nun?« Es war mittlerweile Nacht geworden, und Ratlosigkeit machte sich sowohl bei der Laker-Crew, aber noch mehr bei den Passagieren breit. Zu früh wähnten sie sich schon unter Kaliforniens Sonne. Nun saßen sie wieder in Old England herum: mitten in der Nacht und ohne Gepäck, d.h. auch ohne Schlafsack. Aber die Flugfirma ließ sich nicht lumpen. Schließlich stand der gute Ruf auf dem Spiel, und es durfte sich nichts Negatives rum sprechen. Und damit kam die große Wende: seine >goldene Laker-Serie< begann.

Zuerst wurden sie alle mit Bussen nach Brighton gefahren, einem berühmten und mondänem Kurort an der englischen Südküste. Unterwegs wurde ihnen allen ein umfangreiches Abendessen gereicht. In Brighton kaum im Hotel angekommen, servierte man ihnen Drinks nach Wunsch. Das Hotelzimmer erster Klasse überstieg bei weitem seine Fähigkeit, den gesamten Komfort auszunutzen. Nach seinem geheimen Wunsch war es dann tatsächlich mit Blick aufs Meer. Und es hatte die Größe einer ganzen Wohnung, nämlich Schlafzimmer, Wohnzimmer, Badezimmer, und bot an Schikanen einen Balkon an der Promenade mit Meeresblick, Farbfernseher, Telefon und telefonisches Wecken auf Wunsch, Lichtbedienung vom Bett aus, und im Badezimmer neben Wanne und Dusche natürlich ein Bidet.

Hinterher erfuhr er, dass die bescheidene Unterkunft rund 160,- DM pro Nacht gekostet hätte. Natürlich ging es wie alles Übrige auch auf Kosten von Sir Freddie Lakers Company.

Zusätzlich erlebte Danny am nächsten Tag Brighton bei Sonnenschein sehr freundlich, allerdings in einer Umgebung von verkalkten englischen Geldaristokraten à la St. Moritz. Diese Begegnung mit der High Society endete mit einem so reichhaltigen Lunch, dabei soviel Wein, wie er wollte, dass er gar nicht alles auf bekam.

Dann der zweite Versuch. Natürlich saß Danny wieder neben Vreni. Sie hatten ja die selben Sitzplatz-Nummern wie tags zuvor. Und es war dasselbe Flugzeug. Das war leicht daran zu erkennen, dass im Aschenbecher von Vrenis Sitzplatz noch das Kaugummipapier lag, das sie dort am Tag zuvor deponiert hatte. Das war natürlich nicht sonderlich beruhigend, mit derselben Unglücksmaschine wieder in die unsicheren Lüfte zu steigen.

Aber sie wurden wenigstens durch eine gute Aussicht belohnt. Und Erinnerungen wurden in Danny wach, denn sie flogen über die Isle of Wight - remember the Isle of Wight-Festival 1970, über die Black Mountains von Wales und über den Süd-Westen Irlands, wo er 1976 mit Achim herum trampte, den er in einigen Tagen in Kalifornien wiedersehen würde. Dann ging's hoch über die Wolken, wo die ewige Sonne schien. Die Wolken unter ihm sahen aus wie das ewige Eis- und Schneefeld von Grönland oder Alaska. Und immer der Sonne hinterher: neun Stunden Sonnenüberschuss gewann er ihr durch die Zeitverschiebung ab.

Kurze Zwischenlandung in Bangor, Maine: verregneter US-Nordosten. Wegen des Regens sah er von den USA eigentlich kaum etwas, nur ein Stückchen Neufundland und Kanada, den Huron-See, einer der großen Seen, abends die Lichter von Las Vegas, und endlich L.A. in Southern California. Endlich im Land von Sonne, Palmen, Weintrauben, Blumen und Beaches .

Und dann war er dort gelandet, im gelobten Land, California Dreamin<. Aber er hatte keinen Plan, wie es nun weiter gehen sollte. Immerhin beschlossen die beiden Alleinreisenden Vreni und Danny, erst einmal zusammen zu bleiben. Los Angeles, der Riesen-Moloch mit ständigen Smog-Problemen, lockte ihn nicht gerade dazu, in die Innenstadt, also nach Downtown, zu fahren. Da kam es ihm gerade recht, dass er am Flughafen einen emsigen Deutschen traf, mit dem und mit einem holländischem Pärchen sie den Strand von Santa Monica aufsuchen wollten. Das klang schon eher nach Kalifornien. Also ab ins Taxi und zu Fünft zum Beach. Schlafsäcke hatten sie ja eh alle dabei.

So machten sie dann erst mal die...

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