Smart Running

Effektives und gesundes Lauftraining vom Anfänger bis zum Profi
 
 
Books on Demand (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 14. November 2018
  • |
  • 212 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7481-8695-3 (ISBN)
 
Laufen ist gesund! Aber, wie laufe ich gesund?

Das Buch richtet sich an Laufanfänger, Gesundheitsläufer und ambitionierte Freizeitläufer. Wer den Zustand der Bewegungsarmut verlassen möchte und Gefallen am Laufen findet, steht vor den Fragen: Wie finde ich den Einstieg? Wie motiviere ich mich zum regelmäßigen Laufen? Wer zum regelmäßigen Laufen gefunden hat und damit seine Gesundheit verbessern möchte, wird sich fragen: Wie maximiere ich mit dem Laufen gezielt den gesundheitlichen Gewinn? Ambitionierte Freizeitläufer, die den sportlichen Erfolg und die Grenzerfahrung suchen, werden mit den Fragen konfrontiert: Wie optimiere ich meine Leistung? Wie behalte ich bei meinem leidenschaftlichen Streben meine Gesundheit im Auge? Vorgestellt wird ein neuer Lauftest, der das Lauftraining revolutionieren könnte. Der Test mit dem Namen Laufampel ermöglicht eine individuelle und genaue Anpassung des Lauftrainings. So können die gesundheitlichen und sportlichen Trainingsgewinne maximiert werden. Laufen ist gesund. Das ist allseits bekannt. Weitgehend unbeantwortet ist jedoch die Frage: Wie laufe ich gesund? Das Buch zeigt, dass diese Frage alles andere als banal ist und gibt vielschichtige und spannende Antworten.
1. Auflage
  • Deutsch
  • 1,18 MB
978-3-7481-8695-3 (9783748186953)
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Dr. Jobst Scherler, Jahrgang 1959, ist leidenschaftlicher Läufer und beruflich als promovierter Psychotherapeut auf die Behandlung von Menschen mit chronischen körperlichen Erkrankungen spezialisiert. Mit 50 absolvierten Marathonläufen ist er ein erfahrener Läufer und guter Kenner der Laufszene. Er weiß, was Läufer wünschen und was ihrer Gesundheit zuträglich ist. Sein Laufampeltest füllt eine wichtige Lücke in der Trainingslehre. Seine Botschaft in diesem Buch ist, die Freude und die Gewinne des Laufens über die gesamte Lebensspanne zu erhalten.

1 Smart Running: Laufen ist gesund! . Aber, wie laufe ich gesund?


Ausdauertraining hat erstaunlich positive Auswirkungen auf Körper und Psyche. Dies konnte in vielen Studien eindrucksvoll belegt werden. Es verbessert nicht nur die Gesundheit, die Vitalität und die Lebensqualität, sondern kann sogar das Leben deutlich verlängern. Laufen ist die natürlichste und einfachste Form des Ausdauertrainings. Die evolutionäre Entwicklung des Menschen ist die des Läufers. Die Fähigkeit lange Strecken zu laufen, sicherte dem Menschen in prähistorischen Zeiten das Überleben als Jäger und Sammler.

Bewegungsmangel, Übergewicht und Stress sind die wichtigsten Merkmale einer ungesunden Lebensweise in heutigen Zeiten. Die Folge ist die dramatische Zunahme sogenannter Zivilisationskrankheiten. Das Auto fährt uns von A nach B und der Fahrstuhl von unten nach oben. Der Tisch ist stets reich gedeckt. Die Lebensmittelindustrie entwickelt mit hohem finanziellen Aufwand ausgeklügelte Methoden, mit denen sie uns verführt mehr zu essen, als wir eigentlich brauchen. Die Nahrungsmittel, die uns angeboten werden, enthalten oft wenig Nährstoffe, dafür umso mehr einfache Kohlenhydrate und minderwertige Fette. Sie versprechen eine schnelle Befriedigung und schüren das Verlangen nach mehr. Wir arbeiten von morgens bis in die Nacht. Über unsere Smartphones sind wir ständig verfügbar und stets auf dem Sprung. Momente der Ruhe und Besinnung werden als unangenehm, unproduktiv oder als Faulheit wahrgenommen. Dafür zahlen wir mit unserer Gesundheit: Herzerkrankungen, chronische Rückenschmerzen, Adipositas, Diabetes, Burn-Out, Depression und viele andere Erkrankungen.

Der Gegenentwurf zu dieser Lebensweise ist die Fitnessbewegung. Die Ziele, Motive und Interessen sind hier jedoch sehr vielfältig und widersprechen sich teilweise. Die Steigerung von Wohlbefinden und Lebensfreude, die Stärkung von Vitalität und Leistungsfähigkeit, die Förderung der Gesundheit, sich im sportlichen Wettstreit beweisen sowie das Streben nach einem ästhetischen Körperideal sind einige der individuellen Antriebsquellen. Auf gesellschaftlicher Ebene stehen der Erhalt der Arbeitskraft, die Förderung der Produktivität und vor allem die Eindämmung der ausufernden Krankheitskosten im Vordergrund. Nicht zuletzt ist die Fitnessbranche ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Schon die alten Römer wussten um den Zusammenhang zwischen einem gesunden Körper und einem gesunden Geist: Mens sana in Corpore sano. Die Wissenschaft hat in den letzten Jahrzehnten viele Erkenntnisse über die große Bedeutung von Bewegung für unser Leben in allen Altersgruppen gewonnen. Bewegung hat auf die kognitive Entwicklung von Kindern und Jugendlichen einen entscheidenden Einfluss. Ein angepasstes körperliches Training ist auch im hohen Alter sinnvoll und führt zu vielen positiven Effekten. Ein Slogan bringt es auf den Punkt: turne bis zur Urne!

Die Realität ist jedoch eine andere. Nach einer Umfrage von 2013 der Techniker Krankenkasse zum Bewegungsverhalten machen 52% der Deutschen nie oder selten Sport. In der gleichen Umfrage von 2007 waren es noch 45%. Das Problem des Bewegungsmangels nimmt also eher zu als ab. Besonders ausgeprägt ist der Bewegungsmangel in der Altersgruppe von 36 bis 45 Jahren. Im Bewegungsverhalten der Befragten gibt es deutliche Geschlechtsunterschiede. Der Bewegungsmangel besteht bei Frauen und Männern, ist bei den Männern aber deutlich ausgeprägter. Im gemäßigten Gesundheitssport ist der Anteil von Frauen besonders hoch. Im intensiven und Wettkampf orientierten Sport ist hingegen der Anteil der Männer sehr hoch. Von den Personen, die regelmäßig sportlich aktiv sind, investieren 27% ein bis drei Stunden pro Woche in den Sport, 13% drei bis fünf Stunden und 6% fünf Stunden und mehr.

Anreize, Angebote und Möglichkeiten für Bewegung und Training gibt es inzwischen reichlich. Das Lauftraining nimmt hier eine besondere Stellung ein. Laufen ist die natürlichste Form der Bewegung, die jeder beherrscht. Es bedarf wenig Ausrüstung. Ein geeigneter Parcours findet sich vor jeder Haustür und Laufen ist zu jeder Jahreszeit möglich. Mit Laufen lässt sich in kurzer Zeit ein effektives Training durchführen. Wer in einer Läufergruppe schwitzend durch den Wald läuft, erlebt das archaische Gefühl der Verbundenheit mit anderen in der Bewegung. Der Alltagsstress entfernt sich, und wir können für Momente wieder zu dem werden, der wir einmal waren: der Urmensch in seiner Horde.

Laufen ist sehr beliebt in allen Alters- und Leistungsklassen. Nach Angaben des Deutschen Leichtathletik Verbandes laufen in Deutschland etwa 19 Millionen Menschen, davon 8 Millionen regelmäßig. Die Anzahl der Läufer nimmt seit Jahren kontinuierlich zu. Es gibt 3900 Lauftreffs, in denen Läuferinnen und Läufer mindesten einmal in der Woche gemeinsam laufen. Es laufen ungefähr gleich viele Frauen wie Männer. Die Hälfte der Läufer ist zwischen 30 und 50 Jahre alt. Je ein Viertel ist älter als 50 oder jünger als 30 Jahre. Im Jahr 2013 gab es 3613 Volksläufe, an denen insgesamt 2.248.241 Läufer teilnahmen, davon absolvierten etwa 110.000 einen Marathon. Der Anteil der Männer an den leistungsbetonten Volksläufen beträgt 75% und der der Frauen 25%.

So weit, so gut. Aber, es ist leider nicht so einfach, wie es scheint. Wer den natürlichen Bewegungsdrang in sich selbst wiederentdeckt und zum Laufen gefunden hat, dem stellt sich sogleich die nächste Frage: Wie laufe ich gesund? Die Antwort ist einfach und schwierig zugleich. Im Rahmen der Kopenhagener Herzstudie, die vom Kardiologen Peter Schnohr geleitet wird, werden seit 1976 19.329 Männer und Frauen regelmäßig auf ihre Gesundheit und ihre Lebensgewohnheiten untersucht. Von 2001 bis 2013 wurden 1098 Läufer und Läuferinnen aller Altersgruppen mit 413 gesunden Nichtläufern, die sich auch sonst wenig bewegen, verglichen. Die Studie wurde methodisch sehr sorgfältig durchgeführt. Die Daten wurden prospektiv im Rahmen einer Längsschnittstudie erhoben. Mögliche Faktoren, die das Ergebnis verfälschen könnten, wie Vorerkrankungen und ungesunde Verhaltensweisen, wurden berücksichtigt. Die Studie fand in Fachkreisen große Beachtung und gilt als richtungsweisend für die Frage der angemessenen Dosierung von Ausdauertraining im Freizeitsport.

Das wichtigste Ergebnis ist: Regelmäßiges Laufen verlängert das Leben sehr deutlich. Bei den Männern sind es im Mittel 6,2 und bei den Frauen 5,6 Jahre. Die zweite sehr erfreuliche Nachricht ist: Dieser gesundheitliche Gewinn ist leicht zu erreichen. Die Läufer, die pro Woche 1:00 - 2:30 Stunden trainierten, dies auf 2-3 Einheiten verteilten und in einem langsamen bis moderaten Tempo liefen, erzielten die besten Ergebnisse hinsichtlich ihrer Lebensverlängerung. Die schlechte Nachricht ist: Wer mehr als 2:30 Stunden pro Woche oder in einem intensiven Tempo läuft, riskiert den Verlust des gesundheitlichen Gewinns. Wer sein Laufen richtig dosiert, kann seine Lebenserwartung gegenüber den Bewegungsmuffeln deutlich verlängern, durch eine Überdosierung diesen positiven Effekt jedoch wieder zunichtemachen. Ähnliche Ergebnisse zeigten sich auch in anderen Studien, wie die Autoren betonen.

Ist also intensives und umfangreiches Laufen gefährlich? Diese Frage muss mit einem klaren Nein beantwortet werden. Aber es ist mit Risiken verbunden, die in etwa mit denen verglichen werden können, die aus einem Bewegungsmangel resultieren. Die Risiken intensiven und umfangreichen Laufens sind jedoch überschaubar und lassen sich durch gezielte Maßnahmen gut kontrollieren. Unter dieser Voraussetzung lassen sich zusätzliche und bedeutsame gesundheitliche Gewinne erzielen.

Anlässlich der weltweit enormen Zunahme von Krankheiten als Folge von falscher Ernährung und Bewegungsmangel hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) 2010 Empfehlungen zur Förderung körperlicher Bewegung definiert. Zu diesem Zweck wurden alle verfügbaren und qualitativ hochwertigen Studien zu diesem Thema von einem Expertenteam ausgewertet und in Form von Leitlinien zusammengefasst. Hinsichtlich der Dosierung von Umfang und Intensität liegen die Bewegungsempfehlungen der WHO deutlich über denen der Kopenhagener Herzstudie. Ursachen und Auflösung dieses Widerspruches werden in Kapitel 6 ausführlich behandelt.

Mit steigender Dosierung von Umfang und Intensität im Lauftraining nehmen nicht nur die gesundheitlichen Gewinne zu, sondern auch die Risiken. Das ist eine der zentralen Aussagen dieses Buches. Wer mit einer Trainingsbelastung läuft, die über der liegt, die in der Kopenhagener Herzstudie empfohlen wird, bekommt erhebliche Zugewinne an Gesundheit, Fitness und Leistungsfähigkeit. Diese Läuferinnen und Läufer sind aber gut beraten, ihr Lauftraining durch ein geeignetes Risikomanagement zu ergänzen.

Kern des Buches ist ein Test, der die Effekte des Lauftrainings abbildet. Es ist ein einfaches und effektives System der Belastungssteuerung, das Antworten auf die folgenden Fragen gibt: Wann ist mein Training effektiv? Wie entwickelt sich meine Fitness? Wann trainiere ich zu wenig und wann zu viel? Wann...

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