»Petite Science«

Außeruniversitäre Naturforschung in der Schweiz um 1900
 
 
Wallstein (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 7. Juni 2017
  • |
  • 707 Seiten
 
E-Book | PDF mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-8353-4078-7 (ISBN)
 
Wissenspraktiken, Milieustrukturen und gesellschaftliche Ausstrahlung der lokalen Naturforschung um 1900.

Tobias Scheideggers Studie charakterisiert die um 1900 florierende Wissensformation in der außeruniversitären Naturforschung - trotz ihrer punktuellen Kooperation mit Universitäten - als epistemisch und sozial eigenständigen Modus der Naturgeschichte. Das Forschungsinteresse dieser »Petite Science« galt der Inventarisierung und Sammlung lokaler Flora und Fauna. In den Hauptstädten ländlich geprägter Kantone ohne eigene Universität formierten sich lokale Wissensmilieus, deren institutionelle Stützen kantonale Naturforschervereine, Naturmuseen und Kantonsschulen bildeten.
Fallstudien aus fünf Kleinstädten zeigen, wie deren kollektive Forschungen durch Objektpraktiken, mediale Wirkweisen von Inventarisierung und Taxonomie sowie durch Gabenökonomien zusammengehalten wurden. Beleuchtet werden ebenso die häuslichen Sphären und Lebenswelten der Lokalforscher wie ihre spezifischen Raumpraktiken. Diese spielten eine wichtige Rolle in der Erfindung des Naturschutzes und der Konstruktion von »Heimat« um 1900 und sicherten der »Petite Science« gesellschaftliche Ausstrahlung bis weit ins 20. Jahrhundert.
  • Deutsch
  • Göttingen
  • |
  • Deutschland
ca. 150
  • 48,28 MB
978-3-8353-4078-7 (9783835340787)
3835340786 (3835340786)
weitere Ausgaben werden ermittelt
Tobias Scheidegger, geb. 1979, ist Oberassistent am Institut für Sozialanthropologie und Empirische Kulturwissenschaft der Universität Zürich. Er studierte Volkskunde, Geschichte und Philosophie an den Universitäten Basel und Zürich. Von 2009 bis 2015 war er Mitglied des Graduiertenkollegs am »Zentrum Geschichte des Wissens« von Universität und ETH Zürich und arbeitete als Assistent am Institut für Populäre Kulturen der Universität Zürich.
  • Umschlag
  • Titel
  • Inhalt
  • Einleitung
  • 1. Ein Wissen der Dinge: Sammeln und Objektpraktiken
  • 1.1 Fixierte Natur: Ontologie und Epistemik der Sammlungsdinge
  • 1.2 Dingpraktiken der Petite Science
  • 1.3 Vergnu¨gliche Dinge: Natursammeln als Hobby und Konsumkultur
  • 2. Listen des Lokalen: Floren und Faunen als Wissensformate
  • 2.1 Verortung und Umrisse eines Wissensformats
  • 2.2 Heterogene Listen: Zur medialen Struktur der Floren und Faunen
  • 2.3 Lokalkataloge als Forschungsprogramm
  • 3. Zirkulierende Objekte und soziale Beziehungen
  • 3.1 Kollektive Dingzirkulation
  • 3.2 Kauf und Tausch von Naturdingen
  • 3.3 Gabenökonomien der Petite Science
  • 4. Ordnung Macht Zugehörigkeit
  • 4.1. Bru¨gger versus Gremli: Ein Wissenschaftsstreit
  • 4.2 Soziale Stellung und Positionen zur Polemik
  • 4.3 Ordnungsmacht und Zugehörigkeit: Epilog und Fazit
  • 5. Institutionen und Akteure der Petite Science
  • 5.1 Akteure an institutionellen Schnittstellen
  • 5.2. Lokale Naturmuseen
  • 5.3 Schulen
  • 5.4 Naturforschervereine, bu¨rgerliche Netzwerke und Behörden
  • 5.5 Institutionen und Akteure: Ru¨ckblick
  • 6. Landschaft zwischen Erkenntnis und Erlebnis
  • 6.1 Landschaft als Ort der Erkenntnis
  • 6.2 Lokalforschung und Entstehung des Naturschutzes
  • 6.3 Landschaftsgänge: Auf Exkursion
  • 6.4. Naturforscher als Landschaftsproduzenten
  • 7. Petite Science als Heimwissenschaft und Heimatmaschine
  • 7.1 Forschung im trauten Heim: Heimwissenschaft
  • 7.2 Lokalforschung als Heimatmaschine
  • Schluss
  • Quellen- und Literaturverzeichnis
  • Abbildungsnachweise
  • Anhang: Zusammenstellung von deutschsprachigen Titeln naturkundlicher Anleitungsliteratur
  • Personenregister
  • Dank
  • Ausfu¨hrliches Inhaltsverzeichnis
  • Impressum

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