A New Season. My London Dream - My-London-Series, Band 2

 
 
Ravensburger (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 30. April 2021
  • |
  • 544 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-473-47199-7 (ISBN)
 
With you, I can be the true me.

Der verwunschene Blumenladen im Londoner East End mit dem lichtdurchfluteten Wintergarten und dem Duft nach frischer Erde ist Vincents liebster Zufluchtsort. Denn er hütet ein Geheimnis: Er ist ein Mann, im Körper einer Frau geboren, aber jeder sieht in ihm nur Victoria, die attraktive Studentin. Als er in Männerkleidung auf Tracey trifft, stellt er sich kurzerhand zum ersten Mal als Vincent vor.

Tracey hat sich fest vorgenommen, das Großstadtleben zu genießen und ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen. Von Anfang an ist sie von dem charmanten Vincent fasziniert, doch sie ahnt nichts von seinem inneren Konflikt. Es ist eine Begegnung, die ihr beider Leben komplett verändert. Aber eines hat die Liebe mit Blumen gemeinsam - sie ist ebenso schön wie zerbrechlich .
 
With you, I can be the true me.

Der verwunschene Blumenladen im Londoner East End mit dem lichtdurchfluteten Wintergarten und dem Duft nach frischer Erde ist Vincents liebster Zufluchtsort. Denn er hütet ein Geheimnis: Er ist ein Mann, im Körper einer Frau geboren, aber jeder sieht in ihm nur Victoria, die attraktive Studentin. Als er in Männerkleidung auf Tracey trifft, stellt er sich kurzerhand zum ersten Mal als Vincent vor.

Tracey hat sich fest vorgenommen, das Großstadtleben zu genießen und ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen. Von Anfang an ist sie von dem charmanten Vincent fasziniert, doch sie ahnt nichts von seinem inneren Konflikt. Es ist eine Begegnung, die ihr beider Leben komplett verändert. Aber eines hat die Liebe mit Blumen gemeinsam - sie ist ebenso schön wie zerbrechlich .
1. Aufl.
  • Deutsch
  • Ravensburg
  • |
  • Deutschland
  • 5,44 MB
978-3-473-47199-7 (9783473471997)
weitere Ausgaben werden ermittelt
Marnie Schaefers ist das Pseudonym eines jungen deutschen Autors. Marius wurde 1995 geboren und entdeckte seine Begeisterung für Bücher schon sehr früh, nicht unmaßgeblich durch Tolkiens "Der Herr der Ringe" beeinflusst. Seinen Debütroman veröffentlichte er mit 18 Jahren im Selbstverlag, gefolgt von weiteren Selfpublishing-Erfolgen. Auf Instagram und Facebook teilt Marius spannende Insider-Informationen und Inspirationsquellen zu seinen romantisch-dramatischen wie fantastischen Geschichten, außerdem spricht er offen über seine Transidentität. Seit seinem Coming-out lebt der Autor als Mann. Über den Austausch mit seinen Leser*innen freut Marius sich sehr.
  • Intro
  • Impressum
  • PROLOG Victoria
  • KAPITEL 1 Victoria
  • KAPITEL 2 Tracey
  • KAPITEL 3 Tracey
  • KAPITEL 4 Victoria
  • KAPITEL 5 Tracey
  • KAPITEL 6 Tracey
  • KAPITEL 7 Vincent
  • KAPITEL 8 Tracey
  • KAPITEL 9 Vincent
  • KAPITEL 10 Tracey
  • KAPITEL 11 Vincent
  • KAPITEL 12 Tracey
  • KAPITEL 13 Vincent
  • KAPITEL 14 Tracey
  • KAPITEL 15 Vincent
  • KAPITEL 16 Tracey
  • KAPITEL 17 Vincent
  • KAPITEL 18 Vincent
  • KAPITEL 19 Tracey
  • KAPITEL 20 Tracey
  • KAPITEL 21 Vincent
  • KAPITEL 22 Tracey
  • KAPITEL 23 Vincent
  • KAPITEL 24 Tracey
  • KAPITEL 25 Vincent
  • KAPITEL 26 Tracey
  • KAPITEL 27 Tracey
  • KAPITEL 28 Vincent
  • KAPITEL 29 Tracey
  • KAPITEL 30 Vincent
  • KAPITEL 31 Tracey
  • KAPITEL 32 Vincent
  • KAPITEL 33 Vincent
  • KAPITEL 34 Tracey
  • KAPITEL 35 Vincent
  • KAPITEL 36 Tracey
  • KAPITEL 37 Vincent
  • KAPITEL 38 Tracey
  • KAPITEL 39 Vincent
  • KAPITEL 40 Tracey
  • KAPITEL 41 Vincent
  • KAPITEL 42 Tracey
  • KAPITEL 43 Vincent
  • KAPITEL 44 Tracey
  • KAPITEL 45 Vincent
  • KAPITEL 46 Tracey
  • KAPITEL 47 Vincent
  • KAPITEL 48 Tracey
  • KAPITEL 49 Vincent
  • KAPITEL 50 Tracey
  • KAPITEL 51 Tracey
  • KAPITEL 52 Vincent
  • KAPITEL 53 Tracey
  • KAPITEL 54 Vincent
  • KAPITEL 55 Tracey
  • EPILOG Vincent
  • TRIGGERWARNUNG (Achtung: Spoiler!)
  • NACHWORT & DANKSAGUNG

Das ist alles falsch. Ich auf dieser Party. Ich in dem figurbetonten Shirt und diesem niedlichen Volantrock, der mir viel zu luftig erscheint. Ich an Hunters Seite. Ich - vor allem ich.

Hunters Arm liegt locker um meine Schultern, schon seit wir den Hauptcampus der University of London betreten haben, und trotzdem fühlt es sich an, als würde er mich erdrücken. Ich kann kaum atmen. Wie ferngesteuert setze ich einen Fuß vor den anderen und zwinge mich dazu, meine Panik beiseitezuschieben.

Auf in die Schlacht!

Wir betreten die Turnhalle. Unzählige pinke und weiße Luftballons und Herzen empfangen uns. Und natürlich Edelrosen. Der Klassiker geht immer, würde Agatha sagen. Ich finde, langweilig und geschmacklos trifft es in diesem Fall besser. Es gibt so viele kreativere Möglichkeiten. Andererseits passen die gewählten Blumen zum Gesamtbild. LOVE IS IN THE AIR verkündet ein Plakat in verschnörkelten Buchstaben. Ich dachte, es ging darum, den Frühlingsanfang zu feiern, aber so kann man das natürlich auch interpretieren. Bei mir wollen sich allerdings keine Frühlingsgefühle einstellen, obwohl ich eigentlich eine romantische Ader besitze. Mein Magen verwandelt sich in einen steinharten Klumpen.

Hunter bekommt davon nichts mit - oder er tut zumindest so, weil unsere Auseinandersetzung im Wohnheim ihm schon genug die Stimmung versaut hat. Mein Versöhnungsangebot, statt eines kuscheligen Abends zu zweit noch auszugehen, hat er dankbar angenommen. Er liebt Uni-Events, und wenn er könnte, würde er wahrscheinlich überall mitmischen. Jetzt löst er sich von mir, um seine Freunde zu begrüßen, die sich sofort um uns scharen.

»Ihr seid ja doch gekommen!«, freut sich Richie.

Während die vier Jungs ihre sagenhaft coolen Handschläge austauschen, stehe ich mit einem verkrampften Lächeln daneben und winke einmal in die Runde. Ich hasse es, nie zu wissen, wie ich mich Richie, Calvin und Dorian gegenüber verhalten soll. Es wäre etwas leichter, wenn sie in mir nicht nur Hunters Freundin sehen würden. Eigentlich würde ich mich gern bei Calvin über das irreführende Motto beschweren. Er war schließlich maßgeblich an der Organisation des Spring Awakening beteiligt.

»Oh, Victoria«, säuselt Richie und legt sich beide Hände auf die Brust. Einen Augenblick lang blinzele ich verwirrt, als hätte er mit jemand anderem gesprochen. »Sieh dich an! Wieso ist ausgerechnet Hunter der Glückliche?«

Plötzlich möchte ich heulen, dabei weiß ich nicht mal, warum. Richie macht mir ständig solche als Witz getarnten Komplimente. Er ist nicht besonders groß, sogar etwas kleiner als ich, aber sein Ego gleicht das locker aus. Darüber staune ich jedes Mal aufs Neue. Ich hätte eine Strickjacke anziehen sollen und bin froh, dass ich zumindest Chucks statt Pumps trage, weil ich mich in denen deutlich wohler fühle. Mit dem aufwendigen Make-up komme ich mir nun viel zu aufgetakelt vor, dabei hatte ich gehofft, es würde mir helfen, mich zusammenzureißen und meine Rolle zu spielen.

Hunter greift nach meiner Hand. »Wir holen uns erst mal was zu trinken. Kommst du?«

Ich gebe mir einen Ruck, verschränke die Finger mit seinen und folge ihm am Rand der Tanzfläche entlang zu den Tischen, auf denen Getränke und Essen angerichtet wurden. Die Musikauswahl ist ausnahmslos kitschig im positiven Sinne, weshalb ich als Fan von Lovesongs quasi jedes Lied kenne, und das Büfett bietet für eine Uni-Party richtig viel Auswahl. Schade, dass mein Magen rebelliert und ich mich daher nur an den Tomate-Mozzarella-Sticks bediene.

Ich beobachte Hunter, der uns zwei Gläser mit zitronengelber Bowle einschenkt. Seine dunkelblonden Haare sind nach hinten gegelt, sein Gesicht ist glatt rasiert. Er sieht gut aus, auch wenn ich den Bart an seiner Stelle stehen lassen würde.

Ich kann mich nicht oft genug daran erinnern: Er ist die ultimative Belohnung für die harte Arbeit der letzten anderthalb Jahre. Ich will nicht sagen, mein Märchenprinz, denn das wäre etwas übertrieben. Dennoch darf ich nicht vergessen, welche Fortschritte ich gemacht habe. Ich war immer ein Außenseiter gewesen, hatte nie irgendwo hineingepasst, obwohl ich so verzweifelt dazugehören wollte. Nach dem Schulabschluss hatte ich beschlossen, es den beliebten Mädchen einfach nachzumachen. Ich hatte es satt, dass sich andere über mich lustig machten. Also begann ich, die »richtigen« Klamotten zu tragen, gab vor, mich für die »richtigen« Dinge zu interessieren, und verhielt mich so, wie es den Jungs gefiel. Auch wenn es mir zuerst befremdlich vorkam, in einer Hinsicht funktionierte es. Ich bin nun ein Teil des Ganzen, niemand hält mich mehr für komisch. Wieso nur bin ich dann immer noch nicht glücklich?

Wir stellen uns zu Hunters Freunden an einen der Stehtische, und ich checke kurz mein Smartphone. Wo bleibt ihr?, tippe ich an Gwen und Ramona. Eigentlich wollten wir uns hier treffen, weil die beiden mich schnellstmöglich vor meinem Freund retten sollten. Auf dem Weg hierher hatte ich ihnen eine Nachricht geschickt, dass Hunter und ich aneinandergeraten waren. Der Gruppenchat bleibt jedoch stumm.

Ich lasse das Handy wieder in der Mini-Handtasche verschwinden und trinke einen großen Schluck Bowle, die dank des Rohrzuckers angenehm süß schmeckt. Darunter mischt sich Minze und natürlich der Sekt.

»Da ist sie«, zischt Calvin plötzlich und stößt Dorian den Ellbogen in die Seite.

Der flucht kurz, weil dadurch Bier auf seinem Hemd landet.

»Ohne Begleitung! Vielleicht kriege ich doch noch meine Chance«, sagt Calvin dann.

Ich setze mein Glas ab, bleibe mit dem Blick kurz an dem Lippenstiftabdruck am Rand hängen, bevor ich meiner Neugier nachgebe und mich umdrehe.

Wow.

Ich muss mich räuspern. »Wer ist das?«

Das Mädchen ist verdammt hübsch. Es gibt genau genommen keinen Dresscode für heute Abend, weshalb sie sich anscheinend gern in Schale wirft und kein Problem damit hat, aufzufallen. Ihr silbernes Paillettenkleid strahlt mit ihrem Lächeln um die Wette und passt perfekt zu ihrer dunkelbraunen Haut. Ihre glatten schwarzen Haare hat sie mit einer ebenso funkelnden Spange zu einer eleganten Hochsteckfrisur gestylt.

»Tracey Palmer«, antwortet Dorian, da es Calvin offenbar die Sprache verschlagen hat. Nicht schwer nachzuvollziehen. »Sie kommt aus New York City. Austauschstudentin von der Columbia. Sie ist in Calvins Eventmanagementkurs. Er fährt total auf sie ab, aber sie hat ihn bisher kaum beachtet.« Dorian verpasst seinem Kumpel einen freundschaftlichen Knuff, was beinahe in eine Rauferei ausartet, aber Hunter geht rechtzeitig dazwischen.

Meine Mundwinkel wandern unwillkürlich in die Höhe. Ob das an der Kabbelei der Jungs liegt oder weil Traceys Lächeln ansteckend wirkt, kann ich nicht sagen.

Richie holt mich auf den Boden der Tatsachen zurück. »Wie wäre es mit einem Tipp? Erhelle uns, Victoria. Worauf steht ihr Frauen?«

Hitze schießt mir in die Wangen. »K-k-eine Ahnung?«

Calvin verdreht die Augen. »Richie, dein schleimiges Geschwafel ist es sicher nicht.«

»Sportler«, mutmaßt Dorian, nachdem er Tracey einer weiteren Musterung unterzogen hat. »Mädchen wie sie stehen auf Sportler.«

»Also hättet ihr zwei als Wirtschaftsstudenten sowieso keine Chance«, folgert Hunter. Wobei Richie und er Sozialwissenschaften studieren und demnach genauso wenig infrage kämen. »Reine Zeitverschwendung.«

Calvin schmollt. Er und Hunter sind zusammen zur Schule gegangen und daher ganz besonders dicke. »Du hast gut reden, Arschloch!«, wirft er meinem Freund an den Kopf, was zweifelsfrei liebreizend gemeint ist.

Obwohl die Jungs mir und meiner wenig hilfreichen Antwort darauf, was Frauen an Männern mögen, keine Beachtung mehr schenken, hämmert mein Herz immer noch wie verrückt. Dabei ist doch gar nichts passiert.

»Äh, Cal .« Dorian schneidet eine Grimasse. »Sieht aus, als hätte Tracey doch einen Begleiter, der wahrscheinlich nur ihre Jacken an der Garderobe abgegeben hat. Du musst jetzt stark sein. Es ist -«

»Was zur Hölle?« Calvins Augen weiten sich.

Eigentlich verspüre ich nicht das geringste Bedürfnis, mir Traceys heißes Date anzugucken. Keine Ahnung, wieso ich trotzdem einen Blick riskiere.

»Ist das nicht dieser Typ vom Queen Mary Campus, den sie als Oscar-Wilde-Verschnitt bezeichnen?«, schiebt er hinterher.

Das klingt so negativ, aber Oscar Wilde, stellvertretend für die vornehmen Herren am Ende des neunzehnten Jahrhunderts, trifft es ziemlich gut. Jedenfalls was seine Klamotten angeht. Über einem weißen Hemd trägt er eine reich verzierte Weste, einen dünnen, darauf abgestimmten Schal und dazu eine Leinenhose. Trotzdem wirkt er nicht verkleidet, sondern stilvoll und ausgesprochen souverän. Aus Historikersicht kann ich dieses authentische Outfit nur loben, persönlich beneide ich ihn um seinen Mut, weil er sich von Leuten wie Calvin und Dorian nicht einschüchtern lässt und sich selbst treu bleibt. Das würde ich mich nie trauen. Immerhin habe ich mir meinen Wunsch erfüllt, Geschichte zu studieren.

Ohne länger zu überlegen, trinke ich mein Glas aus und beschließe, mir auf der Stelle Nachschub zu holen. Niemand hält mich auf, als ich mich erneut zum Büfett aufmache. Die Turnhalle hat sich mittlerweile deutlich gefüllt, und ich prüfe noch einmal meinen Messenger. Eine neue Nachricht von Gwen: Sorry, Ramona hat das Sushi nicht vertragen. Waren...

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