Über das Wesen der menschlichen Freiheit

 
 
Meiner, F (Verlag)
  • erschienen am 1. August 2011
  • |
  • 234 Seiten
 
E-Book | PDF mit Adobe DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7873-3283-0 (ISBN)
 
Die unter dem Titel "Metaphysik "überlieferte kleine Abhandlung des Aristotelesschülers Theophrast enthält eine ebenso kompakte wie kritische Rekonstruktion ungelöster systematischer Grundlagenprobleme der klassischen griechischen Philosophie, angefangen bei den Vorsokratikern über Platon und die Akademie bis hin zu Aristoteles. Es geht vornehmlich um fundamentale Aporien der Ontologie und der Naturphilosophie, wie die Frage nach der Interdependenz ideeller Prinzipien und wahrnehmbarer Phänomene oder die Plausibilität der Teleologie als methodisches Prinzip der Naturerklärung. Theophrast analysiert und bewertet die geläufigen konkurrierenden Lösungsvorschläge und zeigt ihre Defizite unerbittlich auf: ein Stück synoptischer Metaphysikkritik, das an zeitgenössische Typen der Dekonstruktion erinnert.

Der Text hat seinen Wert als Dokument für den Übergang von einer konstruktiven zu einer eher skeptischen, in Teilen sogar destruktiven Phase der klassischen griechischen Tradition und zeigt exemplarisch, vor allem am Verhältnis der theophrastschen zur aristotelischen "Metaphysik", wie sehr die jeweiligen philosophischen Positionen sich in Abhängigkeit von der jeweiligen Rezeption vorgängiger Rezeptionsprozesse entwickelten.

Die erstmals mit einer deutschen Übersetzung erscheinende kritische Edition dieses philosophiehistorischen Schlüsseltextes hat das Ziel, diese Bedeutung des bislang zu wenig beachteten Dokuments aus der Schule des Aristoteles sichtbar zu machen.
Unveränderte eBook-Ausgabe der 2. Aufl. von 2011.
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978-3-7873-3283-0 (9783787332830)
3787332839 (3787332839)
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Friedrich Wilhelm Joseph Schelling wird 1775 in Leonberg geboren und darf bereits als 15-Jähriger zusammen mit Hegel und Hölderlin am Tübinger Stift studieren. Frühe beachtenswerte Publikationen machen ihn bekannt, so daß er durch Fürsprache Goethes 1798 einen Lehrauftrag an der Universität Jena bekommt. Es entsteht ein enger Kontakt mit Fichte, den Brüdern Schlegel, Novalis und Tieck, der sich um die Ideen der Frühromantik zentriert. Im Jahre 1800 erscheint das System des transzendentalen Idealismus, in dem Schelling das Programm seiner Philosophie, d.h. die Notwendigkeit der Zusammenführung von Natur- und Transzendentalphilosophie begründet. Zunächst Anhänger Fichtes, trennt ihn bald in der Frage nach dem Absoluten und Endlichen ein anderer Ansatz in der Naturphilosophie von diesem. Mit der ab 1801 entwickelten Identitätsphilosophie wird die Abkehr von Fichte und die Auseinandersetzung mit Hegel offenbar. Die Philosophischen Untersuchungen über das Wesen der menschlichen Freiheit machen diesen Wandel deutlich. Schelling folgt 1827 einem Ruf nach München, wo er die "Wendung" seines Denkens von der rein logischen "negativen" zur "positiven" Philosophie, in der die Offenbarung und der mythologische Prozeß eine wesentliche Rolle spielen, in Vorlesungen darlegt. Nach Hegels Tod nimmt Schelling 1842 für vier Jahre eine Lehrtätigkeit in Berlin auf, zieht sich dann aber aus der Öffentlichkeit zurück und stirbt 1854 in der Schweiz.
  • Cover
  • Inhaltsverzeichnis
  • Einleitung. Von Thomas Buchheim
  • I. Zur Fragestellung der Freiheitsschrift im Ganzen
  • 1. Freiheit und Notwendigkeit
  • 2. Die Dualität in der ursprünglichen Wirklichkeit Gottes
  • II. Philosophische Errungenschaften und frühe Rezeption der Freiheitsschrift
  • 1. Methodische Besonderheiten der Freiheitsschrift
  • 2. Neue Facetten des Freiheitsthemas
  • 3. Die frühe Rezeption der Freiheitsschrift
  • III. Schellings Quellen in der Freiheitsschrift
  • 1. Jakob Böhme und Friedrich Christoph Oetinger
  • 2. Franz von Baader
  • 3. Friedrich Heinrich Jacobi
  • 4. Gottfried Wilhelm Leibniz
  • IV. Zur Textgestaltung
  • Literaturverzeichnis
  • Friedrich Wilhelm Joseph Schelling
  • Vorrede [zum Band der >Philosophischen Schriften<] (3,1)
  • Philosophische Untersuchungen über das Wesen der menschlichen Freiheit und die damit zusammenhängenden Gegenstände
  • Einleitung (9,1)
  • I. Gefühlte Gewißheit und Problem eines systematischen Begriffs der Freiheit (9,1)
  • II. Interpretationen des Pantheismusbegriffs (11,17)
  • III. Idealistisch-allgemeiner versus lebendig-menschlicher Freiheitsbegriffs (23,21)
  • IV. Die Problematik menschlicher Freiheit als Vermögen zum Bösen angesichts des göttlichen Ursprungs der Wirklichkeit (25,15)
  • Untersuchung (29,20)
  • I. »Naturphilosophische Deduktion«: Die interne Dualität der Offenbarungsprinzipien (29,20)
  • 1. Unterscheidung der Prinzipien (29,35)
  • 2. Die Sehnsucht als Analogie des Grundes (31,24)
  • 3. Selbstzeugung Gottes und Schöpfung als zwei Schritte der Selbstoffenbarung (33,12)
  • II. »Deduktion der Möglichkeit des Bösen« (34,28)
  • 1. Die Prinzipien als zwei Willen (34,28)
  • 2. Zertrennlichkeit der Prinzipien im Menschen (36,24)
  • 3. Die Bildung ihrer falschen Einheit als Positivität des Bösen (39,4)
  • III. »Deduktion der Wirklichkeit des Bösen« (45,8)
  • 1. Die notwendige »Basis« des Bösen: universelle Wirksamkeit des Grundes als Verlockung zum Bösen (45,8)
  • 2. Wirklichwerdung des Bösen und Guten im Menschen (54,5)
  • 3. Erscheinung des Bösen und Guten im Menschen (61,20)
  • IV. »Die Freiheit Gottes« (66,5)
  • 1. Gottes Freiheit in ihr selbst (66,19)
  • 2. Gott als sittliches Wesen im Verhältnis zu seiner Offenbarung (70,30)
  • V. Ziel der Selbstoffenbarung Gottes: die All-Einheit der Liebe (75,11)
  • 1. Austilgung des Bösen durch seine Scheidung vom Guten (75,11)
  • 2. Der offenbare Gott als die Liebe und ihre Verborgenheit im Ungrund (77,28)
  • 3. Abwehr von Mißverständnissen seitens der Pantheismuskritik (80,21)
  • Anmerkungen des Herausgebers
  • Gliederung und Analyse des Argumentationsganges
  • Register
  • I. Personen- und Sachregister (Text)
  • II. Personenregister und Bibelstellen (Einleitung und Anmerkungen)
  • III. Register der Werke Schellings (Einleitung und Anmerkungen)
DNB DDC Sachgruppen

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