Hans Neccio - Ein Tagebuchroman

 
 
TWENTYSIX (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 16. Januar 2018
  • |
  • 121 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7407-3536-4 (ISBN)
 
Hans Neccio, ein Tagebuchroman, spielt in den Jahren 1978,1989 und 1999 für jeweils fünf Wochen. Die Personen sind Hans, die Eltern und Freunde. Die Orte der Handlung sind Landau in der Pfalz, die Pfalzklinik Landeck und Reiseziele.
1. Auflage
  • Deutsch
  • 0,20 MB
978-3-7407-3536-4 (9783740735364)
3740735368 (3740735368)
Herr Ralf Schlier wohnt in der wunderschönen Pfalz in der Stadt Landau.

1. Landau Pfalz, Ende März 1978



 

HANS                        

Guten Morgen, Mama.


MUTTER                   

Viel Glück zu deinem Geburtstag. Alles, was du dir wünschst.


HANS                        

Der große Tag, je ne sais pas. Andreas spricht vom schönen Leben des Herrn Neccio.


MUTTER                   

Wer weiß, was noch kommt.


HANS                        

Langsam muss ich mir Gedanken über Zukunft machen: Abitur, Bundeswehr und Studium.


MUTTER                   

Werde Beamter, die Nachbarstochter ist gut damit gefahren. Ansonsten sollte man lebensfähig sein.


 

Hans nimmt eine Tasse Kaffee. Er sitzt zwischen Anrichte und Tisch. Gegenüber dem Fenster befinden sich die Tür zum Flur und der Kühlschrank. An der Wohnzimmerwand ist ebenfalls eine Tür, neben der Spüle und Elektroherd stehen.

 

 - Sabine, eine verrückte Geschichte letztes Jahr, der Brief und der Spaziergang am Rehberg, wie ich mich so in ein äußeres Bild verlieben konnte, es tut nicht mehr weh. -

 

Dirk und Andreas sind eingetroffen. Sie besuchen mit Hans die elfte Klasse des Otto-Hahn-Gymnasiums.

 

ANDREAS                

Happy Birthday.


HANS                        

Achtzehn Jahr, alle Wünsche werden wahr.


DIRK                          

Andrea kann nicht kommen, weil sie auf ihren kleinen Bruder aufpassen muss.


MUTTER                   

Nehmt Platz. Ich habe Kaffee und selbstgebackene Käsesahne, später gibt es Pizza.


ANDREAS                

Wir werden verwöhnt.


DIRK                          

Dein Geschenk.

Albert Camus, essais, edition de la pleiade.


HANS                        

Francophil zu sein, bedeutet nichts Böses.

 

Christoph klingelt, Die Freunde haben ihn auf dem Ebenbergfestival im Sommer kennen gelernt.

 

CHRISTOPH            

In deinem weiteren Leben das Beste.


HANS                        

Andreas hat nicht A Trick of the Tail aufgelegt.


ANDREAS                

Das tue ich hiermit


DIRK                         

Mach lieber das Radio an. Erzähl von Freiburg, Christoph.


CHRISTOPH            

Das vierte Semester hat begonnen, schön und gut, aber das Jurastudium hätte ich mir leichter vorgestellt.


ANDREAS                

Ich denke an deine Automechanikerlehre.


HANS                        

Das Abitur läuft fast immer auf ein Studium hinaus.


DIRK                         

Mit Physik und Geophysik lässt sich kein Blumentopf gewinnen.


CHRISTOPH            

In den Sommerferien plane ich eine Radtour durch Holland


HANS                        

Christoph und Sport, die unendliche Geschichte.

                                  

Andreas und Dirk brechen auf.

 

CHRISTOPH            

Erinnerst du dich an unseren Fernsehabend mit The Big Sleep? Wir waren Feuer und Flamme.


HANS                        

Die Traumkiste hat den Kinogang beinahe ersetzt.


CHRISTOPH            

Schwer zu sagen was den Ausschlag für einen guten Film gibt.


HANS                        

Augenrollen und die Mundwinkel verziehen, bedeutet keine Schauspielerei. Das Aussehen, besonders die presence des femmes lässt mich die Wirklichkeit vergessen.


CHRISTOPH            

Unsere Kindheit bestand aus Winnetou und Louis de Funes.


HANS                        

Mein aktueller Lieblingsregisseur ist Jack Gold.


CHRISTOPH            

Grüß die Eltern.

  


Dienstag


 

Hans verlässt das Haus in der Finkenstraße, wobei ihn der Weg durch einen Reihenhaussiedlung über die Queichheimer Brücke zum Bahnhof führt. Auf der Bank am Schwanenweiher guckt er nach den Menschen und Autos. Hans genießt den wolkenlosen Himmel. Die Fußgängerzone erreicht man an der Bäckerei Reuther und der Metzgerei Spitzfaden vorbei zu Post. Sie besteht aus einer Reihe von kleinen und größeren Läden, Wirtschaften, Cafés, Kinos und Discos.

 

Das Café Kuntz, welches Zielpunkt von Hans an freien Tagen ist, liegt in der Marktstraße. Es wurde vor zwei Jahren völlig neu renoviert. Die weiten Fenster und Türen lassen gut raus und reinblicken. Hans nimmt in einer Ecke Platz und bestellt ein Hefeweizen. An dem gegenüberliegenden Tisch sitzt ein Mann mit einem Hündchen auf dem Schoß. In einem unbemerkten Augenblick gibt er ihm ein Küsschen. Ein älteres Paar betritt den Raum. Vis á vis unterhalten sich zwei Mädchen. Eine meint, Französisch sei schwer.

 

Nach einer Stunde verlässt er den geliebten Ort in Richtung Marktplatz. Das Gloria Kino, die Stadtwerke, den Plaza, die Horstbrücke und das Eduard-Spranger-Gymnasium kennt Hans im Schlaf.

 

Er stellt das Radio an.

 

 - Lesen gehört zu meinem Leben, im Kindergarten hat Oma Grimms Märchen vorgelesen, zuweilen überblätterte sie eine Stelle, um schneller fertig zu werden, die Zeit der Comics begann in der Grundschule, die Sprechblasen waren wichtiger als die Bilder, späer habe sich sehr viele Frauenzeitschriften regelrecht verschlungen, mit sechzehn und siebzehn las ich ein bisschen die Schriftsteller Thomas Mann, Herrmann Hesse und Theodor Fontane. -



Mittwoch

 


Dirk, Andrea und Hans sind diesen Abend in der Discothek Mash die bekannt ist für gute Musik, verlotterte Gestalten und Drogen. Sie stellen sich an die zweite Bar an die Tanzfläche.

 

HANS                        

Die Musikprofessoren stehen an den Boxen.


DIRK                         

Ihre Trommelfelle ähneln Eisen.


HANS                        

Wollen wir flippern?


DIRK                         

Der ganze Abend liegt vor uns

 

Die drei trinken Kaffee in der Kneipe von nebenan.

 

ANDREA                   

Die Ruhe tut gut.


HANS                        

Wie geht es im Kindergarten?


ANDREA                   

Stressig.


HANS                        

Apropos Physik. Neulich habe ich eine französische Halbleiterforscherin, für die das Höchste ein Artikel von ihr in einer Fachzeitschrift ist, gehört.


DIRK                          

Mein Freund denkst, die endgültigen Erdbebengleichungen gefunden zu haben.


HANS                        

Die Theorie kann nur falsifiziert werden. Die Mathematik rettet, manche glauben, dass wir nicht wissen, wovon wir reden.


ANDREA                   

Habt ihr Lust auf Mau-Mau?


HANS                        

Ich lasse euch.

 

Der Mond in der bedeckten Nacht kann bloß erahnt werden. Bald erreicht Hans das Haus.


 - Die meiste Zeit habe ich Musik gehört, bewusstes und analytisches Hören bleibt mir fremd, das Erkennen von tönen und Akkorden gelingt nicht, Morning has broken, vom Englischlehrer Mr. Johnson vorgespielt, war mein Schlüsselerlebnis, ich besitze Platten und Kassetten, quand meme, la radio cést mon truc, Andreas mag Billy Joel, Dirk liebt Queen und Christoph steht auf Marillion, Musikgeschmak sollte nicht gewertet werden, man gönnt dem anderen seine Musik nicht. -

  


Donnerstag

 


 - Ich bin gespannt auf Freiburg, die Wohnung und die Uni, wie ich Christoph kenne, plant er viel. -

 

Christoph winkt auf dem Bahnsteig.

 

HANS                        

Guten Morgen.


CHRISTOPH            

Hier hast du einen Stadtführer, ich muss in der Bibliothek etwas vorbereiten.

Am Nachmittag stehe ich ausschließlich dir zur Verfügung.

                                   

 - Freiburg ist flächiger als Karlsruhe mit der Kaiserstraße angelegt, Ähnlichkeit besteht dennoch, die restliche Zeit verbringe ich in einer Wirtschaft, falls die Bedienung hübsch ist. -


CHRISTOPH            

Hast du einiges besichtigt?


HANS                        

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