Der Sünde Lohn

Historischer Roman
 
 
Random House ebook (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 21. Juni 2011
  • |
  • 448 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-641-05835-7 (ISBN)
 
Alyss' Neffe Tilo und der Geschäftspartner und Freund des Hauses, John of Lynne, wurden auf der Überfahrt über die Nordsee von Vitalienbrüdern entführt. Bang fragt sich Alyss, ob sie sich aus eigener Kraft aus den Fesseln der Piraten befreien können. Und auch in Köln droht schreckliche Gefahr: Ein Mann mit Wolfsmaske schleicht durch die Gassen und stellt Frauen nach. Eines Tages schleppt sich die junge Inse schwer verletzt vor Alyss' Hof. Mit letzter Kraft haucht sie noch: »Ketzer ...«


Andrea Schacht (1956 - 2017) war lange Jahre als Wirtschaftsingenieurin und Unternehmensberaterin tätig, hat dann jedoch ihren seit Jugendtagen gehegten Traum verwirklicht, Schriftstellerin zu werden. Ihre historischen Romane um die scharfzüngige Kölner Begine Almut Bossart gewannen auf Anhieb die Herzen von Lesern und Buchhändlern. Mit »Die elfte Jungfrau« kletterte Andrea Schacht erstmals auf die SPIEGEL-Bestsellerliste, die sie auch danach mit vielen weiteren Romanen eroberte.
  • Deutsch
  • 0,72 MB
978-3-641-05835-7 (9783641058357)
364105835X (364105835X)
weitere Ausgaben werden ermittelt
Andrea Schacht (1956 - 2017) war lange Jahre als Wirtschaftsingenieurin und Unternehmensberaterin tätig, hat dann jedoch ihren seit Jugendtagen gehegten Traum verwirklicht, Schriftstellerin zu werden. Ihre historischen Romane um die scharfzüngige Kölner Begine Almut Bossart gewannen auf Anhieb die Herzen von Lesern und Buchhändlern. Mit »Die elfte Jungfrau« kletterte Andrea Schacht erstmals auf die SPIEGEL-Bestsellerliste, die sie auch danach mit vielen weiteren Romanen eroberte.
"8. Kapitel (S. 58-59)

Seit ihrer Hochzeit mit Arndt, die nun fast sechs Jahre her war, hatte Alyss nur wenige Worte über ihr Eheleben verloren. Anfangs war sie glücklich gewesen und hatte ihren Gatten geliebt und begehrt. Sie hatte seinen Sohn getragen und geboren und ihn zwei Jahre lang heranwachsen sehen. Doch dann war der kleine Terricus im Rhein ertrunken, und alles hatte sich geändert. Plötzlich bemerkte sie, dass Arndt sie betrog, dass er lieber zu den Huren ging, als sie in ihrer Trauer zu trösten, dass er seine Reisen immer länger ausdehnte und sich, wenn er im Haus war, immer häufiger dem Trunk hingab.

Als sie dann, vor einem Jahr, ihre Buchführung von Haus und Geschäft trennte, hatte sie mit Entsetzen festgestellt, dass seine Geschäfte keinen Gewinn abwarfen und das Hauswesen bereits ihre Mitgift und die kleinen Überschüsse, die sie aus ihrem eigenen Weinhandel erwirtschaftete, aufgezehrt hatte. Doch noch immer hatte sie geglaubt, dass sie aus eigener Kraft Ehe und Geschäft zu retten imstande sein würde, und ihren Eltern gegenüber die Missstände verschwiegen.

Scham war auch einer der Gründe – war ihre Mutter doch einst gegen die Verbindung gewesen. Jetzt aber war die Lage wahrlich unerträglich geworden, und nach dem Strafgericht, das ihr Vater über ihren Gatten gehalten hatte, hatte sie sich erstmals Frau Almut anvertraut und nichts als innigstes Verständnis gefunden. Nur über eines hatte Alyss dann doch geschwiegen, und das war ihre Angst um John of Lynne, die weit tieferen Gefühlen entsprang als nur der Sorge um einen Geschäftsfreund. Ihr Bruder jedoch brauchte keine Erklärung. Er hatte sie, als sie wieder in ihr eigenes Haus zurückgekehrt waren, nur beiseitegenommen und gefragt: »Leihst du mir deinen Knecht Peer aus? Ich habe Frau Mechtild versprochen, nach Deventer zu reisen. Er kennt sich dort besser aus als ich.«

»Du willst Erkundigungen über Tilo einziehen?« »Über ihn und einen Ritter und einen guten Freund.« »Nimm Peer mit, und Maria segne eure Fahrt.« Am nächsten Morgen war er aufgebrochen. Und kurz nach ihm tänzelte Gislindis durch das Tor. Alyss, die gerade den mürrischen Jerkin mit Fleischstückchen fütterte, verspürte einen Anflug von Freude, als sie die lebhafte Schleiferstochter auf sich zukommen sah. »Blutiges Fleisch in Euren feinen Pfötchen, edle Frau? Und da soll ich aus dem Händchen ein glückliches Schicksal lesen? Pfui, nein doch.« »Hatte ich Euch gerufen, Schlyfferstochter?«, grummelte Alyss und zog die Brauen zusammen.

»Mit Eures Herzens Stimme, wohledle Frau, und durch Eures süßen Bruders Mund.« »Der just die Stadt verlassen hat.« »Ich traf ihn am Tor, auf der Straße nach Norden.« Dann besah Gislindis den bandagierten Falken, der missmutig mit dem Schnabel an dem Leinen zupfte. Der Verband war schon recht ausgefranst und musste erneuert werden. »Nun, dann helft mir, diesen Vogel neu zu verbinden, wenn Ihr schon hier seid.« »Damit auch ich blutige Pfötchen bekomme?« »Ihr könnt auch auf dem Hof warten, bis ich es alleine getan habe. Aber dann müsst Ihr Euch den Angriffen der heidnischen Gänse erwehren.« »Dann lieber der Falkenschnabel unter Eurer Aufsicht. Was muss ich tun, edle Frau?« »Ihn bandagieren, während ich ihn festhalte.« »Ah, Ihr nehmt das Blutopfer auf Euch.«"

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