Unterwegs mit Gott

Radwegekirchen, Gottesdienste im Grünen und christliche Reisen als Gelegenheiten für "Gemeinde auf Zeit"
 
 
Kohlhammer (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 19. Dezember 2018
  • |
  • 410 Seiten
 
E-Book | PDF mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-17-034969-8 (ISBN)
 
Aus kirchenoffizieller Sicht ist die Ortsgemeinde nach wie vor das Maß für jegliche Form von Gemeinde. In der Praxis wird die Parochialstruktur aber unterlaufen: Die Menschen suchen sich aus, wie sich "ihre" Gemeinde und ihr Ort für Kirchlichkeit gestalten soll. An welchen Angeboten und auf welche Art und Weise jemand wie oft aktiv partizipiert, unterliegt der persönlichen Entscheidung und Gestaltung des Einzelnen. Doch bilden sich bei diesen Formen gelegentlicher Kirchlichkeit so etwas wie christliche Gemeinden? Um der Sozialform Gemeinde auf die Spur zu kommen, ist es wichtig, beim einzelnen Individuum und seinen Erfahrungen anzusetzen. Dazu untersucht die vorliegende Arbeit Angebote aus dem kirchlichen Freizeit- und Tourismusbereich der EKD.
  • Deutsch
  • Stuttgart
  • |
  • Deutschland
  • 1,94 MB
978-3-17-034969-8 (9783170349698)
weitere Ausgaben werden ermittelt
Kathrin Sauer hat an der evangelisch-theologischen Fakultät der Universität Tübingen promoviert.
  • Deckblatt
  • Titelseite
  • Impressum
  • Inhalt
  • Einleitung
  • I. Gemeinde auf Zeit als Konzeptbegriff für die Erforschung von punktuell-selektivem Teilnahmeverhalten im Freizeit- und Tourismusangebot der EKD
  • 1. Gemeinschaft auf Zeit: Punktualität und Selektion in Gesellschaft und Kirche
  • 1.1 Soziale Vergemeinschaftung im Wandel
  • 1.2 Punktuell-selektives Teilnahmeverhalten und Gemeinde: ein exemplarisch-historischer Rückblick
  • 1.2.1 Die Kirchenreformbewegung
  • 1.2.2 Von den 1990ern bis heute: Neue Formen von Gemeinde
  • 2. Grundlagen von Gemeinde
  • 2.1 Gemeinde im Frühchristentum und bei Luther
  • 2.2 Parochiale und nicht-parochiale Gemeindeformen
  • 2.3 Kriterien für Gemeinde und Gemeinde auf Zeit
  • 3. Religiöse Orte im Freizeit- und Tourismusbereich
  • 3.1 Religion als Sinnsuche an Grenzorten
  • 3.2 Religion und Freizeit/Tourismus in der EKD
  • 3.2.1 Reisen mit religiösen Motiven und religiöse Erfahrungen auf Reisen
  • 3.2.2 Das Reiseverhalten der Deutschen
  • 3.3 Heilige Orte und religiöse Räume
  • 3.3.1 Das Kirchengebäude als offene Kirche
  • 3.3.2 Religion im Grünen
  • 3.4 Religion und Körperlichkeit
  • 3.5 Religion und Reisen als Weg durch Raum und Zeit
  • II. Empirisch fundierte Zugänge zur Wahrnehmung von Teilnahmeverhalten im Freizeit- und Tourismusbereich der EKD
  • 1. Qualität oder Quantität? Die Wahl der empirischen Methode
  • 2. "Erzählen Sie mal: Wie war das .?" Die Entwicklung der teilnarrativen Leitfadeninterviews
  • 2.1 Reisen, Rad und Grünes: die Auswahl der Forschungsfelder
  • 2.2 Erzählen und mehr: die Auswahl des Interviewprofils
  • 2.3 Fragen im Profil: die Gestaltung des teilnarrativen Leitfadeninterviews
  • 2.4 Wer? Wie? Wo? Die Auswahlkriterien für die Interviewpartnerinnen und -partner
  • 2.5 Vom Wort zum Text: die Transkription der Interviews
  • 2.6 Die ethisch korrekte Durchführung der Interviews
  • 3. Vom Transkript zum Ergebnis: die Auswertung der Interviews durch die rekonstruktive Analysemethode
  • 3.1 "Das integrative Basisverfahren: Grundsätzliches
  • 3.2 Unbeschreibliches, Traumreisen und neue Horizonte: die Interviews mit biblischen bzw. christlichen Reisenden
  • 3.2.1 Das Heilige Land hautnah: die Gemeindereise nach Israel
  • 3.2.1.1 Ein neuer Zugang zur Bibel: Frau A
  • 3.2.1.2 Begegnungen mit dem Judentum: Frau B
  • 3.2.2 Vom Prospekt ins ferne Land: Einzelanmeldungen für Katalogreisen
  • 3.2.2.1 Die Erfüllung eines Traums: Frau C
  • 3.2.2.2 Von reicher Bildung und sympathischen Menschen: Frau D
  • 3.2.3 Kategorien zum Teilnahmeverhalten (Reisen)
  • 3.2.3.1 Die Interviewpartnerinnen und ihre Motivation
  • 3.2.3.2 Der Ablauf der Reise
  • 3.2.3.3 Sozialität auf Reisen
  • 3.2.3.4 Außerhalb der Reisezeit
  • 3.2.3.5 Religiöse Aspekte auf der Reise
  • 3.2.3.6 Die biblische bzw. christliche Reise als multidimensionales Erlebnis
  • 3.3 Schönheit, Kultur und Ruhe: Die Interviews mit Radwegekirchenbesucherinnen und -besuchern
  • 3.3.1 Im Profil: Die Interviewgesprächspartnerinnen und -partner
  • 3.3.1.1 Ruhe spüren: Herr H
  • 3.3.1.2 Andächtige Gefühle: Frau H
  • 3.3.1.3 Wahrgenommen werden: Frau I
  • 3.3.1.4 Kurze Begegnungen: Herr I
  • 3.3.1.5 Radfahren und Kultur: Frau J
  • 3.3.1.6 Ruhe und Kulturgeschichte: Herr J
  • 3.3.1.7 Radfahren und Schöpfung: Herr K
  • 3.3.2 Kategorien zum Teilnahmeverhalten (Radwegekirchen)
  • 3.3.2.1 Personenprofil der Interviewpartnerinnen und -partner
  • 3.3.2.2 Äußere Rahmenbedingungen
  • 3.3.2.3 Beschreibungen der Radwegekirche
  • 3.3.2.4 Der Ablauf des Aufenthaltes
  • 3.3.2.5 Sozialität an der Radwegekirche
  • 3.3.2.6 Religiöse Aspekte des Besuches einer Radwegekirche
  • 3.3.2.7 Aus der Radwegekirche in den Alltag
  • 3.3.2.8 Die Erwähnung weiterer kirchlicher Freizeitangebote
  • 3.3.3 Kulturelle Highlights auf der Radtour entdecken: das Teilnahmeverhalten bei einem Radwegekirchenbesuch
  • 4. "Erquickung für Leib und Seele" Die Auswertung von Anliegenbüchern aus Radwegekirchen
  • 4.1 Von Wallfahrtsbriefen zur Autobahn: der Stand der Forschung zu Anliegenbüchern
  • 4.1.1 "Briefe zum Himmel": Texte aus dem Kloster Ingenbohl
  • 4.1.2 "Mit fremdem Herzblut geschriebene Zeugnisse unseres Jammertals": die Fürbittbücher von Gumpendorf
  • 4.1.3 "Adressat: Gott": Anliegen aus Tauberbischofsheim
  • 4.1.4 "Lieber Gott, gütigste Frau .": Fürbittbücher mit unterschiedlichem Profil
  • 4.1.5 "Danke! Thank you! Merci!": Pilgerbücher aus Graz
  • 4.1.6 "Lieber Gott, bitte hilf mir. Ich sterbe dir sonst weg": Anliegen aus echten und virtuellen Gebetsräumen
  • 4.1.7 "Kontingenzbewältigung und heiliger Tausch auf der Autobahn": Anliegenam Wegesrand
  • 4.1.8 Zusammenfassung des Forschungstandes
  • 4.2 Vom Eintrag zur Kategorie: die Entscheidung für Theoretisches Kodieren als Basis für die Textanalyse
  • 4.2.1 Persönliche Angaben
  • 4.2.2 Inhalte
  • 4.3 Eine Raststätte für Körper und Geist: die Anliegenbücher aus Radwegekirchen
  • 4.3.1 Die vier Bücher im Profil
  • 4.3.2 Die Einträge im Profil
  • 4.3.3 Zwischen Offenheit und Anonymität: Persönliche Angaben
  • 4.3.3.1 Namentliche und anonyme Einträge
  • 4.3.3.2 Herkunftsort und Verteilung der Geschlechter
  • 4.3.3.3 Mehrere Einträge durch eine Person
  • 4.3.3.4 Bezugnahmen auf andere Einträge
  • 4.3.3.5 Zeichnungen
  • 4.3.3.6 Anonymität und Selbstpreisgabe im Profil
  • 4.3.4 Ästhetische Kirchenräume, alte Erinnerungen und Raststätten für Radler
  • 4.3.4.1 Gelegenheiten für den Besuch in der Kirche
  • 4.3.4.2 Die Wahrnehmung des Kirchengebäudes
  • 4.3.4.3 Die Gestaltung des Aufenthaltes
  • 4.3.4.4 Das Kirchengebäude als vielfältig zugänglicher Ort
  • 4.3.5 Gebete, Bibelverse und mehr: die religiösen Inhalte
  • 4.3.5.1 Die Verwendung von religiösem Vokabular
  • 4.3.5.2 Von tiefer Trauer bis großer Dankbarkeit: Danksagungen, Bittgesuche und Aufforderungen in den Gebetstexten
  • 4.3.5.3 Bibelzitate und weitere theologische Inhalte in den Gebetstexten
  • 4.3.5.4 Lob, Wünsche und Kritik in den Gebetstexten
  • 4.4 Von rastenden Radfahrern, anonymen Betern und psalmgleichen Gebeten
  • 4.4.1 Die Teilnahmeprofile der Autoren
  • 4.4.2 Die Gebetstexte als moderne Psalmen?
  • 4.4.3 Weitere Funktionen der Anliegenbücher im Vergleich
  • 5. "Offen zum Himmel": eine Fragebogenumfrage bei Gottesdiensten im Grünen
  • 5.1 Ein quantitativer Zugang zum Gottesdienstverhalten
  • 5.2 Die Gestaltung des Fragebogens
  • 5.2.1 Der Einleitungstext und technische Hinweise
  • 5.2.2 Frageinhalte und -profile
  • 5.2.3 Verteilung, Revision und Auswertung des Fragebogens
  • 5.3 Die Ergebnisse der Fragebogenumfrage "Gottesdienste im Grünen"
  • 5.3.1 Unterschiedliche Gottesdienstprofile
  • 5.3.2 Die Teilnahmehäufigkeit an einem Gottesdienst im Grünen und in der Parochie
  • 5.3.3 Die Gelegenheit für einen Besuch des parochialen Gottesdienstes
  • 5.3.4 Die Teilnahme an besonderen Gottesdienstangeboten
  • 5.3.5 Mit wem wird an einem Gottesdienst im Grünen teilgenommen?
  • 5.3.6 Motive für die Teilnahme an einem Gottesdienst im Grünen
  • 5.3.6.1 Allgemeine Teilnahmezugänge
  • 5.3.6.2 Motive für die gezielte Planung des Gottesdienstes
  • 5.3.7 Pro und Contra bei Gottesdiensten im Grünen
  • 5.3.7.1 Natur, Atmosphäre und Gott
  • 5.3.7.2 Das unberechenbare Element
  • 5.3.8 Von der Kirche unerfüllte religiöse Bedürfnisse
  • 5.3.9 Angaben zur Person
  • 5.4 Typisch(e) Kirchgänger: das Partizipationsprofil für die Teilnahme an einem Gottesdienst im Grünen
  • 6. Von Resonanzerfahrungen und Relevanzorten: die triangulierten Ergebnisse zur Teilnahme
  • III. Gemeinde auf Zeit im Spiegel der Empirie
  • 1. Einmal und mehr: punktuell-selektives Teilnahmeverhalten in den Ergebnissen
  • 2. Kriterien für Gemeinde empirisch reflektiert
  • 2.1 Natur, Kirchen und neue Wege: Vor-Ort-Sein
  • 2.2 Reisen bildet, Kirche begleitet
  • 2.3 ". weil man was Besonderes empfunden hat." Gemeinde auf Zeit als emotionales Geschehen?
  • 2.4 Ich, Du, Wir: die individuelle Wahrnehmung der sozialen Gestalt
  • 3. Gemeinde auf Zeit: viele Hinweise auf einen mehrdeutigen Begriff
  • Literaturverzeichnis
  • Endnotenverzeichnis

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