Gefangen in Feuer & Eis

 
 
TWENTYSIX (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 3. Juni 2020
  • |
  • 272 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7407-4052-8 (ISBN)
 
Bin ich seit neuestem dem Wahnsinn verfallen? Was sollte all dieser Irrsinn? Sollte sie professionelle Hilfe in Anspruch nehmen? Litt sie nicht schon genug unter all dem was sie durchmachte? Fragte sich eine junge Dolmetscherin. Vom Juniorchef betrogen, Job gekündigt, von einem mysteriösen Fremden bei Nacht verfolgt, Brandwunden an ihren Händen, die wie eine Kraterlandschaft wirkten und komisch eigenartige Vorfälle häuften sich in ihrem Leben. Kann es noch schlimmer werden für Su? Durch viele kleine merkwürdige Umständen bucht Su schließlich einen dreiwöchigen Aktivurlaub auf Island, um auf andere Gedanken zu kommen zusammen mit ihrer besten Freundin Claudia. Aber schon vor der Abreise rissen die merkwürdigen Dinge nicht ab. Mit Entsetzen, musste Su auch noch feststellen, das ihren mysteriöser Stalker der Reiseleitung angehörte. Sie hatte sich geschworen, nach ihrem Ex nie wieder einem Mann zu verfallen. Wird sie ihren Schwur halten können und dem attraktiven Ragnar die kalte Schulter zeigen? Wird der Alptraum wahr werden in dem Ragnar entführt wurde? Was wird sie tun, falls es doch soweit kommen würde? Konnte sie den Leuten auf Island helfen? Oder sollte sie so schnell wie möglich die Flucht ergreifen?
1. Auflage
  • Deutsch
  • 0,44 MB
978-3-7407-4052-8 (9783740740528)
weitere Ausgaben werden ermittelt
Die Autorin verrät ihren Lesern nur soviel: Sie ist 1967 am wunderschönen Bodensee geboren. Verheiratet und Mutter zweier erwachsenen Kinder. Noch heute lebt sie zusammen mit ihrer Familie und ihren Tieren in der Nähe des Bodensees.

1. Kapitel


Wieder einmal wachte Surya wie gerädert aus dem Schlaf auf. Sie saß senkrecht und am ganzen Körper zitternd in ihrem Bett. Was in den vergangenen Wochen und Monaten schon so oft der Fall war. Sie hatte wieder diesen grauenvollen Alptraum gehabt, aus dem sie gerade hochgeschreckt war. Wenn sie genauer darüber nachdachte, konnte sie sich nur noch schemenhaft daran erinnern. Er war beängstigend und immer wieder war es fast der gleiche Traum, der sie verfolgte. Sie ging durch irgend ein Labyrinth, sah leuchtende Farbfacetten. Ihr wurde immer heiß und kalt. Und viele fremde Menschen waren um sich herum. Sie sah Blut und konnte Schwefelgeruch wahrnehmen. Sie stand auf irgendetwas, das sie am ganzen Körper zittern ließ. Konnte sich aber nicht mehr genau daran erinnern was es war. Nur das Ende, dass war ihr noch bewusst, weil man sie verfolgt hatte..... aber wer? Und warum? Es war ein Mann, nein zwei, nein mehrere, fiel ihr nun wieder ein. Aber an mehr konnte sie sich nicht mehr erinnern. Und doch gab es eine Szene an die sich sich noch ganz genau erinnerte. Da war ein Mann, ein sehr großer muskulöser Mann, mit dichtem langem blonden Haaren, das ihm bis auf die Schultern reichte. Dazu trug er einen Drei-oder Viertagebart. Er hatte sehr ausdrucksvolle tiefblaue Augen. Seine gerade Nase, war vielleicht ein bisschen zu lang in Sus Augen. Doch passte sie perfekt zu seinem sinnlichen breiten Mund. Vor allem wenn er sie im Traum anlächelte. Dabei zeichneten sich auf seinen Wangen leichte Grübchen ab. Sein Aussehen nach hätte es glatt ein Normanne sein können, wie man sie aus zahlreichen Wikingerfilmen kannte. Mit seinem ganzen Auftreten in Sus Träumen konnte sie nur erahnen, dass durch seine Adern wildes Wikingerblut floss. So manche Frau würde sich in der Öffentlichkeit nach ihm umdrehen. Wenn er Wirklichkeit wäre und nicht nur ein Traumgespinst.

Su fühlte sich völlig erschlagen und am liebsten wäre sie wieder unter die Bettdecke gekrochen. Aber aus Angst, sie könnte erneut in diesen Traum fallen tat sie dies nicht. Sie schimpfte sich selbst, über diese albernen Gedanken. Der Tag war zu schön um sich wieder unter der Bettdecke zu verkriechen. Die Sonne strahlte schon seit geraumer Zeit in ihr Schlafzimmer und kitzelte sie mit ihren einzelnen Lichtstrahlen wach. Wahr­scheinlich um sie aus diesem schrecklichen Traum zu holen. Wie viel Uhr mochte es sein? Ein Blick auf ihren Wecker verriet ihr, dass es gerade erst kurz vor sieben Uhr war. Also doch noch zu früh um aufzustehen. Aber wie pflegte ihre Mutter immer zu sagen. "Morgenstund hat Gold im Mund". Mit einem tiefen Seufzen schwang sie ihre Beine aus dem Bett, gähnte genüsslich dabei, setzte sich auf und streckte sich. Jeder einzelne Muskel in ihrem Körper schien etwas dagegen zu haben, dass sie aufstand. Ihr Körper schmerzte höllisch, als ob sie irgend eine harte Arbeit in der Nacht geleistet hätte. Sie fühlte sich so richtig gerädert und ausgelaugt. Kein Wunder nach diesem höllischen Albtraum. Diese Symptome kannte sie bereits von vielen vergangenen Nächten. Die alle den Morgen danach so beginnen ließen. Surya streckte sich noch einmal um so eventuell die Steifheit ihres Körpers zu beseitigen. Genervt seufzte sie abermals auf, weil die ganzen Streckübungen nichts brachten.

Sie beschloss den schönen Tag mit einer heißen Dusche und einer guten Tasse Kaffee zu beginnen. Im Anschluss könnte sie ja noch ein paar Yogaübungen und etwas Meditation auf der Terrasse ausüben. Wobei sie sich selbst eingestehen musste, dass sie im Moment so aufgebracht war, das keine Meditation der Welt, sie wieder auf den Teppich bringen würde. Aber vielleicht konnten ja gerade diese kleinen Dinge ihr doch noch den Start in den Tag angenehmer machen. Denn der Tag war zu schön um diesen im Haus zu verbringen. Schließlich war es Wochenende und sie musste keine Hektik an den Tag legen. Wobei Hektik, dieses Wort hatte sie vor ein paar Wochen aus ihrem Wortschatz gestrichen, als sie ihre langjährige Stelle bei Euro Öl International fristlos Hals über Kopf kündigte. Sie lief in ihre kleine Küche und setzte Kaffee auf. Während dieser vor sich hin blubberte, stieg sie unter die Dusche. Zuvor hatte sie sich den kleinen transportablen Heizlüfter ins Bad gestellt und angemacht. Damit es ein bisschen wärmer im Badezimmer wurde. Denn eigentlich war dieses Häuschen ein Sommerdomizil ihrer Familie. Und besaß außer dem großen Kamin im Wohnzimmer keine Heizung. Sie blieb vor der Duschfontäne stehen und hielt eine Hand in das herab rauschende Wasser, um die Wassertemperatur zu prüfen. Bevor sie die Duschkabine betrat. Das warme Wasser das über ihren Körper rann, entspannte ihre verkrampften Muskeln. Sie wäre am liebsten den ganzen Tag lang unter der Dusche gestanden. Sie ertappte sich, wie sie wieder einmal über diesen immer wiederkehrenden Albtraum nachdachte. Su versuchte vergeblich die einzelnen Puzzleteile zusammen zufügen. Verdammt, nicht einmal die warme Dusche konnte sie vor diesen Überlegungen schützen. Surya stellte das Wasser ab und angelte mit einer Hand nach dem Handtuch, dass an einem der Haken vor ihr an der Badezimmertür hing. Schon als sie die Duschkabinentür öffnete, nahm sie einen leicht verbrannten Geruch war. Sie wollte gerade diesem Geruch auf die Spur gehen, als im gleichen Augenblick, der kleine Heizlüfter begann Funken zu sprühen. Gefolgt von einem noch lauteren Knall, der ihn schließlich dann in Flammen auf gehen ließ. Surya fluchte laut vor sich hin. Instinktiv versuchte sie mit dem Handtuch die Flammen auszuschlagen. Und zog dabei den Stecker aus der Steckdose. Sie warf das Handtuch über den Lüfter und bugsierte ihn in die Dusche. Danach öffnete sie erneut den Wasserhahn der Dusche und ließ das Wasser über den Lüfter rieseln. So löschte sie diesen kleinen Brandverursacher. Kopfschüttelnd und noch immer ganz benommen, öffnete sie das kleine Badezimmerfenster, dass immer noch klemmte und jede Menge Kraftaufwand von ihr verlangte. Außer Atem und mit zitternden Händen setzte sie sich auf den Rand der Duschwanne, dabei blickte sie den kleinen Heizlüfter an, der immer noch vom Wasser berieselt wurde. Mein Gott, was war das den jetzt. Der Tag heute fängt ja fürchterlich an. Ich hätte doch lieber im Bett bleiben sollen. Und nicht auf Mamas gute Ratschläge hören sollen. Ich glaube ich sollte einmal einen Elektriker damit beauftragen die Stromleitungen zu überprüfen. Sie hatte nicht einmal bemerkt, dass sie immer noch splitterfasernackt auf der Duschwanne saß. So hatte der kleine Brandverursacher sie verwirrt.

Su griff nach dem Bademantel, der hinter der Tür am Haken hing und lief in den zum Teil verrauchten Wohnraum. Sie hatte die Badezimmertür ebenfalls geöffnet, weil der Qualm nicht durch das kleine Badefenster abziehen wollte. Der Wohnraum stand voller Qualm, hustend griff sie nach dem Tablett wo eine Kaffeekanne und eine Tasse darauf stand und lief zur Terrassentür. Schnell öffnete sie diese, damit der Qualm nun endlich ganz abziehen konnte. Bevor sie auf die Terrasse trat und die frische Morgenluft einatmete. Sie setzte das Tablett auf dem kleinen Terrassentisch ab und ließ sich mit einem Plumps in einen der bequemen Terrassensessel fallen. "Mein Gott, was für ein Tag", stöhnte sie auf. Dann schloss sie nur für einen kurzen Moment die Augen. Doch das war ein Fehler, denn sofort hatte sie wieder das Bild von diesem attraktiven, gutaussehenden Nordmann vor ihren Augen. Er blickte sie mit seinen ausdrucksstarken tiefblauen Augen an, auf sein langes blondes Haar fiel einen leichter goldenen schirmendem Glanz. Sein Dreitagebart schimmerte ebenfalls leicht golden. Auf seinem Mund hatte er ein leichtes Lächeln. Er sah aus wie ein Wikinger, ja genau so stellte sich Surya immer einen Wikinger aus längst vergangenen Zeiten vor. Auf Surya wirkte er beim ersten Mal, als er ihr im Traum begegnet war, als sehr attraktiv und nett. Wobei sie es so langsam nicht mehr nett fand, dass er sich so oft in ihre Träume einschlich. Und seit ein paar Tagen sogar schon am helllichten Tag, sobald sie ihre Augen schloss. Su riss schockiert ihre Augen auf und im gleichen Moment klingelte auch noch ihr Handy. Sie versuchte verkrampft das klingelnde, vibrierende Ding aus ihrer Bademanteltasche zu fischen. Wer um Himmelwillen ruft den schon um diese Uhrzeit an. Ein Blick von ihr auf das Display genügte, um den Anrufer sofort weg zu drücken. "Du kannst mich mal, mein Lieber!" fauchte sie. Mit einem gekonnten Wurf landete das Handy im Nachbarsessel. Sie griff nach der Kaffeekanne, um sich endlich den Kaffeegenuss zu gönnen, auf den sie sich schon so lange gefreut hatte. Ein lauter Aufschrei entfuhr ihr dabei, als ein gewaltiger brennender Schmerz sich durch ihre beiden Hände zog. Die Kaffeekanne flog auf den Tisch und zersprang in viele Einzelteile. Der Kaffee ergoss sich dabei über den kompletten Terrassentisch. Su war geschockt, was zum Henker war das den jetzt? Ein Blick in die Innenfläche ihrer rechten Hand, ließ sie am ganzen Körper erstarren. Langsam drehte sie auch die linke Hand um. Beide Handflächen waren feuerrot und unzählige kleine und große Brandblasen zierten ihre Finger. Verflucht, dass auch...

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