Spuren verlorener Erinnerungen

Die vergessene Geburt unserer Existenz
 
 
Books on Demand (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 25. Januar 2018
  • |
  • 184 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7460-4243-5 (ISBN)
 
Der Inhalt dieses Buches wird für manchen Leser etwas Neues, etwas Unglaubliches oder aber auch eine Hoffnung sein ...
1. Auflage
  • Deutsch
  • 1,00 MB
978-3-7460-4243-5 (9783746042435)
3746042437 (3746042437)
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Geboren 1955 in einer Bergbauernregion. Berufsausbildung, Militärmusik, Selbständigkeit und aber besonders die Kreativität (Musik, Unterhaltung und bildnerische Darstellungen), prägten das Leben des heute 62 jährigen.
Eine ganz besondere Gewissheit, die er von jungen Jahren an in sich trug, wurde in diesem Buch festgehalten.

Der erste Eintritt in ein bestehendes Universum


In dem folgenden Kapitel wird von SEIN gesprochen. Mit SEIN beschreibe ich eine allgegenwärtige Existenz. Eine universelle Existenz. Eine Existenz, die nicht in physikalischen Begriffen wie Energie, Feinstofflichkeit oder etwas ähnlichem zu verstehen ist.

Im Sinne von Energieformen, Materie, Raum oder Zeit ist SEIN ein NICHTS.

Nichts Substanzielles wie wir gewohnt sind zu verstehen. Nicht messbar, aber erlebbar. Man kann es fühlen, wenn man sich vom Leben durchflutet fühlt. SEIN bewirkt Leben. SEIN ist die Geburtsstätte des Lebens, der Individualität einer Form des "Ich-Bin". Findet eine Trennung von SEIN statt, so ist das wie eine Geburt. Ein Erwachen zu einem Bewusstsein.

Man stelle sich einen unendlichen Ozean vor. Ein Tropfen beginnt sich davon zu trennen. Und so beginnt es:

SEIN: Kein Ort, keine Form, keine Zeit, kein Geschehen, keine Energie, kein Raum, kein Sehen, kein Licht, keine Teilchen, keine Materie, keine Weite, keine Länge, keine Breite oder Tiefe, kein Gedanke, keine Emotion, kein Gut oder Böse, keine Werte, keine Bewertung, keine Farben, kein Bemerktwerden, keine Auflösung, keine Festigkeit, keine Lüge, keine Wahrheit, keine Unwahrheit.

Nur SEIN, der Anfang, der Ursprung, die Ursache! Geburt.

Vor mir unendliche Leere ... nur Leere. Hinter mir Verbundenheit, Empfindung des Anfangs und der Abtrennung in einem. Leere und Verbundenheit in einem.

Es fällt mir leicht, diese erste Wahrnehmung heute wieder nachzuvollziehen, um das ursprüngliche Gefühl zu empfinden, das ich hatte, als ich in ein bereits bestehendes Universum einstieg. Und es ist auch eine Art Traurigkeit damit verbunden. Nicht intensiv, aber noch irgendwie spürbar. Im Jetzt und Heute, wenn ich darüber schreibe!

Geburt. Was geschieht bei der Trennung von SEIN?

Wärme, unendliche Wärme und Geborgenheit verlassen zu müssen. Ein Hineinfallen ins Leere. Kaltes Fallen ins Leere. Ein Gefühl von Fallen, Fallen und abermals Fallen und Fallen, keine Wärme und Geborgenheit. Kälte.

Empfindungen von Veränderung und Vergänglichkeit und auf eine Art etwas hinter sich lassen zu müssen, ... zu müssen! Ein Gefühl von Vergangenem, von einem Jetzt und Kommen.

Unmittelbar nach dem Getrennt-Sein der Eintritt in ein Universum, wie wir es heute bereits kennen.

Ich beschreibe hier ein Ereignis, über das jeder von uns, der in diesem Universum ist, eine genaue Kenntnis hat. Dieses Ersterlebnis hat jeder sehr intensiv erlebt. Jeder hat es, und würde er seine Vergangenheit untersuchen, er würde diesen Zeitpunkt finden. Der Moment des Ersteintrittes in ein bestehendes Universum ist mit so direkter, unmittelbarer Wahrnehmung verbunden, dass man es heute nur schwer nachvollziehen kann oder dafür ein Beispiel geben könnte.

Klinisch Tote, die ins Leben zurückgeholt wurden, wissen eher, wovon ich spreche und wie direkt und intensiv Eindrücke auf einen wirken können. Wahrnehmen ohne den Augen und Ohren des Körpers. Wahrnehmen ohne den Umweg über den Körper, ohne auf ihn angewiesen zu sein, und das ist gerade deswegen so intensiv.

Die Stunde Null und unmittelbar danach ...

Es war ein Fallen ins Leere, in ein Nichts. Zuerst Schwärze, dann vereinzelt weiße Punkte, auf mich zurasend oder besser gesagt, ich auf sie zurasend. Plötzlich eine Kollision mit einem dieser Dinger, aber lediglich Überraschung und eine Art von Lufthauch verspürend, rase ich weiter und weiter. Die Dinger wurden immer größer und größer, bis sich die Wahrnehmung von Größenordnungen wie Klein und Groß einstellte. Davor hatte ich sie nicht.

Je größer sie wurden, umso enger wurde mein Blickfeld. Sie zwangen mich, in ihre Richtung zu blicken.

Zuerst konnte ich, wie mir schien, im unendlichen Winkel sehen, dann wurde es immer bedrückender und enger. Als sich dann noch vor mir ein riesiger "Erdball" auftat, hatte ich das Gefühl, sehr_sehr winzig zu sein, und versuchte, nicht weiter auf das Ding zuzurasen. Damals hatte ich keine Ahnung, was all das bedeuten sollte. Es war interessant, aber zugleich auch einschüchternd. Besonders, weil ich mir plötzlich im Verhältnis zu etwas anderem sehr klein vorkam, zumindest nicht so groß wie das, auf das ich da geradewegs zuschoss.

Heute weiß ich, was vorgefallen war, denn ich war NICHT der Erste, der hier ankam, besser gesagt angekommen war.

Man könnte sagen, es ist so, als ob man zum ersten Mal eine Wüste nur aus Sand entdeckt. Man denkt, es gibt nur Sand, und wenn man dann über den nächsten Hügel gelangt, sieht man plötzlich Gebäude. Man hatte vorher weder Sand noch Häuser gesehen, und die Frage tut sich einem unmittelbar auf: "Wer hat das alles hierher gebracht oder hierhin gestellt?"

Das Ding vor mir nahm immer größere Ausmaße an. Als ich aber den Versuch unternahm, nicht selbst an Größe zu verlieren, verlangsamte sich meine "Geschwindigkeit". So fühlte es sich an.

Da war ich also.

Stille. Das riesige Ding vor mir anstarrend. Um einen Vergleich anzustellen: Es war in etwa so, als ob man sich einen weißen Ball zehn Zentimeter vor die Nase halten würde.

Stillstand, absolute Stille ...

So etwas wie Überlegungen über etwas gab es zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Es war einfach nichts, und nichts geschah. Keine Bewegung, wie in einem Eisblock eingefroren. Es war wie "Alles bin ich, und ich bin alles." Alles stand still und nichts hätte diesen Zustand ändern können, außer ich selbst?!

Und ich tat auch etwas. Schließlich war ich in etwas hinein geraten, das ich vorher nicht kannte. Ich hatte etwas Neues erfahren. Gefühle, Empfindungen oder besser gesagt, ich hatte Erfahrungen erlebt, die ich, nachdem die Ereignisse geschehen waren, wieder erleben konnte. Hier begann mein Zeitgefühl, denn ich war nun in einer Situation, von der ich auf etwas "zurückblicken" konnte.

Klein zu sein, besser gesagt, das, was ich vor mir sah, als riesengroß zu empfinden, begann an mir zu "nagen". Ich wollte es nicht.

Es war kein Gedanke oder Bedürfnis. Es war eine Art, dagegen zu sein. Im selben Moment war dieses riesige Ding zu einem Zwerg geschrumpft. Es schrumpfte nicht vor mir, sondern ich war plötzlich viel, viel größer. Das Ganze hatte sich auf einen Schlag umgekehrt! Dann nahm ich Neues wahr, es gab da noch mehr zu sehen, denn mein Winkel des ursprünglichen Sehens hatte sich wieder eingestellt. Alles auf einen Blick, vor mir, hinter mir, links, rechts, oben, unten, alles war zu erkennen - im gleichen Moment. Es war nicht das menschliche Sehen in eine Richtung. Es war einfach alles in allem wahrnehmbar.

Dann einen Moment lang wieder ein Windhauch, wie bei meiner ersten Kollision mit einem solchen Ding. Doch es schien irgendwo anders zu geschehen. Nicht unmittelbar bei mir.

Es herrschte immer noch Stille, aber es gab da ein intensives Fühlen von "Kollision mit etwas, etwas außer Reichweite".

Erst später, viel später begann ich zu verstehen, was das Fühlen von "Kollision mit etwas außerhalb meiner Reichweite" zu bedeuten hatte.

Es war meine ungehinderte Wahrnehmungsfähigkeit, mit der ich das Universum in seiner ganzen Ausdehnung einnahm und durchdrang. Ich war aus SEIN geboren und blieb dennoch ein Teil von SEIN.

Ich konnte gar nicht anders als wahrnehmen und durchdringen, egal was geschah und wo es geschah. Dennoch war ich wie ein neugeborenes Baby, dem das Wissen über den Ort, wo es sich befand noch fehlte, um zu verstehen. Der Akt des ersten Eintretens, das erste Eindringen als solches, nachdem man sich vom SEIN abgespalten hatte und dann in ein Universum eintauchte, verursachte aber auch, dass die Gesamtwahrnehmung nach und nach geringer wurde.

Der "Gesichtskreis" wurde immer enger.

Was ich damals verspürte, waren Kollisionen von Sternen und Planeten in dem noch jungen Universum. Sie geschahen außerhalb meiner "Sicht", denn ich begann bereits meine Wahrnehmungen auf meine unmittelbare Umgebung zu fixieren.

Ich möchte das in einem Beispiel anschaulicher machen. Stelle dir vor, du befindest dich in einem unbegrenzten Meer von Wasser ohne Oberfläche. Um dich herum nur Wasser. Das Wasser ist das SEIN. Irgendwo im SEIN tut sich etwas. Auch wenn es nicht in deinem unmittelbaren Gesichtskreis geschieht und du nichts erkennst, so verspürst du doch eine Veränderung.

Etwas ist geschehen...! Im SEIN bist DU mit allem verbunden.

Nach meiner Geburt als jenes geistige "Individuum" waren mir einige amüsante und auch nicht so angenehme Dinge zugestoßen.

Eines davon ist ein Moment, der kurz nach der Abtrennung und dem Eintritt ins Universum stattfand. Ziemlich genau im "Übergang".

Dieser Moment ist wahrscheinlich sehr individuell, nicht jeder könnte ihn erfahren haben! Natürlich konnte ich mir keinen Reim darauf machen, was geschah, schließlich hatte ich so etwas wie sehen, hören, riechen, fühlen etc. zuvor nicht gekannt.

Der Moment war LACHEN, LACHEN, LACHEN.

Ich kann es heute nur als ein Gefühl des Lachens bezeichnen, weil es sehr dem Zustand der überschwänglichen Heiterkeit nahekommt. Aber es war um so viel MEHR, als dass es mir hier gelingen würde, es zu beschreiben. Diese Heiterkeit - ihr wisst, was für einen Zustand ich meine - hat fast jeder in seinem Leben schon einmal erfahren. Man sitzt mit jemandem zusammen und erzählt sich irgendwelche skurrilen Begebenheiten oder ist so ins "Blödeln verstrickt", dass man einen Lachkrampf bekommt. Man kann einfach nicht aufhören zu lachen, man liegt bereits fast am Boden und hält sich den Bauch mit beiden Händen und lacht,...

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