'Das ist so typisch persisch!'

Eine Untersuchung diasporischer Erinnerungskulturen am Beispiel der zweiten Generation iranischer MigrantInnen in Deutschland
 
 
Waxmann Verlag GmbH
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 1. November 2017
  • |
  • 332 Seiten
 
E-Book | PDF mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-8309-8673-7 (ISBN)
 
In Folge der sich verändernden Zusammensetzung der Bevölkerung in Deutschland werden sich auch die gesellschaftlichen Narrative ändern, die zur Etablierung gesamtgesellschaftlicher Erinnerungen beitragen. Die neuen EinwanderInnen und jene, die mittlerweile in der vierten Generation in Deutschland leben, werden ihren Beitrag leisten zu einer gemeinsamen Erinnerungskultur, indem sie ihre eigenen Erinnerungen in diese hineintragen. Sie fördern damit die Multiperspektivität von Erinnerungskulturen. Eine dieser Perspektiven wird aufgezeigt im vorliegenden Band, in dem der Blick gerichtet ist auf die Lebensgestaltung von iranischen MigrantInnen der zweiten Generation im deutschen Kontext.
Mit Hilfe von Interviews und teilnehmender Beobachtung auf diasporaspezifischen Internetseiten wird ein 'Netz von Narrativen' herausgearbeitet, das ihre Migrationsgeschichten, Herkunftsgeschichten, Familiengeschichten, Geschichten des Aufnahmelandes wie auch der iranischen Gemeinschaft in Deutschland umfasst. Diese Narrative, offline wie auch online, sind maßgeblich geformt von Prozessen der Bildung transnationaler Identitäten. Sie sind damit ein wesentlicher Bestandteil ihres kollektiven Gedächtnisses in der Diaspora.

Sahar Sarreshtehdari studierte Politikwissenschaft und Orientalistik in Erlangen und Tel Aviv. Im Anschluss absolvierte sie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München ihren Master in Interkultureller Kommunikation und promovierte in diesem Fach.
  • Deutsch
  • Münster
  • |
  • Deutschland
  • 7,45 MB
978-3-8309-8673-7 (9783830986737)
weitere Ausgaben werden ermittelt
1 - Buchtitel [Seite 1]
2 - Impressum [Seite 4]
3 - Inhalt [Seite 7]
4 - Danksagung [Seite 11]
5 - I. Einleitung [Seite 13]
5.1 - 1 Thema und Fragestellung der Arbeit [Seite 13]
5.2 - 2 Überblick über den Forschungsstand [Seite 18]
5.3 - 3 Aufbau der Arbeit [Seite 20]
5.4 - 4 Vorbemerkungen [Seite 21]
6 - II. Diasporische Erinnerungskulturen in Einwanderungsgesellschaften [Seite 23]
6.1 - 1 Die kulturwissenschaftliche Gedächtnis- und Erinnerungsforschung [Seite 23]
6.1.1 - 1.1 "Gedächtnis" und "Erinnerung" als interdisziplinäre Forschungsgegenstände [Seite 23]
6.1.2 - 1.2 Wichtige Begriffsdefinitionen [Seite 25]
6.1.3 - 1.3 Zentrale Prämissen der kulturwissenschaftlichen Gedächtnis- und Erinnerungsforschung [Seite 27]
6.2 - 2 Individuelles und kollektives Gedächtnis [Seite 37]
6.3 - 3 Kommunikatives und kulturelles Gedächtnis [Seite 40]
6.3.1 - 3.1 Das kommunikative Gedächtnis [Seite 41]
6.3.1.1 - 3.1.1 Konversationelles Erinnern: zur Bedeutung von Narrativen für Erinnerungsprozesse [Seite 42]
6.3.1.2 - 3.1.2 Generationen- und Familiengedächtnis [Seite 44]
6.3.2 - 3.2 Das kulturelle Gedächtnis [Seite 47]
6.3.2.1 - 3.2.1 Gedächtnis- und Erinnerungsmedien [Seite 50]
6.3.2.2 - 3.2.2 Speicher- und Funktionsgedächtnis [Seite 52]
6.4 - 4 Das kollektive Gedächtnis und das Internet [Seite 55]
6.4.1 - 4.1 Visualisierung [Seite 58]
6.4.2 - 4.2 Individualisierung [Seite 59]
6.4.3 - 4.3 Pluralisierung [Seite 60]
6.4.4 - 4.4 Fragmentierung [Seite 60]
6.5 - 5 Zusammenfassung und Konsequenzen für den Verlauf der Arbeit [Seite 62]
6.6 - 6 Diaspora: Definition, Dynamiken und Digitalisierung [Seite 64]
6.6.1 - 6.1 Transnationale Dynamiken von Diasporas [Seite 68]
6.6.2 - 6.2 Digitale Diaspora [Seite 70]
6.6.2.1 - 6.2.1 Wichtige Begriffsdefinitionen und Funktionen von sozialen Netzwerken [Seite 71]
6.6.2.2 - 6.2.2 Nutzungsmöglichkeiten von Diasporamedien und ihr Nutzen für Diasporas [Seite 75]
6.6.3 - 6.3 Erinnerungskonstruktionen im Diasporakontext [Seite 79]
6.6.3.1 - 6.3.1 Sehnsucht aus der Distanz [Seite 81]
6.6.3.2 - 6.3.2 Nationalismus aus der Distanz [Seite 85]
6.7 - 7 Iranische Diaspora in Deutschland [Seite 86]
6.7.1 - 7.1 Iranische Migrationsbewegungen nach Deutschland [Seite 86]
6.7.2 - 7.2 Diasporisches Leben iranischer MigrantInnen in Deutschland [Seite 92]
6.7.2.1 - 7.2.1 Bildungsniveau [Seite 94]
6.7.2.2 - 7.2.2 Religiosität [Seite 94]
6.7.2.3 - 7.2.3 Politische Einstellungen [Seite 95]
7 - III. Methodisches Vorgehen [Seite 96]
7.1 - 1 Triangulation von Methoden und Daten [Seite 96]
7.1.1 - 1.1 Datenerhebung durch biographisch-narrative Interviews [Seite 98]
7.1.1.1 - 1.1.1 Suche nach und Zugang zu InterviewpartnerInnen [Seite 99]
7.1.1.2 - 1.1.2 Interviewverlauf und -führung [Seite 103]
7.1.1.3 - 1.1.3 Kurzdarstellung der InterviewpartnerInnen [Seite 105]
7.1.2 - 1.2 Datenerhebung durch teilnehmende Beobachtung [Seite 105]
7.1.2.1 - 1.2.1 Vorstellung der diasporaspezifischen Facebook-Seiten [Seite 110]
7.1.2.2 - 1.2.2 Kurzdarstellung der Seiteninhalte [Seite 113]
7.2 - 2 Auswertungsmethode nach der qualitativen Inhaltsanalyse [Seite 118]
7.3 - 3 Als Forscherin Teil der Untersuchungsgruppe [Seite 119]
7.3.1 - 3.1 Zwischen Iranerin und Deutscher [Seite 126]
7.3.2 - 3.2 Zwischen Freundin und Forscherin [Seite 131]
7.3.3 - 3.3 Zwischen "Online"- und "Offline"-Modus [Seite 133]
7.3.4 - 3.4 Auswege aus dem Dazwischen? Versuche der Selbstpositionierung [Seite 138]
8 - IV. Iranische Erinnerungskulturen - das kollektive Gedächtnis iranischer MigrantInnen der zweiten Generation [Seite 140]
8.1 - 1 Gründe für die Auswanderungen nach Deutschland [Seite 142]
8.1.1 - 1.1 Der Iran-Irak-Krieg [Seite 142]
8.1.2 - 1.2 Politisches Engagement [Seite 145]
8.1.3 - 1.3 Studien- und Ausbildungszwecke [Seite 146]
8.2 - 2 Ankunft in Deutschland [Seite 149]
8.3 - 3 Migration als Bestandteil der Familiennarrative [Seite 153]
8.4 - 4 Reisen in den Iran [Seite 156]
8.4.1 - 4.1 Die erste Rückkehr in den Iran [Seite 157]
8.4.2 - 4.2 Die erste Reise in den Iran [Seite 158]
8.5 - 5 Die Wahrnehmung der iranischen Gesellschaft [Seite 163]
8.5.1 - 5.1 Zwischenmenschliche Beziehungen [Seite 164]
8.5.2 - 5.2 Kleidervorschriften und Geschlechterverhältnisse [Seite 166]
8.5.3 - 5.3 Gegenwärtige Situation und aktuelle Entwicklungen [Seite 171]
8.6 - 6 Transnationale Familiennetzwerke [Seite 179]
8.6.1 - 6.1 Der Schutzraum der Großfamilie im Iran [Seite 179]
8.6.2 - 6.2 Kritik an den Familienbeziehungen [Seite 181]
8.6.3 - 6.3 Iranischer Mikrokosmos in Deutschland [Seite 184]
8.6.3.1 - 6.3.1 Einrichtungsgegenstände [Seite 186]
8.6.3.2 - 6.3.2 Kulinarik [Seite 186]
8.6.3.3 - 6.3.3 Musik und Bücher [Seite 187]
8.6.3.4 - 6.3.4 "Perserfeste" [Seite 188]
8.6.3.5 - 6.3.5 Sprachkompetenz Farsi [Seite 189]
8.6.4 - 6.4 Der Umgang mit den Familiennarrativen [Seite 195]
8.7 - 7 Die Narrative des "Iranischseins" - zentrale Aspekte [Seite 200]
8.7.1 - 7.1 Der elterliche Bildungsauftrag [Seite 200]
8.7.2 - 7.2 Zwischen Assimilation und Integration [Seite 206]
8.7.3 - 7.3 Phänotypische Merkmale: Ästhetik und Schönheitsideale [Seite 213]
8.7.4 - 7.4 Eigenschaften und Umgangsformen [Seite 217]
8.7.5 - 7.5 Die iranische Art der Kommunikation [Seite 221]
8.7.6 - 7.6 Unterscheidung von "Iran" und "Persien" [Seite 224]
8.7.7 - 7.7 2009 - die Bewegung und die eigene Bewegtheit [Seite 227]
8.7.8 - 7.8 Positionierung zur iranischen Community in Deutschland [Seite 232]
8.8 - 8 Die Lebensgestaltung im Diasporakontext [Seite 235]
8.8.1 - 8.1 "Woher kommst du?" - Umgänge und Strategien mit dem Herkunftsdialog [Seite 236]
8.8.2 - 8.2 Der umstrittene Begriff "Migrationshintergrund": Ablehnung oder Akzeptanz? [Seite 244]
8.8.3 - 8.3 Die Bedeutung des Migrationshintergrundes für die eigene Biographie [Seite 248]
8.8.3.1 - 8.3.1 Vorteil und Bereicherung [Seite 248]
8.8.3.2 - 8.3.2 Nachteil und Hindernis [Seite 251]
8.8.3.3 - 8.3.3 Die mediale Berichterstattung nach 9/11 [Seite 258]
8.8.4 - 8.4 Studienzeit und Arbeitskontext [Seite 264]
9 - V. Diskussion [Seite 269]
9.1 - 1 Zusammenfassung und Interpretation zentraler Ergebnisse [Seite 270]
9.2 - 2 Epilog [Seite 293]
10 - VI. Abbildungsverzeichnis [Seite 296]
11 - VII. Literatur [Seite 297]

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